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  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   mimu6a
Status:
schrieb am 28.08.2020 12:52
Hallo Mädels,

ich meld mich mal wieder...
Unser Gespräch gestern lief ganz gut. Unsere Ärztin ist sehr einfühlsam und vorsichtig, sie hat uns zu nichts gedrängt, was uns wirklich wichtig war.
Sie hat uns nun zwei Optionen vorgeschlagen: einmal dasselbe Protokoll mit Pergoveris (Antagonistenprotokoll), nur etwas höher (375iE) oder Mini-Stimu. Ich bin mir noch nicht ganz sicher was und in welcher Reihenfolge wir ausprobieren möchten, aber es kommt für uns auf jeden Fall beides in Frage.
Gerinnung möchte sie auch auf jeden Fall testen. Ich fands echt gut, dass es von ihr kam, wir mussten nicht nachfragen.

Jedenfalls starten wir jetzt nicht direkt im nächsten Zyklus, sondern in dem danach - also Ende September / Anfang Oktober (@liste). Irgendwie bin ich psychisch und körperlich noch nicht ganz fit und auch unsere Beziehung braucht Aufmerksamkeit... also hat uns mein Mann noch einen Monat Pause angeordnet schnapp zu Blume. Mein Zyklus spielt auch gerade verrückt - ich habe das Gefühl, dass er dieses Mal sehr verfrüht kommt - bin gerade mal in der dritten Woche und fühle mich so, als würde die Blutung kommen... ?????? Ob das normal ist?

LG mimu6a

Nachtrag: zum Thema "zu früh oder zu spät aufgeben" mache ich mir momentan, nach meinem ersten negativen Versuch schon, auch Gedanken. Ich bewundere Menschen, die das Durchhaltevermögen und ja, die emotionale Stabilität, besitzen, um immer weiter zu machen. Ich muss echt sagen, bereits nach diesem ersten Versuch denke ich nicht, dass ich dazu gehöre. Ich bin, ohne dass mir was wirklich Schreckliches passiert ist, wie eine Fehlrgeburt zB, jetzt schon richtig an meine Grenzen gekommen. Ich wünsche mir, ich würde alles anders nehmen, leichter, optimistischer, irgendwie besser! Aber die Tatsachen sind - ich bin nun mal ich, und momentan scheint es keine andere Option verfügbar zu sein, als dass ich alles so erlebe, wie ich es gerade erlebe...
Ich gebe noch nicht auf und ja, es gibt noch Sachen, die ausprobiert werden können. Ich weiß aber nicht, wie ich mich nach dem nächsten Versuch fühlen würde, was alles noch vor mir steht. Mir hilft es alles offen zu lassen, da ich nicht glaube, dass das Risiko bei mir besteht zu viel zu machen. Aber es ist wichtig für mich zu wissen, dass ich jederzeit aufhören kann - paradoxerweise gibt mir das momentan die Kraft, weiter zu machen. Etwas wirre Gedanken, ich weiß :D


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.08.20 14:38 von mimu6a.


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   larissa5
Status:
schrieb am 28.08.2020 12:52
Ach Mädels! Fühlt euch alle mal knuddel

Ich bin so froh, euch zu haben und zu wissen, es gibt welche, denen es genauso geht wie mir. Haben hier ja schon so oft geschrieben, dass uns niemand sonst wirklich versteht (auch unsere Männer nicht...)


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   MeinkleinesAprilkind
schrieb am 28.08.2020 14:18
Mimu, auch deine Worte enthalten für mich viel wahres... Es ist ja irgendwie ein Kampf zwischen Kopf und Herz...
Wir sind eine tolle Truppe hier. 😍
Larissa, ich umarme dich zurück 😘 und Pusteblümel, danke für deine lieben Worte ❤️.
Liebste Grüße
Aprilkind 💕


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   MeinkleinesAprilkind
schrieb am 28.08.2020 14:26
Milliiiiiiiiiii winkewinke wie ist die Lage bei dir?
Ist so ruhig um dich gerade 🤔... Melde dich mal.
Wann fängst du an zu testen??? 😍😘
Aprilkind 🥰


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  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   Madame Sorgengeist
schrieb am 28.08.2020 15:23
Oh, was für ein toller Austausch über ein so wichtiges Thema!!! Ich finde es total interessant, eure Gedanken und Gefühle zu lesen, weil ja jeder so unterschiedlich ist und denkt und fühlt und natürlich auch jede Situation anders ist. Ich finde alles, was ihr schreibt, so wahnsinnig nachvollziehbar!

