Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network    ICSI bei normalem Spermiogramm: Nicht sinnvoll neues Thema
   Niedriger AMH: lohnt sich eine Insemination?
   Warum muss eine Mutter ihr Kind adoptieren?

  Erfahrungen mit Samenbanken
no avatar
   weristdas
schrieb am 18.10.2020 14:44
Hallo an alle!

Ich bin seit gestern frisch angemeldet hier im Forum. Im Moment finde ich mich auch noch nicht so wirklich zurecht... Ich hab ne Frage

Ein wenig Background zu mir: Ich bin 32 Jahre alt, verheiratet und wir beide habe seit mehreren Jahren einen starken Kinderwunsch, der aufgrund der "Lebensumstände" immer verschoben wurde. Nun haben wir uns endlich entschlossen, bald zu starten. Wir wussten von Anfang an, dass es bei uns nur mit einer Samenspende klappen wird. (Bei mir ist nach bisheriger Einschätzung der Frauenärztin "alles in Ordnung" - wobei man das ja vor Beginn des Probierens meist auch nur bedingt sagen kann...)
Wir haben uns nun bereits die Websites mehrerer Samenbanken angesehen. Vielleicht ist ja jemand hier einen solchen Weg bereits gegangen und kann von Erfahrungen berichten? Ich wäre für jedes kleinste bisschen dankbar - ich finde alles so viel und unübersichtlich und "overwhelming"... Mein Mann meint immer, "Sieht doch gut aus, lass einfach mal bei einer anrufen". Ich dagegen denke, das ist so eine wichtige Entscheidung, da kann ich mich nicht entscheiden, wenn ich nicht jede einzelne recherchiert und besucht habe (was natürlich völlig idiotisch ist, das ist mir klar...)

Vielen Dank und einen schönen Sonntag! winken


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
no avatar
   littlemeamy
Status:
schrieb am 18.10.2020 18:53
Liebe weristdas,

willkommen im Forum!

Ich selbst habe keine Erfahrung mit Samenbanken.

Aber habt ihr denn schon eine Kinderwunschklinik ins Auge gefasst? Ganz oft empfehlen diese Samenbanken, mit denen sie bisher gut zusammengearbeitet haben. Vielleicht wollt ihr dort mal nachfragen, vielleicht gibt es ja sogar Samenbanken, mit denen sie partout nicht zusammenarbeiten wollen.

LG und alles Gute
amy


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
no avatar
   weristdas
schrieb am 18.10.2020 19:20
Hallo amy,

mit Kliniken haben wir uns noch nicht befasst. Es gibt ja bei einigen Samenbanken die Möglichkeit, auch die Insemination dort vornehmen zu lassen (was dann schon mal wesentlich günstiger ist), ansonsten habe ich auch überlegt, mal bei meiner Frauenärztin anzufragen, ob sie dies übernehmen würde - da zunächst ja nur eine Insemination geplant ist, kann das theoretisch jeder Gynäkologe machen...

Liebe Grüße smile


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
no avatar
   littlemeamy
Status:
schrieb am 18.10.2020 20:26
... theoretisch. Soweit ich weiß, wird das aufgetaute Sperma vor der Insemination noch aufbereitet und ob das ein normaler Frauenarzt kann? Ich bezweifle es! Die stoßen ja allgemein beim Thema Kinderwunsch schnell an ihre Grenzen und letztlich wollt ihr ja nicht nur ne Insemination machen, sondern am Besten damit noch schwanger werden 😉

LG amy


  Werbung
  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
avatar    wird schon
Status:
schrieb am 18.10.2020 20:46
Schwierig einen Frauenarzt zu finden, der das macht. Das Zeug muss entweder aufbereitet oder sorgsam aufgetaut werden. Es gibt ne dänische, die Sperma privat nach Hause liefert, aber da biste auf dich alleine gestellt und dazu finde ich bereits das sperma zu teuer. Verlass dich nicht darauf, dass du ja gesund bist und es "nur" um eine Insemination geht. Gefrorenes Sperma ist sehr, sehr viel kürzer haltbar als frisches. D.h. du musst den Eisprung wirklich gut abpassen und das bekommste nur mit Ovutest nicht so leicht hin.

