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  Kinderwunschklinik ja/nein?
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   Donpromillo
schrieb am 19.01.2020 13:21
Hallo!

Bin gerade etwas verzweifelt und wende mich nun mal an dieses Forum... Eines vorweg... ich bin der männliche Part...

Ich, 45 Jahre und meine Frau (38) haben bisher 3 gesunde Kinder. Vor über einem Jahr kam meine Frau an mich heran mit dem Wunsch nach einem 4.! Für mich war bereits eigentlich die Familienplanung abgeschlossen. Nach mehreren Gesprächen vereinbarten wir das wir ohne "großen Druck" ein weiteren Kinderwunsch angehen... Alle anderen kamen bisher auf normalen Weg zustande, lediglich kleine "Hilfsmittel" wie Utrogest etc. hatte sie genommen. In den vergangenen 12 ÜZs war klar das meine Frau einen viel stärkeren Wunsch in sich hatte. Alles mögliche wurde genommen, aber Schwanger wurde sie nicht. Im November machte ich ein Spermiogramm, was nicht ganz so gut ausging... aber auch nicht Fatal... Sind etwas zu wenig und langsam. Seitdem nehm ich auch Doping wie z. B. Orthomol etc. ! Jetzt kommt meine Frau immer mehr in den Sinn in eine KIWU-Klinik zu gehen, was eigentlich nicht in meinem Sinne ist... Denn es sollte wie auch bei den anderen dreien auf "normalen Weg" gehen. Nun sagte ich das die Nachuntersuchung meinetwegen auch dort gemacht werden soll... und gleich kam dann... "es gibt Krankenkassen, die eine künstliche Befruchtung bezahlen und wenn wir schon mal dort sind..." Ich fühle mich total überrumpelt... zumal wir aufgrund die "unbedingten Wollens" meiner Meinung nach fast nur noch zweckgebunden Sex haben... Sprich nur zu der heißen Zeit, ich sags mal so … beim TV ein bisschen Fummeln beim dabei weiter TV schauen, meist bei Ihr; keine leidenschaftliche Küsse, keinerlei andere "Bemühungen" mehr um Mann in Stimmung zu bringen, auch ich darf nicht in Ihren Schenkeln versinken (hoffe ich darf das so sagen); immer schmiert sie sich was; ein und die selbe Stellung... fertig und Hosen hoch. Nach dem "Akt" kommt dann meist, hey heut ist viel oder wenig an Flüssigkeit meinerseits. Nix, von es war schön etc.! Ich komm mir fast nur noch vor da zu sein um sie Schwanger zu machen und fühle mich übelst unter Druck. Heute hatten wir wieder einen fetten Streit und ich habe bedenken das dies immer mehr unsere Ehe belastet. Habe niemanden großartig über dieses Thema zu reden, da mir das sehr zu Herzen geht.
Sie gibt mir dann immer zu verstehen, ich wäre zu verbohrt, würde sie nicht verstehen...

Fakt: wir haben 3 gesunde Kinder... wenn es klappt... gut... wenn nicht... auch nicht so dramatisch, weil wir sind schon eine tolle und große Familie. Aber sie denkt nur an das eine... was ich verstehen kann, aber in Umkehr fühle ich mich kaum gehört... Und, egal beim 1.,2.,3.,4., und mir aus auch beim 8. Kind sollte die Leidenschaft nicht zu kurz kommen.

Hoffe, ich war nicht zu ausführlich und freue mich auf die ein oder andere Hilfestellung. Denn eines ist klar... ich möchte nicht wegen sowas meine Ehe gefährden, aber auch nicht das bis zum unendlichen weitermachen bis zur 4. Schwangerschaft.

Danke vorab!


  Re: Kinderwunschklinik ja/nein?
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   Snail-on-the-road
schrieb am 19.01.2020 18:08
Hallo!

Die Sicht der "Männer" geht oft unter und es ist sicher nicht leicht für Dich.

Rat geben, kann ich vermutlich wenig, denn bei jedem ist es ein wenig anders. Aber Druck ist nie eine gute Voraussetzung, um sich in eine Behandlung zu stürzen.

Ich kann Dir nur von mir und meinem Mann erzählen. Wir haben seit 4 Jahren einen unerfüllten Kinderwunsch und wir sind weiter gegangen, als wir uns am Anfang vorgestellt hatten. Der Wunsch nach einem Kind kann übermächtig werden. Das geht wohl allen so, egal ob es schon Kinder gibt, oder nicht. Und doch ist es wichtig, bevor man sich dem KiWuZe anvertraut, rote Linien zu ziehen - wie weit sind wir bereit zu gehen, was mute ich (als Frau) meinem Körper zu?

