Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network   ICSI statt IVF: Gibt es Vorteile, wenn die Spermien in Ordnung sind?neues Thema
   IVF und ICSI: Wie hoch muss die Gebärmutterschleimhaut sein?
   Gelbkörperhormon bei IVF und ICSI: Was, wann und wie lange?

  Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 10.10.2019 12:29
Ich bin gerade dabei, einen Artikel über das Anti-Müller-Hormon, das "berühmte" AMH zu schreiben.

Nun kommt es ja durchaus vor, dass man als spezialisierter Arzt eine andere Auffassung davon hat, was zu einem bestimmten Thema interessant sein könnte als Betroffene, also in diesem Falle Kinderwunsch-Patientinnen.

Also: Welche Fragen zum AMH haben Sie?

Ich bitte auch gerade um die vermeintlich dummen Fragen, denn die sind am interessantesten zwinker

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
no avatar
  Jella85
schrieb am 10.10.2019 12:47
Wie aussagekräftig ist der Wert bei PCO in bezug auf die Eizellreserve?
Werden bei PCO nicht auch viele EZ verbraucht, da ja viele heranreifen, wenn auch nicht ausreifen ..
Welcher AMH ist in welchem Alter normal?


  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
no avatar
  MeinkleinesAprilkind
Status:
schrieb am 10.10.2019 12:52
Hallo 😁,

ich hätte da auch direkt eine. Bin nicht so belesen in diesen medizinischen Dingen, stehe gerade vor meiner 3 ICSI. Mein AMH Wert war vor ziemlich genau 2 Jahren bei 2,9. Jetzt liegt er bei 2,14. Ich war ein wenig erschrocken, dass er innerhalb von zwei Jahren so stark sinkt. Immerhin fast 1,0 weniger! Meine Kiwu-Ärztin sagte mir, dass der Wert super ist. Ich bin 34 Jahre alt.
Jetzt zu meiner Frage: Sinkt der Wert durch die Stimulation vieler EZ? Also je mehr EZ heranreifen, umso schneller sinkt der AMH? Das würde mich Mal sehr interessieren...
Gehört sicher in die Kategorie "dumme Fragen" 😅😂, aber es war leider mein erster Gedanke 🥴...
Danke,
Aprilkind


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.19 12:54 von MeinkleinesAprilkind.


  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
no avatar
  samonna
Status:
schrieb am 10.10.2019 13:11
Ist der AMH beeinflussbar durch andere Faktoren, zB Mineralstoffmangel? Und zwar ist meine Gedankengang dazu: die Reifung der Eizellen verläuft nicht optimal durch zB Vitamin D Mangel, kann dadurch auch der AMH geringer ausfallen, als wenn der Mangel nicht vorliegt?


  Werbung
  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
no avatar
  Wolkenmusik
Status:
schrieb am 10.10.2019 13:14
Hallo,

meine Frage ist im Prinzip auch eine Mischung aus der von Jella und dem kleinen Aprilkind:

Ich bin 35 Jahre alt und habe/hatte(?) hypothalamische Amenorrhoe. Als in 2016 meine LH- und FSH-Spiegel sehr niedrig waren, lag mein AMH bei 2,0. Ein Jahr später (2017) immer noch bei 2,0.

Noch einmal ein Jahr später (2018) haben sich meine FSH-und LH-Werte stark gebessert, bzw. plötzlich lag FSH sogar bei 12. Zu diesem Zeitpunkt ist mein AMH dann plötzlich auf 3,2 angestiegen. Ich habe mich natürlich gefreut, habe mich dann aber auch gefragt, ob vielleicht einfach dadurch, dass ich so lange ohne Zyklus war, sich die AMH-produzierenden Follikel einfach angesammelt haben - und nach einem Eisprung ein Teil der AMH-produzierenden Follikel wieder weg wäre?

Es kam dann tatsächlich ein Eisprung und ein paar Monate später eine ICSI (leider mit nur 3-4 reifen Eizellen, trotz AMH von 3,2). Ca. 2 Wochen nach der ICSI habe ich den AMH-Wert noch einmal bestimmen lassen - da hatte er sich plötzlich halbiert und lag nur noch bei 1,4.

Danach habe ich nicht mehr messen lassen, weil mich diese Schwankungen ganz verrückt machen.

Meine Fragen wären nun, ob - abgesehen von natürlichen Schwankungen - Faktoren wie Zykluslosigkeit oder in die andere Richtung ICSI ggf. den AMH doch kurzfristig beeinflussen können.

Ich denke zwar nicht, dass der AMH langfristig durch solche Faktoren veränderbar ist, aber meiner Recherche nach bildet nicht der gesamte Follikelpool AMH, sondern nur ein paar Kohorten ab einer bestimmten Größe - und die müssten doch durch Zykluslosigkeit, PCO und ICSI kurzzeitig beeinflussbar sein (entweder erhöht oder erniedrigt), oder sehe ich das falsch?

Eine entsprechend wissenschaftlich fundierte Antwort fänd ich hier echt genial!

Danke für Ihre Mühe!


  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
no avatar
  littlemeamy
Status:
schrieb am 10.10.2019 13:26
Ich frage mich immer folgendes:

Wozu misst man den AMH-Wert überhaupt? LOL Bei einem schlechten Wert heißt es ja dann immer gleich: keine Panik, der schwankt doch eh usw.

Wozu dann überhaupt, wenn man doch letztlich eh keine aussagekräftigen Schlüsse draus ziehen kann (?)

Ich hatte mal einen Wert von 4, mal von 7, dann wieder 4. Dass ich PCO hab, wusst ich auch vorher schon.


  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
avatar  sanogo
Status:
schrieb am 10.10.2019 15:05
Hallo,

bin zwar aus der aktuellen Kinderwunschtretmühle raus, aber:

Kann man (grob) vom AMH-Wert auf eine herannahende/baldige Menopause schließen oder kann man da keine qualifizierte Aussage treffen?
Danke!

sanogo


  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
no avatar
  RoteBeete
schrieb am 10.10.2019 15:13
Hallo,

Bedeutet ein hoher AMH Wert und PCO-ähnliche Eierstöcke, dass man PCOS hat? Auch wenn die männlichen Hormone (und alle anderen relevanten Hormone) im Rahmen sind und ein regelmäßiger Zyklus mit Eisprung stattfindet?
Bin nämlich so ein Fall, ich reagiere auf Stimulation wie eine Patientin mit PCOS. Hatte einmal über 20 und das andere Mal über 30 Eizellen. Davon alle reif und fast alle ließen sich befeuchten.


  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
no avatar
  Kornelia__
schrieb am 10.10.2019 20:33
Ich würde gerne wissen wollen, ob der AMH im höheren Alter (über 40) überhaupt etwas über die Chance noch ein Kind bekommen zu können aussagt? