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  IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
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   Kapitänin
schrieb am 20.07.2020 17:29
Hallo an alle Forumsmitglieder,

ich bin neu hier und hoffe, ich darf euch um Hilfe bitten.

Kurz zu mir: Ich bin 39 Jahre alt, mein AMH ist nicht mehr der Beste (ca. 0,5, mal mehr, mal weniger) und wir hatten schon ein paar erfolglose IVFs. Auf Grund meines Alters und niedrigen AMH sollte nach der letzten, erfolglosen Behandlung in Mitte 2019, eigentlich relativ zügig die nächste künstliche Befruchtung erfolgen.

Leider kam dann immer etwas Neues dazwischen (zuerst private Probleme, Todesfälle, dann eine lange Erkrankung meines Mannes, dann Corona usw.). Wir hatten dann genau geplant, wann und wie wir im August die nächste (erstmal letzte) Behandlung machen. Mein Mann hat Urlaub genommen (ist bei ihm sehr schwierig und er kann nicht spontan umplanen), ich habe mir alle Medis besorgt, die Klinik hat den Behandlungsplan erstellt und es steht sogar seit ein paar Monaten schon ein Datum für den Spritzenstart fest.

Nachdem nun alles genau geplant war, habe ich einen komischen Hautausschlag bekommen. Zunächst dachte ich an eine Allergie, da ich früher Neurodermitis hatte. Nach ein paar Wochen hat mein Mann leider denselben Ausschlag bekommen und gestand mir, dass ein Kumpel, der im Frühling bei uns übernachtet hatte, scheinbar Krätze hat. Mit diesem Verdacht waren wir dann bei verschiedenen Hautärtzen, von denen einer schließlich auch Krätze bei uns diagnostiziert hat.

Wir haben dann die übliche Behandlung mit Tabletten und Creme gemacht, sowie alle Hygienemaßnahmen eingehalten. Leider hielt der Juckreiz an und eine Kontrolluntersuchung ergab, dass wir immer noch Krätze haben. Also wieder die ganze Behandlung mit Creme, Tabletten, Hygienemaßnahmen. Seit ein paar Tagen juckt es uns wieder und wir gehen leider stark davon aus, dass wir immer noch/wieder Krätze haben. Eine Untersuchung beim Hautarzt ist Ende der Woche. Vermutlich werden wir wieder Creme und Tabletten bekommen und alles geht von vorne los traurig.

Abgesehen davon, dass wir nervlich am Ende sind, weil sich die Sache endlos in die Länge zieht und der Juckreiz echt furchtbar ist, bin ich nun völlig ratlos, was wir mit der IVF machen sollen.

Eine Befürchtung ist, dass die Krätze bis Anfang August immer noch nicht weg sind. Was mache ich dann? Kann ich dann trotzdem mit der Behandlung starten? Wirkt sich Krätze negativ auf den Erfolg aus?
Eine andere Befürchtung ist, dass wir die Tabletten (Ivermectin) und Creme (Permethrin) entweder kurz vor der Behandlung noch nehmen müssen oder, selbst wenn nicht, ja jetzt schon mehrfach genommen haben.

Ich habe echt Angst, dass sich beides negativ auf meine Eizellquatlität auswirkt. Ich habe nun extra Pimp-my-eggs gemacht und mir ordentlich Antioxidantien reingehauen. Was aber bringt das, wenn ich parallel dazu ständig Insektizide (das sind die Mittel gegen Krätze) genommen habe? Wirkt sich das nicht negativ auf meine Eizellen aus? Und auf die Spermien meines Mannes?

Mein Kiwu-Zentrum mag dazu keine Aussage treffen. Selbst für Schwangere gibt es kaum Studien, für Kinderwunsch erst Recht nicht.

Was würdet ihr machen? IVF trotzdem durchführen? Ich mag andererseits auf Grund meines Alters und niedrigen AMHs nicht länger warten... Wir haben ja nun schon über ein Jahr lang gewartet und man weiß ja auch ncht, wie lange die Krätzebehandlung nun noch weitergeht. Schlimmstenfalls pumpe ich mich die nächsten Monate weiter mit Insektiziden voll - und wer weiß, ob es nicht im Herbst die nächste Corona-Welle gibt und dann auch wieder keine Behandlung möglich ist.

Aber mit evtl Krätze schwanger werden geht ja auch nicht.

