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  Insemination nach IVF
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   Rumple
schrieb am 04.09.2020 21:28
Hallo,

ich bin vor zwei Monaten 40 geworden und habe aktuell vier IVF Behandlungen hinter mir. Die ausbeute an Eier war immer recht mager (3, 2, 13 und 5) und davon konnten immer nur 1-3 befruchtet werden. Beim ersten Versuch hatten wir eine befruchtete Eizelle die sich nicht entwickelt hat. Beim zweiten eine die es mit Schwierigkeiten in die neunte Woche geschafft hat, dann hat das Herz aufgehört zu schlagen. Beim dritten Versuch hatten wir immerhin drei, wovon sich eine nicht weiter entwickelt hat. Eine wurde eingesetzt, konnte sich aber nicht einnisten. Beim vierten Versuch hatten wir wieder nur ein befruchtete Eizelle, die Schwangerschaft wurde festgestellt, ich hatte aber direkt nach dem Test Blutungen und die Fruchthöhle hat sich nicht weiterentwickelt. So viel zur Vorgeschichte.

Mein Arzt empfiehlt nun eine Eileiterdurchgängigkeitsprüfung mittels Ultraschall und danach Insemination. Ich sehe nur momentan den Sinn nicht darin. Da trotz starker Stimulation immer nur wenige Eizellen gewonnen werden konnten, frage ich mich, ob da überhaupt ein Ei dabei sein wird, dass für eine Insemination brauchbar ist. Und ob sich der Versuch lohnt, oder ob man nicht lieber noch einen IVF Versuch startet.
Die andere Frage ist, ob man nicht lieber gleich eine Bauchspiegelung macht. Da ich seit Jahren extreme Beschwerden während meiner Periode habe, habe ich den Verdacht, dass ich Endometriose haben könnte. Zudem könnte man auch gleich andere Probleme wie Myome ausschließen. Mein Kinderwunschzentrum rät jedoch von einer Bauchspiegelung generell ab.

Zudem fühle ich mich nicht mehr wirklich gut aufgehoben. Der Arzt ist zwar freundlich und versucht sich Zeit zu nehmen. Aber man merkt ihm den Zeitdruck an. Ich habe das Gefühl es wird mehr geraten und aufs Geld geschaut, als das man sich für eine Ursachenfindung und Problemlösung interessiert.

Ich freue mich über sämtliche Ideen, Ratschläge und Erfahrungsberichte.
Liebe Grüße, Rumple


  Re: Insemination nach IVF
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   Rut
schrieb am 05.09.2020 08:00
Hallo Rumple,

wenn du dich nicht wohlfühlst, würde ich nach einer anderen Klinik schauen.
Wenn noch nie eine Bauchspiegelung gemacht wurde, würde ich das auch machen, v.a. wenn du Beschwerden während der Periode hast. Spricht doch mal mit deiner/deinem Gyn darüber. Das muss nicht die Kiwu veranlassen.

Von IVF auf Insemination zu wechseln finde ich hingegen nicht so ungewöhnlich. Du schreibst von „starker Stimulation“. Eine zu hohe Dosis kann der Qualität der EZ schaden. Vielleicht wäre auch eine IVF naturelle was für euch, bei der nur die natürlich gewachsene EZ punktiert wird, natürlich auf die Gefahr hin, dass es keine gibt. Ich habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht.

Alles Gute.


  Re: Insemination nach IVF
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   -Bellissima-
schrieb am 05.09.2020 18:02
Zitat
Rumple
Hallo,

ich bin vor zwei Monaten 40 geworden und habe aktuell vier IVF Behandlungen hinter mir. Die ausbeute an Eier war immer recht mager (3, 2, 13 und 5) und davon konnten immer nur 1-3 befruchtet werden. Beim ersten Versuch hatten wir eine befruchtete Eizelle die sich nicht entwickelt hat. Beim zweiten eine die es mit Schwierigkeiten in die neunte Woche geschafft hat, dann hat das Herz aufgehört zu schlagen. Beim dritten Versuch hatten wir immerhin drei, wovon sich eine nicht weiter entwickelt hat. Eine wurde eingesetzt, konnte sich aber nicht einnisten. Beim vierten Versuch hatten wir wieder nur ein befruchtete Eizelle, die Schwangerschaft wurde festgestellt, ich hatte aber direkt nach dem Test Blutungen und die Fruchthöhle hat sich nicht weiterentwickelt. So viel zur Vorgeschichte.

