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  Wie viele Versuche braucht es noch?
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   Niloa
Status:
schrieb am 20.07.2020 14:06
Hallo alle zusammen,

gerade habe ich die Nachricht erhalten, dass wieder ein Versuch nicht geklappt hat. Das war jetzt insgesamt der 5. Transfer. Ich hatte bisher 3 ICSIs, dann einen Kryotransfer. Aufgrund des wirklich schlechten Spermiogramms meines Mannes (die Embryos waren nie perfekt entwickelt) sind wird dann auf eine Samenspende gewechselt. Nach 2 Inseminationen war meine Geduld/Kraft vorbei und wir haben erstmal pausiert.
Im Frühling hatte ich eine IVF mit Spendersamen. Wegen 26 gewonnenen Eizellen fand kein Transfer statt. 2 Zyklen musste ich auf den Kyotransfer warten, der trotz super Blaystozyste nicht geklappt hat.
Jetzt haben wir noch 1 Blastozyste und 8 befruchtete Eizellen eingefroreren. Je nachdem, wie viele Embryos die nächsten Male transferiert werden, können noch etwa 2-4 Transfers stattfinden.

Sind hier im Forum Frauen, bei denen es auch so viele Versuche gebraucht hat? Ich weiß, dass die Chancen für ein negatives Ergebnis immer höher sind, aber es ist trotzdem so schwer, weil man nie weiß, woran es gescheitert ist und einfach keinen Einfluss darauf hat (außer die Medikamente zu nehmen). Meine Gefühle schwanken zwischen "Das klappt eh nie, mit jedem Fehlversuch sinken die Chancen" und "Irgendwann muss es mal klappen, die Vorrausetzungen stimmen alle". Am schlimmsten finde ich es, dass man bis zum nächsten Versuch immer so lange warten muss.
Wie war das bei euch?


  Re: Wie viele Versuche braucht es noch?
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   larissa5
Status:
schrieb am 20.07.2020 14:20
Hallo! Du wirst hier genug finden, denen es genauso geht wie dir. Ich versuche es nun schon seit 2 1/2 Jahren mit 6 fehlversuchen. Morgen ist vielleicht der 7. Versuch. Gib nicht auf!
Wir alle wissen, woe frustrierend das ist. knuddel


  Re: Wie viele Versuche braucht es noch?
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   Niloa
Status:
schrieb am 20.07.2020 15:17
Danke dir und viel Erfolg!

Bisher gab es bei mir auch keine Auffälligkeiten, die erklären könnten, woran es liegt. Einzig die Blutgerinnung ist eventuell nicht ganz in Ordnung, aber deshalb bekomme ich immer Heparin. Nach jedem Negativ frag ich mich dann, ob ich diese doofe Bauchspiegelung doch machen sollte...
Weißt du bei dir, wieso es so lange dauert und wie gehst du damit um?


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.20 15:19 von Niloa.


  Re: Wie viele Versuche braucht es noch?
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 20.07.2020 20:25
Zitat
Niloa
Hallo alle zusammen,

gerade habe ich die Nachricht erhalten, dass wieder ein Versuch nicht geklappt hat. Das war jetzt insgesamt der 5. Transfer. Ich hatte bisher 3 ICSIs, dann einen Kryotransfer. Aufgrund des wirklich schlechten Spermiogramms meines Mannes (die Embryos waren nie perfekt entwickelt) sind wird dann auf eine Samenspende gewechselt. Nach 2 Inseminationen war meine Geduld/Kraft vorbei und wir haben erstmal pausiert.
Im Frühling hatte ich eine IVF mit Spendersamen. Wegen 26 gewonnenen Eizellen fand kein Transfer statt. 2 Zyklen musste ich auf den Kyotransfer warten, der trotz super Blaystozyste nicht geklappt hat.
Jetzt haben wir noch 1 Blastozyste und 8 befruchtete Eizellen eingefroreren. Je nachdem, wie viele Embryos die nächsten Male transferiert werden, können noch etwa 2-4 Transfers stattfinden.

