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  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 24.02.2020 08:30
Zitat
Blüte
Das ist nichts, das man "probiert", sondern ein lebenswichtiges Medikament, das nur auf guten ärztlichen Rat hin verwendet werden soll. Meine Meinung.

Das ist super

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
avatar    kleineWildblüte
Status:
schrieb am 26.02.2020 16:17
Lieber Doc.;

dann sind Sie wohl auch der Meinung, dass in meinem Fall nichts mehr weiter 'probiert' werden sollte und ich einfach so weiter machen soll?
Es ist nicht einfach 'einfach' so weiter zu machen. Ist es dann verwerflich, wenn ich dann trotzdem ein neues Medikament 'probieren' möchte?
Denn wie es ausschaut, kann mein Körper keine Schwangerschaft ohne Unterstützung halten. Und ich suche nach Unterstützung.
Ich kann keine FG nach der anderen einfach so hinnehmen, auch wenn es so erscheint. Die Tränen, die geflossen sind, waren real.

Was soll ich also in meinem Fall machen?
Wir haben es ohne Medikamente probiert, nicht nur einmal, alles leider Fehlgeburten, aber wie gesagt, mein Körper braucht eben etwas Starthilfe. Und da bin ich nicht die einzige hier im Forum.
Soll ich dann den Kinderwunsch 'einfach' begraben und alles so hinnehmen?



Liebe Blüte, dass dein Sohn solch eine schwere Krankheit hat, tut mir sehr leid. Ich wünsche ihm das Beste der Welt!

LG


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.02.20 16:19 von kleineWildblüte.


  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 27.02.2020 11:47
Nein, man muss natürlich nicht ganz auf Behandlungen verzichten. Bei jedem Medikament (oder jeder Maßnahme) muss man sich fragen:
- Wie belegt ist die Wirkung in meinem Fall?
- Wie sind die Nebenwirkungen?

Und das muss in einer guten Balance sein

Medikamente, die wenig Nebenwirkungen haben und nur VIELLEICHT wirken, kann man durchaus "versuchen". So zum Beispiel die Gabe von Progesteron oder auch Prednisolon
Medikamente die starke mögliche Nebenwirkungen haben und deren Wirksamkeit NICHT belegt sind, haben diese Balance jedoch nicht. Deswegen ist hier davon abzuraten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
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   Eibischteig nicht eingeloggt
schrieb am 27.02.2020 13:14
Lieber Doc, eigentlich bin ich ja auch Skeptiker, was nicht bewiesene Therapieansätze betrifft.
Aber wenn man sich die KiWu Geschichte der Thread Starterin ansieht. Ich zitiere "Kiwu-Bilanz: Seit 2013 war ich insgesamt 158 Wochen schwanger, 11 unvergesse Sternchen (6.-11.SSW), 1 wunderbare Himmelsprinzessin (38.SSW) und 1 wunderbares Goldstück (38.SSW) fest an der Hand. Ich danke Gott für alles, was war, was ist, und was sein wird!" halte ich auch experimentelle Ansätze für durchaus angemessen...

LG ET


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  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 27.02.2020 13:33
Sehe ich auch so. Deswegen ist auch nichts gegen Prednisolon, ASS, Heparin, Progesteron, Magnesium, Akupunktur und andere Maßnahmen etwas zu sagen. Das meiste davon ist schon experimentell genug. IVIG sind aber eben mehr als das.Ich will es ja niemandem verbieten. Nur muss man die Frage nach dem möglichen Sinn und Zweck einer solchen Behandlung in diesem Forum dann auch nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten bewerten.

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
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   henriette
schrieb am 28.02.2020 10:20
Zumal man immer noch sagen muß, dass es bei der Kinderwunschbehandlung um die Erfüllung eines Wunsches (der sicher sehr tief verankert ist) handelt und nicht um die mögliche Heilung einer lebensbedrohlichen Krankheit.


  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
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   HulksMother
schrieb am 28.02.2020 13:09
Henriette, laut WHO Klassifizierung ist Unfruchtbarkeit eine Krankheit. Die Bezeichnung als Wunsch ist eine verbale Verniedlichung, die einerseits den Stigmabegriff Unfruchtbarkeit vermeidet, andererseits etabliert, der Begriff, dass es „eben nur ein Wunsch“ ist, den man sich auch einfach aus den Kopf schlagen kann und der nicht von der Solidargemeinschaft bezahlt werden muss. Ich würde ja dafür plädieren, die erektile Dysfunktion als Erektionswunsch zu bezeichnen.


