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  Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   Milarr
Status:
schrieb am 06.09.2020 12:48
Hallo,
hatte jemand von euch nach der Geburt eine Uterusinversion und ist danach noch einmal ohne Komplikationen schwanger geworden bzw. hatte eine natürliche Geburt ohne Komplikationen ?

Mein Sohn ist erst neun Wochen alt aber wir haben beide schon während der Schwangerschaft das Gefühl, dass wir noch nicht komplett sind. Hatten daher vor nach der Geburt ersteinmal nur mit Kondom zu verhüten bzw. es irgendwann drauf ankommen zu lassen.
Leider hatte ich direkt nach der Geburt eine Uterusinversion und habe aufgrund eines hämorrhagischen Schocks an der Himmelstür geklopft...

Aber ich habe mich gut erholt. Alles sieht so aus wie es aussehen sollte und die Gebärmutter sitzt auch an Ort und Stelle.
Ich hoffe, dass ich noch einmal mit dem Arzt sprechen kann, der mich operiert hat um eine Einschätzung zu bekommen.

Hat hier jemand selber Erfahrung damit gemacht?


  Re: Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   Solani2
Status:
schrieb am 07.09.2020 21:43
Hallo Milarr,

es würde mich überraschen, falls du noch eine Antwort einer Betroffenen erhälst. Aber vielleicht täusche ich mich. Eine Uterusinversion ist doch eine eher seltene Komplikation und sicher sehr traumatisierend. Ich habe nachgelesen - mehr als 10% der Frauen sterben dabei und das ist wirklich beängstigend. Da überlegt man sich eine weitere Schwangerschaft sicher sehr genau.
Ich würde mich, nach Rücksprache mit deinem FA, an ein Beckenbodenzentrum wenden. Es gilt ja, diese Komplikation in einer folgenden Schwangerschaft zu vermeiden und ich wüsste nicht, wer da so sonst besser Bescheid wissen könnte. Und es geht ja sicher darum, deinen Beckenboden dauerhaft zu stabilisieren.
Aber weißt du, wie es überhaupt dazu gekommen ist? Hatte es körperliche Ursachen, oder hat dir jemand falsch auf den Bauch gedrückt oder an der Nabelschnur gezogen?
So wie es sich anhört, hattest du sehr viel Glück im Unglück. Mutig, wenn du das Abenteuer Schwangerschaft und Geburt noch einmal erleben willst!

lg,
Solani


  Re: Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   Milarr
Status:
schrieb am 08.09.2020 09:45
Hallo liebe Solani,
vielen Dank für deine Antwort. Ja, es ist super selten und immer lebensbedrohlich wenn es passiert.

Ich hatte dieses Mal eine placenta adherens. An einer Stelle war die Plazenta etwas fester als normal an der gebärmutter befestigt und konnte sich nicht richtig lösen.
Dahinter hat sich Blut angesammelt, das dann schließlich zu den extremen Presswehen (die waren viel schlimmer als jede Geburtswehe, die ich erlebt habe...) nach der Geburt und der Inversion geführt hat.
So habe ich das jedenfalls verstanden.

Der Grund war also nicht die Anatomie meiner Gebärmutter oder ein falsches Ziehen oder so. Sondern ganz einfach die Plazenta, die sich nicht gelöst hat.

Für den Beckenboden bekomme ich eine ambulante Reha.

Mein Frauenarzt sieht eine erneute Schwangerschaft nicht skeptisch. Er hatte vor mir schon einmal eine Patientin gehabt, die diese Komplikation hatte. Ob sie aber noch ein Kind bekommen hat, weiß ich nicht.

Aber vielleicht sollte man das Schicksal nicht herausfordern. Ich habe zwei gesunde Kinder. Eigentlich sollte ich doch zufrieden sein. Keine Ahnung warum noch immer kinderwunsch besteht.
Aber wer weiß ob es überhaupt noch einmal klappt. Immerhin ist mein amh nicht mehr nachweisbar...


  Re: Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   Solani2
Status:
schrieb am 08.09.2020 10:50
Hallo,

keine Ursache. Es klingt so, als würdest du schon sehr gut betreut werden. Ein paar Monate solltest du ja ohnehin noch mit einer erneuten Schwangerschaft warten, um das Risiko von Komplikationen allgemein zu reduzieren. Das ist natürlich im fortgeschrittenen Alter schwieriger zu akzeptieren. Haben sie dir einen ungefähren Zeitraum genannt?
Wahrscheinlich ist deine Idee gut, sich mit dem Arzt abzusprechen, der dich operiert hat. Die Frage. Ist ja, ob man das Komplikationsrisiko für dich durch z.B eine frühe Einleitung oder einen Kaiserschnitt reduzieren kann, bzw. dann eben im Krankenhaus auf die möglichen Komplikationen optimal vorbereitet ist.

lg,
Solani


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  Re: Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   Milarr
Status:
schrieb am 08.09.2020 11:12
Vom Alter her bin ich mit 33 Jahren ja noch nicht sooo alt.
Ich habe mit meinem Gyn über verhütung gesprochen und möchte gerne mit Kondom und später nfp verhüten. Er meinte, dass er das aber nur machen würde, wenn ein drittes Kind kein Problem darstellen würde. Ich denke diese Aussage sagt sehr viel aus.
Trotzdem möchte ich mindestens ein Jahr warten und mir die Meinung von dem Arzt einholen, der mich operiert hat. Eine zweite Meinung ist immer gut.

Kar ist, dass wenn ich noch einmal schwanger werde, ich in einem Krankenhaus entbinden müsste. Am besten da wo ich verlegt wurde. Ich könnte mir auch vorstellen, dass man mir zu einem Kaiserschnitt raten würde.