Sind hier im Forum Frauen, bei denen es auch so viele Versuche gebraucht hat? Ich weiß, dass die Chancen für ein negatives Ergebnis immer höher sind, aber es ist trotzdem so schwer, weil man nie weiß, woran es gescheitert ist und einfach keinen Einfluss darauf hat (außer die Medikamente zu nehmen). Meine Gefühle schwanken zwischen "Das klappt eh nie, mit jedem Fehlversuch sinken die Chancen" und "Irgendwann muss es mal klappen, die Vorrausetzungen stimmen alle". Am schlimmsten finde ich es, dass man bis zum nächsten Versuch immer so lange warten muss.
Wie war das bei euch?

Hallo Niloa,
vor allem dein Gefühl, dass das Warten so sehr an den Nerven zerrt kann ich so gut nachvollziehen. Mir ging es da immer genau so. Es ist einfach schlimm aufs Abwarten verdonnert zu sein und in die absolute Passivität gedrängt zu werden.

Was die nicht perfekt entwickelten Embryonen angeht könnte ich Mut machen aber ihr habt euch inzwischen schon für Spendersperma entschieden.

Hier plädiere ich immer stark dafür, die Chancen, die man hatte, gefühlsmäßig nicht aufzuaddieren.
Euer Weg war bisher lang und die Nerven liegen blank! Aber sich die Chancen zu errechnen muss man anders angehen.
Im Grunde ist bei jeder neue Methode notwendig den Gefühlsknopf zu resetten, was leichter gesagt als getan ist. Aber du hattest bisher nur 1 IVF mit Spendersperma. Die Versuche mit eigenem Sperma muss man nun versuchen auszuklammern, wenn es um Chancenrechnung geht. Es war nur 1 IVF mit nur 1 Blasto zum Transfer, richtig?

Mich würde da interessieren, wie der Versuch genau ablief.
Es wurden 26 EZ gewonnen. Wie viele waren reif? Wie viele waren befruchtet? Und davon 8 Kryo-Vorkernstadien + 2 Blastos? Wie viele Vorkernstadien wureen für die Blastos kultiviert?

Hattest du immer so viele EZ? War das in den eigenen Versuchen noch anders?

Meine Geschichte ist nicht vergleichbar. Denn ich hatte viele positive Versuche. Aber leider brauchte ich bis zum ersten Erdenkind 9 ICSIs und 4 Kryos. Insofern kann ich zumindest den Geduldsaspekt gut verstehen.

LG
Juna


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  Re: Wie viele Versuche braucht es noch?
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   Niloa
Status:
schrieb am 20.07.2020 21:04
Hallo Juna,

vielen dank für deine lange Antwort! Habe mir auch überlegt, dass es ja quasi der erste Versuch war! Ich frage mich nur jedesmal, ob dann beim nächsten Versuch die Chancen schlechter stehen, weil es ja schon einmal nicht geklappt hat...

Ich versuche mal nicht zu weit auszuschweifen:
Die ersten beiden ICSIs waren mit kurzem Protokoll, das ergab 7 und 10 Eizellen (oder Embryos, weiß ich gar nicht mehr auswendig). Aus beiden Versuchen ergab sich jeweils nur ein Transfer mit 2 Blastos (falls sie überhaupt soweit gekommen waren). Die 3. ICSI im neuen KiWuZ war mit langem Protokoll, da eine Endometriose nicht ausgeschlossen werden konnte. Hier wurden 20 Eizellen gewonnen, 2 Blastos wurden direkt transferiert, später dann noch 1 oder 2 (müsste ich auch erst nachschauen) im Kryozyklus.
Nun zur aktuellen IVF, auch wieder langes: 26 Eizellen, 20 reif, 6 wurden zu Blastozysten gezüchtet, wovon 2 das Ziel erreicht haben. Aus den restlichen Eizellen entstanden 8 Embryos, die im PN-Stadium eingefroren sind. Sollte dann, wenn die Quote gleich bleibt, 2-3 Blastos ergeben. Dann fehlen rechnerisch noch 6 Stück, die wohl nicht befruchtet wurden oder so. Das wird einem von den Biologen immer so schnell an den Kopf geworfen, ich sollte mal mehr mitschreiben merke ich gerade... Genau, es war der 1. Kryozyklus. Frischtransfer gab es keinen. Ich habe nur eine Blasto transferieren lassen, um nicht zu viel Pulver auf einmal zu verschießen. Außerdem war die Qualität sehr gut. Das ist auch jedes Mal so eine schwierige Entscheidung, wie viele man nehmen soll, finde ich.