  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
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   henriette
schrieb am 28.02.2020 17:22
Ich denke, ich kann durchaus mitreden. Unfruchtbarkeit ist nicht zu Unrecht als Krankheit eingestuft. Aber es geht um den KinderWUNSCH. Das heisst, man wünscht sich ein Kind, und das aus gutem Grund, und sei es nur, weil das eben von der biologistischen Seite zur Arterhaltung so vorgesehen ist. Es ist ein sehr großer Wunsch, der sicher zu sehr viel Leid führen kann, wenn er nicht erfüllt wird. Aber: das zu entstehenden Kind ist erstmal eine Hypothese, denn es gibt keinerlei Garantie, dass eine wie auch immer geartete Behandlung zum Erfolg führen wird. Man schaue sich nur die Statistiken an. Es gibt nunmal keinerlei Garantie auf ein Kind.
Vor diesem Hintergrund muss man sich eben auch die Behandlungen ansehen, das Ethische (Leihmutterschaft etwa halte ich für ein no-go, man muss nicht auch noch ganz bewusst und mit Ansage jpotentiell frühtaumatisierte Kinder in die Welt setzen, zudem sollte man auch für diesen Wunsch nicht die Gesundheit eines Dritten aufs Spiel setzen, das Gesundheitliche vor allem für die potentielle Mutter. Allein so eine Überstimulation ist nicht unbedingt ohne. Leider wird nur oft in die Richtung gedacht, dass je mehr Leid man auf sich nimmt, desto eher hat man eben eine Schwangerschaft "verdient". Und wenn man "es" nur lange und oft genug versucht, dann muss es doch klappen. Alles andere ist Aufgeben. Nein, so ist das eben nicht. Nicht jede Frau, die es will, wird auch schwanger.
Und (ein Aspekt, der zwar etwas off topic hier ist) das Leben mit einem Kind ist wahrlich kein Garant für ein glückliches Leben, will sagen, ein Kind muß das Leben der Eltern nicht zwangsläufig glücklich machen, wär ja auch etwas viel Verantwortung.
To cut a long story, mit Medikamenten zu experimentieren, deren Wirksamkeit nicht wirklich eindeutlig bewiesen ist und die schwere Nebenwirkungen haben können und das Ganze bei einem Menschen, dessen Leben in keiner Weise bedroht ist, der (ja, bis auf die Tatsache, dass dieser Mensch nicht schwanger wird) eigentlich gesund ist, halte ich für verantwortungslos.


  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
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   Eibischteig
schrieb am 28.02.2020 17:24
Sorry, aber könntet ihr vielleicht zu Eurer philosophischen Kinderwunsch-Diskussion einen eigenen Thread aufmachen. Das ist der Thread von Wildblüte, die ganz konkrete Fragen zu ihrer Situation und zu IVIG hatte....Finde das etwas respektlos, ihren Thread so zu kapern...


  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
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   henriette
schrieb am 28.02.2020 17:31
Es geht doch, genau wie der Doc schreibt, um die Balance und das rein Technische einer Kinderwunschbehandlung lässt sich nicht so einfach vom Philosophischen abkoppeln.


  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
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   Eibischteig
schrieb am 28.02.2020 17:53
Na ja, was Du schreibst von Leihmutterschaft, frühtraumatisierten Kindern und Überstimu hat ja alles nichts mit dem Ausgangsthema zu tun.
Ich habe nur ausgedrückt, wie ich die Konversation zwischen Dir und Hulks Mother empfinde. Ich denke, ein eigener Thread wäre der bessere Ort.
Ich will aber jetzt nicht mit Dir in ein Gespräch einsteigen und Wildblütes Thread somit weiter zerstören. Nur als Gedankenanstoß...


  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
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   HulksMother
schrieb am 28.02.2020 18:05
Sorry, ich finde es respektlos, einer Frau, die 12 Mal die Hoffnung hatte, ein Kind zu bekommen, zu schreiben, dass es ja nur ein Wunsch und keine schwere Krankheit sei. Einer Frau, die ein Kind in der 38. Woche verloren hat. Das ist in meinen Augen nicht ein „mal eben was versuchen“. So eine psychische Ausnahmesituation wäre für mich Grund genug, andere Maßstäbe anzusetzen. Denn es ist ihr Körper. Ihre Entscheidung, ihre Verzweiflung.

Zitat
Eibischteig
Sorry, aber könntet ihr vielleicht zu Eurer philosophischen Kinderwunsch-Diskussion einen eigenen Thread aufmachen. Das ist der Thread von Wildblüte, die ganz konkrete Fragen zu ihrer Situation und zu IVIG hatte....Finde das etwas respektlos, ihren Thread so zu kapern...



  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
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   henriette
schrieb am 28.02.2020 19:39
Ich habe das Ausgangsposting jetzt nochmal gelesen: diese Frau hat sicher viel mitgemacht, aber sie hat ein leibliches Kind geboren.


  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
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   HulksMother
schrieb am 29.02.2020 19:25
Abgesehen davon stimmt es nicht, dass die TE keine bedrohliche Krankheit hat. Es betrifft nur nicht ihr Über(Leben) auf direkte Weise. Wenn die FG nicht auf Chromosomenschäden zurück zu führen sind, dann scheint ihr Körper ohne Medikamente eine lebensfeindliche Umgebung für lebensfähige Embryonen zu sein.


  Re: Jetzt mal ehrlich: Sind IVIGs gefährlich?
avatar    kleineWildblüte
Status:
schrieb am 29.02.2020 21:50
Hallo,


vielen Dank für eure Antworten.
Ich habe sie alle mehrmals durchgelesen.
In meiner hiesigen Kinderwunschklinik hat mir meine Ärztin gesagt, was alles gegen IVIGs spricht. Nun habe ich eine Klinik gefunden, die sich für IVIGs ausspricht und diese werde ich ebenfalls besuchen und schauen, wie sie ihre Meinung begründen.

Klar ist der Kinderwunsch tief verankert, aber dennoch bin ich nicht davon geblendet, dass ich auf Teufel komm raus meine Gesundheit aufs Spiel setze. Damit ist keinem gedankt.


Ein großes Dankeschön an Eibischteig und HulksMother knuddel

Und henriette: Ich habe zwei leibliche Kinder geboren, welche nie bis zur 38. Woche gekommen wären, wenn ich nicht Intralipid, dessen Wirkung eben auch nicht bewiesen ist, experimentell genommen hätte. Das ist jedenfalls meine Meinung und ich sehe es nicht als Zufall, dass ausgerechnet diese zwei Schwangerschaften weiter kamen.


Liebe Grüße,
Wildblüte




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