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  die dritte IVF und vielleicht kein Ende?
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   Margeritta2020
schrieb am 01.09.2020 15:23
Hallo ihr alle hier,

ich habe schon länger nach einem Forum gesucht, in dem ich mich mal unter Gleichgesinnte begeben kann...

nach vier Inseminationen und 2 IVFs stehe ich nun nach 2,5 Jahren mit Kinderwunsch vor der dritten IVF. Da durch die Krankenkasse ja nur drei abgedeckt werden, ist es gefühlt nun eine größere Hürde, die man nimmt, da danach alles ja ungemein ins Geld geht ... traurig

Kurze Geschichte:
Bei meinem Mann und mir wurde rein gar nichts negatives festgestellt und anscheinend sind wir "top fit". Anscheinend eben nur zwinker
Bei der ersten IVF und 12 Eizellen, hat sich nach Tag 1 gerade mal eine, nach Tag 2 immerhin zwei weiterentwickeln können..
Bei der zeiten IVF mit 25 Eizellen, waren es zwar schon 5, aber nach Weiterentwicklung zur Blastozyste nur noch zwei - nach zwei Monaten warten durch Überstimulation - waren es unsere zwei Hoffnungträger/innen zwinker
Jetzt stehen wir vor der dritten IVF...
Es ist schade, dass wir immer nur eine OP machen können und danach immer nur 1 x Embryos zum einsetzen da waren.. es ist dadurch immer so viel Aufwand, so viele Medikamente und so viel Zeit die vergeht, bis man wirklich auf ein Ergebnis wartet...

Hattet ihr das ähnlich zu uns oder konntet ihr immer oder oft noch Eizellen einfrieren für mehrmalige Transfers nutzen?
Und wie habt ihr die dritte "bezahlbare" IVF durchgestanden?

Mein Mann ist derzeit immer noch auf dem Trip: "naja, dann machen wir es danach halt nochmal".. für ihn ist es oft nur ein Termin, für uns Frauen und mich aber oft unzählige Male mehr und viel mehr "drumherum"..
Langsam bin ich des gesamten Themas auch etwas leid.. daher vielleicht auch mein Eintrag in diesem Forum?! Jetzt hat er vorgeschlagen mit guten Freunden von uns und ihren zwei kleinen Kindern (2 und 4) über Silvester eine Woche nach Dänemark zu fahren - und meine erste Assoziation war: "Ich habe echt keine Lust eine Woche zwei kleine Kinder, die nicht unsere sind, zu betüddeln und mit ihnen zu spielen..." Kennt ihr solche Gedanken? Voll doof eigentlich von mir ... traurig

Vielleich habt ihr ja kurz Zeit für ein paar kleine Tipps und hoffnungsvolle Nachrichten! smile

Ich grüße alle Mütter und hoffentlich bald werdende Mütter von Herzen und wünsche allen einfach, dass es soooo schnell klappt!

Eure Margeritta ♥


  Re: die dritte IVF und vielleicht kein Ende?
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   la_tina
Status:
schrieb am 01.09.2020 19:28
Die Befruchtungsrate ist bei euch ja schlecht...5 aus 25? Ich würde im 3. Versuch unbedingt ICSI machen und frag mich nach dem ersten Versuch warum das nicht beim zweiten schon gemacht wurde?!

Ansonsten wäre ich kinderlos auch nicht mit 2 Kleinkindern die nicht meine sind 1 Woche in Urlaub gefahren...auch jetzt mit Kindern käme dass sehr auf die anderen Kinder an. Ich mag Kinder bicht besonders gern...außer meine eigenen natürlich Ich wars nicht

Sonst kann man dir nicht viel schreiben außer ja, es ist ein verdammt steiniger Weg der leider nichtmal in jedem Fall zum Ziel führt; es ist anstrengend, teuer, belastet die Beziehung und ist einfach generell Mist. Ich drück die Daumen dass euer Weg nicht zu lang wird.