Was hat dich dran glauben lassen, dass es irgendwann klappen wird?


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.20 21:12 von Niloa.


  Re: Wie viele Versuche braucht es noch?
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 20.07.2020 21:37
Zitat
Niloa
Hallo Juna,

vielen dank für deine lange Antwort! Habe mir auch überlegt, dass es ja quasi der erste Versuch war! Ich frage mich nur jedesmal, ob dann beim nächsten Versuch die Chancen schlechter stehen, weil es ja schon einmal nicht geklappt hat...

Ich versuche mal nicht zu weit auszuschweifen:
Die ersten beiden ICSIs waren mit kurzem Protokoll, das ergab 7 und 10 Eizellen (oder Embryos, weiß ich gar nicht mehr auswendig). Aus beiden Versuchen ergab sich jeweils nur ein Transfer mit 2 Blastos (falls sie überhaupt soweit gekommen waren). Die 3. ICSI im neuen KiWuZ war mit langem Protokoll, da eine Endometriose nicht ausgeschlossen werden konnte. Hier wurden 20 Eizellen gewonnen, 2 Blastos wurden direkt transferiert, später dann noch 1 oder 2 (müsste ich auch erst nachschauen) im Kryozyklus.
Nun zur aktuellen IVF, auch wieder langes: 26 Eizellen, 20 reif, 6 wurden zu Blastozysten gezüchtet, wovon 2 das Ziel erreicht haben. Aus den restlichen Eizellen entstanden 8 Embryos, die im PN-Stadium eingefroren sind. Sollte dann, wenn die Quote gleich bleibt, 2-3 Blastos ergeben. Dann fehlen rechnerisch noch 6 Stück, die wohl nicht befruchtet wurden oder so. Das wird einem von den Biologen immer so schnell an den Kopf geworfen, ich sollte mal mehr mitschreiben merke ich gerade... Genau, es war der 1. Kryozyklus. Frischtransfer gab es keinen. Ich habe nur eine Blasto transferieren lassen, um nicht zu viel Pulver auf einmal zu verschießen. Außerdem war die Qualität sehr gut. Das ist auch jedes Mal so eine schwierige Entscheidung, wie viele man nehmen soll, finde ich.

Was hat dich dran glauben lassen, dass es irgendwann klappen wird?

Also deine Quoten klingen für mich völlig durchschnittlich, sowohl die eigenen als auch die aus der Spenderspermabehandlung. Wenn du Blastokultur hattest und sich Blastos entwickelt haben, kann man nicht von einer schlechten Entwicklung sprechen. Ich hatte z. B. Aus 44 EZ 0-2 Blastos. Das ist schon was anderes.
Ob die Blastos dann im 1. oder 5. Stadium sind, spielt eine eher untergeordnete Rolle. In diesem Fall wäre höchstens ein ERA Test interessant.

Ich finde,bei dir wurde einfach noch nicht genug transferiert, um die Flinte ins Korn zu werfen, insbesondere jetzt nur eine einzige Blasto mit Spendersperma. Statistisch gesehen sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erst nach dem 5. Versuch inkl. aller Kryos. Die hattest du ja auch mit Spendersperma nicht.

