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  RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
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   Snail-on-the-road
Status:
schrieb am 02.02.2020 21:32
Hallo!

Ich leide unter einem wiederholten Implantationsversagen. 5 ICSI (9 Embryonen in 4 Transfers) + 1 IUI; eingeschränktes SG beim Partner

Bisherige Diagnosen:
Hashimoto (seit 20 Jahren gut eingestellt, Euthyrox 175)
Neurodermitis (seit Geburt, bis auf max 1 Schub pro Jahr inaktiv)
KIR Profile (drei Rezeptoren fehlen)
Gerinnungswerte unauffällig
GMSH immer zwischen 9 und 11

Bisherige Behandlung:
Langes Protokoll (Synarela + Ovaleap oder Menogon oder Kombi, jeweils sehr hoch dosiert)
Bei ICSI 5 zusätzlich: Intralipidinfusionen (1x pro Woche), Cortison (täglich), Granocyte (2x pro Woche)
Auf Aspirin wurde aufgrund einer vermuteten Unverträglichkeit verzichtet; Famenita wurde bereits seit ICSI 1 nicht vertragen und durch Progestan ersetzt

Meine Frage ans Kinderwunschteam:
Welche diagnostischen Möglichkeiten gibt es noch, um eine mögliche Ursache zu finden?
Welche unterstützenden Maßnahmen gibt es noch zur Einnistung?

Danke
🐌


  Re: RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
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   la_tina
Status:
schrieb am 03.02.2020 08:11
Ich würde noch eine Biopsie der GS machen lassen bzgl chronische Endometritis und Plasmazellen. Ich hatte deine Medikamente (Intralipid, Granocyte, IVIGs Cortison) und zusätzlich eine doppelte Antibiose als es klappte.

Ansonsten Google mal ERA/EMMA/ALICE. Ist aber eher bzgl der Sinnhaftigkeit umstritten.


  Re: RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 03.02.2020 10:06
Zitat
la_tina
Ich würde noch eine Biopsie der GS machen lassen bzgl chronische Endometritis und Plasmazellen. Ich hatte deine Medikamente (Intralipid, Granocyte, IVIGs Cortison) und zusätzlich eine doppelte Antibiose als es klappte.

Ansonsten Google mal ERA/EMMA/ALICE. Ist aber eher bzgl der Sinnhaftigkeit umstritten.

Genau. Eine Untersuchung des Organs der Einnistung selbst fehlt in Ihrer Aufzählung völlig. Also eine Gebärmutterspiegelung sollte man machen und bei der Gelegenheit dann auch noch eine Biopsie zur Abklärung einer chronischen Entzündung der Gebärmutter: [www.wunschkinder.net]

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
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   Wunschkind2020-2021
Status:
schrieb am 03.02.2020 12:39
Was wurde jeweils transferiert? Wie viele EZ waren vorhanden und wie viele wurden befruchtet? Vielleicht kann ein Protokollwechsel sinnvoll sein.


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  Re: RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
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   Snail-on-the-road
Status:
schrieb am 03.02.2020 20:47
Vielen Dank für die Antworten.

Mein KiWu hatte das Thema GMSH Biopsie vor 5. ICSI angesprochen in Kombi mir Scratching, wollten aber erst mal Cortison und Intralipid versuchen, da Blutwerte alle soweit unauffällig. Es wurde vermutet, dass es eher mit der Autoimmunerkrankung zu tun hat.

@Wunschkind 2020-2021:
1. ICSI (langes Protokoll Ovaleap): 6 Bläschen, 5 mit Kern, 4 befruchtet, 1 bleibt stehen, drei transferiert
2. ICSI (langes Protokoll Ovaleap höher dosiert): 5 Bläschen, 4 mit Kern, 3 befruchtet, 1 bleibt stehen, 2 Transfer
3. ICSI (langes Protokoll Ovaleap + Menogon): 8 Bläschen, 7 mit Kern, Nullbefruchtung
4. ICSI ( langes Protokoll Ovaleap sehr hoch dosiert): 6 Bläschen, 4 mit Kern, 3 befruchtet, 3 Transfer
5. ICSI ( langes Protokoll Menogon): 9 Bläschen, 7 mit Kern, nur 1 kommt durch, 1 Transfer

Da das SG meines Mannes nun besser war und ich nicht mehr am Limit stimmulieren möchte, sind wir auf IUI umgestiegen, d.h. ich stimmuliere 5 Tage mit Letrozol.

Meine Frage: Wie lange muss ich nach IUI (US Kontrolle am 11.2. an ZT 14) warten und was würde zur Vorbereitung auf die Biopsie gemacht?