@Pusteblümel: Ich kann deine Trauer noch richtig aus den Zeilen herauslesen. Habe es eben in deinem Profil nochmal gelesen und möchte nicht wissen, wie schlimm das gewesen sein muss streichel. Ich finde es sehr bewundernswert, dass ihr nun wieder startet und hoffentlich bald ein Erdenkind bekommt!

@Mimua: Ich verstehe dich! Ich habe mich nach der ersten ICSI genauso gefühlt wie du und mich auch gefragt, wie andere Menschen das immer und immer wieder neu durchstehen. Man merkt so früh ja meistens, dass man zwar noch nicht am Ende ist aber schon, wie Kräfte raubend das Prozedere ist und, dass es einfach an ganz neue, ungeahnte Grenzen treiben kann. Ich verstehe dich total!

@Aprilkind: Als ich gelesen habe, dass du Steinbock bist, musste ich eben total lachen. Jetzt, wo du es schreibst, entdecke ich einige Parallelen zu meinem Mann der ebenfalls Steinbock ist. Er ist aktuell auf dem (überzeugten) Steinbock-Trip: "Das mache ich nicht mehr mit! Das tun wir uns nicht noch einmal an!!" und lässt sich nicht davon abbringen. Das war vor dem letzten Versuch auch schon sein credo und es verfestigt sich immer mehr - ich weiß, wie schwer man einen Steinbock von seinem Vorhaben abbringen kann smile. Aber im Ernst: Es hat ja jeder seine Gründe, egal in welche Richtung und jedes Gefühl ist berechtigt!


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   Sophie94
schrieb am 28.08.2020 16:10
Hallo Mädels smile

Hoffe euch gehts allen gut!! Kann mich Aprilkinds Meinung nur anschließen - ich glaub jedes Negativ ist ein Negativ.. also das Ergebnis ist trotz guter/schlechter Voraussetzungen das selbe. Natürlich ist es sehr deprimierend, wenn schon die Befruchtung nicht ordentlich funktioniert bzw. die Qualität deutlich eingeschränkt ist, weil die Hoffnung bzw die Voraussetzung dann von Anfang an ‚eingeschränkt‘ ist. Andererseits ist man auch sehr verzweifelt,wenn alle Voraussetzungen scheinbar perfekt sind (Schleimhaut und Embryo)... dann fischt man umso mehr im Trüben und fragt sich, an was es denn bitte scheitert! Im Endeffekt haben alle, bei denens nicht klappt das selbe Schicksal, der Umgang ist halt sehr individuell und da gibt es meiner Meinung nach kein richtig oder falsch. Ich persönlich weiß nicht, ob und wann ich jemals an dem Punkt sein würde aufzugeben, ich glaub eher dass mein Mann die Bremse ziehen würde, weil ich wahrscheinlich immer ein Fünkchen Hoffnung hätte, dass es klappt. Ich kann jetzt leider nicht in die Zukunft blicken und hoffe natürlich, dass ich gar nicht in die Situation komme, das zu entscheiden. Wie ich in ein paar Jahren darüber denke weiß ich nicht...

@Aprilkind: wie gehts dir? Hast du Nebenwirkungen?
Ich wollt dich noch was fragen: hast du den ERA-Test machen lassen? Bzw wie steht deine Kiwu-Klinik zu dem Test?


