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  Rat zu verzwickten Situation- Arbeitsplatz IVF
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  ArdnasSandra
schrieb am 13.10.2019 11:33
Hallo liebes Forum!
Ich brauche mal eure Meinungen:
Im September hatte ich die erste Hormonbehandlung, die aber leider in einer Überstimulation endete und vor der Eizellenentnahme abgebrochen wurde, es waren über 35 Ovarien und freie Flüssigkeit im Eierstock am Ultraschall zu sehen, ich war dann 4 Tage im Krankenstand wegen Schmerzen, mein Gynäkologe hat meinem Hausarzt geschrieben das ich eine Eierstockentzündung hätte, da er meinte eine IVF begründet keinen Krankenstand.
In der Arbeit ist es mir lieber nicht die Wahrheit zu sagen, da viel getratscht wird und ich seit meiner Hochzeit sowieso unter dauer Beobachtung meiner Chefin stehe, da sie Angst hat das ich wegen Schwangerschaft bald ausfalle, sie stichelt deshalb schon seit einem Jahr herum.
Wenn ich ihr das mit der IVF erzählen würde, hätte ich noch weniger Ruhe, und hätte noch mehr Druck, das will ich einfach nicht, also bin ich gezwungen zu lügen.
Dieses Monat starten wir bereits den nächsten Versuch.
Da wir diesmal vorsichtiger Stimulieren werden, ist es nicht vorhersehbar wann die Eizellenentnahme dieses Mal statt finden wird und so kurzfristig kann ich mir sowieso keinen Urlaub nehmen, also wird wieder ein Krankenstand fällig.
Jetzt mach ich mir Sorgen ob so eine Notlüge meines Arztes wieder klappt, sieht meine Krankenkasse wann die Eizellenentnahme statt gefunden hat?
Keine Ahnung was meint ihr dazu?
Mich macht das alles ziemlich nervös.
Ich habe in einer Woche den nächsten Termin beim Gynäkologen, da frag ich ihn nochmal was er dazu sagt, er wirkt aber immer so als wäre das alles kein großes Problem.
Liebe Grüße Sandra


  Re: Rat zu verzwickten Situation- Arbeitsplatz IVF
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  Merle_77
schrieb am 13.10.2019 13:17
Liebe Sandra,

ja, die Kiwu-Ärzte sehen da irgendwie nicht, wie man als Patientin die Behandlung in den Arbeitsalltag integrieren muss. Ich habe in meinem letzten Job die Karten auf den Tisch gelegt - und das später bitter bereut. Zuletzt habe ich für die Versuche immer 1-2 Wochen Urlaub genommen, um damit die "heiße Phase" abzudecken.

Ich glaube, bei mir hat die Kiwu-Praxis immer wegen "Unterleibsschmerzen" krank geschrieben - was definitiv keine Lüge war.

Alles Gute!

Merle


  Re: Rat zu verzwickten Situation- Arbeitsplatz IVF
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  claru80
schrieb am 13.10.2019 13:28
Hallo,
also bei mir war das auch ein problematisches Thema wegen der Arbeit und Krank etc.
Wenn du einen guten Hausarzt hast, oder einen anderen Mediziner, dem du dich anvertrauen kannst, dann mach es doch so wie ich:
Während der Punktionen und danach (ca 5 Tage) habe ich mich wegen einer "leichten depressiven Episode" (Nr. F 32.0. bei den Krankenzahlen) krankschreiben lassen.
Erstens: Bei der Arbeit musst du ja nur sagen dass du "krank" bist, was du hast geht die nichts an.
Zweitens: Bei mir war es tatsächlich so, dass ich (wegen der Hormone oder auch wegen des Stress etc.) seeehr nah am Wasser gebaut war, d.h. ich habe sowieso ständig geheult. Also war das mit der depressiven Episode auch real.

