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  Ergebnis der Biopsie - wie weiter?
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   Jen86
Status:
schrieb am 31.03.2020 11:06
Liebe alle, liebes Team

Gerade habe ich das Ergebnis meiner Biopsie bekommen und weiß nicht so ganz, wie ich das einordnen soll. Sonst lese ich hauptsächlich mit, aber nun bräuchte ich Rat und gerne auch etwas Aufmunterung.

Zum Hintergrund: Ich brauche aufgrund meiner hypothalamischen Amenorrhoe die Hormonpumpe Lutrepulse. Mit dieser bin ich 2018 im dritten Zyklus problemlos mit meiner Tochter schwanger geworden. Nun sind wir für das Geschwisterkind im 5. Zyklus angekommen. Die Zyklen laufen gut, der Eisprung kommt regelmässig von alleine und auch die GMS baut sich bis auf 11mm auf. Allerdings habe ich bis zum 10. Zyklustag Schmierblutungen. Mein AMH war zu Beginn der Behandlung bei 2,8 (ich bin 33). Nun wurde mit der Diagnostik begonnen, zumal das Medikament sehr teuer ist. Die Eileiter sind beide frei, ein Spermiogramm steht wegen Corona noch aus (war aber 2018 im Normbereich).
Nun kam heute das Ergebnis der Gebärmutterbiopsie (vom 8. Zyklustag): "vereinzelt Plasmazellen und fleckförmig mässig vermehrt natürliche Killerzellen", leichte Entzündungszeichen, Stufe 1. Meine Ärztin meinte, dass sie im Zentrum erst ab Stufe 2 mit Antibiotika behandeln und dann eher im Fall von wiederholten Fehlgeburten. Ihrer Meinung nach hat dieses Ergebnis keinen Einfluss auf eine Einnistung.
Nun sitze ich hier und habe viele Fragen: Woher kann so eine schwache Entzündung kommen und gibt es das häufig? Gibt es eine "tolerierbare" Anzahl von Plasmazellen und ist es nicht schädlich, dauerhaft ohne Behandlung zu bleiben? Kann das ganze von alleine besser werden & kann ich irgendetwas dafür tun? Schränkt dieses Ergebnis meine Chancen, schwanger zu werden, wirklich nicht ein? Sollte man die Biopsie irgendwann wiederholen, ist eine einmalige Untersuchung verlässlich? Und falls ich schwanger werden sollte: Steigt meine Wahrscheinlichkeit für eine Fehlgeburt? Ich hab ne Frage sehr treurig
Hat jemand von euch Erfahrungen mit so einem Ergebnis? Ich wäre auch sehr froh über eine Rückmeldung vom Team.
Es ist schon eine Sch***situation, zumal es wegen der derzeitigen Lage erstmal nicht weitergeht und ich ohne Zyklus auch keine Chance habe, auf normalem Wege schwanger zu werden.

Liebe Grüsse
Jen


4 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.20 11:21 von Jen86.


  Re: Ergebnis der Biopsie - wie weiter?
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   Lena15
schrieb am 31.03.2020 18:25
Hallo Jen,

ich hatte jahrelang auch immer Schmierblutungen nach der Menstruation, die immer regelmäßig am 12. Zyklustag aufhörten und nie nach dem Eisrpung waren. Auch bei mir stand eine Endometritis und Killerzellen im Raum, ich hatte eine Biopsie mit unklarem Ergebnis. Ich wurde für jede Menge Dinge behandelt, die ich gar nicht hatte, bis die korrekte Diagnose gestellt wurde. Bei mir war letztlich die deshiszente Kaierschnittnarbe für die Schmierblutungen in der ersten Zyklushälfte verantwortlich, ebenso für meine plötzliche Unfruchtbarkeit. In der offenen inneren Narbe hat sich in der ersten Zyklushälfte Blut gesammelt, was dann langsam nach der Periode abgestoßen wurde, in Form von Schmierblutungen. Hattest du einen Kaiserschnitt oder eine andere Unterleibsoperation?

Eine Endometritis kann sich durchaus entwickeln. Vielleicht meldet sich noch ein Experte, aber wenn die Schmierblutungen durch die Entzündung ausgelöst würden, wären sie nicht so regelmäßig bis zum 10. Zyklustag.


  Re: Ergebnis der Biopsie - wie weiter?
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   Jen86
Status:
schrieb am 01.04.2020 11:46
Hallo Lena

Vielen Dank für deine Antwort! Ich hatte deinen längeren Bericht mit deiner Geschichte gelesen- gut, dass du so dran geblieben bist und die Ursache schlussendlich gefunden wurde. Es ist schon krass, wie lange der Körper eine solche Entzündung im Schach halten kann.

Ich hatte weder einen Kaiserschnitt, noch eine Unterleibsop, offensichtliche Gründe fallen also weg. Jedoch hatte ich in und seit der Schwangerschaft einige ungeklärte Sachen... Zu Beginn der Schwangerschaft ein grosses Gebilde neben der Fruchthöhle, laut den Ärzten kein Hämatom und auch kein Myom, später war es nicht mehr im US erkennbar. In den ersten 12 Wochen nie Blutungen, dann aber plötzlich in der 34. Woche starke Blutungen und eine Nacht Krankenhaus- niemand konnte erkennen, woher es kam, Baby war und blieb fit. Die Geburt selbst (dann erst nach dem ET) ging ab Wehenbeginn ca. 2h, wir kamen gerade rechtzeitig ins KH (5min Fahrt). Entsprechend schmerzhaft war sie, aber schön und ich bin unglaublich dankbar, dass das alles so gelaufen ist.

