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  Wie weiter nach relativ dramatischer Eileiterschwangerschaft
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   Monschi84
schrieb am 02.01.2021 20:57
Hallo Mädels,

Ich weiß grad nicht wirklich weiter:

Kurz zu meiner Geschichte:

Ab 2012 Kinderwunsch (es folgten Gebärmutterspieglung,clomifen, akupunktur, bauchspiegelung usw.)

2016 dann nach IUI eileiterschwangerschaft (das Herz schlug) op bei 6+4 (nach op stieg hcg weiter,aber irgendwann wars vorbei)

2017 erste icsi (2 Achtzeller) Geburt unseres wunderbaren Kindes

Juni 2019 icsi- negativ

Dezember 2019 icsi - positiv....Ma 8 ssw (natürlicher Abgang)

August 2020 kryo...negativ

November 2020 spontan schwanger....Dezember 2020 Diagnose Windei...Ausschabung...in Wirklichlichkeit
Eileiterschwangerschaft und innerere Blutungen nach Ausschabung am 7.12 ...2,3 Liter Blutverlust und
Entfernung beider Eileiter - war dem Tod näher als dem Leben

Hab bis heute keine Mens und es warten noch 4 Eisbärchen...

Alles dreht sich im Kopf...
Brauch glaube nur paar positive Wortetraurig

Viele Grüße


  Re: Wie weiter nach relativ dramatischer Eileiterschwangerschaft
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   Elijana2021
Status:
schrieb am 02.01.2021 21:52
Liebe Monschi84,

tut mir leid was du erleben musstest!! Ich kann gut nachempfinden wie's dir ungefähr geht. Habe eine etwas ähnliche Geschichte: Hab eine wunderbare Tochter (dreieinhalb) aus unserer 1. ICSI und danach diverse Rückschläge bei den Versuchen fürs Geschwisterkind. Bei einem der Kryo-Versuche hatte ich eine doppelte Eileiterschwangerschaft (d.h. in beiden Eileitern gab es eine Einnistung). Bis das klar war gab es ein ständiges Auf und Ab an Informationen und ich wusste über Wochen nicht was jetzt ist. Dann wurden in der OP beide Eileiter entfernt. Mir ging es danach auch emotional sehr schlecht. Es hat etwas gedauert bis ich wieder weitere Versuche gewagt habe. Jetzt stehen wir kurz vor einem neuen Frischversuch. Und es geht mir wieder viel besser.
Gott sei Dank bist du ja bei der ICSI oder IVF nicht abhängig von den Eileitern. Ich wünsche dir sehr dass du ganz bald wieder neue Hoffnung schöpfen kannst!!! Mit etwas Abstand von der Geschichte wird es dir wieder besser gehen. Nimm dir die Zeit die du brauchst.

Ganz liebe Grüße,
Elijana


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.01.21 22:11 von Elijana2021.


  Re: Wie weiter nach relativ dramatischer Eileiterschwangerschaft
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 04.01.2021 12:30
Hallo Monchi,
auch wenn es bei mir schon etwas her ist, war ich vor der Geburt unseres ersten Erdenkindes in einer ähnlichen Situation, zumindest war ich sehr verzweifelt und wusste nicht, wie es weiter geht und ob ich nicht aufhören sollte.

08/2011 starben unsere Zwillinge im 6. Monat der Schwangerschaft und es stand recht schnell fest, dass wir weiter um ein Kind kämpfen wollten. Die Zwillinge stammten aus der 4. ICSI. Wir hatten also schon einen Weg hinter uns zu dieser Zeit. Wir nahmen allen Mut zusammen und machten weiter. Wir dachten wir müssen "einfach" wieder schwanger werden. Bis 03/2013 folgten aber: Abbruch, FG, FG, negativ, negativ, Abbruch, Abbruch, Abbruch in 5 ICSIs und 2 oder 3 Kryos. Ich war sehr verzweifelt. Es gab keine weitere Diagnostik, die wir hätten machen können. Es gab nur noch weiter machen oder aufhören. Ich wusste am Ende aber auch nicht mehr, ob ich noch Hoffnung hatte, dass es klappen kann.

Am Ende war es für mich leichter, weiter zu machen als aufzuhören und mit damals 26 Jahren der Kinderlosigkeit ins Auge zu sehen. Und so kam 04/2013 in einer Kryo unser Erdenkind zu uns. Immer wieder dazwischen mussten wir entscheiden, ob es weiter geht, oder nicht, ob wir noch einer Meinung sind, ob wir uns auseinander entwickeln oder noch am gleichen Strang ziehen, ob es sich lohnt das ganze Geld weiter in die Klinik zu tragen, statt materielle Absicherung anzustreben.

Ich kenne auch die Situation körperlich zu leiden und oft meinem Körper mehr zuzumuten, als er aushalten konnte. Am Ende der ersten Schwangerschaft war es auch für mich kritisch.

Das sind alles Erfahrungen, die man verarbeiten muss. Zunächst mal physisch, dann aber auch psychisch. Dafür nimm dir Zeit, wenn du sie brauchst. Oder mach weiter, wenn du nicht warten willst. Nur du kannst in dieser Situation entscheiden, was für dich jetzt gut und richtig ist.