Ansonsten würde ich nur die ESB in Dänemark empfehlen. Man bekommt sehr viel mehr Infos als bei deutschen Banken, da treffen quasi Fremde für dich die Auswahl. Sind andere Gesetze. In dänemark gibts z.b. Interviews zum anhören und ich war überrascht wie sehr einem das hilft, also dass man jemand bereits anhand einer Audiodatei entweder sehr doof oder sehr nett findet... plus sehr viele andere Infos. In Deutschland ists echt die Katze im Sack.

Tatsächlich musst du aber eine Kinderwunschklinik finden, die mit der Samenbank deiner Wahl arbeitet. Ich würde nicht den umgekehrten Weg gehen. Letzendlich muss es jeder selbst entscheiden, aber ich denke jedes Kind will so viel wie möglich über den Spender wissen. Mag sein, dass dich das alles nicht interessiert, aber dein Kind wird es interessieren bzw. ihr könnt ihm sagen, warum du den oder den Spender ausgewählt hast. Das geht aber leider nicht bei deutschen Banken.


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
no avatar
   weristdas
schrieb am 19.10.2020 01:35
Vielen Dank für die Antworten!
Es zuhause zu machen kommt für uns ohnehin nicht in Frage, fände ich auch viel zu unsicher... Allerdings kann ja der FA auch Ultraschall und Bluttests machen.
Okay, dass man dänische Banken und deutsche Kliniken kombinieren kann, wusste ich gar nicht. Ich hatte Dänemark bisher immer nur im Zusammenhang mit "Heimversuchen" gelesen.
Ich denke, mir ist das nicht so unrecht, wenn andere das entscheiden - ich fühle mich damit überfordert (habe mich schon ab und zu auf Websites umgesehen). Wir versuchen aber, auch ans Kind zu denken, deshalb möchte ich schon zumindest ein paar "Grundinfos" haben...


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
no avatar
   Lizzlie
schrieb am 20.10.2020 11:20
Wir stehen auch vor der Entscheidung ob und welche Samenbank. Wir waren gestern auch in der Kiwu, dass ist alles sehr bürokratisch. Weiß nicht ob die Kiwus da alle gleich arbeiten. Wir müssen erst noch ein Gespräch mit nem Psychologen führen, und ein Schreiben vom Notar. Wir sind zwar verheiratet, aber dennoch muss der man bestätigen, dass er sein lebenslang für das Kind da ist.

Ich würde dir auch die european Sperma Bank empfehlen, du kannst Kinderfotos sehen, und auch die Stimme anhören.

Was mich ehrlich gesagt, etwas zurück geworfen hat.

Aber ich habe auch noch nicht die 100% Uhr Sicherheit das mein Mann keine Kinder mehr zeigen kann.
Wir haben noch ne Mini Chance mit dem Hodenpapst in Hamburg

Ich glaube das die Kosten beim Frauenarzt , wenn er das durchführen sollte, ähnlich hoch sind wir bei der Kinderwunschklinik


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
no avatar
   weristdas
schrieb am 20.10.2020 15:21
Hallo,

tatsächlich, man braucht da was vom Notar? Bei verheirateten Hetero-Paaren ist mir das völlig neu...
Ich habe mich inzwischen über verschiedene Kiwus vor Ort informiert - die meist empfohlene hat demnächst einen Infoabend, mit telefonischer Anmeldung, und zu den angegebenen Zeiten ist niemand erreichbar. 🙄

Mein Mann und ich haben uns gestern ein wenig auf der Website der ESB umgesehen. ich weiß, mit dieser Meinung stehe ich vermutlich ziemlich alleine da, aber irgendwie denke ich, wenn Mitarbeiter, die den Mann persönlich kennen, eine Auswahl treffen, kommt dabei eher was "passendes" raus als wenn ich das mache, anhand von ein paar (für mich) eher weniger aussagekräftigen Punkten... Und wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es auch keine Beschränkung der Kinderzahl, oder? Das fände ich auch nicht so gut...

Noch eine andere Frage, die mir grade einfällt: Ich weiß, dass man bei Fremdsperma IUI etc. selbst bezahlen muss. Gilt das auch für alles rundherum? Also, meine eigenen Blutuntersuchungen etc.?