Gruß
🐌


  Re: RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 03.02.2020 21:05
Wenn ich ehrlich sein darf, dann versteh ich die Logik dahinter nicht: Wenn die Blutwerte in Ordnung sind, wird Cortison und Intralipid gegeben? Mit welcher Indikation denn? Und die chronische Endometritis macht vermutlich vieles, aber keine Veränderungen im Blutbild.

Mit anderen Worten: Gerade, wenn die Blutwerte in Ordnung sind, ist das eher ein Argument gegen die Immuntherapie und eines für die Biopsie (+Gebärmutterspiegelung)

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
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   schnuffl0304
schrieb am 03.02.2020 21:21
Liebe snail,

an welchem Tag war Transfer? Immer früh, immer Blasto oder gemischt?
Ich hatte z.B. fünf Blastotransfere-alle ohne Einnistung. Habe es auch mal mit Granocyte versucht. Anschließend Bauch-und Gebärmutterspiegelung, bei der etwas Endometriose entfernt wurde.
Schwanger wurde ich dann nach Transfer von 2 Tag-2 Eizellen. Mein Sohn ist nun ein Jahr alt.
Auch beim Geschwisterversuch haben wir uns wieder für einen frühen Transfer entschieden. Ob es geklappt hat, erfahren wir am Freitag.

Ich wünsche Dir alles Gute.

LG, schnuffl


  Re: RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
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   Snail-on-the-road
Status:
schrieb am 03.02.2020 21:34
Hallo!

Wir hatten nach ICSI Nr 3 (Nullbefruchtung) eine Pause von 2 Jahren. Nach ICSI Nr 4 wurde in die weitere Diagnostik eingestiegen und auch nach Gerinnungsstörung geforscht. Ich denke aufgrund der ausgeprägten Hashimoto (Euthyrox 175) und Neurodermitis sind die Entzündungswerte ohnehin sehr hoch und es gab das auffällige KIR Profile (3 fehlende Rezeptoren) als Befund. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir durch ein gespaltenes Versicherungsverhältnis von Anfang an Selbstzahler waren und deshalb vielleicht erst mal die günstigere medikamentöse Therapie versucht statt der teuren Biopsie. Wir hatten uns erst mal dagegen entschieden, als alle Möglichkeiten aufgezählt wurden. Aber das war damals viel auf einmal, vielleicht haben wir da auch nicht alles verstanden und eine Biopsie direkt nach ICSI 4 wäre sinnvoller gewesen. Angesprochen wurde es auf jeden Fall, hatte ich aber schon wieder verdrängt, weil ich damals wenig Lust auf einen erneuten Eingriff hatte.

Vielen Dank für die Rückmeldung.


  Re: RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
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   Lilja100
schrieb am 04.02.2020 11:26
Um die Situation beurteilen zu können wäre noch sehr wichtig zu wissen an welchem Tag, in welchem Entwicklungsstadium und in welcher Qualität die Embryonen transferiert wurden und wie alt Du bist.


  Re: RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
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   2523
schrieb am 04.02.2020 12:00
  Re: RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
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   Snail-on-the-road
Status:
schrieb am 04.02.2020 14:24
Stimmt leider nicht ganz, ich bin mittlerweile 38, erste ICSI mit 34.

Die genaue Eizelle Qualität von jedem einzelnen weiß ich nicht mehr, aber es war immer mind. einer mit A dabei, sonst auch mal Nr 2 oder 3 mit A/B, nur beim ersten Transfer war der 3. Embryo C (hätte ich auch verwerfen können).

Transfer war immer am 2. oder 3. Tag (mein KiWu bevorzugt frühen Tranfer bei wenigen EZ), es waren 2-, 4-, 6- und 8-Zeller dabei.

Lg
🐌


  Re: RIF - welche Diagnostik und Therapie gibt es noch bei Implantationsversagen
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   MeinkleinesAprilkind
Status:
schrieb am 12.02.2020 09:54
Snail, ich habe die Biopsie gerade hinter mir und es ist echt ein Klacks... Ohne Vollnarkose und geht max 5 Minuten.
Leichte Schmierblutung hinterher für 1-2 Tage und keine Schmerzen.
Zur Vorbereitung: da bei mir das Einnistungsfenster direkt mit untersucht wurde, habe ich 11 Tage Estrifam 1-1-1 genommen, dann 5 Tage Progesteron. Am 5. Tag war die Biopsie.
Ohne das Einnistungsfenster nimmst du eigentlich gar keine Medis.
Außerdem zahlt die Kasse einen gewissen Anteil der Biopsie. Du zahlst nur das Labor und einen kleinen Beitrag an die Klinik (bei mir unter 50€).

Wenn du noch Fragen hast, melde dich gerne bei mir 😘
LG Aprilkind




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