Aber wer weiß... Habe eine Studie aus Indien gefunden. Dort hat eine Frau mit ner Uterusinversion danach noch drei Kinder ohne Komplikationen bekommen, eine andere hat ein Kind mit kaiserschnitt bekommen.


  Re: Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   Solani2
Status:
schrieb am 08.09.2020 16:57
Mit 33 hast du natürlich noch etwas Zeit. AMH ist ja anscheinend auch nur eine Momentaufnahme. Ich glaube übrigens, dass man mit, ordentlich angewendeten, NFP sehr zuverlässig verhüten kann. Man muss sich nur wirklich strikt an die Regeln halten und eben an den "gefährlichen" Tagen verhüten. Ich bin ja selbst damit 7 Jahre nicht schwanger geworden, weil ich die Pille nicht mehr nehmen wollte. Als wir uns dann durchgerungen haben, hat es damals sogar sehr schnell geklappt. Es schadet nicht, wenn man seinen Zyklus kennt. In einem nicht mal sehr gut getimeten Zyklus. Aber solange du nach der Geburt nicht mindestens drei regelmäßige Zyklen hintereinander hast, würde ich NFP auch nicht machen. Und das kann ja bekanntlich dauern.
Ich bin sowieso beim Thema Geburt pragmatisch. Baby soll so risikoarm raus aus mir wie möglich. Vermutlich, weil so viele Familienmitglieder und Freundinnen teils lang vor mir entbunden haben und ich mir immer die ganzen Geburtsstorys erzählen hab lassen, weil ich das unheimlich interessant finde und ich gerne auf möglichst viele Eventualitäten vorbereitet bin.
Ja, es könnte sein, dass das KH dir zu einem Kaiserschnitt rät. Hätte ja für dich auch Vorteile. Dein Beckenboden würde geschont werden (das können wohl nur die Profis beurteilen ob das in deiner Situation dann wichtig ist) und du würdest wissen, dass alle nötigen Ärzte morgens fit und ausgeschlafen verfügbar sind. Meine Schwester hatte auch ein traumatisches Geburtserlebnis und für sie war alleine die Vorstellung sehr beruhigend, dass sie eben sicher nicht wieder aus einer Notsituation heraus eine Vollnarkose bekommen und dadurch nichts mehr mitbekommen würde. Und sie empfand ihre geplanten Kaiserschnitte als sehr schön.


  Re: Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   Milarr
Status:
schrieb am 09.09.2020 10:44
Ja, ich denke auch, dass nfp sehr sicher ist, wenn man es richtig und konsequent macht.
Derzeit habe ich ja noch keinen zyklus. Obwohl, wer weiß... Hatte letzte Woche, acht Wochen nach der Geburt, plötzlich wieder vier Tage Blutungen. Zwar nicht so stark, aber doch so stark, dass ich mehrmals am Tag die slipeinlage wechseln musste.
Da ich ja ausgeschabt wurde, hatte ich insgesamt eher wenig Wochenfluss und seit ca. der fünften oder sechsten Woche eigentlich garkeinen mehr.
In etwa vier Wochen weiß ich Bescheid würde das aber doch sehr früh finden. Außerdem stille ich voll.

Kaiserschnitt kann ich mir ehrlich gesagt so garnicht vorstellen. Aber wenn es medizinisch notwendig wäre, würde ich das natürlich machen.


  Re: Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   LeoG
schrieb am 10.09.2020 12:35
Hallo,

also ich würde ja jetzt erstmal die Zeit mit dem Kind geniessen was gerade erst auf die Welt gekommen ist als mir bereits wieder eine möglche weitere Geburt mit den eventuellen Komplikationen vorzustellen. Ist nicht böse gemeint sondern nur ein gut gemeinter Rat..allein schon weil sich dein Körper erst noch von dem ganzen erholen und heilen muss

Grüße
*


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.20 14:51 von LeoG.


  Re: Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   Milarr
Status:
schrieb am 10.09.2020 18:55
Hallo Leo,
Ich genieße jeden einzelnen Tag mit meinem Sohn
Ich habe jedoch Schwierigkeiten das alles zu verarbeiten. Die Gedanken kreisen um alles mögliche. Und eben auch darum ob es nun die letzte Geburt war. Für die Verarbeitung des Erlebnis hilft es mir ungeheuerlich Antworten auf solche Fragen zu bekommen.


  Re: Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   blackmoon
Status:
schrieb am 10.09.2020 21:28
Frag doch mal im Schwangerschaftsforum nach. Hier ist vielleicht auch einfach der falsche Ort um eine unbestritten schlimme Geburt zu verarbeiten, die aber ja zum Glück mit einem gesunden Kind und einer genesenen Mutter endete.
Weiterhin gute Besserung und viel Freude mit Deinen Zwergen.

bm


  Re: Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   pebbles30
schrieb am 11.09.2020 10:11
ich würde da auch nicht nur hier nachfragen, sondern bei Foren von Eltern.de.
Eventuell auch bei rund-ums-Baby.de?

Je nach Frage und problem sind dort auch Fachleute die weiterhelfen können.



Vg pebbles


  Re: Schwangerschaft nach Uterusinversion
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   Milarr
Status:
schrieb am 14.09.2020 20:06
Zitat
pebbles30
ich würde da auch nicht nur hier nachfragen, sondern bei Foren von Eltern.de.
Eventuell auch bei rund-ums-Baby.de?

Je nach Frage und problem sind dort auch Fachleute die weiterhelfen können.



Vg pebbles

Vielen Dank für den Tipp! Kenne die Seiten nicht und werde sie mir mal ansehen.
Hoffe ja immer noch, dass der Arzt, der mich operiert hat, noch einmal mit mir spricht.




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