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   Bougainvillea
schrieb am 28.08.2020 17:55
Ihr Lieben,

ich finde das eine total spannende Diskussion hier, weil diesbezüglich auch in meinem Kopf ganz viele Fragezeichen sind. Wenn ich hier von jemandem mit 15 ICSIs lese, denke ich auch - wow. Und weiß genau, dass ich das nicht könnte, alleine auch aus finanziellen Gründen.
Dennoch dachte ich am Anfang unseres Wegs, als wir die Diagnose mit dem stark eingeschränkten Spermiogramm meines Mannes und die Empfehlung ICSI bekamen - kein Problem, die drei bezuschussten Versuche brauchen wir bestimmt nicht, wir sind ja beide recht jung (ich 30, mein Mann 38) und gesund, und es liegt ja nur am eingeschränkten Spermiogramm, also alles easy. Tja. Ich wurde sehr schnell eines Besseren belehrt.
Und mittlerweile mache ich mir natürlich doch einige Sorgen. Ob es doch noch weitere Ursachen gibt. Warum ich nie genug Eizellen habe, dass auch mal was zum Einfrieren bleibt - ich also immer wieder, für jeden Versuch durch die anstrengende und belastende Stimulation gehen muss. Und teuer ist es halt einfach auch extrem. Ich weiß nicht, wie viele ICSIs wir uns leisten können und auch wollen. Aber ein Leben ohne Kind kann ich mir derzeit auch nicht vorstellen.
Es ist echt nicht einfach. Zumal irgendwie ja auch so viel dran hängt. Ich bin eigentlich nicht mehr glücklich in meinem Job und will gerne wechseln, andererseits habe ich eine unbefristete Stelle und bin gut etabliert, sodass eine Schwangerschaft und Elternzeit hier definitiv angenehmer wäre als bei einem neuen Arbeitgeber in einem befristeten Arbeitsverhältnis, womöglich gar noch in der Probezeit. Dann wollen wir gerne noch mal 1-3 Jahre ins (außereuropäische) Ausland, das würde aber das Ende jeglicher KiWu-Behandlung bedeuten, weshalb wir das eigentlich vorher durchziehen wollen. Aber wie lange noch aufschieben, wenn es halt einfach nicht klappt mit dem eigenen Kind? Und mein Mann wird ja auch nicht jünger... Tja. Also alles nicht so einfach.

Ich bin jedenfalls auch so froh, dass es dieses Forum hier gibt und dass ich zu euch gefunden habe. Wie gesagt, im realen Leben habe ich gar keinen Austausch zu dem Thema und insofern wüsste ich nicht, ob und wie ich den Weg bis hierhin ohne euch geschafft hätte.

Habt einen schönen Abend und kommt gut ins Wochenende, ihr Lieben!

Bougainvillea


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   Pfifferling81
Status:
schrieb am 28.08.2020 20:10
Hallo ihr Lieben,

ich lese im Moment so gerne bei Euch mit weil die Atmosphäre hier so gut ist smile und ich finde Eure Diskussion bzw. den Austausch zum Thema wie lange weitermachen und wann ist es genug auch so spannend. Besonders weil es mir ja auch lange so ging und ich mir diese Gedanken natürlich auch gemacht habe! Ich hoffe es ist in Ordnung für Euch dass ich Euch schreibe auch wenn ich jetzt das große Glück habe meinen kleinen Mann im Bauch tragen zu dürfen - ich fühle mich Euch trotzdem so verbunden! Falls es jemand nicht gut haben kann oder es stört bitte Bescheid sagen (gerne auch als PN das muss ja nicht öffentlich geschehen!).

