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   Sari93
Status:
schrieb am 20.07.2020 19:05
Hallo zusammen,

ich bin neu hier und würde gerne mal ein paar Fragen los werden und hoffe ich bin damit hier richtig. Allgemein habe ich mich über das Thema Kinderwunsch schon ein bisschen informiert, würde aber trotzdem gerne wissen, was ihr zu meiner Situation sagt. Ich weiß, dass ihr keine Experten seid, aber ein bisschen Zuspruch reicht mir fürs erste denke ich aus smile

Zu mir und meiner Geschichte:
Ich bin 27 Jahre alt und seit März bzw. April versuchen mein Mann und ich ein Kind zu bekommen (ja ich weiß aus den ganzen Foren etc. dass das noch nicht so lange ist).
Ich habe mit 19 (2012 also) die Diagnose Endometriose bekommen und hatte eine Bauchspiegelung bei der die Entzündungsherde verödet wurden. Auch die Durchlässigkeit der Eileiter wurde damals getestet und alles sah super aus. Meine Gebärmutter war durch eine Vernarbung nach rechts verschoben. Das Narbengewebe wurde zum Teil entfernt, sodass meine Gebärmutter wieder in Normallage kam und auch wieder "beweglich" wurde. Soweit ich das alles aus meinem OP-Bericht verstanden habe.
Leider war meine Aufklärung damals alles andere als super, da der Arzt, der mich behandelt hat zwar super war, aber leider auch ca. 150 km von meiner Heimat entfernt. Ich hab ihn nach der OP auch nicht mehr gesehen, da das in einer Ambulanten Klinik durchgeführt wurde und die Nachsorge dann zuhause bei meiner Frauenärztin durchgeführt werden sollte. Die hatte natürlich wegen Ferien Urlaub und ich war bei einer Vertretung. Es hieß nur alles wäre super und bei meiner Ärztin später dann gab es kaum Kommentare zu dem Thema.
Schon vor der OP, also direkt nach der Verdachtsdiagnose habe ich meine Pille (Maxim) im Langzeitzyklus genommen (heißt nur 1-2 Pausen im Jahr). Damit kam ich auch sehr gut zurecht. Letzte Jahres dann fing an sich meine Pause zu verändern, da auch auf einmal wieder in jeder Pause eine Blutung kam. Vorher hatte ich oft gar keine Blutung. Leider habe ich damals keine Aufzeichnungen über die Pausen etc. gemacht so dass ich mich jetzt nur auf mein Gedächtnis verlassen kann. Auch hatte ich zwischendurch Schmierblutungen.
Im März habe ich dann wegen einer Schmierblutung eine Pause eingelegt, obwohl ich Ende Januar eine Pause mit Blutung hatte. Und dann haben wir beschlossen, dass ich sie einfach gar nicht mehr wieder nehme, sondern absetzen und wir versuchen ein Kind zu bekommen (wollten eigentlich bis nach der kirchlichen Trauung und Hochzeitsfeier warten, die jetzt wegen Corona verschoben ist). Mein Zyklus ist seit dem sehr regelmäßig mit 29 Tagen.
Im Mai hatte ich einen Termin beim FA der mir auch bestätigt hat, das meine Eierstöcke zumindest Follikel heranreifen (Ultraschall an Tag 6)
Bisher hat es aber leider mit der Schwangerschaft nicht geklappt. Ich weiß, dass 4 Versuche nicht viel sind. Aber ich habe auch gelesen, dass Frauen mit einer Endometriose Vorgeschichte eben Schwierigkeiten haben können und zum Teil am besten direkt in ein Kinderwunschzentrum gehen sollten.
Daher sind wir momentan etwas unsicher, ob wir schon weitere Untersuchungen machen sollten oder es einfach erstmal weiter versuchen sollten.
Wie seht ihr dass, machen wir uns momentan nur unnötig verrückt? Wenn wir Untersuchungen machen, womit würdet ihr anfangen? Blutuntersuchung wegen der Schilddrüse (wurde eigentlich Anfang 2019 erst gemacht und war unauffällig)? Spermiogramm? Oder was ganz anderes?
Ich weiß auch nicht ob ich eventuell wieder Endometrioseherde habe. Ich hatte beim ersten Mal nicht so richtig typische Symptome außer starke Mens-Schmerzen, die aber unter Pilleneinnahme nachgelassen hatten. Auch so hatte ich regelmäßig starke Bauchschmerzen die aber nach der OP auch nicht verschwunden sind. Ich habe seit 2013 auch die Diagnose Fructoseunverträglichkeit, daher kommt das meiste wohl eher vom Essen. Auch hatte ich eigentlich immer Beschwerden beim Sex, das war aber denke ich zum Teil durch die Pille bedingt. Ich bin allgemein sehr eng und verkrampft und am Scheideneingang reißt die Haut sehr schnell ein. Die Schmerzen sind ohne Pille deutlich besser geworden.
Beim Abtasten (im Mai) beim Frauenarzt hatte ich auf der rechten Seite kurz über dem Eierstock starke Schmerzen, die bis zum nächsten Tag angehalten haben (also der Druckschmerz war stark und ich hatte danach ein Ziehen an der Stelle). Der Arzt meinte das er keine richtige Erklärung dafür hätte, aber fand es nicht bedenklich. Ich bin mir bei dem Thema Endometriose leider eh total unsicher, da so schwer zu diagnostizieren ist und gefühlt kein Frauenarzt sich richtig damit auskennt. Bin jetzt beim 4. Frauenarzt und war für die OP und Diagnose etc. bei einem Spezialisten (dort kann ich jetzt leider nicht mehr hin, da ich damals über meine Eltern privat versichert war, jetzt aber nicht mehr). Aber auf Fragen bekomme ich bei meinen "normalen" Frauenärzten nur schwammige Aussagen.

