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  Erfolgschancen einer TESE bei sehr kleinen Hoden und Azoospermie mit schlechten Laborwerten
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   tropensturm2
schrieb am 05.01.2021 13:41
Hallo Community!

Ein frohes, neues und vor allem gesundes Jahr 2021!

Ich habe mir erlaubt mich als "MANN" anzumelden hier auf urbia.de und hätte gerne Antworten auf meine Fragen; vorausschicken möchte ich, dass ich schon eine erschöpfende Ärzte-Odysee betreffend Kinderwunsch hinter mir habe und ich glaube, dass viele Kinderwunschzentren (ich war noch in keinem) einfach mit den Hoffnungen der Leute spielen und vieles "Geschäftemacherei" ist. Siehe Youtube Videos!

Ich bin 38 Jahre alt, männlich und hatte als Kind oft Harnwegsinfekte, in der Pubertät und als junger Erwachsener oft eine Prostatitis und bei den urologischen Untersuchungen wurde mir mitgeteilt, es könnte gut möglich sein, dass ich leider Probleme mit der Zeugungsfähigkeit habe.

Das stellte sich dann im Jahr 2006 oder so heraus. Diagnose Azoospermie.
Es wurden mehrere Spermiogramme, Hormonuntersuchungen gemacht.
Die Werte waren immer (!) miserabel und es wurde immer die Diagnose eine nichtobstruktiven Azoospermie gestellt. Die Werte haben sich seit 2006 nie in irgend eine positive Richtung verändert, sind immer schon schlecht gewesen.

2010 lernte ich meine Lebensgefährtin kennen und später stellte sich dann bei Ihr eine Endometriose Grad 4 heraus. Sie wurde erfolgreich operiert. Seither forciert sie den Kinderwunsch. Bedenkt aber nicht meine Situation und das macht mich fertig.
Vor allem die TESE macht mir ANGST.

Klar ist, ich verstehe Sie, der natürlichste Wunsch einer Frau ist halt mal schwanger zu werden.

2010 hatte ich eine Operation am Hoden auf Grund eines benignen Leydigzelltumors.
Es wurde das fragliche Stück aus dem Hoden entfernt (alle 2 Hoden noch vorhanden) und seit dieser Operation im Jahr 2010 habe ich so 3-4 x im Jahr ein "Ziehen im Hoden", gefolgt von "Angst", da unten könnte ja wieder was sein. Dann quäle ich mich zum Urologen und dieser schallt dann die Hoden und versichert mir, es ist nichts, es hat nur mit der Narbe und Verkalkung zu tun. Alles in Ordnung.

Wenn ich mir jetzt vorstelle, da wird im Hoden - auf beiden Seiten - eine Biopsie genommen, um nachzusehen ob Spermien drinnen sind, wird mir heute schon schlecht und ich habe Angst, dass sich das "Ziehen" fortsetzt und noch ärger wird oder die Hoden, die jetzt eh schon winzigst (Volumen deutlich unter 2ml) sind, noch kleiner bzw. dann absterben oder so ...

Ausserdem hat meine LG Endometriose und seither Sie operiert wurde, glaubt Sie, dass sie "leicht" schwanger wird, zudem es nur über eine positive TESE und durch eine ICSI möglich werden würde.

So, ich gebe hier an die Experten meine aktuellen Werte und ersuche um Mitteilung, in wie fern ich mir Chancen ausrechnen dürfte, dass bei einer TESE was gefunden wird (persönlich glaube ich ja, mein Hoden produziert 0 Spermen, weil diese so klein sind, und die Werte so schlecht sind), und jeder nur ein Geschäft machen will bei 0 % Chancen..

Wie sind die Erfolgsaussichten oder was kann man an Hand folgender Werte zu einer möglichen erfolgreichen TESE sagen bzw. in wie fern ist eine operierte Endometriose Grad 4 in Zusammenschau mit meinen Befunden dann von einer Schwangerschaft gekrönt?