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man nicht alles was möglich ist, auch wirklich machen sollte - eine Garantie, dass es mit Hilfe des KiWuZe klappt, gibt es eben nicht!

Als Frau kann ich nur sagen, ohne die 100% Unterstützung meines Mannes hätte ich die letzten 4 Jahre weder körperlich noch psychisch überstanden. Da darf man sich nichts vormachen.

Es kommt sicher auch darauf an, was das KiWuZe euch vorgeschlagen hat. Was ist denn geplant? Gibt es eine erweiterte Diagnostik? Was die Kasse zahlt, zeigt sich ja oft erst nach dem Antrag, leidertraurig

Ich kann euch nur raten, so viel wie möglich zu reden, über Ängste, Bedenken, Risiken und natürlich Hoffnungen. Und über rote Lunien zu sprechen. Für mich und meinen Mann war das u.a. eines der Probleme, die Du genannt hast: Herzeln nach Kalender gibt es bei uns nicht, sondern nur, wenn wir Lust haben! Wenn ich spontan schwanger werden soll - so unsere Herangehensweise - dann werde ich das, egal ob am Tag des Eisprungs oder davor oder danach.

Eine unserer roten Linien war, dass wir die Behandlung abbrechen, wenn es uns (egal ob mir oder meinem Mann) und unserer Beziehung nicht gut tut und vor allem, wenn uns die Freude am Zusammensein und des Herzelns verloren geht. Liebe

Denn, was nützt uns ein Kind, wenn wir uns als Paar auf dem steinigen Weg dahin verloren haben? Das WIR steht bei uns über dem Kinderwunsch.

Aber es hat viele Gespräche gebraucht und es gab Phasen, da fiel es uns schwer auszusprechen, dass unser Wunsch vermutlich nicht in Erfüllung gehen wird und wir uns mit dem Gedanken auseinandersetzen mussten, andere Projekte und Perspektiven für eine Zukunft ohne Kind entwickeln zu müssen. Das müsst ihr ja zum Glück nicht.

Ich wünsche euch viel Kraft und verliert euch und eure Bedürfnisse nicht aus den Augen!

Lg
🐌


  Re: Kinderwunschklinik ja/nein?
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   Evaabe
schrieb am 01.06.2020 14:12
Es ist in deinem Fall sehr wichtig, herauszufinden, was denn der Grund dafür ist, denn es könnte folgenden Zusammenhang geben. Deine Schilddrüse ist unterversorgt, arbeitet zu langsam, dadurch ist Dein Blutdruck unten. Es passt auch bei einer Unterfunktion, dass Füße und Hände schnell kalt sind. Laut meiner FÄ ist der Grund für eine FG zu fast über 80% eine chromosomale Geschichte, also es lief bei der Eizellteilung schief. Und jetzt wieder der Zusammenhang zur Schilddrüse: diese gestörte Eizellreifung passiert sehr häufig bei Frauen mit Schilddrüsenproblemen, da der Hormonhaushalt nicht ausgeglichen ist. Mein Endokrinologe sagt, die Schilddrüse hat enorme Auswirkungen auf Fehlgeburten. Wichtig wäre es in deinem Fall, deine Schilddrüse nur von einem Endokrinologen untersuchen zu lassen. Er kann erkennen, was los ist, ob eventuell auch Antikörper vorhanden sind, denn, wenn diese grad verstärkt sind, dann können sie das Ungeborene angreifen.
Sollte dies der Fall sein, dann musst du, bevor du schwanger werden willst, deinen Basalwert überprüfen, der nicht über 1 liegen darf


  Re: Kinderwunschklinik ja/nein?
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   larissa5
Status:
schrieb am 01.06.2020 21:48
Hallo!
Ich finde es sehr gut, dass du dir alles von der Seele geschrieben hast. Von frauenseite wissen wir hier wohl alle, wie anstrengend der Weg zum Wunschkind ist. Egal, ob es nr 1, 2, 3, oder 4 ist. Ich fände diagnostik in eurem Fall auch wichtig. Irgendeinen Grund muss es ja haben, warum es bei nr 4 nicht klappen will. Nur weil ihr in die kiwu geht, heißt es noch lange nicht, dass ihr auf das äußeste Mittel angewiesen seid. Lasst euch einfach mal durchchecken und beraten und dann besprechen die Situation in Ruhe.




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