Ich glaube auch dass es kein richtig oder falsch gibt - jede Situation ist so individuell und einzigartig und es spielen so viele Faktoren eine Rolle. Aber der Wunsch ist und bleibt halt da und ich habe mich natürlich auch oft gefragt wie lange wir im Zweifel weitermachen würden. Wir wollten auf keinen Fall in einer Spirale von Versuchen enden, hatten uns deshalb von vornherein Gedanken gemacht und beschlossen die 3 bezuschussten ICSI-Versuche zu machen und das Thema dann aber auch abzuhaken falls es nicht klappen sollte. Uns wurden ja auch beste Chancen in Aussicht gestellt - „nur“ ein Antikörperproblem bei meinem Mann das sich mit ICSI ja problemlos umgehen ließe, sonst war eigentlich nichts zu finden. Tja und dann würde ich trotz Top-Embryonen und super Ausgangsbedingungen eben doch nicht schwanger. Und fing an zu denken dass es doch irgendeinen Grund bei mir geben muss den wir einfach noch nicht entdeckt haben. Aber egal was wir noch untersucht haben wir haben nichts gravierendes gefunden. Und dann nach dem 4. negativ (3x Frischtransfer und 1x Kryo) war es mir einfach genug. Ich brauchte eine längere Pause. Allerdings war das für uns auch deswegen gut machbar weil wir aus der 3. ICSI noch 4 Kryo-Embryonen hatten und wir wussten die bleiben uns ja noch - das hat mir auch die nötige Ruhe gegeben mir dann fast 2 Jahre Pause, einen Jobwechsel und einige tolle Reisen mit meinem Mann zu gönnen. Als ich mich dann wieder „bereit“ gefühlt habe musste ich nochmal zum Vorgespräch - das wollte die KiWu so weil ich so lange nicht da gewesen war. Und was soll ich sagen - im Gespräch mit der Ärztin (es war eine andere als der Kollege davor) ist es dann doch so gewesen dass sie mir gesagt hat sie wolle mir zwar nichts einreden, aber ob wir wirklich sicher wären ob wir schon aufhören wollten falls die Kryos negativ blieben, wir hätten ja schließlich so gute Chancen und manchmal bräuchte es eben einfach noch einen Versuch. Und ich bin ins wanken gekommen und habe zuhause mit meinem Mann besprochen, ob wir nicht doch eventuell noch eine 4. ICSI machen wollen. Daher weiß ich genau wie sich dieses hin- und hergerissen sein anfühlt.

Wir hatten dann einfach Glück dass die erste Kryo nach der Pause dann tatsächlich geklappt hat - wir hatten ehrlich gesagt nicht wirklich damit gerechnet - und dann alles weitere bisher völlig unkompliziert verlief (bin mittlerweile in der 31. SSW Liebe). Ich bin auch wirklich sehr sehr dankbar dafür weil ich weiß dass es absolut nicht selbstverständlich ist! Ich denke wahrscheinlich hätten wir sonst aber tatsächlich noch eine 4. ICSI gemacht.

Ich hoffe jede von Euch findet für sich den richtigen Weg und ich drücke Euch allen von Herzen so sehr die Daumen dass ihr bald mit einem Baby belohnt werdet für all die Strapazen, Geduld, Emotionen und Kosten die ihr auf Euch nehmt für Eure Glückskinder! smile

Puh - das ist lang geworden. Aber es gibt auch einfach so viele Gedanken zu dem Thema...

Fühlt Euch fest gedrückt!
Liebe Grüße,
Pfifferling


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   MeinkleinesAprilkind
schrieb am 28.08.2020 20:31
Pfifferling, vielen lieben Dank für deinen tollen Beitrag. Genau das brauchen wir hier gerade. Geschichten, die Mut machen!
Gerne darfst du hier mitschreiben, wenn dir danach ist. ❤️
Toll, dass du nun belohnt wurdest für deine/eure Mühen. Manchmal bewirkt eine Pause eben doch ein kleines Wunder.
Magst du mal erzählen, was du zurück bekommen hast? Immer Blastos? Auch bei der erfolgreichen Kryo? Das fände ich persönlich sehr interessant... Mein nächster Versuch im Oktober wird ja auch eine Kryo und ein Tag 3 TF. Ich neige dazu, den frühen TF schnell (manchmal auch schon vor dem TF) abzuschreiben. Aber es gibt so viele, die auch mit frühem TF schwanger geworden sind.