- kleinvolumige Hoden beidseits - rechts Verkalkung und Narbe durch OP
- Hodenvolumen rechts ca 1,3 ml (da war der Leydigzelltumor)
- Hodenvolumen links ca. 1,7 ml
- in Achse stehend und gut durchblutet
- 2010 gutartiger Leydigzelltumor rechts
- Libido und Erektionen normal
- Test auf Klinefelter Syndrom negativ (laut Genetik, kann aber nicht ausgeschlossen werden)
- Hashimoto
- Laborwert E2: <5 pg/ml
- Laborwert FSH: 40,20 mU/ml
- Laborwert LH: 12,80 mU/ml
- Laborwert Prolactin: 185 uU/ml
- Laborwert Testosteron: 5,2 ng/ml (gemessen um ca. 8 Uhr)
- Laborwert Inhibin B: 9,00 ng/l
- Spermiogramm: NO Azoospermie


Liebe Experten, wie sind die Erfolgschancen, dass da aus den Hoden Spermien im Rahmen einer TESE extrahiert werden bzw. wie ist die persönliche Meinung dazu, bzw. anders gefragt, die bisherige Erfahrung im Rahmen des Jobs bei solchen Werten bzw. Hodenvolumen.

Ich rechne mir 0 Chancen aus und das ist so OK für mich, zudem ich auch Angst vor einer Tese habe. Echt wirklich. Aber das versteht niemand. Und ich will nichts machen, wenn die Chancen minimalst sind.

Wenn wer sagt, ja kein Problem, da schneiden wir auf und dann extrahieren wir und da sind garantiert gute Spermien drinnen, dann ok - kein Thema.

Bitte um ehrliche Antworten - ich kanns verkraften. DANKE


  Re: Erfolgschancen einer TESE bei sehr kleinen Hoden und Azoospermie mit schlechten Laborwerten
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   sonjaso
schrieb am 05.01.2021 14:11
Lieber tropensturm2,

zunächst mal ich bin kein Experte und kenne mich mit dem Thema nicht aus. Ich würde an Deiner Stelle bei einer Klinik, die auf Tese spezialisiert ist ein Beratungsgespräch vereinbaren mit allen Befunden, die Du bereits hast und auch noch eine Zweitmeinung einholen, denn dort sind die "Experten".
Außerdem würde ich mit meiner Partnerin generell über den Kinderwunsch sprechen. Wie wichtig ist er Euch? Was seid Ihr bereit dafür zu tun? Kommt auch eine Samenspende/ Adoption in Frage? Und ich würde es zeitnah in Angriff nehmen, denn wie man hier im Forum sieht, kann der Weg sehr lange sein.
Sicher schreiben hier auch noch einige, die Erfahrung damit haben und können bezüglich Experten Tipps geben.

Liebe Grüße

sonjaso


  Re: Erfolgschancen einer TESE bei sehr kleinen Hoden und Azoospermie mit schlechten Laborwerten
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   Lizzlie
schrieb am 06.01.2021 10:17
Guten Morgen,

Also, wegen der Tese musst du dir eigentlich keine Sorgen machen. Klar wirst du einige Tage Problem haben, da die Hoden stark geschwollen sind, aber mit IBU sollte es eigentlich auszuhalten sein.
Das Ziehen kommt im übrigen von der Narbe, meint mein Mann jedenfalls. Das hat er auch noch einige Monate nach der ersten Tese.

Wenn überhaupt würde ich mich an Professor Schulze in Hamburg wenden. Der arbeitet im FCH.

Ich bin absolut kein Spezialist, aber deine Werte sind echt nicht gut und deuten Daueraufträge hin das du leider keine Spermien hast.

Dein Fsh wert ist stark erhöht und dein LH wert super niedrig. Glaube das ist der Unterste messbare Bereich.
Der LH wert zeigt ja an ob du aktive Spermien hast.

Bei meinen Mann der einen Fsh wert von 20 hatte und einen LH wert von 14 waren keine Spermien zu finden.
Sein hodenvolumen ist normal.

Im übrigen habe ich eher die Erfahrung in Klinken gemacht, dass die dir wenig Hoffnung machen sondern dir immer realistisch sagen wie es ausgehen kann.
Bei uns wurde nie mit Hoffnung gespielt.
Eher wenn ich zu optimistisch war, wurde ich runter geholt.

Wir haben nach dieser Diagnose überlegt was für Alternativen wir haben.
Bzw meinte mein Mann sofort das wir mit einer Spende schwanger werden.
Zuerst ging das null für mich aber im laufe der Zeit hab ich mich mit dem Gedanken angefreundet.
Mein Mann hat hier die Chance Papa zu werdensmile

Ich rate dir, rufe im Fch an. Die sagen dir dann ob eine Tese noch Sinn macht. Und die führen die wirklich nur durch wenn man eine Chance sieht

Alles gute für dich

Und wirklich die Tese ist nicht so schlimm


  Re: Erfolgschancen einer TESE bei sehr kleinen Hoden und Azoospermie mit schlechten Laborwerten
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   -Bellissima-
schrieb am 07.01.2021 09:01
Hallöchen.