Mein Arzt empfiehlt nun eine Eileiterdurchgängigkeitsprüfung mittels Ultraschall und danach Insemination. Ich sehe nur momentan den Sinn nicht darin. Da trotz starker Stimulation immer nur wenige Eizellen gewonnen werden konnten, frage ich mich, ob da überhaupt ein Ei dabei sein wird, dass für eine Insemination brauchbar ist. Und ob sich der Versuch lohnt, oder ob man nicht lieber noch einen IVF Versuch startet.
Die andere Frage ist, ob man nicht lieber gleich eine Bauchspiegelung macht. Da ich seit Jahren extreme Beschwerden während meiner Periode habe, habe ich den Verdacht, dass ich Endometriose haben könnte. Zudem könnte man auch gleich andere Probleme wie Myome ausschließen. Mein Kinderwunschzentrum rät jedoch von einer Bauchspiegelung generell ab.

Zudem fühle ich mich nicht mehr wirklich gut aufgehoben. Der Arzt ist zwar freundlich und versucht sich Zeit zu nehmen. Aber man merkt ihm den Zeitdruck an. Ich habe das Gefühl es wird mehr geraten und aufs Geld geschaut, als das man sich für eine Ursachenfindung und Problemlösung interessiert.

Ich freue mich über sämtliche Ideen, Ratschläge und Erfahrungsberichte.
Liebe Grüße, Rumple

also ich persönlich finde die vorgehensweise der klinik eher komisch. das erste was bei uns gemacht wurde, war eine ausgeprägte diagnose und dazu gehörte auch eine bauchspiegelung. ich hatte auch den verdacht auf endometriose, der sich inkl. gefundenem myom bestätigt hat.

und eine Insemination finde ich nach einer ivf mit diesen vorbedingungen auch zweifelhaft. was eine ivf naturelle angeht, da kann ich nichts zu sagen, aber ich hätte eher an eine icsi als alternative gedacht. grundsätzlich aber würde ich vllt überlegen, die klinik zu wechseln, denn sich wohlzufühlen ist sehr wichtig meiner meinung nach. immerhin ist der ganze aufwand sehr zeit, nerven und kostenintensiv und das solte man in irgendeiner form gespiegelt bekommen.


  Re: Insemination nach IVF
avatar    wird schon
Status:
schrieb am 05.09.2020 23:16
Finde es auch eher seltsam, dass diese Diagnostik nicht schon gemacht wurde und den Witz nun auf ne Insemination zu gehen, verstehe ich auch nicht. Würde auch eher ICSI und alle möglichen Protokollwechsel versuchen. Immerhin hats schon zweimal geklappt und das bei den wenigen Eizellen.... da würde ich schon Hoffnung haben, dass bei mehreren dann auch mal eine gesunde dabei ist. Viel Erfolg!


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  Re: Insemination nach IVF
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   Rumple
schrieb am 06.09.2020 17:20
Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten. Bei uns ist damals so gut wie keine Diagnostik gemacht worden. Wir hatten ein Spermiogram vom Urologen und Frauenarzt und Kinderwunschklinik haben meinen Hormonstatus geprüft, beides war okay. Mehr wurde nicht gemacht. Ich habe damals die Bauchspiegelung angesprochen. Die Antwort war, sie haben es fünf Jahre natürlich versucht, da hilft jetzt nur die künstliche Befruchtung, die Bauchspiegelung sind unnötige Kosten und bringt nichts. Wir hatten ursprünglich eine andere Klinik, die genau auf die Problematik Endometriose und die Auswirkungen auf eine mögliche Schwangerschaft, hingewiesen hat, in Betracht gezogen, wollten aber kein halbes Jahr auf einen Termin warten. Leider gab es ja auch noch den Zeitdruck durch die Krankenkasse, dank des 40igsten Geburtstags,
IVF naturell ist uns nicht angeboten worden. Wenn ich das richtig verstanden habe, käme ja auch hier das Problem auf, ob überhaupt eine gute Eizelle vorhanden ist.
Ich werde den Rat annehmen und nochmal mit meiner Frauenärztin reden. Da die aber leider auch keine große Hilfe bisher war, werde ich mir eventuell eine zweite Meinung holen.