Ich bin total verzweifelt und weiß nicht, was ich machen soll.

Habt ihr Gedankenanregungen? Ggf. eigene Erfahrungen?

Liebe Grüße,
Kapitänin


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 20.07.2020 22:20
Hallo Kapitänin,
du hast dich sehr gründlich bei allen möglichen Stellen informiert. Das einzige, was mir noch einfallen würde wäre eine Zweitmeinung bezügl. der Krätze und ggf. ein anderes Medikament.

Was die Behandlung angeht, hast du dir schon selbst die Antwort gegeben: "Aber mit evtl Krätze schwanger werden geht ja auch nicht."
Das würde ich auch nicht riskieren.

LG
Juna


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
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   Kapitänin
schrieb am 20.07.2020 22:40
Liebe Juna,

vielen Dank für deine ehrliche, gleichzeitig aber auch nicht "abstrafende" Antwort. Ich hatte schon Sorge, dass ich nur Kommentare bekomme "Wie kannst du nur?". Es ist halt echt eine total schwierige Entscheidung und ich mache es mir wirklcih nicht leicht, alles gegeneinander abzuwägen. Wir waren bei inzwischen 5 Hautärzten, allerdings leider immer getrennt, weil wir so unterschiedliche Arbeitszeiten haben. Die ersten 3 haben jeweils behauptet, mein Mann, bzw. ich hätten eine Allergie. Da wir da aber schon alles ausgeschlossen haben (extra neues Waschmittel und diverse Sachen ausprobiert, gleichzeitig neige eigentlich nur ich zu Allergien, aber mein Mann überhaupt nicht), halten wir das für nahezu ausgeschlossen. Diese Ärzten haben auch lediglich aus 1 Meter Entfernung einen Blick auf unsere Haut geworfen. Die letzte Ärztin, die es sich endlich richtig angeguckt hat, hat mit einem Dermatoskop Milbengänge entdeckt - nahezu eine Garantie für Krätze, vor allem in Verbindung mit den spezifischen Hautstellen, die bei uns betroffen sind und dann auch noch parallel bei uns beiden gleichzeitig. Dann ja noch der Bekannte meines Mannes, bei dem es ebenfalls diagnostiziert wurde.

Wir werden jetzt allerdings wirklich noch eine andere Creme ausprobieren. Die ist zwar eigentlich erst Mittel der 2. Wahl, aber wenn das andere nicht funktioniert hat - naja, vielleicht bringt uns diese Creme ja Glück.

Was würdest du an unserer Stelle machen, angenommen, diese Creme wirkt jetzt und wir sind in ein paar Tagen Krätzefrei. Würdest du dann Anfang August wie geplant starten, trotz der ständigen Insektizide, die wir die letzten Woche genommen/geschmiert haben? Ich kann überhaupt nicht einschätzen, ob es Auswirkungen auf die Qualität unserer hoffentlichen Embryonen hat. Selbst die Ärzte scheinen ja unsicher zu sein. Man kann also nur nach Gefühl handeln...

In Anbetracht der Tatsache, dass mein Mann keinen weitren Urlaub bekommen wird (und sich auch nicht krankschreiben lassen kann, weil er dieses Jahr schon so viele Wochen wirklich krank war) UND der Tatsache, dass mir mit dem Alter und niedrigem AMH die Zeit davon rennt: Würdest du es riskieren, sofern wir krätzefrei sind?

Liebe Grüße,
Kapitänin


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
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   Hope 2020
schrieb am 21.07.2020 17:22
Hallo Kapitänin

was steht denn in dem Beipackzettel der Medikamente? ich hatte schon öfter Würmer und wenn man da ein bestimmtes Mittel nimmt, steht drin während der Einnahme verhüten.
Aber wenn du die Medikamente dann nicht mehr nimmst...weiß auch nicht wie lange die noch nachwirken. ich verstehe dich, warten ist furchtbar.. hast du mal auf der Website Embryotox geschaut? vielleicht kann man da mal anrufen und fragen?
bekannte von mir sind die Krätze beim 3. mal Behandlung losgeworden. du schaffst das!