Vorab, ich kenne mich mit deiner speziellen Thematik nicht sonderlich gut aus, aber ich kann dir sagen, wir hatte das selbe Vorurteil bzgl. Kinderwunschklinik und dadurch wichtige Jahre verstreichen lassen. Unsere Befürchtungen haben sich null bestätigt. Wir wurden, wie meine Vorredner schon sagten, sehr realistisch und kompetent betreut. Und glaub mir, die Kliniken haben genug Patientenauslastung, um Geld zu verdienen🙈die müssen sich nicht um jeden reißen.


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  Re: Erfolgschancen einer TESE bei sehr kleinen Hoden und Azoospermie mit schlechten Laborwerten
avatar    Alice Cullen
Status:
schrieb am 07.01.2021 10:05
Hallo, ich kann mich nur anschließen, wenn zu Dr. Schulze in HH. Wenn der nichts findet findet niemand etwas.
Die op war recht easy und mit ibu alles auszuhalten zwei Tage später war er wieder arbeiten.

Zu den Werten kann ich nicht viel sagen.

Ich möchte aber dir bzw euch raten dringend vor der OP gewisse Dinge zu besprechen und zu klären.
Weißt du du ahnst denke schon seit Jahren dass es schwierig wird.
Bei der Diagnose meines EX Mannes hat es mir erst mal den Boden unter den Füßen weg gezogen.

Vor der Tese haben wir besprochen was wäre bei einem negativen Ergebnis.
Wir haben uns Samenspende, Adoption (sensibles Thema wenn man sich damit beschäftigt sollte nie ein „Ersatz“ zur Kiwu Behandlung sein, hier geht es darum Kindern mit einen schon vorhandenen Rucksack an Vorgeschichte ein Zuhause zu geben) und aber auch mit dem Thema kinderlos bleiben sehr intensiv auseinander gesetzt.

Ihr solltet euch bewusst machen dass ihr egal welchen Weg ihr geht beide zu 100% dahinter stehen müsst.

Ab da ging es für uns zur Klinik und für ihn zur Tese. Die negativ war und in der Klinik hatte man uns von Anfang an genau dies auch nicht beschönigt und war immer ehrlich.
Am gleichen Tag haben wir übrigens auch bei den Samenbanken informiert für uns war vorher klar wir machen weiter.

Das Thema Spende ist auch sehr umfangreich das würde den Rahmen hier sprengen aber hier gibts das HI Forum da könnt ihr euch bei Interesse freischalten lassen.

Letztendlich lief alles nicht rund, auch ich hatte Baustellen,siehe mein Profil. Aber unsere Kinder werden in ein paar Tagen 8 Jahre alt.

Rückwirkend kann ich sagen alles richtig gemacht, Kinder sind aufgeklärt über den Weg den wir gegangen sind. Wir Eltern haben uns getrennt aber dies hat ganz andere Gründe.

Lg und viel Durchhaltevermögen wünsche ich


  DANKE
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   tropensturm2
schrieb am 07.01.2021 12:56
Danke für die lieben Antworten bisher an ALLE!
Ich schätze das wirklich.


Wie waren eure Werte @Alice Cullen - also Hodenvolumen / Hormone

---
Umso mehr Zeit vergeht, umso deutlicher wird wohl, dass ich überflüssig bin, in der Beziehung. So kommts mir halt vor.

Sonst läuft alles "recht" gut, nur das Kinderthema....
Und da komme ich mir überflüssig vor, und denke mir ein Ende mit Schrecken aus .... zu Gunsten meiner LG ... damit Sie die Chance auf einen Mann hat, der "Perfekt"... ist.
Ich möchte auch meine "Wehwechen" nicht weitervererben ...


Und in ihrem Umfeld - alle werden schwanger ... Die Zeit läuft für mich ab. Die Zeit tickt. Es ist 3 vor 12.