Pass gut auf dich auf, ganz liebe Grüße,
Aprilkind 💕


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   Madame Sorgengeist
schrieb am 28.08.2020 21:53
@Sophie: Ich wollte keinesfalls "kleinreden", dass die Versuche mit gut aussehenden Embryonen "einfacher" sind, als ohne Befruchtung oder so! Ich hoffe, das kam nicht falsch herüber! Jeder Weg ist ja völlig unterschiedlich, ob nun gar keine Befruchtung, tolle Embryonen, aber trotzdem keine Einnistung oder sogar Schwangerschaft und dann wieder Fehlgeburt. Da gibt es kein "schlimmer" und "weniger schlimm". Solange man am Ende kein gesundes Kind bekommt, ist doch alles gleichermaßen furchtbar und schwer auszuhalten und jeder Weg für sich hat seine eigenen Herausforderungen, die alle sehr schlimm sind. Auch die Lebenssituationen sind sicher bei jedem sehr unterschiedlich und kaum vergleichbar. Schwer erträglich ist der Weg allemal und es ist doch toll, sich darüber austauschen zu können!

@Pfifferling: Ich finde es auch sehr toll und süß, dass du hier ab und zu mitschreibst und auch das Mutmachen finde ich wirklich schön! Es ist so ähnlich wie bei Blumennest. Bei ihr wollten/wollen wir doch auch unbedingt das sie bleibt, denn gerade jemanden, den man lieb gewonnen hat oder auch einfach allgemein eine hoffnungsgebende Geschichte, brauchen wir doch hier! Danke, dass du so offen deine Geschichte hier geteilt hast! Auch deinen letzten Beitrag hier fand ich schon so toll - fühl dich hier wie Zuhause, wir sitzen doch alle im selben Boot!

@Bougainvillea: Was du zur Jobsituation beschreibst, kommt mir sehr bekannt vor. Du hast so Recht, dass noch so viel dran hängt am Kiwu, gerade auch für uns Frauen! Ich hänge seit ca. 5 Jahren in einem Job, der mir gar nicht gut tut und nicht mehr gefällt. Ich habe immer überlegt mir etwas anderes zu suchen. Aber entweder fehlte mir in den kurzen Kiwu-Pausen die Kraft und dann ging es schon wieder weiter oder aber es scheiterte daran, dass ich gedacht habe: "Ich kann ja nicht jetzt einen Job zusagen, meinen alten Job kündigen und genau wenn der neue Job anfangen würde, bin ich ggf. schwanger, weil der nächste Versuch vielleicht doch funktioniert." Es hängt ja unter Umständen die ganze Lebensplanung davon ab und man schiebt anderes auf und ist einfach in einer Dauerwarteschleife traurig. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich leider wegen meiner Zykluslosigkeit Osteoporose habe. Eigentlich eine Alterskrankheit, aber durch das fehlende Östrogen halt leider schon jetzt bei mir aktuell. Das weiß ich seit 2 Jahren und neben der üblichen Behandlung mit Calcium, Vitamin D und Sport wären (bei höherem Alter) Biophosphonate eine gängige Behandlungsform. Das Zeug würde einen Teil meiner Knochen wieder stärken und sich dort einlagern, um die Knochen zu stabilisieren. Es kann aber niemand sagen, in welchem Umfang diese Stoffe aus den Knochen regelmäßig freigegeben und in den Körper abgegeben werden -und schon gar nicht, welche Auswirkungen das auf ein Kind hätte, wenn ich schwanger wäre. Da die Behandlung ja fast nur bei älteren Frauen durchgeführt wird, fehlen dazu Studien. Es kann einfach kein Arzt das Risiko abschätzen.
Ich schiebe diese Biophosphonate-Behandlung also seit 2 Jahren auf, weil ich nicht riskieren möchte, dass ein potenzielles Kind in meinem Körper dadurch gefährdet werden würde. Gleichzeitig gefährde ich durch dieses Aufschieben aber immer mehr meinen eigenen Körper, denn je länger ich damit warte, desto brüchiger werden meine Knochen. Ich denke mittlerweile, dass es einfach sooo unwahrscheinlich ist, dass ich nochmal schwanger werde in meinem Leben - und trotzdem möchte ich es mir nicht verbauen, in dem ich diese Osteoporose-Behandlung mache.
Ich habe Angst, dass ich am Ende alles verliere: Meine Knochen immer brüchiger werden in den nächsten Jahren, ich in meinem Job immer unglücklicher werde, mein Partner möchte das alles auch nicht mehr mitmachen und wir streiten ständig darüber... Am Ende habe ich meine Gesundheit und meine Partnerschaft riskiert, hänge jahrelang weiter in einem Job, der mir keinen Spaß mehr macht und habe am Ende doch kein Kind. Diese Aussicht stimmt mich häufig ziemlich depressiv traurig. Aber ich möchte nicht jammern, jede von uns hat ihre eigenen Probleme und Sorgen und man weiß einfach nie, wie es ausgeht.