Bei uns lag der Fall wir gesagt anders.
1. IVF Nullbefruchtung
2. ICSI negativ
3. ICSI nur 8Zeller an Tag 5.
Da hatte ich 3 leidvolle Behandlungen hinter mir und das Gefühl, dass ich noch gar keine echte Chance hatte. Also habe ich nach neuen Möglichkeiten gesucht und bin ins Ausland gegangen. Dort war ich dann ab der 4. Behandlung einfach auch oft schwanger. In 12 ICSIs bis heute 7x mit 10 Babys. Nur leider erst spät erfolgreich ausgetragen. Da konnte ich nicht aufhören. Streckenweise hatte das aber mit Hoffnung nicht so viel zu tun.


  Re: Wie viele Versuche braucht es noch?
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   Niloa
Status:
schrieb am 21.07.2020 08:44
Ich finde zumindest die Quote meiner Ergebnisse schlecht, denn die liegt ja bei 0. Wir hatten immer Blasto-Kulturen, ich weiß aber leider nicht mehr, ob da auch jedes Mal Blastos bei rauskamen. Über verschiedene Stadien habe ich noch nie etwas gehört. Ich erinnere mich nur an die 3. ICSI (oder der Kryo danach?), da war es nämlich nur eine Morula. Der Biologe schob es zwar auf die Uhrzeit, das klang aber nicht so überzeugend. Leider habe ich dazu nichts schriftliches, ist ja eigentlich auch egal.

Wir hatten uns von Anfang an die Grenze gesetzt, es dreimal zu versuchen. Wir sind beide ungeduldig und wollen keine Zeit mit allem Anschein nach sinnlosen Versuchen verschwenden. 5 Versuche ist ja mal ne Hausnummer, da hast du Recht, da bin ich noch nicht. Ich bekomme nur immer mit, wie um mich rum alle schwanger werden/Kinder bekommen und das oft schon beim ersten Versuch. Ich habe niemanden im Bekanntenkreis, der eine künstliche Befruchtung gebraucht hat. Und es gibt ja Frauen, die in den ersten Versuchen dabei schwanger werden, da ist es schwer zu verstehen, wieso ich nicht dazu zähle. Und es kommen immer die Zweifel, ob nicht doch irgendwas bei mir falsch ist, wenn bei 5 Transfers noch keine Schwangerschaft dabei war.

Ich habe mich für nur einen Blasto zum Transfer entschieden, weil laut IVF Register die Schwangerschaftsrate bei einer idealen fast so hoch ist wie bei zwei (bei einer idealen und einer nict idealen sogar niedriger) und ich dachte, so habe ich immerhin zwei Chancen...

Was war im Ausland anders? Ich frage mich immer, wie das organisatorisch funktioniert, weil man ja die Behandlung nicht planen kann (je nach Zyklus) und dann kurzfristig eine längere Zeit freinehmen muss, oder?


  Re: Wie viele Versuche braucht es noch?
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 21.07.2020 13:49
Zitat
Niloa
Ich finde zumindest die Quote meiner Ergebnisse schlecht, denn die liegt ja bei 0. Wir hatten immer Blasto-Kulturen, ich weiß aber leider nicht mehr, ob da auch jedes Mal Blastos bei rauskamen. Über verschiedene Stadien habe ich noch nie etwas gehört. Ich erinnere mich nur an die 3. ICSI (oder der Kryo danach?), da war es nämlich nur eine Morula. Der Biologe schob es zwar auf die Uhrzeit, das klang aber nicht so überzeugend. Leider habe ich dazu nichts schriftliches, ist ja eigentlich auch egal.

Wir hatten uns von Anfang an die Grenze gesetzt, es dreimal zu versuchen. Wir sind beide ungeduldig . 5 Versuche ist ja mal ne Hausnummer, da hast du Recht, da bin ich noch nicht. Ich bekomme nur immer mit, wie um mich rum alle schwanger werden/Kinder bekommen und das oft schon beim ersten Versuch. Ich habe niemanden im Bekanntenkreis, der eine künstliche Befruchtung gebraucht hat. Und es gibt ja Frauen, die in den ersten Versuchen dabei schwanger werden, da ist es schwer zu verstehen, wieso ich nicht dazu zähle. Und es kommen immer die Zweifel, ob nicht doch irgendwas bei mir falsch ist, wenn bei 5 Transfers noch keine Schwangerschaft dabei war.