  Re: DANKE
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   sonjaso
schrieb am 07.01.2021 14:02
"Umso mehr Zeit vergeht, umso deutlicher wird wohl, dass ich überflüssig bin, in der Beziehung. So kommts mir halt vor. "

Puh, ich glaube es hilft nur das Gespräch mit Deiner Partnerin zu suchen. Weiß sie von Deinen Ängsten und Deinem Gefühl überflüssig zu sein? Vielleicht solltet Ihr da Hilfe in Anspruch nehmen?
Ich hab zwar einen anderen Hintergrund, aber wie es mir so schlecht ging habe ich das Buch "Der Weg zum Wunder" gelesen. Das gibt es auch kostenlos als Hörbuch, da ist ein Kapitel "Die Beziehung in der Sackgasse", vielleicht hilft Dir das weiter?
Hier der Link zum Hörbuch, das Kapitel kommt in Teil4:

[derwegzumwunder.de]

Ich hoffe Ihr findet Euren Weg!

Liebe Grüße

sonjaso


  Re: DANKE
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   Gamora83
Status:
schrieb am 07.01.2021 14:04
Lieber Tropensturm,

auch wenn ich zu deinem eigentlichen Problem nichts sagen kann, wollte ich kurz schreiben.

Bitte fühle dich nicht überflüssig, denn das bist du nicht! Ich hoffe, dass du dies auch für deine Lebensgefährtin nicht bist.

Kinderwunsch zu haben ist leider immer auch psychisch anstrengend. Das wichtigste ist, miteinander sprechen, Sorgen austauschen, nach gangbaren Möglichkeiten suchen. Besprecht, was ihr euch überhaupt an Wegen vorstellen könnt (Samenspende / Embryonenspende / Adoption oder Pflege / gemeinsames kinderloses Leben).

Sucht euch Spezialisten in einer Kinderwunschklinik, besprecht erst einmal dort die Möglichkeiten. Wende du dich an einen Spezialisten für die TESE (z.B. Dr. Schulz in Hamburg).

Ich weiß, dass vieles erst einmal Überwindung kostet, denn wer will das schon. Aber sobald man den ersten Schritt gegangen ist, ist der Weg oftmals gar nicht so dunkel, wie es anfangs scheint.

Ich kann nachvollziehen wie du dich fühlst, denn bei uns bin ich die "Verursacherin".

Alles Gute
Gamora


  Re: DANKE
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   Lizzlie
schrieb am 07.01.2021 14:48
So hat sich mein Mann auch gefühlt!

Und ich glaube auch das diese Diagnose für den Mann niederschmetternd ist.

Aber ich liebe meinen Mann doch nicht wegen seinem Hoden und was da vermeintlich drin ist oder auch nicht drin ist.
Ich liebe den Menschen.

Ich bin gerade in Behandlung zu meiner ersten Iui mit Spendersamen. Wir werden halt anders Eltern, mein Mann wird nicht der genetische Vater sein. Aber er wird Vater!

Mein Mann hat am Anfang immer gefragt: was ich meine Daseins Berechtigung wenn ich mich nicht vermehren darf?

Wir hatten viele lange Gespräche.

Es gibt Alternativen Eltern zu werden, nur weil der eine weg nicht klappt gibt es andere.
Ich wollte davon am Anfang gar nichts hören aber mit der Zeit wurde das besser.

Die Beziehung hängt nicht von Samen ab, Sondern welchen Weg ihr anstatt gehen wollt.


  Re: DANKE
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   Lizzlie
schrieb am 07.01.2021 14:51
Ich hätte keinen anderen Mann gewollt.

Das perfekte gibt es nicht immer.

Du musst, wenn nicht bereits geschehen , drüber reden.


  Re: DANKE
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   weristdas
schrieb am 07.01.2021 15:28
Hallo,
zunächst mal: ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen.
Unsere Situation ist zwar (medizinisch betrachtet) anders als bei euch, allerdings ist es auch bei uns so, dass die Ursache für die besonderen Umstände bei meinem Mann liegen, daher etwas aus meiner Perspektive...

