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  Weitere Untersuchungen - Sinnvoll und welche?
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   Herzenswunsch2021
schrieb am 07.09.2020 12:25
Hallo 👋🏼
Ich bin neu hier und gerade ziemlich am Verzweifeln.... 😥
Erstmal zu meiner Geschichte: Ich bin 35 Jahre alt, mein Mann 43 Jahre alt. Wir haben zwei gemeinsame Kinder (4 & fast 7).
Ich hatte bisher keine Probleme schwanger zu werden, Zyklus immer 28 Tage.
Im Frühjahr 2018 kam meine Kupferspirale raus. Im Januar 2019 dann 1. Eileiterschwangerschaft links, Eileiter noch da, aber unbrauchbar.
Danach Stimulation mit Letrozol, Eileiterschwangerschaft rechts im Okt. 2019. Eileiter geplatzt, Embryo leider schon ca. 7cm groß. In der Gebärmutter saß eine sog. Pseudofruchthöhle.
Ich wäre fast innerlich verblutet, aber der Kinderwunsch blieb.

Mai 2020 erste IVF, hohe Stimulation wegen niedrigen Amh. 9 Eizellen, 7 befruchtet.
Es wurde ein Embryo an Pu+3 transferiert, Einmistungsversuch.
Juli 2020 Kryo-TF, wieder PU+3, negativ.
August 2020 Kryo-TF, wieder PU+3, negativ.
Eingefroren haben wir nun nichts mehr, müssen also Neustarten.

Also würdet ihr bei mir weitere Untersuchungen empfehlen? Welche?
Morgen telefoniere ich mit meinem Arzt, laut ihm war immer alles super. Blutwerte, Schleimhaut, Embryo, aber es muss ja einen Grund geben... 😥
Bei meinem Mann ist alles super.

Ich hoffe ihr könnt mit Tipps geben, ich bin so langsam am Ende 😥😥😥

Danke euch 🤗


  Re: Weitere Untersuchungen - Sinnvoll und welche?
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 08.09.2020 06:31
Hallo Herzenswunsch,
ich kann deinen Wunsch nach einem weiteren Kind so gut verstehen. Auch wenn wir für alle Kinder den Weg über die Reproduktionsmedizin gehen mussten, waren wir vor der letzten Schwangerschaft einfach nicht komplett.

Aus deinem Text geht leider nicht hervor, was ihr eingefroren, wie viele aufgetaut, was und wie viele in Kryo transferiert habt. So wie ich es lese, dass du 3x Transfer aus einer IVF hattest, 1x Singletransfer, 2x Kryo mit 1 oder 2 Embryonen.
Leider beträgt die Wahrscheinlichkeit auch unter guten Voraussetzungen nur rund 15 %, dass man in einem Zyklus schwanger wird und summiert sich nicht auf. D. H. man ist nicht spätestens nach dem 7. TF schwanger, weil man dann 7x15= über 100 % erreicht hat. Es gibt Paare, die das Glück haben, beim ersten Mal gleich schwanger zu werden. Aber das ist leider nicht die Regel. Auch wenn, wie bei euch, alles super war, muss der Embryo Einnistungspotenzial haben.

Da ihr mehrfach natürlich schwanger wart und gemeinsame Kinder habt, würde ich keine weiteren Untersuchungen empfehlen, sondern einfach weiter machen. Stimulation würde ich genau so wieder machen. 9 EZ mit 7 Befruchtungen sind ideal bei einem niedrigen AMH Wert. Vielleicht könnte man überlegen, ob ihr die Blastokultur möchtet. Dadurch würde es ggf. weniger Transfers geben, aber ihr wüsstet, dass die Embryos es bis Tag 5 schaffen.

LG
Juna


  Re: Weitere Untersuchungen - Sinnvoll und welche?
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   Gamora83
Status:
schrieb am 08.09.2020 10:39
Hallo Herzenswunsch,

es tut mir leid, dass du das mit den beiden Eileiterschwangerschaften und dem Verlust deiner Babys durchmachen musstest.

Ich kann mich im großen und ganzen nur Juna anschließen. Ich würde zum jetzigen Zeitpunkt auch noch keine großartigen weiteren Untersuchungen machen lassen. Gerade, da du ja auch zumindest einen Einnistungsversuch im Frischversuch hattest.
Leider sind es pro Versuch nur ca. 15-25 % Erfolgsrate und man braucht oft einen etwas längeren Atem traurig

Ich würde euch auch bei der nächsten Behandlung empfehlen, Blastos auszuprobieren. Embryonen die sich so weit entwickeln, haben ein etwas besseres Potential und ihr könntet euch auch etwas Geld sparen, da ihr nicht so viele Kryo-Versuche durchführen müsstet.