Q

Was war im Ausland anders? Ich frage mich immer, wie das organisatorisch funktioniert, weil man ja die Behandlung nicht planen kann (je nach Zyklus) und dann kurzfristig eine längere Zeit freinehmen muss, oder?

Meiner Meinung nach machst du ein paar Gedankenfehler oder hast zumindest ungünstige Sichtweisen - ganz unabhängig von der Ungeduld, die ich sehr, sehr gut nachvollziehen kann. Aber auch da muss man der Realität einfach eine Chance geben.

Wenn ich durchschnittlich intelligent bin, mich aber immer an überdurchschnittlich intelligenten Menschen messe, kann ich nur verlieren und bin sehr schnell, sehr unglücklich.

Wenn ich ein durchschnittlich gutes Einkommen habe, mir aber nur Freunde und Bekannte mit deutlich überdurchschnittlichem Einkommen suche, kann ich sehr schnell nicht mehr mithalten, oder verschulde mich, um es zu können.

Genau so ist es im Kinderwunsch.
Meine Schwester wurde viel zu früh und vom falschen Mann schwanger im 2., 5. und 1. Übungszyklus. Natürlich könnte ich mich damit vergleichen. Aber es hilft nicht. Sie wurde natürlich schwanger und viel schneller noch dazu. Ein Vergleich mit ihr und anderen solcher Frauen würde mich unglücklich machen, neidisch und helfen würde es auch nicht.
Genau so solltest du dich auch nicht vergleichen mit Frauen, die natürlich schwanger werden - zumal man es auch nie soooo genau weiß, ob es wirklich so schnell geklappt hat wie behauptet.


Auch mit einer Morula an Tag 5 kann man Schwangerschaft werden. Denn wie der Biologe auch sagte: kann an der Uhrzeit gelegen haben und bei einem TF eine Stunde später wäre es vielleicht schon eine Blasto gewesen.

"und wollen keine Zeit mit allem Anschein nach sinnlosen Versuchen verschwenden."
Das ist sehr bezeichnend. Denn wenn man von Anfang an wüsste, es klappt im 5. Versuch,so kann man doch 1-4 nicht auslassen, sonst wäre der 5. Dann der 1. Versuch 😉

"Und es gibt ja Frauen, die in den ersten Versuchen dabei schwanger werden, da ist es schwer zu verstehen, wieso ich nicht dazu zähle."
Da gibt es nichts zu verstehen. Entweder du bist dabei oder nicht. Punkt.
Dass es DURCHSCHNITTLICH 5 Versuche braucht und es Frauen gibt, die es im 1. Versuch schaffen, heißt auch, dass es genau so viele geben muss die es im 9. Versuch schaffen.

Du kannst nicht das IVF Register hernehmen, schauen was die besten Chancen hat und es genau so machen, samit es funktioniert und dann bitte sofort.
So funktioniert Statistik nicht!


  Re: Wie viele Versuche braucht es noch?
no avatar
   Niloa
Status:
schrieb am 21.07.2020 14:45
Woher kommt denn der Durchschnittswert von 5 Versuchen? Davon hab ich bisher glaub ich noch nicht gehört.

Mir ist schon klar, dass mir die Statistik als Einzelperson nicht unbedingt weiterhilft. Leider weiß man ja vorher nicht, ob der 5. Versuch der erfolgreiche wird, dann nehme ich auch gerne 4 Misserfolge in Kauf zwinker
Für mich/uns war es bisher wichtig, eine Grenze zu setzen, wie lange wir diesen Weg gehen wollen, bevor wir auf einen anderen Plan umschwenken. Natürlich kann man nicht ausschließen, dass es mit dem Sperma meines Mannes nicht doch irgendwann geklappt hätte. Aber die Chancen standen einfach so schlecht, dass es für uns keinen Sinn gemacht hat. Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie es wäre, es immer weiter zu probieren. Es fällt mir schwer, daran zu glauben dass es nach z.B. 10 Versuchen doch noch klappen kann. Meine Ärztin ist inzwischen auch schon etwas verzweifelt und versucht nach jedem Fehlversuch noch ein Schräubchen zu finden, an dem man noch drehen kann.