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  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
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   Kapitänin
schrieb am 21.07.2020 22:19
Liebe Hope2020,

vielen Dank für deine mutmachenden und aufbauenden Worte. Das tut sehr gut! In dem Beipackzettel von den Tabletten steht drin, dass sie angeblich die Fruchtbarkeit nicht einschränken - zugelassen für Schwangere sind die Tabletten allerdings nicht (woraus ich schließe, dass die Wirkung schon nicht ganz harmlos ist). Bei der Creme (Permethrin) steht nichts zur Fruchtbarkeit. Bei Embryotox steht, dass Permethrin-Salbe das Mittel der 1. Wahl in einer Schwangerschaft ist, jedoch eigentlich keine Zulassung für Schwangere hat. So nach dem Motto: "Vermutlich keine schädigende Wirkung auf den Embryo, aber nicht garantiert."

So wie ich es verstehe ist kein einziges Mittel gegen Krätze offiziell für Schwanger zugelassen, wenn es jedoch quasi nicht anders geht, dann kann man noch am ehesten diese Permethrin-Salbe in der Schwangerschaft verwenden.

Problem ist nur, dass ich Permethrin jetzt mehrfach verwendet habe und es nicht geholfen hat. Deshalb probiere ich es jetzt nochmal mit Benzylbenzoat. Das wäre im Falle einer Schwangerschaft lediglich Mittel der zweiten Wahl, da es scheinbar noch riskoreicher ist.

Leider kann man so nur mutmaßen, wie die Mittel sich allgemein auf die Fruchtbarkeit auswirken, da es ja scheinbar selbst für Schwangere kaum Studien gibt. Scheinbar kommen Krätze bei Schwangern nicht so oft vor - und für Kinderwunsch, geschweige den künstliche Befruchtung kann keiner etwas sagen.

Wie lange die Mittel genau im Körper bleiben weiß ich nicht. Ich meine, dass der Arzt bei den Tabletten von ca. 2 Wochen sprach, die es sich in der Haut ablagert. Theoretisch dürfte das Benzylbenzoat sich auch nicht länger ablagern und wenn ich jetzt damit beginne in der zumindest ab 05.08. oder so wieder resorbiert sein. Stimulationsbeginn wäre am 09.08....

Ich habe nur irgendwie auch ein ungutes Gefühl, wenn ich mich so viele Wochen vor der Stimu mit dem ganzen Zeug vollpumpe. Selbst wenn es abgebaut ist, ist es ja irgendwie Glückssache, ob es nicht doch die Eizellen geschädigt hat. Die werden ja schon in den 3 Monaten vorher gebildet. Aber andererseits finde ich warten in meinem Alter und dem AMH auf unbegrenzte Zeit eigentlich auch keine richtige Option. Wer weiß, ob ich nicht noch die nächsten 3 Monate weiterhin mit Krätze beschäftigt bin, danach kommt dann Corona oder was weiß ich und irgendwann hab ich gar keine Eizelle mehr traurig

Ich denke also, wenn die Krätze in 2 Wochen weg sind, dann werde ich mit der Stimu beginnen - wenn auch mit ungutem Gefühl... Wenn die Krätze bis dahin nicht weg sind - tja, dann bin ich wohl mehr als verzweifelt.

Also drück bitte fest die Daumen!!!

LG,
Kapitänin


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
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   Bambii
Status:
schrieb am 22.07.2020 06:53
Hi,

Vllt hab ich das überlesen, dann ignorier das einfach.
Hast du die Praxis denn darüber Informiert, dass Krätze vorliegt? Ich könnte mir vorstellen, dass sie dann jemanden nicht behandeln zwecks Ansteckung anderer Patienten.
Das sie evtl ein Attest wollen, dass ihr gesund seid.
Ich habe mal beim Hautarzt gearbeitet, und mussten danach alles desinfizieren, womit eine Berührung des Patient vorlag.


Ich wünsche dennoch schnelle Genesung und viel Erfolg für die Behandlung


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
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   Maleo86
schrieb am 22.07.2020 12:30
eigentlich hast du dir die antwort ja selbst gegeben.

ICH würde es auskurieren. aber das bin ich..

ich bin selber gerade in einer icsi (unteranderem auch mit tiefem amh)
es ist nicht gerade wenig geld..und dann ein negativ wegen so was riskieren? insofern man dich mit krätze in der kiwu überhaupt behandlt..

und ganz ehrlich.. es mag ja suboptimal sein, aber du kannst alle termine alleine wahr nehmen. bis auf die spermaabgabe, wobei man die auch noch mitbringen könnte. wir arbeiten beide schicht und, ja es wäre nicht optimal gewesen, hätte ich gestern zur pu alleine gemusst aber auch das wäre machbar gewesen.. aber evt hab ich dem ganzen gegenüber auch eine andere einstellung.