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
avatar    wird schon
Status:
schrieb am 20.10.2020 20:47
Wieso sollte eine fremde Person eine bessere Auswahl für dich treffen?! Das macht doch wenig keinen Sinn. Mal abgesehen davon: die Leute mit denen du in der Samenbank zu tun hast, haben auch nicht unbedingt persönlich mit dem Spender zu tun gehabt... und selbst wenn - wieso sollten die wissen, was zu dir passt? In Dänemark hast du Angaben zu seinem Schulabschluss, zu seiner Ausbildung, seinem Beruf, seinen Hobbys, seine Vorlieben, du hörst wie er redet, was er spontan antwortet und vieles mehr.... wie du da empfindest, ist doch total subjektiv, das kann dir keiner abnehmen. Bzw. können schon, aber es ist dann eben nicht Deine Entscheidung, sondern jemand anderes sucht nach seinem Empfinden mal aus. So als Beispiel: wir hatten in der engeren Auswahl einen Polizisten. Frag mich jetzt nicht warum, ich kenne und mag zwar einige Polizisten, aber war das bei der Wahl des Samenspenders eher ein Minuspunkt.... aber da war einer, der war sowas von symphatisch im Interview... der stand ganz oben auf der Liste, obwohl irgendwleche "objektive" Punkte nicht sooooo dolle waren. Das können Kleinigkeiten sein, von denen du erst beim Lesen erkennst, wie wichtig sie dir sind... woher soll das eine Person der Samenbank wissen, was bei dir den Ausschlag gibt. Bevor du deinen Mann kennengelernt hast, hattest du vielleicht auch einige Vorstellungen, die du einer Partnerbörse mitteilen konntest. Aber auswählen kann man doch nur selbst, da reichen keine Fragebögen vorab. Die Spender geben auch eine schriftliche, persönliche Nachricht an die Eltern und/oder Kind ab. Auch da ist es sehr subjektiv, was für Ansprüche man hat und welche Worte man symphatisch findet... ich weiß, es ist eine laaaaange Auswahl und es wäre einfacher, sie einfach zu übertragen. Aber im Nachhinein war es leichter gewesen, den Samenspender auszuwählen als die Auswahl zwischen 100 Kinderwagen zu treffen zwinker

Im Übrigen sind die in Dänemark noch strenger mit der Anzahl der entstandenen Kinder.... und im Endeffekt finde ich es auch interessanter für das Kind Halbgeschwister auf der ganzen Welt haben zu können als nur in Deutschland. Und davon mal abgesehen: ich denke irgendwann wird das Kind eine Phase haben, wo der Spender eine riesen Rolle spielen wird. Mal abgesehen davon, dass man dann wenigstens ein paar Infos an der hand hat, fände ich es persönlich (also wenn ich ein Spenderkind wäre), es auch irgendwie leichter auszuhalten, wenn er im Ausland ist als wenn ich in der UBahn ständig bei irgedwelchen Männern nach Ähnlichkeiten suche.... muss ja nicht so kommen, aber ich finde diese Idee, dass der vielleicht ein ganzes Leben um die Ecke gewohnt haben könnte, irgendwie etwas schräger als die ganze Sache eh schon ist.

Ich kenne auch persönlich welche, die haben eine deutsche Samenbank und sind glücklich damit. Also will das nicht verteufeln und wenn man sagt, der Spender soll weder bei mir eine große Rolle einnehmen noch soll das Kind irgendetwas vor einem Treffen als volljährige davon wissen, dann ist es ja ok. Achso noch ein Punkt für mich war: in deutschland müssen alle Spender die Kinder kennenlernen. In Dänemark können die sich auch für eine anonyme Spende entscheiden. Wir fanden es gut einen Spender zu nehmen, der sich ausdrücklich für eine offene Spende entschieden hat obwohl auch das andere ginge.


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
no avatar
   Lizzlie
schrieb am 21.10.2020 10:46
Also unsere Kiwu besteht auf ein psychologisches Gespräch und das vom Notar.
Ich glaube das mit dem Notar ist normal, weil der Mann da unterschreibt sein Leben lang für das Kind zu sorgen. Auch wenn er eh der Papa ist, weil wir verheiratet sind, ist es dennoch noch nachvollziehbar:

Kostet uns 200 Euro.
Ich kann dir die Fragen zu Blutuntersuchung nicht beantworten.
Bei uns kostet die Behandlung um die 700 Euro. + Sperma. Und uns wurde da empfohlen gleich mehrere Proben zu holen.


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
no avatar
   weristdas
schrieb am 21.10.2020 14:13
"Wieso sollte eine fremde Person eine bessere Auswahl für dich treffen?!"

