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  Welche Zusatzbehandlungen bei ICSI durchführen?
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   Nina11478
schrieb am 03.10.2020 10:47
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier in dem Forum.
Kurz zu meiner Person, ich bin 33 Jahre alt, genau so wie mein Mann und wir versuchen seit 3 Jahren schon ein Kind zu bekommen.
Einmal hat es zunächst geklappt, was leider in einer Fehlgeburt geendet hatte traurig
Wir wurden nun zu einer Kinderwunschklinik verwiesen und wegen einer Zyste haben mir die Ärzte eine Bauchspiegelung empfohlen.
Es hat sich leider ergeben, dass mein linker Eileiter nicht mehr durchlässig ist und die Endometriose wurde leider auch bestätigt.
Wir hatten nun das Nachgespräch in der Kinderwunschklinik und der Arzt hat uns geraten eine ICSI machen zu lassen. Bei meinem Mann war das Spermiogramm okay.
Es sind einige Zusatzbehandlungen auf dem Zettel aufgelistet (Kyro-Zyklus,... Etc.)
Das ist alles Neuland für mich und ich wollte euch fragen, welche hier sinnvoll wären? Welche habt ihr machen lassen und welche sind nicht unbedingt notwendig?
Ich danke euch schon mal für eure Hilfe


  Re: Welche Zusatzbehandlungen bei ICSI durchführen?
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   MeinkleinesAprilkind
schrieb am 04.10.2020 08:30
Puh, das ist wirklich eine ziemlich komplexe Frage.
Versuche doch mal, die einzelnen Behandlungsmethoden/-zusätze zu googlen.

Was man als "nötig" oder "unnötig" erachtet, das ist ja immer Geschmackssache und auch die einzelnen Kiwu-Kliniken sind da sehr unterschiedlich in ihrem Vorgehen.
Manche bevorzugen z.B. den frühen TF an Tag 2 oder 3 nach der Punktion.
Ich z.B. bin absoluter Fan von Blastos (Tag 5 TF), weil sie einfach länger beobachtet werden und besser beurteilt werden können.
Man kann außerdem jetzt noch nicht sagen, wie viele Eizellen entnommen werden, wie die Stimulation verlaufen wird und wie viele später reif und dann eben auch befruchtet sind. Werden verhältnismäßig viele Eizellen gewonnen, kann man ohne großes Risiko die Blasto-Kultur anstreben, dann wird ziemlich sicher was für den TF übrig sein.
Bei z.B. nur 4 befruchteten Eizellen wäre mir das Risiko zu groß, dass bis Tag 5 kein EZ überlebt und es nicht zum TF kommt.

Was wir immer gemacht haben ist: Assistent-Hatching, Embryoglue und wenn möglich Blastokultur. Allerdings ist die Kultur über 5 Tage natürlich auch eine Kostenfrage.
Außerdem bin ich absoluter Fan vom Einfrieren der überschüssigen befruchteten Eizellen (Kryo), wenn es denn geht. Dafür müssen 1. genug EZ da sein und 2. die Qualität einigermaßen gut sein. Ein Kryo-Zyklus ist viel entspannter und auch kostengünstiger, als ein Frischversuch. Außerdem körperlich viel weniger belastend! 💪😍

Wenn du weitere Fragen hast, melde dich gerne.
LG und alles Gute für euren Versuch!
Aprilkind 💕


  Re: Welche Zusatzbehandlungen bei ICSI durchführen?
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   Gamora83
Status:
schrieb am 05.10.2020 10:04
Hallo Nina,

ich schließe mich Aprilkind an. Die Zusatzbehandlungen sind immer eine individuelle und auch eine Kostenfrage, da diese Zusatzbehandlungen nicht von der Krankenkasse gezahlt werden.

Informier dich am besten mal über Google bzw. hier über die Seite, was welche Zusatzbehandlung genau ist. Ist auch immer eine Frage, was genau deine Klinik anbietet.
Wir haben nach Möglichkeit immer auf Blastos gesetzt und ich befürworte auch Kryos, einfach da man leider nie weiß, wie schnell es klappt und eine Kryo eben definitiv günstiger und weniger belastend ist als ein kompletter ICSI-Zyklus.