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
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   Kapitänin
schrieb am 22.07.2020 14:23
Liebe Bambi,

danke für deine Genesungswünsche. Na kar habe ich das Kiwuzentrum informiert. Ich hatte doch oben geschrieben, dass sie mir bezüglich der Medis gegen Krätze auf eine Stimu leider keine aussagekräftigen Infos geben konnten, weil es so wenig erforscht ist. Krätze ist doch nur bei länger bestehendem Hautkontakt ansteckend (Kuscheln o.ä.). Wenn jemand mit Handschuhen punktiert, besteht keine Gefahr - zumindest sah das Zentrum kein Risiko. Diesbezüglich habe ich mir deshalb keine weiteren Gedanken gemacht.


Liebe Maleo,

es tut mir leid, dass du auch so einen niedrigen AMH hast traurig. Ist echt blöd! Ich bin ja noch gar nicht sicher, wie ich es mache, wenn ich wirklich weiterhin infiziert sein sollte. Nur, wenn die Krätze eben bis August weg sind, überlege ich ernsthaft zu starten, mache mir halt nur Sorgen, dass die Insektizide meinen Eizellen in den letzten Woche geschadet haben könnten.

Wie meinst du das mit dem alleine oder zusammen zur PU/Samenspende zu gehen? Das würde ja nichts an der Krätze-Situation ändern, egal, ob mein Mann und ich zusammen oder getrennt gehen? Oder was meinst du?

LG,
Kapitänin


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
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   Maleo86
schrieb am 22.07.2020 14:29
Zitat
Kapitänin
Liebe Bambi,

danke für deine Genesungswünsche. Na kar habe ich das Kiwuzentrum informiert. Ich hatte doch oben geschrieben, dass sie mir bezüglich der Medis gegen Krätze auf eine Stimu leider keine aussagekräftigen Infos geben konnten, weil es so wenig erforscht ist. Krätze ist doch nur bei länger bestehendem Hautkontakt ansteckend (Kuscheln o.ä.). Wenn jemand mit Handschuhen punktiert, besteht keine Gefahr - zumindest sah das Zentrum kein Risiko. Diesbezüglich habe ich mir deshalb keine weiteren Gedanken gemacht.


Liebe Maleo,

es tut mir leid, dass du auch so einen niedrigen AMH hast traurig. Ist echt blöd! Ich bin ja noch gar nicht sicher, wie ich es mache, wenn ich wirklich weiterhin infiziert sein sollte. Nur, wenn die Krätze eben bis August weg sind, überlege ich ernsthaft zu starten, mache mir halt nur Sorgen, dass die Insektizide meinen Eizellen in den letzten Woche geschadet haben könnten.

Wie meinst du das mit dem alleine oder zusammen zur PU/Samenspende zu gehen? Das würde ja nichts an der Krätze-Situation ändern, egal, ob mein Mann und ich zusammen oder getrennt gehen? Oder was meinst du?

LG,
Kapitänin

weil du wegen seinem urlaub schreibst. wenn du verschiebst.


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
no avatar
   Kapitänin
schrieb am 22.07.2020 15:48
Achso, jetzt verstehe ich, was du meinst! Das Kiwu-Zentrum ist leider ziemlich weit weg, sodass mein Mann und ich vom letzten US bis zum Transfer in der Nähe des Kiwu-Zentrums übernachten würden. Wir haben es also so geplant, dass der letzte Kontroll-US in den Urlaub meines Mannes fällt, wir dann in den Ort des Kiwu-Zentrums fahren und dort ein paar Tage übernachten bis (hoffentlich) irgendwann der Transfer ist. Deshalb war auch die Planung mit seinem Urlaub so wichtig und nicht so leicht alles zu organisieren. Und wie gesagt habe ich die Medikamente schon hier, einige noch übrig von der letzten IVF, die halt auch bald ablaufen. Ich mache es mir wirklich nicht einfach, möchte auch niemanden anstecken (hatte es so verstanden, dass das eh sehr unwahrscheinlich ist und das Kiwu-Zentrum sah ja auch kein Risiko) - nur ich weiß halt nicht, wie/wann wir alles neu organisieren können und was bis dahin mit meinen Eizellen ist und eben auch die Medis, die ablaufen und ja nicht ganz günstig sind.


