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  Wer hat Erfahrungen mit PID?
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   Julchen89
schrieb am 13.02.2020 06:56
Hallo ihr Lieben,
bisher war ich Stille Mitleserin und dachte aber nun auch ein Beitrag zu verfassen und um mich evtl mit euch auszutauschen.
Wie schon im Betreff steht geht's um die sog. Präimplantationsdiagnostik.
Kurz zu meiner Geschichte.
Fast seit 3 Jahren versuchen mein Mann und ich schwanger zu werden. Davon hatte ich jeweils 3 Fehlgeburten die realrib früh waren meist um die 6.ssw und auch jeweils ohne Herztöne. Daraufhin sind wir nach Heidelberg in die Abortsprechstunde und haben uns gründlich durch checken lassen. Ich habe eine Gelbkörperhormonschwäche, Killerzellen im Blut, Verdacht auf Thrombophilie und der ANA Titer muss überprüft werden wenn es wieder soweit sein sollte. Bei meinem Mann alles bester Ordnung. Dann die Schockdiagnose: balancierte Translokation von 3 Chromosomen was wohl zu den Aborten geführt hat, führen kann sowohl als auch zu Todgeburten sowie stark geistig oder körperlich behinderten Nachkommen. Das saß erst mal. Uns wurde danach nochmal ein Termin beim Genetiker ausgemacht dieser meinte auf natürlichem Wege ginge schon mit den ganzen Untersuchungen etc aber könnte halt im schlimmsten Fall wieder zu Fehlgeburt oder Ssw Abbruch führen und er uns lieber zu PID rät.
Kommende Woche haben wir dann Beratungsgespräche in der Klinik zwecks dieser Sache. Man googelt ja viel und ich hab gelesen dass es bis 10000 Euro oder mehr kosten kann da die Krankenkassen nichts bei Genetik zahlen wenn sonst keine unfruchtbarkeit nachgewiesen wurde. Wir haben vor 3 Jahren erst ein Haus gekauft etc wie soll man das finanziell schaffen? Kann man von irgendwo Unterstützung bekommen? Habt ihr sonst welche Tipps für mich? Ich steh leider noch ganz am Anfang und hab keine Ahnung was da alles auf mich zu kommen wird.
Über einen Austausch würde ich mich sehr freuen.
LG und allerseits einen schönen Tag wünsche ich euch.


  Re: Wer hat Erfahrungen mit PID?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 13.02.2020 18:09
Liebes Julchen,

herzlich willkommen in diesem Forum. Ja, leider ist es so, dass die PID mit allem um die 10.000 Euro kosten kann. Und unser Gesundheitsminister Jens Spahn hat auch versucht, diese Kosten von den Krankenkassen übernehmen zu lassen. Da ist ihm aber seine Partei in den Rücken gefallen, die wollten das partout nicht. Leider.

Bis jetzt sind in Deutschland mehr als 300 PID-Behandlungen durchgeführt worden. Leider nicht so viel als dass man da so viele Erfahrungen hat, die man austauschen könnte. Ich hoffe, dass sich noch jemand findet.

Aber hier gibt es einen sehr alten, aber immer noch genutzten Thread zu diesem Thema: [www.wunschkinder.net]
Einfach dann oben links auf den Doppelpfeil klicken, um zu den aktuellen Seiten zu kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Wer hat Erfahrungen mit PID?
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   Julchen89
schrieb am 13.02.2020 19:38
Vielen Dank für Ihre Antwort. Wird denn die künstliche Befruchtung bezahlt oder zumindest ein Teil davon?
Das ist wirklich ein rießen Betrag. Schauen wir mal wie es bei uns weiter geht.
Schönen Abend Ihnen noch.


  Re: Wer hat Erfahrungen mit PID?
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   Paulaschnief
schrieb am 18.02.2020 14:33
Hallo Julchen,


ich habe nach 6 Aborten und der Diagnose meines Mannes PID gemacht. Auch das war ein seeeehr langer Prozess, wir haben knapp 70.000Euro bezahlen müssen und ich hatte 5x ICSIs und dann erst die Bestätigung, dass es eine euploide Blasto gibt. Heute ist unsere Tochter drei Jahre alt und ich habe vergessen, was das damals für einge Qual war.
Es war eine sehr belastende und anstrengende Zeit, aber der Kampf hat sich gelohnt.

Da wir Beamte sind, haben Beihilfe und Krankenkasse bei uns alle Kosten übernommen, aber ich glaube, damit sind wir alleine in Deutschland.
Wir waren damals in HH zur PID, mssten immer knapp400km fahren. Also, rieisig stressig, wenn man normal arbeiten geht.


Ich wünsche Dir viel Erfolg,

beste Grüße Paula


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  Re: Wer hat Erfahrungen mit PID?
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   Julchen89
schrieb am 20.02.2020 21:06
Hallo Paula,
Danke für deine liebe Antwort.
Was für ein Problem war bei euch bzw deinem Mann auch balancierte Translokation?
Hatten heute das bzw die Vorgespräche von der PID in HD. Da bei mir 3 Chromosomen betroffen sind geben uns die Ärzte nicht viel Hoffnung und können uns auch nicht sagen ob mehrere Versuche überhaupt möglich wären bzw sinnvoll sind, das müsste man dann schauen und nochmals besprechen. Bei uns soll auch ICSI durch geführt werden obwohl das Spermiogramm meines Mannes sehr gut ist aber dort die PID nur hiermit gemacht wird. Kosten Ethik 1.500 Euro, ICSI Medikamente usw nicht ganz 5000 Euro und die Genetik 2500 Euro bei den Blastos die untersucht werden. Wir sind gesetzlich versichert und sowie es momentan ausschaut übernehmen die Krankenkassen nichts. Wir bekommen zT finanzielle Unterstützung von der Familie aber ist trotzdem ein Haufen Geld. Freut mich für euch dass die PID bei euch erfolgreich war.
Da könnt ihr euch glücklich schätzen die Kosten erstattet bekommen zu haben, soviel können wir uns leider nicht leisten...
Schade dass die gesetzlichen Kassen Ausschabungen u.a
Aufgrund von Fehlgeburten/Abtreibungen falls geistig oder körperlich stark beeinträchtigt, übernehmen aber um dem ganzen vorzubeugen und viel Leid zu ersparen leider nichts.
Liebe Grüße
Julia




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