Mein Frauenarzt meinte ich soll im November wieder kommen wenn es bis dahin mit dem Baby nicht geklappt hat und wir schauen dann mal weiter.

Ich habe im letzte Zyklus auch mit Ovu-Tests (von PreSense für die 2 fruchtbarsten Tage) begonnen . Ich habe laut Anleitung einen Tag "zu spät" mit Testen angefangen heißt an Tag 13 statt an Tag 12 bei 29 Tagen Zyklus. Der Test war direkt positiv, daher habe ich keinen weiteren Test mehr gemacht. Rechnerisch wäre der Eisprung erst 3 Tage später gewesen. Meint ihr ich sollte daher in diesem Zyklus sogar bereits an Tag 11 starten (oder soll ich die Frage nochmal im Zyklus Forum stellen)?


Ich hoffe ich hab jetzt nicht viel zu viel geschrieben, dass das gar keiner Lesen will. Vielleicht finde ich hier ja Leidensgenossinnen, die vor ähnlichen Fragen und Problemen standen. Danke schon mal an alle die meinen Beitrag lesen smile Wenn irgendwas unverständlich ist, gerne einfach fragen, ich glaube mein Text ist das reinste Chaos.
Und ganz liebe Grüße an alle


  Re: Sollten wir schon mit Untersuchungen beginnen oder einfach weiter versuchen?
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 20.07.2020 19:59
Ich finde den Vorschlag deines Gynäkologen eine sehr gute Idee. April bis November sind ca. 8 Zyklen. Mit Ovulationstests und Eisprungnachweis stehen die Chancen in der Zeit doch gut, dass es klappt, auch wenn ein Jahr sicher sinnvoller wäre. Ich kenne mehrere Paare, bei denen beide gesund sind und es tatsächlich trotzdem 10-12 Monate gedauert hat.

Von Endometriose auf Spermiogramm und SD-Untersuchungen zu kommen finde ich auch einen großen Sprung.

Ich hatte immer Ovulationstests aus dem Internet, da könnte man theoretisch den ganzen Zyklus durchtesten. Vielleicht besorgst du dir solche. Im Zyklusforum gibts bestimmt aktuelle Empfehlungen.

Viel Erfolg!


  Re: Sollten wir schon mit Untersuchungen beginnen oder einfach weiter versuchen?
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   Sari93
Status:
schrieb am 20.07.2020 20:08
Hey,

danke für deine Meinung smile
Die Idee mit dem Spermiogramm und SD-Untersuchung kam eigentlich eher um andere mögliche Ursachen auszuschließen, da Endometriose an sich ja nur mit einer Bauchspiegelung nachgewiesen werden kann. Daher dachten wir es wäre vielleicht zumindest ganz gut auszuschließen, dass es weitere ungünstige Einflussfaktoren gibt.


  Re: Sollten wir schon mit Untersuchungen beginnen oder einfach weiter versuchen?
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   Niloa
Status:
schrieb am 20.07.2020 21:07
Wir haben auch recht früh (nach einem halben Jahr) schon ein Spermiogramm machen lassen. Das geht ja so easy und ist schnell gemacht. Da uns beiden der Kinderwunsch sehr wichtig war/ist, wollten wir schnell überprüfen, dass wir keine Zeit mit sinnlosem Versuchen verschwenden.


