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  Refertilisierung Mann gescheitert?
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   mimi19
schrieb am 12.02.2020 10:01
Ich (37 Jahre) bin total am Ende:

Mein Mann ist 53 und hat 3 Kinder im Alter von 28,22 und 20. Vor 16 Jahren kam dann die Vasektomie. Refertilisierung war am 20.11.2019.

Die Op lief wohl gut, bei der OP "sprudelte" aus beiden Seiten die Samenflüssigkeit und unter dem Mikroskop wurden wohl Spermien gefunden, wenn auch keine vitalen, intakten sondern eher verkrüppelte. Somit wurden die beiden Leiter jeweils zusammengenäht. Bei der Heilung gab es massive Probleme. Einblutung, Nebenhoden-Entzündung, Schmerzen, zweimalige Antibiotikakur.

Jetzt am 6.2. war eine Nachkontrolle. Der Nebenhoden ist wohl knubbelig, mit Vernarbungen und Schwellung. Dies betrifft besonders die linke Seite, rechts scheint gut verheilt soweit. Ultraschall war ansonsten wohl ok.

Der Schock kam dann beim Spermiogramm (10 Wochen nach OP). Trotzdem dass auch noch zentrifugiert wurde, wurde auch nach langer Suche kein einziges Spermium gefunden. Nur Fragmente die zu Spermien gehören könnten. Ich bin am Boden zerstört und habe die Hoffnung verloren.

Gibt es eine reelle Chance, dass sich da noch was bessert? Wenn so gar nichts da ist...
Aber selbst wenn dann vermutlich nicht so gut, dass es für eine natürliche Empfängnis reicht?
Kann da irgendwie unterstützt werden? Der Arzt meine eine Therapie mit spermienverbesserndem Diclofenac z. B. hätte in dem Fall auch keinen Sinn.

Sind die Fragmente ein Beweis dafür dass es zumindest alles noch durchgängig ist? Sonst wäre ja vielleicht gar nichts zu sehen gewesen....
Ist es möglich bzw. macht es Sinn dass über Blut getestet wird ob die Hoden überhaupt noch produzieren? Vor der OP wurde nichts in dieser Hinsicht getestet.

Der Arzt meinte es bleibt nur abwarten und erneute Kontrolle in 3 Monaten. Häufige Ejakulationen seien förderlich (das ist allerdings seit 10 Tagen nach der Op spätestens jeden 2. Tag, meistens jeden Tag der Fall)

Würde mich freuen wenn mir jemand mit ähnlichen Erfahrungen mut machen kann...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.20 11:34 von mimi19.


  Re: Refertilisierung Mann gescheitert?
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   Gamora83
Status:
schrieb am 12.02.2020 11:57
Hallo mimi,

mit eigenen Erfahrungen kann ich leider nicht dienen. Ich meine aber mal gehört zu haben, dass je länger die Vasektomie her ist, die Chance einer erfolgreichen Refertilisierung geringer wird.

Mein Rat an euch, je nachdem wie groß euer Kinderwunsch ist und in Anbetracht deines Alters, sucht eine Kinderwunschklinik auf und lasst euch dort mal beraten, was möglich ist. Meist gibt es es etwas Wartezeit auf den Termin, aber dann kann evtl. dort nochmal eine Kontrolle durchgeführt werden.
Sollte die Refertilisierung wirklich nicht erfolgreich gewesen sein, habt ihr aber dennoch Chancen auf ein Kind mit Hilfe der Kiwu. Evtl. müsste allerdings eine Probenentnahme aus dem Hoden direkt erfolgen (TESE).

Ich wünsch euch alles Gute, es werden sich bestimmt auch noch Mädels mit eigenen Erfahrung melden.

Alles Gute
Gamora


  Re: Refertilisierung Mann gescheitert?
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   Lara5689
schrieb am 12.02.2020 14:15
Erfahrungen habe ich leider auch keine aber ich wünsche euch beiden ganz viel Glück, dass es klappt.


  Re: Refertilisierung Mann gescheitert?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 14.02.2020 11:40
Liebe Mimi,

man kann in solchen Fällen natürlich noch einmal in einem ausreichend langen Abstand kontrollieren und auch versuchen, etwas gegen die Entzündung zu tun. Sollten sich dann aber immer noch keine Spermien finden lassen oder nur sehr wenige unbewegliche, dann muss man leider davon ausgehen, dass die Refertilisierung nicht funktioniert hat. das kann daran liegen, dass die Durchgängigkeit dann doch nicht gegeben ist. Es ist aber auch möglich, dass die lange Zeit zwischen Vasektomie udn Refertilisierung der Grund dafür ist, dass die Spermienproduktion schlecht ist.

In jedem Falle würde sich dann eine direkte Biopsie aus dem Hoden (= TESE) lohnen, um auf diesem Wege Spermien zu gewinnen und diese dann einzufrieren. So oder so: Eine Schwangerschaft auf normalem Wege ist dann eher nicht sehr wahrscheinlich. Man würde dann um eine künstliche Befruchtung nicht herumkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner





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