Ich habe übrigens nach dem einen Erdenkind noch weiter gemacht. Für das zweite Erdenkind brauchte ich nur 1 ICSI. Kein Warten, keine Dramen. Bis heute kann ich nicht glauben, dass es auch einfach so klappen konnte. Und für den Kinderwunschabschluss hatte ich dann wieder 4 Transfers, darunter 2x negativ, 1x FG und zum Schluss nochmal kleine Zwillinge, die inzwischen 5 Monate alt sind. Ich wollte nicht aufhören. Ich wollte meinen Kinderwunsch nicht hinter mir lassen müssen. Und so haben wir vor gut 1 Jahr nochmal alle Kraft zusammengesammelt und hatten Erfolg.

Ich wünsche dir viel Kraft für die weiteren Entscheidungen.

LG
Juna


  Re: Wie weiter nach relativ dramatischer Eileiterschwangerschaft
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   Monschi84
schrieb am 04.01.2021 23:13
Hallo Mädels, danke für eure Antworten!
@Elijana: Eileiterschwangerschaft auf beiden Seiten....echt krass! Ich wünsche dir alles erdenklich Gute!

@Juna: Deine Geschichte ist auch echt unfassbar! Was für eine Stärke du in dir trägst! Kinder zu so einem späten Zeitpunkt der Schwangerschaften zu verlieren ist so unheimlich furchtbar! Das ist mit das Schlimmsten was passieren kann! Davor habe ich jetzt auch am meisten Angst...das es noch schlimmer kommen kann! Eigentlich will ich jetzt so schnell wie möglich wieder starten! Hab nur Angst, dass bei der Ausschabung was falsch gelaufen ist! Hatte jetzt 4 Wochen danach minimale Schmierblutungen und das wars! Mein Mann lässt mich hauptsächlich entscheiden wie weit ich noch gehen möchte! Die hauptsächliche Last liegt nunmal auf der Frau! Finamziell haben wir natürlich auch Grenzen,aber die sind noch nicht ganz erreicht!

Ich versinke manchmal im Selbstmitleid, weil die meisten meiner Freunde und Bekannten Null Probleme hatten und es bei uns gleich so massiv gekommen ist traurig

Liebe Grüße


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  Re: Wie weiter nach relativ dramatischer Eileiterschwangerschaft
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 05.01.2021 01:48
Zitat
Monschi84
@Juna: Deine Geschichte ist auch echt unfassbar! Was für eine Stärke du in dir trägst! Kinder zu so einem späten Zeitpunkt der Schwangerschaften zu verlieren ist so unheimlich furchtbar! Das ist mit das Schlimmsten was passieren kann! Davor habe ich jetzt auch am meisten Angst...das es noch schlimmer kommen kann! Eigentlich will ich jetzt so schnell wie möglich wieder starten! Hab nur Angst, dass bei der Ausschabung was falsch gelaufen ist! Hatte jetzt 4 Wochen danach minimale Schmierblutungen und das wars! Mein Mann lässt mich hauptsächlich entscheiden wie weit ich noch gehen möchte! Die hauptsächliche Last liegt nunmal auf der Frau! Finamziell haben wir natürlich auch Grenzen,aber die sind noch nicht ganz erreicht!

Ich versinke manchmal im Selbstmitleid, weil die meisten meiner Freunde und Bekannten Null Probleme hatten und es bei uns gleich so massiv gekommen ist traurig

Liebe Grüße

Sobald man merkt, dass es nicht so ganz klappt wie bei anderen, dass z. B. der Zyklus ausbleibt, muss man aufhören, sich mit anderen zu vergleichen, bei denen es in der Regel ja doch schnell klappt, spätestens nach ein paar Monaten.
Mir hat es sehr geholfen, hier zu schreiben. Das tue ich mit Unterbrechungen nun schon seit 11,5 Jahren. Hier gibt es für jeden die richtige Gruppe. Die Zyklusfrauen, die Goldies, die Damen im Versuch (IUI, IVF, ICSI), Geschwisterwünschlerinnen, das Schwangerenforum und für Eltern. Jeder passt irgendwo rein und die Erfahrungen der Frauen hier ist viel wert. Ihr Zuspruch hat mir immer viel bedeutet, vor allem, weil ihre Wege ähnlich waren. Auch hier gibt es kürzere und längere Wege zum Wunschkind, aber sie wissen fast alle, was es bedeutet, wenn es nicht einfach so mit Geduld und Sex klappt, wenn die Zeit lang wird, die Ängste größer und wie es ist, wenn das Schicksal es böse mit einem meint.
Melde dich doch an und schreib mit. So kannst du auch private Nachrichten schreiben und empfangen, Signaturen lesen, dir selbst eine erstellen, usw.

Natürlich kann es immer irgendwie schlimmer kommen. Sich dazu viele Gedanken zu machen, wenn es zu einem selbst keine Bezugspunkte gibt, ist aber unnötig und kostet Kraft, die man sparen sollte, um für die eigene Geschichte stark sein zu können.

LG
Juna




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