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 22.07.2020 21:08
Zitat
Juna30
Hallo Kapitänin,
du hast dich sehr gründlich bei allen möglichen Stellen informiert. Das einzige, was mir noch einfallen würde wäre eine Zweitmeinung bezügl. der Krätze und ggf. ein anderes Medikament.

Was die Behandlung angeht, hast du dir schon selbst die Antwort gegeben: "Aber mit evtl Krätze schwanger werden geht ja auch nicht."
Das würde ich auch nicht riskieren.

LG
Juna

Das ist eine sehr schwere Entscheidung.

Ich verstehe den Zeitdruck so gut. AMH z. B. wäre für mich ein Grund, den ich auf die "Augustseite" schreiben würde. Letzte Urlaubstage hingegen nicht, weil es dafür andere Lösungen geben wird.
Die Krätze muss weg, das ist Grundvoraussetzung, aber die möglichen Nachwirkungen von Creme und Tabletten kann dir niemand bestätigen oder dementieren.

Ich glaube, ich würde deshalb davon ausgehen (wollen!), dass die Medikamente (die ja dann nicht mehr genommen werden!) deshalb entweder so wirken, dass es zu einem Negativ kommt oder gar keine Auswirkungen haben, also z. B. nicht später noch eine FG begünstigen.
Dann würde für mich eine Rolle spielen, wie es finanziell und kräftemäßig aussieht. Ist das im Sugust aus irgenwelchen Gründen der letzte oder vorletzte Versuch? Dann würde ich verschieben. Wenn nicht, dann würde ich ihn beginnen.

Gleichzeitig würde ich bei all diesen Überlegungen immer wieder such nach Infos zu den Medikamenten ausschau halten und beim leisesten Verdacht abbrechen.

LG
Juna


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
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   Kapitänin
schrieb am 22.07.2020 21:48
Liebe Juna,

danke für deine Hilfe bei den Abwägungen. Du hast mich auf die grandiose Idee gebracht, eine Pro-Kontra-Liste zu erstellen und mir dann ganz genau vor Augen zu halten, was für und was gegen eine Behandlung im August spricht.

Bezüglich etwaiger Nebenwirkungen der Medis auf Fruchtbarkeit bin ich fleißig am Recherchieren. Im deutschen Web habe ich kaum was gefunden (höchstens über Wirkungen in der SS, aber auch da nur sporadisch und offenbar nicht durch viele Studien belegt, dass "wahrscheinlich" nicht von negativen Effekt der Medis aufs Kind ausgegangen wird). Wenn nun also in der Schwangerschaft schon "wahrscheinlich" nicht dagegen spricht, dann würde ich eine Wirkung auf die Fruchtbarkeit vorher für noch unwahrscheinlicher halten. Aber ich suche noch weiter im englischen Bereich, vielleicht gibt es dort irgendwelche Studien.

Ich glaube auch ähnlich wie du, dass sich die Nachwirkung entweder in einer furchtbar schlechten Eizellqualität zeigt und es ein negativ gibt oder aber gar keine Wirkung. Wie du schreibst ist eine akute Wirkung ja ausgeschlossen, weil ich die Medis bis dahin nicht mehr nehmen werde).

Bei einer extrem schlechten Eizellqualität wäre allerdings auch dann noch die Frage, ob es an den Medis gelegen hat, denn leider ist meine Qualität bisher nie besonders gut gewesen. Lediglich, wenn die Qualität in diesem Versuch wider Erwarten völlig grandios wäre, könnte ich eine negative Nachwirkung der Insektizide nahezu ausschließen.

Ähnliches gilt wohl leider auch für die Spermien meines Mannes: Durch seine lange Erkrankung (die leider nun chronisch ist), werden seine Spermien sicher generell nicht gut sein, auch da werden wir nicht wissen, ob es an den Insektiziden lag oder nicht. Aber klar, positiv wirken sich die Sachen sicher nicht aus.

Ob es der letzte Versuch ist oder nicht, wollten wir eigentlich davon abhängig machen, wie viele Eizellen wir bekommen und wie die Eizellqualität und ggf. anschließende Embryonen-Qualität ist.