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  Re: Sollten wir schon mit Untersuchungen beginnen oder einfach weiter versuchen?
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   Merle_77
schrieb am 21.07.2020 07:34
Liebe Sari,

ich kann dir nur aus meiner Erfahrung berichten, dass Schmierblutungen oder Unterleibsschmerzen leider mehrfach bedeuteten, dass meine Endometriose wieder wucherte. Meine Diagnose hatte ich mit 19 oder 20 und habe anschließend auch zig Jahre lang die Pille genommen. Ein halbes Jahr nach Absetzen der Pille hatte ich dann die nächste Endo-OP. Ich würde dir raten, lass dich wegen deiner Beschwerden bei jemandem beraten, der auf Endometriose spezialisiert ist. Auf einen solchen Termin wartest du wahrscheinlich sowieso 2-3 Monate. Im Zweifel hör auf dein Bauchgefühl - und lass ggf. per Bauchspiegelung rein schauen (die dann vermutlich auch noch mal 2 Monate später wäre). Sollten sich bei einer Bauchspiegelung Endo-Wucherungen bestätigen, könnten die evtl. gleich die Durchlässigkeit der Eileiter mit testen... Und ja, ich finde es sinnvoll, bei Endometriose frühzeitig alles andere abzuklären, d.h. zeitnah zumindest mal ein Spermiogramm machen zu lassen.
Lass dich von der Endometriose nicht verrückt machen, aber nimm sie ernst...

Alles Gute!

Merle


  Re: Sollten wir schon mit Untersuchungen beginnen oder einfach weiter versuchen?
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   xKirschblüte
Status:
schrieb am 21.07.2020 18:02
Hey!

Ich würde, da du wieder Beschwerden hast, die auf Endometriose schließen lassen, direkt in die Kiwu gehen.
Jedem gesunden Paar würde ich zu dem Zeitpunkt zu 3 weiteren Zyklen raten. Aber wie du schon sagtest: Wenn du nicht den Eindruck hast, dass die Ärzte sich gut auskennen, würde ich lieber zum Experten gehen, bevor die Endo nun 3 Monate weiterwuchert.

Es ist naheliegend, dass die Endo wiederkommt. Du hast ja die Pille abgesetzt. Somit bist du beim Gyn eh an der falschen Adresse- was soll der machen? Zyklusmonitoring oder ein Hormonstatus werden dir damit nicht helfen. Im US kann er nichts sehen.

Nun... wir waren übrigens nach 4 Monaten in der kiwu. Ich hatte starkes PCOS und das SG meines Mannes schien leicht eingeschränkt zu sein. In der kiwu offenbarte sich eine OAT-Spermie. Damit waren wir eh ICSI-Kandidaten.
Zu einem ähnlichen Vorgehen würde ich dir da raten: Wenn bei dir schon eine Einschränkung naheliegt, würde ich meinen Mann checken lassen, bevor ich wertvolle Zeit verliere. Sonst wuchert deine Endo munter weiter, während ihr aufgrund eines schlechten SGs keine Chance habt.

Liebe Grüße
Kirschblüte


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.07.20 18:06 von xKirschblüte.


  Re: Sollten wir schon mit Untersuchungen beginnen oder einfach weiter versuchen?
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   Gamora83
Status:
schrieb am 23.07.2020 15:32
Hallo Sari,

da bei dir ja schon erschwerte Bedingungen für eine Schwangerschaft vorliegen, würde ich wohl auch nicht ganz so lange Zeit ins Land gehen lassen.

Ich habe nach einer Zeit angefangen mit Tempi messen, damit ich sehen konnte, ob wirklich ein ES stattfand und hab dazu günstige Ovus vom großen A... benutzt.
Des Weiteren würde wohl schon mal ein Spermiogramm anfertigen lassen und bei dir nochmal ein Check wegen der SD.
Zwischenzeitlich kannst du ja schon mal schauen, ob es einen Endo-Spezialisten oder eine sich mit Endo auskennende Kiwu in eurer Nähe gibt.

Und wenn in 2-3 Monaten mit optimalen Voraussetzungen (Eisprung, GV zum richtigen Zeitpunkt) keine Schwangerschaft eintritt, würde ich wohl auch schon einen Termin in der Kiwu machen.

Ich habe 2017 auch nach ca. 7 Monaten einen Termin in der Kiwu ausgemacht, da ich wusste, dass bei mir nicht alles optimal läuft. SG hatten wir schon vor der Hibbelzeit machen lassen, damit wir eben keine Zeit vergeuden. Wir mussten durch Weihnachten dann auch ca. 2 1/2 Monate auf dem Termin warten. Bei der 2. in Frage kommenden Klinik sogar noch länger.

Ich wünsch euch viel Glück, dass ihr den Weg vlt. gar nicht mehr braucht!
Alles Gute
Gamora




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