  Re: die dritte IVF und vielleicht kein Ende?
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   Gamora83
Status:
schrieb am 02.09.2020 11:26
Hallo Margeritta,

ich würde mich zur Befruchtungsrate auch la_tina anschließen, finde auch, dass diese nicht so pralle war. Hat deine Kiwu hierzu was gesagt bzw. wurde in der 2. IVF was geändert?
Warum die Rate so schlecht ist kann ja verschiedene Gründe haben (dein Alter, Stimu-Medikament, schlechte Befruchtung durch die Spermien, schlechte Qualität der Eizellen), denn die Anzahl deiner gewonnenen Eizellen an sich ist nicht so schlecht.

Vor der 3. IVF würde ich, wenn nicht schon geschehen, noch ein paar Untersuchungen machen lassen? Was wurde denn bisher alles getestet bei dir (Gerinnung, Bauch-/Gebärmutterspiegelung, Schilddrüse)? Wie alt bist du?

Kryos sind immer nett, weil man gefühlt ein Backup hat und eben nicht voll stimulieren muss.

Ich hatte bei der 1. IVF gar keine Eizellen bei PU, bei der 2. haben wir aufs lange Protokoll und ein anderes Medi gewechselt. Ergab 16 Eizellen, 13 befruchtet, 7 wurden verworfen, da sie defekte hatten und 6 gingen in die Kultur, übrig blieb 1 Blasto, die sich festbiss. Leider späte FG in der 15. SSW.
3. IVF (erste nach Geburt): gleiches Protokoll wie vorher, 11 Eizellen, 10 befruchtet, 5 gingen in Kultur und 5 auf Eis. Aus der Kultur blieb 1 7-Zeller übrig, negativ, beim Kryo blieb 1 Blasto, ist aber wohl auch negativ.

Alles Gute
Gamora


  Re: die dritte IVF und vielleicht kein Ende?
avatar    Alpina
Status:
schrieb am 02.09.2020 14:05
Hallo Margeritta,

erstmal - ja, es ist alles totaler Mist und ich denke jede, wo es nicht beim 1. Versucht klappt, fragt sich wie man das bloß öfter durchstehen soll. Psychisch, physisch und finanziell. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen - das geht smile Oft hält man viel mehr aus, als man es je für möglich gehalten hat.

Wie die Anderen schon gesagt haben - aus irgendeinem Grund ist eure Befruchtungsrate nicht besonders gut. Wie viele von den gewonnen EZ waren denn tatsächlich reif? Ansonsten wäre es (v.a. wenn ihr irgendwann alles selber zahlen müsst) eine Überlegung, weniger zu stimulieren. Denn viel hilft nicht immer viel und manchmal ist es so, dass bei vielen EZ die Qualität drunter leidet. Deswegen vielleicht lieber weniger und bessere Qualität? Spart auch viel Geld, da weniger Medis und geringere Laborkosten, PU kann man (wenn man sich traut) ohne Narkose machen usw. Auch würde ich mir einen früheren TF überlegen. Es gibt welche, die mit Blastos nicht schwanger wurden, dafür aber mit Tag3 Embryos.

Und dass es schwer ist, andere Kinder um sich rum zu haben, kennt vermutlich auch fast jeder, der diesen Weg geht. Da bist du nicht allein und es ist alles ganz normal.

Was uns auch immer geholfen hat, war immer einen Plan B im Kopf zu haben.

Also, lass den Kopf nicht hängen und geht einen Schritt/ Versuch nach dem Anderen.


