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  Chromosomenanalyse sinnvoll?
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  Besucherin2019
schrieb am 17.10.2019 10:56
Hallo,
Wir haben nach ICSI Behandlung vor zwei Jahren ein gesundes Kind bekommen, das jedoch im Mutterleib nicht richtig versorgt wurde und deswegen bei der (zeitgerechten) Geburt Wachstumsretardiert war. Das Kind ist dabei alles aufzuholen und auch ansonsten gesund . nun würden wir gerne ein Geschwisterchen bekommen und waren erneut in der Klinik. Die hat uns vor einer erneuten ICSI zu einer Chromosomenanalyse geraten. Dabei sollen aber nicht Erbkrankheiten oder ähnliches aufgespürt werden sondern sog. "Translokationen" an den Chromosomen. Wir sind bei genetischen Untersuchungen ein bisschen skeptisch und stellen uns die Frage, ob das wirklich sinnvoll in unserem Fall ist. Ich hatte nie eine Fehlgeburt oder einen frühen Abgang oder ähnliches. Es hat einfach nur nicht geklappt auf natürlichem Wege wegen schlechtem Spermiogramm und als es dann mit der 3. ICSI geklappt hat, hatte ich eine Plazentainsuffizienz. Ich dachte, dass Translokationen zu vielen Fehlgeburten führen und die Untersuchung dann für uns ja gar keinen Sinn machen würde, oder was meint ihr?


  Re: Chromosomenanalyse sinnvoll?
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  Merle_77
schrieb am 17.10.2019 12:26
Uns wurde damals gleich im ersten Termin in der Kiwu-Praxis Blut abgenommen für die genetische Untersuchung. Das ist dort einfach Standard. Mich hat es anschließend beruhigt, dass da "alles in Ordnung" ist. Ob es bei euch Sinn macht (oder ob es überhaupt als Standard-Untersuchung Sinn macht), weiß ich nicht...


  Re: Chromosomenanalyse sinnvoll?
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  littlemeamy
Status:
schrieb am 17.10.2019 12:43
Liebe Besucherin,

letztlich ist es eure ganz eigene Entscheidung. Aber vielleicht kann euch ja im Pränataldiagnostikunterforum auf Eltern.de insbesondere die Userin "leu" ein paar Gedankenanstöße bzgl. der Sinnhaftigkeit in eurer Situation geben. Sie ist Humangenetikerin und kennt sich daher bestens in diesem Metier aus.

Bei uns wurde die Untersuchung auch gleich beim 1. Termin in der KiWu gemacht als Standarddiagnostik. Wenn man darüber nachdenkt, hat das zu dem Zeitpunkt eigentlich echt noch keinen Sinn gemacht. Später dann schon wegen meiner 3 FGs, aber bei euch deutet ja eher nichts auf genetische Probleme hin!? Die Plazentainsuffizienz dürfte jedenfalls nicht aufgrund einer Translokation so gekommen sein.

LG amy


  Re: Chromosomenanalyse sinnvoll?
avatar  Luzie***
Status:
schrieb am 17.10.2019 15:32
Hallo,

die Beratung zur Chromosomenanalyse vor einer ICSI ist in den Richtlinine über künstliche Befruchtung verankert. Die Klinik ist im Grunde vor einer ICSI verpflichtet Euch dazu zu beraten. Hintergrund ist das manchmal ein schlechtes Spermiogramm aufgrund einer genetischen Disposition besteht. Ob ihr das Angebot annehmt ist allein Eure Entscheidung.
Alles Gute,
Luzie


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  Re: Chromosomenanalyse sinnvoll?
avatar  La esperanza**
Status:
schrieb am 18.10.2019 23:31
Wir hatten vor der 1. Schwangerschaft eine unauffällige genetische Beratung.
Das erste Kind war ein SGA Baby und wurde daher früher eingeleitet.
Kind 2 wurde gleich von Beginn der Schwangerschaft an engmaschig von Gyn und Uniklinik überwacht und war auch immer zart, Versorgung ok und bei der (Früh)Geburt stellte sich dann raus dass die Plazenta doch Schrott war.
Grund dafür hat man jeweils nicht festgestellt aber vermutet einen Zusammenhang mit Bluthochdruck der mir aus der 1. Schwangerschaft blieb aber gut eingestellt war.

Daher weiß ich nicht ob das diesbezüglich Sinn macht aber schaden kann’s ja auch nicht.


  Re: Chromosomenanalyse sinnvoll?
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 19.10.2019 12:24
Zitat
Luzie***
Hallo,

die Beratung zur Chromosomenanalyse vor einer ICSI ist in den Richtlinine über künstliche Befruchtung verankert. Die Klinik ist im Grunde vor einer ICSI verpflichtet Euch dazu zu beraten. Hintergrund ist das manchmal ein schlechtes Spermiogramm aufgrund einer genetischen Disposition besteht. Ob ihr das Angebot annehmt ist allein Eure Entscheidung.
Alles Gute,
Luzie

Dem kann ich mich nur anschließen. Was Sie zu den Folgen von Translokationsn sagten (Z. B. Fehlgeburten) ist jedoch auch durchaus richtig. Wenn Sie also die Untersuchung ablehnen, machen Sie vermutlich keinen Fehler. Evtl. ist aber auch eine humangenetische Beratung - über das, was Reproduktionsmediziner dazu zu sagen haben - durchaus auch sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner





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