Meine Erfahrung ist die, dass die Ärzte, egal ob Allgemeinmediziner, Gyn etc. sehr viel Verständnis haben wenn man offen mit ihnen redet. Also sagt: Du machst gerade IVF, kannst das aber bei der Arbeit nicht offen kommunizieren, es geht dir psychisch sowieso nicht so gut, eben wegen des Drucks der IVF, wegen Hormonen usw.

Viel Erfolg dir!


  Re: Rat zu verzwickten Situation- Arbeitsplatz IVF
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  HulksMother
schrieb am 13.10.2019 19:41
Depressive Episode würde ich besser nicht wählen, wenn man noch nicht ALLE Versicherungen hat, die eine Gesundheitsprüfung erfordern oder man eine Verbeamtung anstrebt.


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  Re: Rat zu verzwickten Situation- Arbeitsplatz IVF
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  -Firefly-
schrieb am 13.10.2019 20:05
Ich bin da bei HulksMother, eine depressive Episode würde ich nicht als Fake-„Diagnose“ haben wollen.
Es ist schade, dass du auf der Arbeit nicht ehrlich sein kannst, das macht alles noch schwieriger leider.
Dennoch, bei deiner Überstimulation hättest du sehr wohl regulär krank geschrieben werden können, es war ja mehr als nur eine normale IVF. Und auch da, am Tag der Punktion wirst du krank geschrieben, da du ja sehr wahrscheinlich auch eine Narkose bekommen wirst.
Ob du länger eine AU bekommst, hängt auch davon ab, ob du wieder ein OHSS entwickeln wirst, oder nicht. Und wenn alles gut geht, kannst du auch arbeiten gehen (in den allermeisten Berufen).
Viel Glück


  Re: Rat zu verzwickten Situation- Arbeitsplatz IVF
avatar  wird schon
Status:
schrieb am 13.10.2019 20:25
Zitat
ArdnasSandra
ich war dann 4 Tage im Krankenstand wegen Schmerzen, mein Gynäkologe hat meinem Hausarzt geschrieben das ich eine Eierstockentzündung hätte, da er meinte eine IVF begründet keinen Krankenstand.

Ich verstehe das alles auch nicht. Wieso schreibt dein Gyn dem Hausarzt und der schreibt dich krank obwohl du im Krankenhaus lagst? Die Krankenkasse sieht doch dass du im Krankenhaus liegst? Mal abgesehen davon, dass IVF natürlich keine Diagnose ist, aber alles andere kann der Gyn locker unter Diagnosen subsumieren. Gegenüber der Arbeit finde ich die Mitteilung eines Krankenhausaufenthalt übrigens viel sinnvoller. Ich glaube die wenigsten bringen einen Aufenthalt mit einer Kinderwunschbehandlung in Verbindung. Ich habe immer "Unterleibsoperationen" den Kollegen mitgeteilt. Da fragt dann keiner mehr nach (und wenn hätte ich einfach gesagt, dass ich meine gynäkologischen Probleme ungern detailliert darlegen möchte). So musste ich bei den Punktionen auch nicht ad hoc krank werden, sondern es war auch auf der Arbeit planbar. Und natürlich wird man für die Punktion krankgeschrieben. Wobei man für einen Tag ja in der Regel keinen Schein braucht.


  Re: Rat zu verzwickten Situation- Arbeitsplatz IVF
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  larissa5
Status:
schrieb am 13.10.2019 22:25
Oh, das kenn ich nur zu gut!! Mein chef wusste auch jedes mal von nichts und ich musste mir auch immer notlügen einfallen lassen. Beim letzten versuch habe ich mir sogar über mo ate ein lügenmärchen zusammengebastelt, um dann zum tf auch kurzfristig 1 tag urlaub zu bekommen (müsste ich sonst 2 wochen im vorhinein sagen).
Das zerrt alles ziemlich an den nerven Ohnmacht
Helfen kann ich dir leider ach nicht.
Ich würde mit dem hausarzt reden, dass dich der krankschreibt. Dem chef musst du keine Begründung geben!




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