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   milli2020
Status:
schrieb am 29.08.2020 11:06
Hallo ihr Lieben!

Ich kam die letzten Tage gar nicht zu schreiben und dann waren hier auch noch so lange Texte :D.

Ich habe jetzt seit April, nach der Fehlgeburt im Feb, 5 Versuche für ein Geschwisterchen gemacht, mit nur einem Monat (Mai) Pause dazwischen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob wir nach dem Zyklus mal ein Monat pausieren, alleine die ganzen Termine sind immer sehr schwer unter den Hut zu bringen, mein Mann muss immer freinehmen und auf unseren Sohn aufpassen oder wir müssen alle im Hotel nähe Kiwu übernachten, damit mein Mann die Spermien nicht direkt dort abgeben muss. Die ist ja leider nicht so nahe.
Ich werde aber wahrscheinlich höchstens noch eine NC-IVF machen und dann eine normal stimulierte. Da es ja aussieht, als ob ich so nicht mehr Follis zusammenbekomme, weil immer einer vorprescht. Da sieht man ja auch gleich, dass ein kurzes Protokoll für mich nichts wäre.

Bezüglich Tests halte ich mich im Moment zurück. Da ist jetzt erstmal die Euphorie verflogen, die Testreihen machen ja nur Spass wenn da auch ein 2. Strich kommt. Ich versuche mich jetzt so lang wie möglich zu entspannen und vor +10 nicht zu testen. Noch mind. 3 Tage :D

Vor einer Woche war der Geburtstermin meines Sternchens und ich konnte das Ganze nochmal Revüe passieren lassen, war am Friedhof wo es begraben wurde und die Tränen sind nur so geflossen. Ich bin aber dennoch sehr froh, dass ich das erlebt habe, auch wenn ich mir natürlich einen anderen Ausgang gewünscht hätte. Schlussendlich bleibt die Hoffnung, dass es wieder klappen kann. Diese Schwangerschaft war wie ein 6er im Lotto. Kryo im natürlichen Zyklus, es klappt sofort, ich hab da noch ziemlich oft gestillt, damit hab ich gar nicht gerechnet gehabt. Und für mich hat es sich so angefühlt, als ob ich natürlich schwanger geworden wäre. Ein Traum für jede Kiwupatientin. So bin ich die ganze Schwangerschaft auf Wolke 7 geschwebt, weil es sich alles einfach so toll angefühlt hat. Obwohl es mir körperlich sehr schlecht ging.