Ich wünsche euch viel Glück!

Gamora


  Re: Weitere Untersuchungen - Sinnvoll und welche?
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   nichtangemeldet
schrieb am 10.09.2020 13:50
Ich kann Dir nur die Untersuchung auf Chronische Endometritis empfehlen. Hatte auch nach Spirale 3x Eileiterschwangerschaft.
Danach IVF mit mit Super Ausbeute 10 Blastos, alle beste Qualität. Alle Transfere waren negativ, es hieß immer nur es wäre Pech.
Nachdem 6 Blastos verbraucht waren wollte ich an das "nur" Pech nicht mehr glauben. Habe auf eigene Faust eine Bauspiegelung
machen lassen. Da wurde auch eine Probe entnommen und die Entzündung endeckt. Habe 14 Tage zwei starke Breitbandantibotika bekommen.
Der nächste Transfer danach war ein Volltreffer. 2 Blastos transferiert, 2 eingenistet, aber einer ca. 8. Woche wieder abgegangen. Dann Geburt
gesunder Tochter. Ich glaube nicht, das es nur Zufall war.


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  Re: Weitere Untersuchungen - Sinnvoll und welche?
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   Herzenswunsch2021
schrieb am 10.09.2020 21:04
Ich danke euch sehr für eure Antworten, gerade der Ansatz mit der chronischen Endomotritis finde ich sehr spannend!
Dies wird via eine Biopsie getestet, richtig? Ist dies eine Privatleistung, falls ja, was kostet es? Und wie lange musstet ihr warten, um weitermachen zu können? Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du antworten könntest!
Vielen lieben Dank!


  Re: Weitere Untersuchungen - Sinnvoll und welche?
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   Lenulila
schrieb am 11.09.2020 17:27
Ich werde diese Untersuchung in zwei Wochen machen. Es handelt sich um eine Probe der Gebärmutterschleimhaut, die idealerweise etwa 7 Tage nach dem ES entnommen wird. Bei mir testen sie Killerzellen, Plasmazellen und T-Zellen. Erhöhte Plasmazellen deuten auf eine Endometritis hin. Die Probe wird in meinem KiWu-Zentrum entnommen, und zwar durch sog. Endometrium Scratching. Danach muss man nicht warten, denn dem Scratching wird ja teilweise gerade nachgesagt, dass es die Einnistungschancen im Folgezyklus verbessert. Deshalb will ich gleich ein paar Tage später, wenn mein neuer Zyklus beginnt, mit der nächsten IVF-Stimu beginnen. Falls dann etwas herauskommt, zB erhöhte Plasmazellen, muss ich die Eizellen eben einfrieren. Die Probe wird dann zu einem anderen Labor geschickt. Kosten belaufen sich wohl insgesamt auf ca. 500 Euro, die wir wohl selbst bezahlen müssen.


  Re: Weitere Untersuchungen - Sinnvoll und welche?
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   tadam
schrieb am 12.09.2020 21:24
Ich kann dich gut verstehen, da wir seit gut einem Jahr in der gleichen Situation sind.
Bei uns wurde erstmal der Grundstock gecheckt. Ultraschall und umfangreiche Blutabnahmen bei mir, sowie SG und Blutabnahme bei meinem Partner. Das SG von meinem Partner war nicht gut, also wurde eine Kontrolle gemacht, welche das Ergebnis bestätigte. Daraufhin wurden wir weitergesendet zum Andrologen. Zeitgleich wurde an uns eine genetische Untersuchung durchgeführt und wir wurden noch zum Genetiker gesendet. Da dies alles sehr zeitaufwendig ist (bis man Termine bekommt und die Ergebnisse alle da sind und ausgewertet und Arztbriefe auch festgeschrieben sind), wurde bei mir gleich noch die Gerinnung kontrolliert und auf Grund meiner Hashimoto weiterhin sehr engmaschig meine Werte der SD. Und erst als das alles zusammen war, waren wir uns einig es anzugehen mit der ICSI. Aber dieser Weg war sehr nervenaufreibend. Weil man schon beginnen wollte und immer noch etwas gefehlt hat bzw Termine auch nicht immer gleich verfügbar gewesen sind. Die Krankenkassen haben alle Voruntersuchungen gezahlt. Die ICSI selbst mussten wir komplett selber zahlen. Das war im September. Aktuell ist eine Fruchthöhle im Ultraschall zusehen. smile Wir hoffen es entwickelt sich weiterhin sehr gut. Liebe Grüße




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