Wir hatten in den letzten Versuchen entweder mit Ach und Krach 2-3 Eizellen oder wenn es mies lief sogar nur 1 Eizelle. Wenn es jetzt wieder nur 1 Eizelle werden würde, wäre es unser letzter Versuch mit eigenem Material. Wenn wir 2-3 Eizellen bekämen, würden wir weitere Behandlungen planen.
Nun denke ich mir natürlich: Je länger wir mit dem Versuch warten, desto größer ist die Gefahr, dass es wieder nur 1 Eizelle wird. Wir wissen wie gesagt nicht, wann der Versuch nachgeholt werden könnte, wenn es jetzt im August nicht klappt. Ich befürchte, vor nächstem Frühling ist es aus verschiedenen Gründen absolut nicht möglich (weitere Corona-Wellen mal ausgenommen, die ja auch noch kommen könnten).
Das wäre also ca. ein halbes Jahr später und in meinem Alter und AMH zählt ja jeder Monat...

Ich bin wie gesagt hin und hergerissen, werde mir aber auf deinen tollen Rat hin, liebe Juna, nun eine konkrete Liste mit Pros und Kontras machen.

Danke nochmal für deine Hilfe!

LG, Kapitänin


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
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   mariechen74
schrieb am 22.07.2020 23:49
Hallo,
eine wirklich schwierige Entscheidung....
Wegen evtl Schädigung der Eizellen durch die Medikamente würde ich den verordnenden Arzt und Haus-Gyn noch befragen. Denke bei gravierenden Einfluss müsste im Beipacktettel stehen, dass man eine gewisse Zeit nicht schwanger werden darf? Aber wenn es nicht drin steht, ist natürlich trotzdem nicht sicher, dass es nicht ungünstig ist....
Falls es nicht klappt, wirst du dich immer fragen, ob es an den Medikamenten lag? Wenn dir mehrere Ärzte sagen, dass es unbedenklich ist und die Krätze weg ist, würde ich wohl starten, wenn eine Nachwirkung auf die Eizellen nicht auszuschließen sind, eher nicht.
Falls es nur darum geht, noch nicht schwanger zu werden, könntet ihr Eizellen- befruchtet oder unbefruchtet - einfrieren lassen.
Warum ist die Kiwu so weit entfernt? Wäre das denkbar zu wechseln, damit ihr nicht wegen Urlaub usw so lange warten müsst?
Alles Gute,
Mariechen


  Re: IVF trotz Krätze mit 39 Jahren
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   Kapitänin
schrieb am 23.07.2020 12:57
Liebe Mariechen,

danke für deine Mit-Abwägungen - das tut sehr gut!

Ich bin ehrlich gesagt nicht ganz sicher, ob die Frage, ob die Medis sich negativ auf die Fruchtbarkeitsqualität auswirken, ggf. erst durch meine "Hyper-Hinterfragerei" aufgetaucht ist. In der Packungsbeilage steht nichts und mein Gynäkologin hat mich sehr verwundert angesehen - Kiwu-Zentrum hat etwas ratlos geantwortet, dass sie es auch nicht wissen, aber eher so, als wenn es völlig abwegig ist, aber eben meine Entscheidung. Ich vermute, dass "normale" Kinderwunschpaare das alles gar nicht so hinterfragt hätten. Da ich aber ja eh schon immer eine schlechte Eizellqualität hatte, die ich durch Pimp my eggs verbessern wollte, bin ich natürlich bei allem vorsichtig und hinterfrage - vielleicht zu viel? Vielleicht auch nicht. Hm.

Wenn die Eizellen und Spermien gut sind, mache ich mir eigentlich keine Sorgen, dass es wegen den Krätze-Medis an der Einnistung scheitert. Die sind bis dahin ja längst vom Körper abgebaut. Nur, ob es Auswirkungen auf die Eizellen hat, die sich jetzt in meinem Körper befinden, da mache ich mir Gedanken.

Die Kiwu ist so weit weg, weil wir schon bei mehreren in unserer Nähe waren. Teilweise nicht zufrieden, teilweise einfach "nur erfolglos" und nach langer Recherche sind wir auf das jetzige Kiwu gestoßen, dass halt weiter weg ist, aber einen sehr guten Ruf auch für schwierge Fälle hat. Dort fühlen wir uns sehr wohl und der Arzt scheint uns auch echt kompetent zu sein und es passt einfach alles. Gerade weil wir nicht wissen, ob es der letzte Versuch ist oder nicht, würden wir es gerne in diesem Kiwu-Zentrum probieren.

LG,
Kapitänin




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