Nach dem Stillen wieder kein Zyklus, aber immer mal wieder Kontaktblutungen und im letzten Juni gelber Ausfluss. Damals habe ich nur Vaginalzäpfchen verschrieben bekommen und es wurde besser. Chlamydien wurden vor kurzem im Blut getestet und waren negativ.

Es gibt also nichts Stichhaltiges und trotzdem begleiten mich diese Aussagen, dass man nicht wisse, woher etwas kommt. Aber das kennen hier sicher viele.

Ich hoffe, dass mir vielleicht noch jemand schreibt und dass ich eine Rückmeldung vom Team bekomme.
Mittlerweile habe ich auch die genaue Diagnose bekommen:

Pipelle de Cornier Biopsie (Cavom uteri) mit unregelmässig prolieferierendem Endometrium mit Nachweis von vermehrter Stromaauflockerung mit nur ganz vereinzelten Plasmazellen aber fleckförmig mässiggradiger Vermehrung von NK-Zellen.
Die detaillierten Ergebnisse habe ich mal hier abgelegt: [www.dropbox.com]

Auch wenn ich kein Fan von Antibiotika bin, frage ich mich, ob es nicht besser wäre, eine Therapie zu machen... Die Vorstellung, evtl. doch schwanger zu werden und das Kind dann später aufgrund einer Infektion zu verlieren, setzt mir zu.

Liebe Grüsse
Jen


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.04.20 11:51 von Jen86.


  Re: Ergebnis der Biopsie - wie weiter?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 02.04.2020 11:32
Liebe Jen,

die Blutungsstörungen haben sehr wahrscheinlich nichts mit einer Entzündung zu tun. Sollte Ihr Eisprung spät im Zyklus eintreten (Z. B. Zyklustag 20 o. ä.), dann ist es nur Ausdruck einer langsamen Follikellreifung.

Nach nur 5 Eisprüngen nicht schwanger geworden zu sein, ist sicherlich noch nicht außer der Norm.

Plasmazellen und auch natürliche Killerzellen können immer zu finden sein in der Gebärmutter. Es gibt recht klare Vorgaben über die Menge an Zellen, die man sehen sollte, um eine Endometritis zu diagnostizieren. UNd "vereinzelte" Plasmazellen sind sicherlich nichts, was eine Therapie erfordert, weil es eben nicht den Kriterien entspricht, die man bei einner Entzündung zugrundelegt. Wie es Ihre Ärztin ja auch bereits sagte.

Aus meiner Sicht ist die Diagnostik damit abgeschlossen und unauffällig.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



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  Re: Ergebnis der Biopsie - wie weiter?
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   Jen86
Status:
schrieb am 02.04.2020 16:25
Liebes Team

Vielen Dank für die Rückmeldung! Dann bin ich beruhigt, vor allem auch für den Fall, dass es diesen Zyklus klappen sollte.
Danach ist ohnehin erstmal Pause.
Mir war nicht klar, dass Plasmazellen auch in einer gesunden Gebärmutter vorkommen können.

Liebe Grüsse
Jen


  Re: Ergebnis der Biopsie - wie weiter?
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   MeinkleinesAprilkind
Status:
schrieb am 02.04.2020 16:31
Hallo Herr Dr. Breitbach,

ich habe schon mehrere Artikel gelesen und konnte im Internet nicht fündig werden, wie viele PZ auf den qmm "normal" sind.
Können Sie mir dazu auch noch was sagen?
Und, wie lange ist man nach einer Antibiose von Pz befreit, wenn die Kontrollbiopsie "keine Pz" ergab? Gibt es eine Zeitspanne, in der die Endometritis sicher zurück kommt, denn es ist/ war ja eine chronische Entzündung...?

Lieben Dank und alles Liebe,
Aprilkind


  Re: Ergebnis der Biopsie - wie weiter?
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   Snail-on-the-road
Status:
schrieb am 03.04.2020 09:37
Hallo!

Ich habe Anfang der Woche meinen Befundbericht von der Biopsie bekommen und da stand zu den uNK und Plasmazellen folgendes:
uNK-Zellen: <40 = gering; 40-300 = normal; 300-600 = erhöht; > 600 deutlich erhöht
Plasmazellen: 0-4 negativ; 5-9 = leicht erhöht; >10 deutlich erhöht

Vielleicht hilft Dir das auch weiter?

Bei mir hieß es dann, dass insgesamt 215 nUK Zellen gefunden wurden = normale Anzahl und keine positiven Plasmazellen auf 1mm2 Objektfläche gefunden werden konnten.

Ich freue mich natürlich über mein negatives Ergebnis, hatte aber gehofft, dass sich hier endlich das fehlende Puzzleteilchen für mein RIF findet.

Lg
Snail


  Re: Ergebnis der Biopsie - wie weiter?
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   MeinkleinesAprilkind
Status:
schrieb am 03.04.2020 10:31
Oh vielen Dank Snail, das ist ganz lieb. Deine Antwort hilft mir sehr 👌😁.
Ich freue mich mit dir über deine Ergebnis. Habt ihr auch das Einnistungsfenster untersuchen lassen?
LG Aprilkind 🥰


  Re: Ergebnis der Biopsie - wie weiter?
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   Snail-on-the-road
Status:
schrieb am 05.04.2020 01:49
Hallo Aprilkind,

nein, wir haben das Einnistungsfenster nicht prüfen lassen, da wir ja auf natürliche Zyklen und Insemination umgestiegen sind, da hat es für mich wenig Sinn gemacht, denn da habe ich ja auf die Einnistung eh keinen Einfluss.

Lg
🐌


  Re: Ergebnis der Biopsie - wie weiter?
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   MeinkleinesAprilkind
Status:
schrieb am 05.04.2020 11:03
Hey Snail,
ja, da hast du Recht, dann macht diese Untersuchung keinen Sinn...
Danke für deine Antwort 😘




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