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  Mutmacher
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   Bine98765
schrieb am 04.11.2020 12:00
Ihr Lieben,
vor vielen Jahren hab ich hier oft gelesen. Ich kenne die Verzweiflung, die Trauer, Hoffnung und Enttäuschung.
Trotzdem habe ich jetzt zwei wundervolle kleine Wesen, die Große 4 1/2 und der Kleine 6 Monate alt.
Ich möchte euch Mut machen, denn ohne Mut wären wir wahrscheinlich ohne Kinder.
Nach 3 ICSIs und 2 Versuchen mit eingefrorenen Embryos stellten wir uns die Frage, ob es wirklich ein „eigenes“ Kind sein muss.
Dieses Hoch und Runter mit den Gefühlen (und Hormonen) war für uns als Paar sehr belastend. Mein Mann fühlte sich hilflos, da er nicht wusste, wie er helfen sollte, da die „Hormonlast“ bei mir lag.
Wir entschieden uns für den Weg der Adoption - der natürlich auch nicht der einfachste ist. Aber die Große lächelt uns an und wir sind Mama und Papa. Wer es nicht weiß, sieht keinen Unterschied. Mit 9 Monaten kam sie zu uns und es fühlt sich jeden Tag richtig an.
Unser Baby ist tatsächlich in meinem Bauch gewachsen. Dass es nun in meinen Armen liegt, verdanken wir einer Aussage vom Arzt im Kinderwunschzentrum, die jahrelange nicht aus meinem Kopf ging:
Es kann sein, dass Sie mit anderen Partnern sofort schwanger werden.
Wie konnte er das sagen? Mein Mann ist mir so wichtig, nie hätte ich ihn verlassen. Unsere Beziehung überstand selbst die Kinderlosigkeit. Und doch war dieser kleine Gedanke in meinem Kopf.
Für meinen Seelenfrieden gingen wir wieder ins Kinderwunschzentrum (wir wollten ein Geschwisterchen und dachten an eine 2. Adoption)
Die IVF mit Spendersamen war so einfach, dass ich dachte, so leicht kann es doch gar nicht funktionieren.
Doch der SST war positiv (mein erster und einziger positiver Test in all den Jahren)
Wir konnten unser Glück nicht glauben, mit allem hatte ich gerechnet, nur nicht mit dem kleinen Wunder in meinen Armen.
Wir fühlen uns nun komplett und glücklich.
Manchmal braucht es Mut und andere Wege um zum Ziel zu kommen. Letztlich zählt das Ergebnis. Welche Abenteuer noch auf uns warten, weiß ich nicht, aber für unsere Familie gehen wir sie mit Freuden an.
Ich wünsche euch alles Glück und dass ihr die Freuden des Elternseins erlebt.
Habt Mut, es ist es wert 🥰


  Re: Mutmacher
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   blackmoon
Status:
schrieb am 04.11.2020 17:10
Endlich mal ein Mutmach-Post, der in meinen Augen wirklich einer ist !!!
Eine Adoption ist ein sehr großer Schritt, wenn man sich damit nie beschäftigt, ist einem das gar nicht bewusst. Von Spendersamen ganz zu schweigen ! Du hattest den Mut andere, weitreichendere Wege zu gehen und wurdest beide Male belohnt. Ich freue mich unbekannterweise sehr für Dich und Deinen ebenfalls sehr starken Mann und wünsche Dir und Deiner Familie nur das Beste !!! Die Liebe untereinander kann man in diesem Post schon sehen ❤️

Ganz liebe Grüße bm


  Re: Mutmacher
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   henriette
schrieb am 04.11.2020 17:25
Ich wünsche Euch alles Gute. Noch sind die Kinder klein, noch ist die Pubertät nicht in Sicht. Ich kann Euch nur ans Herz legen das Buch: Survivalguide vür Adoptiveltern zu lesen. Und ja, die Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr hoch, dass Ihr das erleben wird, was da geschildert wird. Und gegebenenfalls noch mehr. Adoptivkinder sind nun mal frühtraumatisiert und es ist fast erschreckend, wie ähnlich die Mechanismen sind, mit denen sie damit umgehen, egal unter welchen Umständen sie zu ihrer Familie gekommen sind. Leider wird bei der Vorbereitung zur Adoption häufig nicht ernsthaft und eindringlich beschrieben, auf was sich die zukünftigen Eltern einlassen und was ihnen bevorstehen kann und leider in den meisten Fällen wird. Das muss man sich zutrauen wollen.


  Re: Mutmacher
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 05.11.2020 06:13
Herzlichen Glückwunsch! Eine wahre Mutmachgeschichte, auch auf Umwegen ans Ziel gelangen zu können.
Auch ich weiß aus eigener Erfahrung: Gene machen keine Familie! Ich habe meine Ziehmama sooooo geliebt.
Alles Liebe euch ❤




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