Viele Grüße
Rumple


  Re: Insemination nach IVF
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   Rut
schrieb am 06.09.2020 20:11
Ja, die Gefahr ist, dass es keine EZ gibt, aber wenn es eine gibt, hat sie meiner Meinung nach die bestmögliche Qualität (besser als unter Stimulation), so ist jedenfalls meine Erfahrung.
Ich würde da auch Bellissima zustimmen und dann eher eine ICSI machen.


  Re: Insemination nach IVF
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   -Bellissima-
schrieb am 06.09.2020 22:00
liebe rumple,

wo seid ihr denn in der kiwu, wenn ich fragen darf? das kommt mir echt nicht sonderlich professionell vor, dass da null diagnostik gemacht wurde...immerhin entscheidet sich doch danach, welche behandlung am sinnvollsten ist...echt bissl seltsam


  Re: Insemination nach IVF
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   Gamora83
Status:
schrieb am 07.09.2020 09:21
Liebe Rumple,

hört sich leider so an, als ob eure Klinik einfach mal das Standard-Verfahren macht und nicht weiter nach den Ursachen schaut.

Ich würde an eurer Stelle, da ja auch jeder weitere Versuch Geld kostet, erstmal weiter nach den Ursachen schauen, also auf jeden Fall Bauch- und Gebärmutterspiegelung, damit man hier irgendwelche Probleme ausschließen kann. Dann auf jeden Fall die Gerinnung untersuchen lassen, wenn hier eben auch was vorliegen sollte, ist es ja auch wichtig dies im Vorfeld zu wissen.
Fakt ist natürlich, dass ab einem Alter von ca. 35 nur noch jede 4.-6. Eizelle gut ist und es schafft.

Wie lange hattet ihr es vorher auf natürlichem Weg probiert? Davon würde ich den Wechsel zu einer Insemination abhängig machen? Was sind die Ursachen, dass ihr eine IVF macht? Ist bei deinem Mann alles ok? Dann würde ich denken, dass eine IUI wenig Sinn macht. IUI empfiehlt sich eher, wenn bei der Frau alles in Ordnung ist und der Mann ein leicht eingeschränktes SG hat.
Ansonsten welches Protokoll und welche Medis habt ihr verwendet? Bei mir hat das kurze z. B. gar nicht angeschlagen, auf das lange reagiere ich viel besser, auch wenn meine Eizellqualität bzw. unsere Embryonenqualität leider nicht besonders ist.

Ich würde wohl ernsthaft über einen Klinikwechsel nachdenken. Du kannst ja schon mal Termine ausmachen oder schauen, wann Infoabende sind.

Ansonsten würde mir auch die IVF naturelle mit leichter Stimu (für die bessere Reifung der Eizelle) in den Sinn kommen. Dies wird oft aber eher in den Kiwus von Unikliniken durchgeführt.

Alles Gute
Gamora


  Re: Insemination nach IVF
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   Rumple
schrieb am 07.09.2020 21:10
Hallo,

also wir haben es vor der IVF 5 Jahre auf natürlichem Weg versucht. Dabei auch Clear Blue und Temperaturmessung genutzt. Die IVF ist vom Arzt angeraten worden. Damals meinte er, wenn wir es so lange natürlich versucht hätten, wäre alles andere Zeitverschwendung. Das Spermiogram war in Ordnung, genauso wie mein Hormonhaushalt. Nur meine Schilddrüse musste eingestellt werden, dafür habe ich Medikamente bekommen.
An Medikamenten hatten wir unter anderem Elonva, Pergoveris, Clomifen (was so schlecht angeschlagen hat, dass anschließend Pergoveris verordnet wurde), meistens Fyremadel dazu.