"Da gibt es nichts zu verstehen. Entweder du bist dabei oder nicht. Punkt."
Das ist der Punkt (neben der langen Warterei,) mit dem ich am meisten hadere. Es ist so blöd, dass man sich immer fragt, wieso es nicht funktioniert hat, wo doch die Voraussetzungen eigentlich optimal waren, und niemand eine Antwort darauf hat.

Nach dem Transfer ist vor dem Transfer. Wenigstens kann ich im nächsten Zyklus, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt, direkt weiter machen. Es werden noch mehr Medikamente eingesetzt/ausprobiert, vielleicht ist ja mal was dabei, was ausschlaggebend ist. Mein Mann ist schon ganz verzweifelt, was ich alles einwerfen und spritzen muss und fragt sich, ob nicht weniger in dem Fall mehr ist. Ich möchte lieber nichts unversucht lassen, um mir hinterher keine Vorwürfe machen zu müssen.


  Re: Wie viele Versuche braucht es noch?
no avatar
   schnuffl0304
schrieb am 21.07.2020 14:49
Liebe Niloa,

wir hatten eine ICSI inkl. 2 Kryo Versuchen-jeweils mit einer Blasto. Alle negativ. Zweite ICSI mit einer Blasto auch negativ. Zwei Blastos auf Eis haben wir mitgenommen ins neue Zentrum. Eine wurde mir transferiert-auch negativ. Die zweite hat das Auftauen nicht geschafft. Anschließend Gebärmutter - und Bauchspiegelung ob evtl. Endo vorliegt. Alles gut. 6 Monate danach im neuen Zentrum 3. ICSI. Dort andere Medis bekommen, letztlich eine Eizelle mehr als bisher (9, dann 13 und bei der letzten ICSI dann 14). Davon 11 befruchtet (vorher nur 4 und einmal 6). Transfer von 2 Tag-2 Embryonen und ich wurde das erste Mal schwanger. Fürs Geschwisterchen hatten wir im Januar dann einen Tag-3 Transfer von 2 Embryonen und aktuell bin ich in der 29. Woche. Wir haben aus dieser letzten ICSI immer noch 5 PN auf Eis. Bei mir hatten wahrscheinlich die Blastos nicht so eine gute Quali und ich vertrete für mich die Theorie, dass es die früheren Eizellen besser hatten-die hatten mehr Zeit, es sich gemütlich zu machen.
Ob der Weg bei euch hilft weiß ich nicht. Aber ich war auch kurz davor, aufzugeben, weil ich nach 5 Transferen nie eine Einnistung hatte.
Ich wünsche Dir bzw euch alles Glück der Welt.

Viele Grüße,
schnuffl


  Re: Wie viele Versuche braucht es noch?
no avatar
   larissa5
Status:
schrieb am 21.07.2020 18:59
Hallo Niola.
Bei mir ist es anscheinend allgemein sehr schwierig. Mache ezs. Kp, ob es daran liegt. Aber anscheinend will mein Körper einfach nicht so wie ich will...

Man kann einfach nicht sagen, warum es bei einer gleich klappt und bei einer anderen ewig nicht.
Ich hab wie gesagt schon den 7. Versuch. Die Natur ist hald nicht planbar. Da helfen auch alle Statistiken nichts.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.07.20 20:46 von larissa5.


  Re: Wie viele Versuche braucht es noch?
no avatar
   RoteBeete
schrieb am 28.07.2020 20:26
Ich habe 9 Transfers gebraucht, alle mit sehr guten bis guten Blastozysten. Statistisch hätte es mit unseren Voraussetzungen recht bald klappen sollen - ich hatte aber bls zur erfolgreichen Schwangerschaft nicht mal ansatzweise eine Einnistung. Keine Ahnung woran es lag!




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