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  Rheuma und ICSI
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  xKirschblüte
Status:
schrieb am 14.10.2019 17:09
Lieber Doc und liebe Mitleser!

Kurz vor unserer 1. ICSI habe ich die Diagnose Rheuma erhalten. Mein Rheumatologe vermutet eine milde Spondyloarthritis: Rheumafaktoren und Entzündungswerte sind nicht auffällig. Ohne die ICSI würde ich nun mtx und Kortison erhalten. Momentan sind die Beschwerden auch nicht sooo heftig, als dass ich sofort mtx nehmen müsste. Schmerzen habe ich wegen Wasserergüssen in einem Zeh, den beiden Handgelenken und zwei Fingern der rechten Hand.

Aber wie sieht das mit Kortison aus? Kann oder sollte ich sogar lieber Kortison nehmen, damit ein Embryo überhaupt eine Chance hat? Die Entscheidung überlässt der Rheumatologe dem Reprodukionsmediziner. Letzterem sollte ich dann am Telefon meinen Befund vorlesen und erhielt erhielt die spontane Antwort „Wenn der Rheumatologe sagt, es sei keine Behandlung notwendig, dann müssen Sie kein Kortison nehmen.“ Die Aussage des Rheumatologen bezog sich aber in erster Linie aufs mtx. Prednisolon würde er unterstützen.
So langsam nehmen meine Beschwerden aber wieder zu, es wird ja auch wieder kälter. Im letzten Winter war ich mit Kortison beschwerdefrei, selbst die Morgensteifigkeit der Hände war weg.

So, mein Problem ist: Ich befürchte, dass Rheumatologe und KiWuKlinik aneinander vorbei reden.
Kann ich ohne Kortison überhaupt schwanger werden und bleiben oder verpulvere ich das Geld nur? In 2 Wochen habe ich ein Gespräch zum Thema in der Klinik und hoffe, dass der Reproduktionsmediziner von seiner Einschätzung noch abrückt. Wie würden Sie die Situation einschätzen, lieber Doc? Gibt eine eine Patientin, die in einer ähnlichen Situation wie ich war?


Viele Grüße! Und danke smile

Kirschblüte


  Re: Rheuma und ICSI
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 15.10.2019 10:41
Liebe Kirschblüte,

natürlich können Sie ohne Kortison schwanger werden. Ob z. B. Prednisolon bei Autoimmunerkrankungen die Chancen für eine Schwangerschaft erhöht, ist weiterhin umstritten. Wenn Ihnen das Prednisolon jedoch die Beschwerden nimmt oder sie lindert, dann ist es auf jeden Fall kein Problem bei der geplanten ICSI. Also: Es hilft vielleicht bei der ICSI, aber nicht wirklich erwiesenermaßen. Es hilft Ihnen vielleicht beim Rheuma und dann wäre es bei der künstlichen Befruchtung kein Problem.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner





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