Ich wusste bereits von Anfang an (und das hat es vielleicht leichter gemacht), dass mein Mann keine Kinder zeugen kann. Da ich zu dem Zeitpunkt bereits einen großen Kinderwunsch hatte, war das etwas, worüber ich zunächst nachgedacht habe. Es war aber recht schnell klar, dass es mir wesentlich wichtiger ist, wer meine Kinder großzieht, wer ihnen seine Werte vermittelt, wer ihnen Vorbild ist, wer sie tröstet, wenn sie weinen und pflegt, wenn sie krank sind... als wer sie zeugt. Natürlich finde ich es ab und an traurig, dass unsere zukünftigen Kinder "kein genetischer Mix" aus uns beiden sein werden, aber wesentlich trauriger finde ich die Vorstellung, meine Kinder mit jemand anderem großzuziehen, oder die Vorstellung, dass sie ihn nicht als Vaterfigur in ihrem Leben haben würden.

Du sagst, eure Beziehung wäre ansonsten gut. Ich weiß nicht, wie sehr du deine LG in deine Gedanken mit einbeziehst. Vielleicht denkst du, es wäre für sie besser und einfacher mit einem anderen Mann, aber das kann nur sie entscheiden. Auch wenn ein Kind einmal da ist, wird es immer wieder mal schwierig sein - Kinder groß zu ziehen, ist ja auch eine anstrengende Aufgabe, und nicht immer ist man sich einig, und da finde ich es sooo wichtig, dass man einen Partner an seiner Seite hat, mit dem man sich versteht und bspw. Werte teilt.

Ich weiß nicht, ob Samenspende (unser momentaner Weg) oder Adoption für euch überhaupt in Betracht kommt. Ich will nur sagen, dass, selbst wenn sich rausstellen sollte, dass da zeugungstechnisch "nichts mehr zu machen ist", bist du deshalb nicht überflüssig.

Ich kann auch empfehlen, eine Beratung in Anspruch zu nehmen. Ich war bspw. einige Male bei profamilia und fand das wirklich hilfreich. Viele haben diesbezüglich Hemmungen, aber mir hat es geholfen, einige Gedanken zu sortieren...

Ich wünsche euch alles Gute!


  Re: Erfolgschancen einer TESE bei sehr kleinen Hoden und Azoospermie mit schlechten Laborwerten
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   Schnicko79
schrieb am 07.01.2021 21:15
Guten Abend,

mein Mann hatte mit 30 Jahren Hodenkrebs. Der Hoden wurde komplett entfernt, der andere vom Volumen recht klein. Die Hormonwerte waren miserabel, ich finde sie allerdings nicht mehr zum Vergleich.
Mein Mann hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt, also wusste ich woran ich war. Als dann doch nach Jahren Beziehung der Kinderwunsch kam sind wir es angegangen. Erst Urologe - Spermiogramm negativ. Eigenes Kind allenfalls mit TESE möglich. Wir haben uns dann informiert und sind wie auch schon im obigen Beitrag genannt beim "Hodenpabst" Dr. Schulz in Hamburg gelandet. Termin gemacht, Erfolgschancen abgeklärt, TESE gemacht.
Unser Kind wird im Sommer 6. Die TESE an sich war ok, leider sind wir den nächsten Tag wieder mit dem Zug nach Süddeutschland gefahren. Besser wäre noch ein weiterer Tag in Hamburg gewesen. Es bildete sich ein Hämatom, was nicht so angenehm war.
Uns ist klar, dass wir verdammt viel Glück hatten, dass Material gefunden wurde und das das auch mit der ICSI auf Anhieb geklappt hat.
Deine Erfolgschancen wird nur jemand vom Fach beantworten können und auch da gibt es keine Erfolgsgarantie. Ihr als Paar und du müsst überlegen ob ihr diesen Weg gehen wollt bzw. mit welchen Alternativen ihr klar kommt.
Aber von hier aus ganz klar eine Stimme für Hamburg.


  Re: DANKE
avatar    Alice Cullen
Status:
schrieb am 07.01.2021 22:40
Zitat
tropensturm2
Danke für die lieben Antworten bisher an ALLE!
Ich schätze das wirklich.


Wie waren eure Werte @Alice Cullen - also Hodenvolumen / Hormone

---
Umso mehr Zeit vergeht, umso deutlicher wird wohl, dass ich überflüssig bin, in der Beziehung. So kommts mir halt vor.

Sonst läuft alles "recht" gut, nur das Kinderthema....
Und da komme ich mir überflüssig vor, und denke mir ein Ende mit Schrecken aus .... zu Gunsten meiner LG ... damit Sie die Chance auf einen Mann hat, der "Perfekt"... ist.
Ich möchte auch meine "Wehwechen" nicht weitervererben ...