Ich meinte jetzt eher, Angaben wie Schulabschluss, die ich dort lese, kann ich auch einem Mitarbeiter mitteilen, und geschriebene Antworten zu einem Fragebogen finde ich weniger aussagekräftig als "das Gefühl" das man hat, wenn man jemandem gegenüber steht. Und wenn jemand Erfahrung damit hat und ich denen vertraue... (Für uns würde bspw. auch keine Bank in Frage kommen, die die Auswahl trifft, bevor ein persönliches Treffen stattgefunden hat...)
Und auch was das Äußere angeht. Ein Mitarbeiter, der sowohl meinen Mann als auch die Spender persönlich sieht, kann das nochmal ganz anders abschätzen als wir, selbst mit Babyfotos (die ja nicht sooo viel über das Aussehen als Erwachsener aussagen).
Aber was du beschreibst klingt schon wesentlich umfangreicher als das, wovon ich bisher wusste... Muss mir das nochmal genauer ansehen bzw. mit meinem Mann besprechen.


"Im Übrigen sind die in Dänemark noch strenger mit der Anzahl der entstandenen Kinder."

Okay, ich hatte nur gelesen, dass sich an die jeweiligen nationalen Standards gehalten wird und war nicht sicher, ob dies dann eventuell heißt: in D sind 15 Standard, in Land X 20, in Land Y 10, also Gesamtzahl dann 15 in Deutschland PLUS 20 in X PLUS 10 in Y etc.


"und im Endeffekt finde ich es auch interessanter für das Kind Halbgeschwister auf der ganzen Welt haben zu können als nur in Deutschland"

Das spielt für mich eher keine Rolle. Unsere Familie ist ohnehin bereits ziemlich international (wir kommen beide nicht aus Deutschland).


"wenn er im Ausland ist als wenn ich in der UBahn ständig bei irgedwelchen Männern nach Ähnlichkeiten suche.."

Über den Punkt habe ich mir auch Gedanken gemacht, aber eher in Hinblick auf das Kind - ob der/die dann in der U-Bahn nach Ähnlichkeiten sucht...


"Wir fanden es gut einen Spender zu nehmen, der sich ausdrücklich für eine offene Spende entschieden hat obwohl auch das andere ginge."

Da denke ich mir, auch jemand, der hier spendet, hat sich ja dafür entschieden, es offen zu machen; ansonsten würde er es einfach überhaupt nicht machen.

Ich denke, wir wollen nicht, dass der Spender einen großen Raum einnimmt. Deshalb haben wir uns auch gegen eine mal kurz angedachte private Spende durch einen Bekannten entschieden - zu viel möchte ich dann doch nicht wissen, Ähnlichkeiten im Kind wiedererkennen etc. Und dann wäre da auch immer eine Restangst, da man ja rechtlich nie zu 100% abgesichert ist...
An erster Stelle steht aber natürlich immer das Kind, deshalb auch definitiv nur offene Spende...


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
no avatar
   weristdas
schrieb am 21.10.2020 14:16
"Ich glaube das mit dem Notar ist normal, weil der Mann da unterschreibt sein Leben lang für das Kind zu sorgen. Auch wenn er eh der Papa ist, weil wir verheiratet sind, ist es dennoch noch nachvollziehbar."

Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Rechtlich ist das ohnehin so klar geregelt, dass der Mann da nicht "rauskommen" würde (bei verheirateten Paaren)...

Wobei, wenn es benötigt wird, machen wir es natürlich, kein Ding. Hat mich nur gewundert...

Darf ich fragen, bei welcher Kiwu ihr seid, oder in welcher Ecke Deutschlands? (Kannst mir auch gerne ne PN schicken...)


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
avatar    wird schon
Status:
schrieb am 21.10.2020 20:11
"und geschriebene Antworten zu einem Fragebogen finde ich weniger aussagekräftig als "das Gefühl" das man hat, wenn man jemandem gegenüber steht."
gegenüber wirst du so oder so niemanden stehen. da hilft es schon mal auszusotieren, wenn jemand bei einer persönlichen Nachricht an die Eltern dann mal ein "viel Spaß mit dem Zeug" hinkrakelt.

"Und wenn jemand Erfahrung damit hat und ich denen vertraue... " da gibts sicher immer ein persönliches Treffen.... aber nicht unbedingt der Berater, der dich trifft, ist derjenige, der den Typen trifft... und selbst wenn...