Bei der letzten IVF und dem darauf folgenden Kryo-Zyklus haben wir auch Assisted Hatching (anritzen der Eizellhülle) mitgemacht. Unsere Klinik empfiehlt dies ab 35 und bei Kryo-Versuchen.

Im IVF-Zyklus in dem es geklappt hat, haben wir außer der Blasto-Kultivierung keine weiteren Sonderleistungen gehabt.

Hat eure Klinik begründet, warum sie eine ICSI machen? Wenn euer Spermiogramm in Ordnung ist, wird normalerweise eher eine IVF empfohlen. So ist es nämlich bei uns (gutes SG, Probleme liegen auf meiner Seite).

Wenn du noch Fragen hast, einfach stellen.

Alles Gute
Gamora


  Re: Welche Zusatzbehandlungen bei ICSI durchführen?
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   Nina11478
schrieb am 05.10.2020 11:06
Hallo Aprilkind, Hallo Gamora,

dankeschön für eure Auskunft.

Leider weiß ich nicht, warum der Arzt die ICSI durchführen möchte.

Ich habe die Methode erst auch von der Schwester erfahren.

Er hat mal erwähnt, dass die Spermien etwas langsam sind, aber das kein ausschlaggebender Grund für die Befruchtung sein sollte. Vielleicht ist das der ausschlaggebende Grund dafür

Ich habe mir jetzt auch ein paar Gedanken zu dem ganzen Thema gemacht und bin etwas hin- und hergerissen.
Die Ärzte im Krankenhaus und meine Gynäkologin haben mir geraten erstmal die Kinderplanung auf natürliche Weise zu versuchen, weil sich wohl der Eisprung auf jeder Seite abwechseln könnte und die Chancen nach einer Bauchspiegelung auch erhöht sind.

Der Gynäkologe der KIWU-Klinik meinte aber, es wäre nur empfehlenswert, die künstliche Befruchtung durchzuführen, da wohl der Eisprung erfahrungsgemäß immer auf der gleichen Seite stattfindet und wenn ich Pech habe, ist das wohl die Seite, wo der Eileiter undurchlässig ist.

Für mich ist das wirklich eine sehr schwierige Entscheidung. Auf der einen Seite wünsche ich mir schon ein Kind, auf der anderen Seite habe ich aber auch Bedenken, dass man bei der künstlichen Befruchtung schon einer großen Belastung ausgesetzt ist. Zum einen ist es schon relativ teuer und die Medikamente sind auch nicht ohne und zum anderen, wüsste ich auch nicht, wie ich reagieren würde, wenn ein Versuch scheitert.


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  Re: Welche Zusatzbehandlungen bei ICSI durchführen?
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   Gamora83
Status:
schrieb am 08.10.2020 11:37
Hallo Nina,

du musst dich ja nicht sofort entscheiden bzw. direkt eine KB starten. Du bist 33. Ihr könnt es ja noch 3-6 Monate auf natürlichem Weg probieren.
Es kann natürlich sein, dass das Risiko einer Eileiterschwangerschaft bei dir etwas erhöht ist.
Ihr könntet natürlich trotzdem auch mit eurer Kiwu sprechen, ob ihr für den Anfang auch erstmal mit IUI starten könnt, wenn der Eisprung auf der richtigen Seite ist. Dann hättet ihr nicht den "harten" Einstieg. Natürlich sind hier die Chancen dann geringer als mit einer ICSI.

Ich denke, dass euer Arzt eine ICSI anstrebt, damit ihr auf Nummer seid, wenn das SG leicht eingeschränkt ist.

Bei mir findet der Eisprung auf jeden Fall wechselnd statt, vlt. nicht monatlich, aber auf jeden Fall mal so und mal so.

Was die psychische Komponente angeht, war ich irgendwann froh, etwas tun zu können, was mehr Chancen bietet. Und ich fand den Druck im normalen Zyklus einfach nur noch schlimm, dieses Hoffen und Bangen und dann wieder der Schlag. Mit der Entscheidung zur IVF konnte ich wieder etwas mehr entspannen.

Viele Grüße
Gamora




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