Und in ihrem Umfeld - alle werden schwanger ... Die Zeit läuft für mich ab. Die Zeit tickt. Es ist 3 vor 12.


Ich hab da keine Unterlagen mehr von der Tese.

Ich weiß nicht ob du mein Profil gelesen hast. Meine Kinder sind durch eine komplette Spende zu uns gekommen, also auch fremde Eizellen.

Aber weißt du das ist eine Entscheidung die im Laufe der Behandlung gereift ist. Ich konnte und wollte keine ICSI mehr. Und da er ja auf sein Erbgut verzichtete war es für mich selbstverständlich dies auch zu tun. Ich kam mir nie wie ein Versager vor.
Das waren so viele Faktoren, auch finanziell standen wir schon weit über 25.000€.

Und Zack der erste Versuch bei der EMS hat doppelt eingeschlagen. Und glaube mir es sind die eigenen Kinder, wie gesagt sie werden 8 Jahre und ähneln mir optisch (außer die Augenfarbe/passen aber zum Vater) Charakterzüge auch mit sehr ähnlich. Es würde keiner darauf kommen dass sie nicht genetisch von uns sind.
Es wissen einige im Umfeld und es gab nie eine negative Reaktion, die meisten kannten den Weg den wir gehen mussten.

Und nein du bist alles andere als überflüssig in der BEZIEHUNG, eine Beziehung besteht nicht nur aus Samenzellen!
Genauso wenig hat die Elternschaft was mit Genetik zu tun, wie ihr euer Kinderwunsch erfüllt ist zweitrangig. Wichtig ist wie ihr zu dem Kind seid, dass ihr der Elternrolle gerecht werdet!

Zum Thema Wehwehchen weiter vererben, das habe ich übrigens als eines der „Pro“ Argumente gesehen, meine Familie hat ein hohes Krebsrisiko.

Also wenn deine LG mit der möglichen negativen Tese umgehen kann und einverstanden ist mit der HI, sehe ich keine Gründe warum du dir Gedanken machen musst.

Ich weiß die macht man sich gerade am Anfang dennoch, man wächst aber in die Thematik rein. Versprochen!

Tipp wenn im Umfeld alle schwanger werden, ihr dürft auch so egoistisch sein euch für eine Zeit zurück zu ziehen.
Niemand steckt in euren Schuhen, ihr hab gerade viele Entscheidungen zu treffen und müsst vielleicht auch negative Ergebnisse verarbeiten da seid ihr zwei als Paar gefragt, alles negative was man ausblenden kann darf man auch aus blenden.

Wenn ihr enge Freunde habt könnt ihr diese ja auch einweihen das tut auch gut. Jeder ist da ein bisschen anders der eine will für sich sein die anderen sind offen damit. Hier gilt tut das was euch gut tut.

Lg

Ps und wenn ihr euch für die HI/Samenspende entscheidet oder du jetzt schon Infos willst bitte schalte dich im HI Forum frei.
Es tut gut auch mal einen Mann zum Thema zu lesen nicht jeder schreibt/spricht darüber.


  Re: DANKE
no avatar
   tropensturm2
schrieb am 12.01.2021 15:32
Danke vielmals!

Bei so keinen Hoden und der Vorgeschichte und so weiter und so verdammt schlechten Hormonwerten (FSH/LH) glaube ich, man sollte sich nicht so "grunde-untersuchen" lassen, wenn nichts dabei herauskommt. Immerhin ist es doch eine Biopsie mit OP.

Es ist nur schwierig, fundierte Antworten von der Ärzteschaft zu erhalten, da ich meine, dass viele nur "operieren" wollen weils eben Geld ist und den Patienten unnötig Hoffnung geben, obwohl wie in meinem Falle - eh die Aussichten - relativ unwahrscheinlich sind. Nur sagen tuts fast keiner. So meine Erfahrung.


  Re: DANKE
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   littlemeamy
Status:
schrieb am 12.01.2021 15:48
Tropensturm,

das, was ich hier in all den Jahren über Herrn Schulze aus Hamburg gelesen habe, hat bei mir nicht den Eindruck hinterlassen, als wolle er um jeden Preis biopsieren. Er scheint wohl allein vom Tastbefund her recht gut abschätzen zu können, ob sich eine Biopsie lohnen kann oder nicht.
Ob dann letztlich eine OP stattfindet, kann nur der Mann selbst entscheiden.




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