"Da denke ich mir, auch jemand, der hier spendet, hat sich ja dafür entschieden, es offen zu machen; ansonsten würde er es einfach überhaupt nicht machen." So wars gerade nicht. Gerichte haben entschieden, dass alle Spender offen gelegt werden müssen. Egal, was sie jemals angegeben haben (also auch gegen deren Willen). Weiß nicht, was mit den aktuellen auf dem Markt ist. Man muss schon ehrlich sein, dass die Spender es des Geldes wegen machen und da ist es dann doch vielleicht nicht so unerheblich, wenn jemand diese Geldquelle anonym nutzen könnte und sich aber bewusst für eine offene Spende entscheidet. Also die Frage ist ja eher, würden die es auch offen machen, wenn sie die Wahl hätten (sie brauchen eben das Geld).

"Ich denke, wir wollen nicht, dass der Spender einen großen Raum einnimmt" Kann ich wirklich verstehen. Wir sind deswegen auch zur Samenbank. Aber man muss sich ehrlich machen: er wird einen Raum einnehmen. Wobei ich mir mir auch vorstellen kann, dass bei euch als heteropaar das im Alltag weniger eine Rolle spielt. Wir als Lesbenpaar werden ja oft gefragt, wer der Vater ist und auch das Kind wird sich das öfters fragen lassen müssen. Aber mach dir wegen des ähnlichen Aussehens keine zu große Sorgen. Wir sehen jetzt mit zwei Kindern echt so oft, wieviel Psychologie bei den angeblichen Ähnlichkeiten eine Rolle spielt. Wenn meine Frau (ich habe die Kinder geboren) mit den Kindern unterwegs ist und sie klar als Mutter erkannt wird (wird "Mama" genannt), dann bekam sie schon so oft zu hören, wie ähnlich ihr die Kinder sehen, selbst wenn ich daneben stehe smile Wenn dein Mann als Papa unterwegs ist, wird da sicherlich keiner fragend gucken, wenn das Kind ihm nicht aus dem Gesicht geschnitten ist.


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
no avatar
   weristdas
schrieb am 21.10.2020 20:49
Ja, ich denke, dass es als lesbisches Paar immer ein wenig anders ist.
Das fängt schon mit dem Wissen der anderen an. Einerseits ist es natürlich positiv, wenn man nicht ständig gefragt wird, andererseits habe ich das Gefühl, ich kann mit niemandem darüber sprechen (im Moment wissen es nur zwei enge Verwandte von mir). Bei zwei Müttern ist es dann vielleicht weniger "Geheimnis"...?
Ich weiß auch nicht, ob eine "Co-Mutter" und ein "nicht-genetischer Vater" dem Spender unterschiedlich gegenüber stehen...? Also bspw. eventuell weniger "Konkurrenz" empfindet...?

Natürlich wird der Spender Raum einnehmen. Wir wollen es dem Kind auch definitiv von Anfang an sagen.
Aber bspw. in Hinblick auf einen privaten Spender, der dann auch für Kontakt zur Verfügung stehen würde, meinte mein Mann mal: "Und wer bin dann ich?"

Ich denke, das vieles davon für meinen Mann schwieriger ist als für mich, daher möchte ich ihm da auch "entgegenkommen". ICH wünsche mir ja so sehr, ein "eigenes genetisches" Kind zu haben und auszutragen, und manchmal komme ich mir richtig egoistisch vor, dass mir etwas so wichtig ist, das er nicht haben kann. Er hätte sich auch eine Adoption sehr gut vorstellen können... Inzwischen sind wir uns aber sehr einig, dass wir dies beide für den besten Weg halten, und seine Ängste, ob sich das Kind mehr wie meins als seins anfühlt, auch weg...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.10.20 20:51 von weristdas.


  Re: Erfahrungen mit Samenbanken
avatar    wird schon
Status:
schrieb am 22.10.2020 11:02
Achso, ich dachte ihr beide zweifelt wegen Spenderinfos. Wenn das vor allem von deinem Mann ausgeht, würde ich auch (aus dem Bauch heraus) sagen, dass er sogar entscheiden darf. Denn sein Part wird ja ersetzt. Und wenn es ihm mit der Situation hilft, dann würde ich auch zu einer deutschen. letztenendes ist er der Vater und da ist es auch für das Kind das wichtigste, dass es da keine Zweifel etc. seinerseits gibt, sondern eine gute Eltern-Kind-Beziehung. Viel Glück!




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2020