@Diskussion aufgeben oder weitermachen:
Ich, für meinen Teil, "kann" beim Kiwu nicht aufgeben, das würde mich auffressen. So ist es für mich einfacher weiterzumachen, als aufzuhören.
Wobei es ja dann trotzdem irgendwann eine Frage der Zeit ist, bis man zumindest eine Pause braucht. Ich würde aber wohl auch 10 Versuche machen, wenn wir das Geld auftreiben können.
Mich macht die Warteschleife immer am meisten fertig. Am besten fühle ich mich zw. Befruchtung und Transfer. zwinker Am schlimmsten ist die Zeit vom negativ bis zur Mens, wenn die dann wieder weg ist, geht es mir wieder besser wenn es Richtung Folli TV geht. Wie ihr seht, ich lebe derzeit von einem Event bis zum nächsten.
Ich verstehe aber, dass hier manche einen schwereren Weg haben, wenn man nicht mal eine Mens hat bzw. einen Zyklus... Damit kenne ich mich leider gar nicht aus, eventuell kann man da aber auch "anders" ansetzen? Heilpraktiker, Homöopathie, keine Ahnung, Ernährung? Gibt ja eigentlich für alles einen Grund wieso was wie ist, auch wenn die Medizin vielleicht noch nicht alles erforscht hat. Vielleicht kann man da auch etwas behandeln.

Ich wünsche allen, die gerade am Boden sind und sich ausgelaugt fühlen, dass ihr eine neue Kraftquelle findet! knuddel

P.S.: ich habe jetzt glaub ich 10mal was geschrieben ausgebessert, neu geschrieben. Finde heute keine richtigen Worte. Ich wünsche mir aber für alle hier, dass ihr euer Glück findet dürft, was für ein Weg es auch sein mag!!!!beten


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   Pfifferling81
Status:
schrieb am 29.08.2020 15:27
Hallo ihr Lieben!

@Aprilkind: Ich hatte in allen meinen Versuchen nur ein einziges Mal eine Blasto in der allerersten ICSI. Das war ein Tag-4-Transfer mit einer zeitgerechten Morula und einer frühen Blasto. 2. ICSI war ein Tag-3-TF von 2 6-Zellern, dann die Kryo mit nur einem 4-6 Zeller (bei TF gerade in Teilung) an Tag 3. 3. ICSI hatte ich den Frisch-TF an Tag 4 mit zwei Morulae und einem nicht ganz so schönen 8-Zeller den ich aber trotzdem nicht verwerfen mochte, also habe ich ihn als dritten kurzerhand mit an Bord genommen. Außer diesem einen hatten unsere Embryonen alle immer A-Quali (die aus der 2. ICSI waren aber von der Teilungsrate etwas langsam) gebracht hat es uns aber nur 4x ein negatives Ergebnis.

Die Kryo die jetzt erfolgreich war war auch ein Tag-3-TF von 2 8-Zellern, einen haben wir zusätzlich mit assisted hatching behandeln lassen, hatten wir in der 3. ICSI im Frisch-TF bei einer der Morulae aber auch schon machen lassen. Welcher von beiden jetzt letztendlich zu unserem kleinen Mann im Bauch geworden ist kann man natürlich nicht sagen - ob nun der gehatchte oder der nicht gehatchte, aber fürs Ergebnis ist es ja nun egal, trotzdem wäre es interessant zu wissen finde ich. zwinker

Liebe Grüße! winken


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   MeinkleinesAprilkind
schrieb am 30.08.2020 10:04
Liebe Pfifferling, das beruhigt mich gerade sehr 😍.
Vielen Dank für deine Antwort 😘

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag, an dich Milli denke ich am Meisten 😍😘 🍀.

LG Aprilkind 🥰


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   milli2020
Status:
schrieb am 30.08.2020 11:31
@Aprilkind:

Das ist ja lieb, vielen Dank! 😍

Mind 2 Tage noch gedulden bis ich auf einen Hauch hoffen kann...

Euch allen auch einen schönen entspannten Sonntag! Hier regnets in Strömen 🌧


  Re: "IUI/ IVF/ ICSI - Piep" vom 24.08. - 30.08.20 Liebe
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   MeinkleinesAprilkind
schrieb am 30.08.2020 15:36
Milli, ich bin schon sehr gespannt...
Wieso testest du eigentlich dieses Mal erst so spät?




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