Wir waren bisher im Kinderwunschzentrum an der Oper (München) und ich habe mir heute einen Termin in Pasing besorgt. Mal sehen was die sagen und ob die die Diagnostik nachholen.

Viele Grüße
Rumple


  Re: Insemination nach IVF
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   Gamora83
Status:
schrieb am 08.09.2020 17:05
Hi Rumple,

bei 5 Jahren auf natürlichem Weg würde ich nicht wirklich einen Wechsel zur IUI in Betracht ziehen, gerade wenn ihr sehr gezielt geherzelt habt.
Weißt du denn deinen AMH-Wert? Wurde euch gesagt, warum sich immer nur so wenig Eizellen befruchtet haben? Lag es an der Qualität oder waren nur so wenige reif? Das wäre ja erstmal ein Punkt, an dem man ansetzen sollte.

Ich drücke dir die Daumen, dass die neue Klinik etwas mehr Wert auf Ursachenforschung legt.


  Re: Insemination nach IVF
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   tadam
schrieb am 12.09.2020 21:53
Aus meiner persönlichen Erfahrung sehe ich keinen Sinn eine IUI nach IVF machen lassen. Wir hatten 3 erfolglose IUIs und eine IVF die gescheitert ist: totales Befruchtungsversagen. Wir werden 2 Monate später zur ICSI übergehen. Ich bin aber gerade erst 30 geworden, deswegen haben wir einen vermeintlich zeitlichen Vorteil aber an dieser Stelle möchte ich auch ganz klar sagen, dass es richtig war zuerst die IUI zu probieren, denn das ist einfach einer der sanftesten unterstützten Methoden und mir persönlich hat die Erfahrung aus den IUSs sehr geholfen mit der erfolglosen IVF umzugehen. Eines muss dir bzw. euch bewusst sein: ICSI ist definitiv fordernder als eine Insemination, weil viel mehr hoffen und bangen dabei ist. Am Ende des Tages muss man sich aber immer vor Augen halten, wofür man das ganze macht und dann ist es allen Stress und Kummer wertsmile


  Re: Insemination nach IVF
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   Rumple
schrieb am 16.09.2020 11:11
Hallo zusammen,

vielen Dank für die Antworten. Die Klinik war immer sehr sparsam mit den Werten, da habe ich so gut wie nichts bekommen. Die Frage warum nur so wenige Eizellen rausgekommen sind und warum diese sich nicht befruchten ließen habe ich natürlich gestellt. Die Antwort war, dass man das nicht sagen könne. Was mir persönlich einfach nur komisch vorkommt. Man hat uns dann geraten es mal mit Picsi zu versuchen, obwohl bei meinem Mann alles okay ist. Da ist auch nicht mehr bei rumgekommen.
Ich hatte letzte Woche einen Termin bei einer neuen Frauenärztin, die den Wechsel zur Insemination auch nicht nachvollziehen konnte. Bei der Untersuchung hat sie ein Myom gefunden, dass aber nicht im Weg ist, und meint eine Delle in der Gebärmutter gesehen zu haben. Nun hat sie mich in eine Klinik überwiesen und gestern hatte ich das Vorgespräch. Ein Verdacht auf Endometriose ist auch vorhanden, da einer meiner Eierstöcke an der Gebärmutter klebt und sich nicht bewegen lässt. Die OP ist für nächste Woche angesetzt. Da wird dann gleich alles auf einmal kontrolliert. So blöd es klingt, ich hoffe das die dabei etwas finden, damit wir wenigstens mal eine Ursache habe.
Ende Oktober haben wir dann einen Termin im neuen Kiwu. Hoffentlich wird es dann endlich etwas. Langsam zweifel ich daran, ob es überhaupt noch klappt.

Liebe Grüße
Rumple




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