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  Re: die dritte IVF und vielleicht kein Ende?
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   Margeritta2020
schrieb am 02.09.2020 14:39
Hallo Gamora,

bei mir wurden die Hormonwerte alle geprüft inkl. Schilddrüse, es wurde ein Teil der Gebärmutterschleimhaut zur Zeit der Einnistung untersucht und ins Labor geschickt und die Eileiter auf Durchgängigkeit überprüft - war bisher alles gut und normal. Bei der Spermienzahl bei meinem Mann ist alles super und fast überdurchschnittlich gut.. Ich bin übrigens 29 Jahre alt zwinker
Daher wurde auch erstmal gesagt, da ja noch einige Eizellen sich befruchten ließen, dass wir es mit der IVF weiter probieren sollen. Wegen der Krankenkasse können wir auch erstmal nicht wechseln, sondern müssen jetzt 3 IVFs machen, ICSI wird dann nicht übernommen. Der Arzt meinte, dass es gut sein könne, dass es vielleicht an der Genetik liegen kann, dies kann man aber schwer feststellen.

Aber das mit den Medikamenten ist ein guter Gedanke! Vielleicht versuchen wir es diesmal wieder mit weniger Stimulation... mit weniger Medikamenten habe ich auch selbst ein besseres Gefühl! Und dann muss man auch vielleicht keine Kryo machen, sondern kann sie einfach direkt einsetzen smile

Es ist toll, wie selbstbewusst du schreibst und auch, dass es wie bei euch auch viele befruchtete Eizellen geben kann und trotzdem nur eine Blasto bei rauskommen kann! Das beruhigt mich ein wenig zwinker
Wann lässt du deine letzte Blasto einsetzen (wenn sie nicht negativ ist?)?

Dir auch alles Gute!!!
Margeritta


  Re: die dritte IVF und vielleicht kein Ende?
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   Gamora83
Status:
schrieb am 02.09.2020 16:23
Ich versuche möglichst positiv zu denken. Das Leben und der Kiwu sind hart und bringen einen des ein oder andere Mal ziemlich an seine Grenzen. Aber den Kopf in den Sand stecken bringt einen nicht weiter. Wir legen auch bewusst Pausen ein und genießen die Zeit zu zweit trotzdem.

Wir stecken gerade im Kryoversuch unserer Blasto, aber sieht leider schlecht aus.

Der Ansatz einer niedrigeren Stimu klingt gut. Wie viele Einheiten hast du denn bis jetzt gespritzt und welches Medikament hattest du? Was wurde zum Auslösen benutzt?

Die Untersuchung der GMS war dann bestimmt zur Bestimmung des Einnistungsfensters, oder?
Wenn du noch keine richtige Spiegelung hattest, wäre das vlt. noch ratsam. Humangenetik kann noch recht einfach über einen Bluttest abgeklärt werden und auch die Gerinnung würde ich dir vorm letzten Versuch raten. Weil bringt ja nix, wenn es hier irgendein Problem gibt und die Erfolgschancen noch mehr geschmälert werden.

Mit deinem Alter hast du auch noch einen Vorteil. Ich werden dieses Jahr schon 37 Ohnmacht da läuft mir eben schon eher die Zeit weg.

Viele Grüße
Gamora


  Re: die dritte IVF und vielleicht kein Ende?
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   Margeritta2020
schrieb am 03.09.2020 12:19
Ja das versuchen wir auch! smile
Zurzeit bauen wir auch ein Haus und sind da sehr eingespannt, das ist super zum ablenken und an was ganz anderes denken! Und mit meinem Alter habe ich immerhin einen Vorteil zwinker

Das mit dem Abchecken werde ich auf jeden Fall nächstes mal erfragen! Dann haben wir vielleicht auch mehr gewissheit, wie wahrscheinlich es auch jedes mal wirklich ist und können es ggf. entspannter angehen oder planen eher einen Urlaub oder was anderes, ohne uns auch auf den Kinderwunsch zu versteifen und von Monat zu Monat zu planen zwinker

Ich habe bei der ersten IVF 125, beim zweiten mal 225 von Gonal F täglich genommen. Orgalutran zur Unterdrückung des Eisprungs. Das Auslösen wurde mit Ovitrelle gemacht.
Und bei dir? Fühlst du dich gut über die Medikamente beraten? Ich habe gefühlt sehr oft Nebenwirkungen von Orgalutran..

