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  Strategien für die psyche
no avatar
   vidaso
schrieb am 18.05.2020 22:00
Hallo!
Ich wollte mich mal ein bisschen über Strategien austauschen, wie man psychisch
durch die Kiwu Zeit kommt.

Mir hilft folgendes:

1. Stimmungstagebuch und gefahrentage ermitteln:
Ich habe bemerkt, dass ich die Tage nach dem ES von Tag zu Tag euphorischer werde und davon überzeugt bin, diesmal habe es geklappt.
Nach dem negativen SST oder bei eintreffen der Periode falle ich dann umso tiefer.
Ich mache jetzt immer einen frühtest. Desto kürzer die Euphorie, desto weniger tief das Loch.
Dann weiß ich, dass ich am Tag des negativen sst und ca noch zwei danach traurig sein werde.
Ich bereite mich auf diese Tage vor und stelle mich darauf ein.
Ich ermutige mich diese Tage so gut wie möglich herum zu bringen.
Damit zum nächsten Punkt....

2. Ablenken und sport
Die besonders traurigen Tage fülle ich mit möglichst vielen Aktivitäten und gehe joggen.

3. Haltung
Kennt ihr die paradoxe Intervention von Viktor Frankl? Dabei geht es darum sich das zu wünschen wovor man Angst hat um mit der Angst zurecht zu kommen.
Wir haben also beschlossen unter den widrigsten Umständen (Kiwu Behandlung und herzeln) zu versuchen nicht schwanger zu werden.
Da kann ich auch ehrlich mit nein antworten wenn jd fragt ob wir gerade basteln...

Was hilft euch dabei?


  Re: Strategien für die psyche
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 19.05.2020 08:00
Zitat
vidaso
Hallo!
Ich wollte mich mal ein bisschen über Strategien austauschen, wie man psychisch
durch die Kiwu Zeit kommt.

Mir hilft folgendes:

1. Stimmungstagebuch und gefahrentage ermitteln:
Ich habe bemerkt, dass ich die Tage nach dem ES von Tag zu Tag euphorischer werde und davon überzeugt bin, diesmal habe es geklappt.
Nach dem negativen SST oder bei eintreffen der Periode falle ich dann umso tiefer.
Ich mache jetzt immer einen frühtest. Desto kürzer die Euphorie, desto weniger tief das Loch.
Dann weiß ich, dass ich am Tag des negativen sst und ca noch zwei danach traurig sein werde.
Ich bereite mich auf diese Tage vor und stelle mich darauf ein.
Ich ermutige mich diese Tage so gut wie möglich herum zu bringen.
Damit zum nächsten Punkt....

2. Ablenken und sport
Die besonders traurigen Tage fülle ich mit möglichst vielen Aktivitäten und gehe joggen.

3. Haltung
Kennt ihr die paradoxe Intervention von Viktor Frankl? Dabei geht es darum sich das zu wünschen wovor man Angst hat um mit der Angst zurecht zu kommen.
Wir haben also beschlossen unter den widrigsten Umständen (Kiwu Behandlung und herzeln) zu versuchen nicht schwanger zu werden.
Da kann ich auch ehrlich mit nein antworten wenn jd fragt ob wir gerade basteln...

Was hilft euch dabei?

Guten Morgen,
mir half einfach nur, alles dafür zu tun.

Nebenjob, dessen Gehalt komplett aufs Kinderwunschkonto ging, rechnen und planen, wann und wie viele ICSIs dieses Jahr möglich sein werden, durchziehen.
Informieren, Austausch in Foren, hoffnungsvolle Signaturen lesen, fest dran glauben.

Nach einem Negativ konnte ich so binnen Stunden weiter machen, meinen Alltag leben und die Wochen und manchmal Monate bis zur nächsten ICSI gut überstehen, weil ich wusste, ich hatte alles getan.

Paradoxe Intervention an sich finde ich spannend, in diesem Bereich allerdings kam es mir schon immer vor wie Zweckpessimismus. Und das mag ich gar nicht.

Außerdem sind wir offen mit den Schwierigkeiten umgegangen. So konnte unser Umfeld selbst entscheiden, ob sie fragen und ehrliche antworten bekommen wollen oder lieber nicht fragen und sich über Wetter, Freizeit oder Politik unterhalten.

LG
Juna




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