Die Untersuchung der GMS war grundsätzlich, ob die GMS gut an den Tagen der Einnistung ohne Medikamente korrekt aufgebaut ist und normal ist. Hat einige hundert € in einem speziellen Labor gekostet. Hast du sowas auch gemacht?

Vor der Spiegelung muss ich sagen, hab ich derzeit noch ein wenig Angst - schon wieder Narkose Ich hab ne Frage

VLG Margeritta


  Re: die dritte IVF und vielleicht kein Ende?
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   tadam
schrieb am 12.09.2020 22:13
Ich kann dich sehr gut verstehen, aber gib nicht auf! Und schieb den Gedanken einer IVF oder ICSI nicht so weit weg. Wir stecken auch grad in unserer ersten IVF und ich bin so glücklich, dass wir sie endlich machen können. Ich persönlich glaube einfach fest daran, dass es damit schneller klappen wird. Wir haben 2 Jahre versucht, ohne Behandlung schwanger zu werden und dann 5 Versuche mit Hormonbehandlung und GV nach Plan hinter uns und einfach keine Lust mehr auf diese Belastung. Waren wirklich froh, dass uns die IVF endlich angeboten wurde. Wir werden ganz bestimmt auch bald das tolle Gefühl haben, ein Baby in den Armen halten zu können. Ganz liebe Grüße


  Re: die dritte IVF und vielleicht kein Ende?
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   Lizzi82
schrieb am 13.09.2020 10:05
Hallo Mageritta!
Ich kann dich total verstehen. bei uns wurde auch keine Ursache gefunden und wir hatten auch immer super schlechte Befruchtungsraten. Bei der 1. IVF waren von 13 EZ nur 2 befruchtet, daraufhin hat man uns zur ICSI geraten. Das hat einen ganzen Rattenschwanz an Anträgen etc. nach sich gezogen und wir mussten fast ein Jahr warten, bis wir weitermachen konnten. Letztendlich hat meine gesetzliche Kasse wieder nur die Hälfte der IVF übernommen und wir haben die Differenz zur ICSI selbst gezahlt. Die private Kasse von meinem Mann hat bisher gar nichts bezahlt, wir hatten also von Anfang an sehr hohe Selbstzahler-Kosten, was noch zusätzlich belastet, finde ich. Bei der ICSI waren dann von 29 EZ 8 befruchtet, von denen aber wohl 6 zu schlecht waren und wir deshalb wieder nur 2 übrig hatten. Das fand ich sehr frustrierend. Bei der nächsten ICSI haben wir dann eine zusätzliche Aktivierung der Eizellen durch Calcium-Ionophor machen lassen und siehe da: von 20 EZ ließen sich 11 befruchten, von denen 2 in die Kultur gingen und 6 auf Eis. Wir stehen jetzt vor unserem ersten Kryozyklus. Der Weg ist manchmal lang und ich habe den Eindruck, dass bei den Versuchen auch immer ein Teil „Diagnostik“ ist (z. b. macht man erst IVF um zu gucken, wie die Befruchtung so ist und probiert dann immer was neues). Das ist natürlich blöd, wenn man nur 3 Versuche hat, die von der Kasse übernommen werden.
Ich würde mal in eurer Praxis nachfragen, wie es mit ICSI aussieht. Meine Kasse hatte mir im Vorfeld sinngemäß gesagt, ich müsse erst drei Versuche IVF machen, so einfach sei das mit der Differenz zur ICSI ja nun nicht. Aber letztendlich hat die Praxis das mit den Rechnungen so getrennt, dass unsere Kasse wahrscheinlich gar nicht weiß, dass eine ICSI überhaupt gemacht wurde. Geht sie ja auch eigentlich nichts an. Und für uns hat es sich am Ende gelohnt (bin zwar immer noch nicht schwanger, aber allein die Tatsache, dass wir was einfrieren konnten, hat mir beim letzten Versuch sehr den Druck genommen...).
Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass es bald klappt bei euch. Man muss einfach durchhalten.
Viele liebe Grüße,
Lizzi




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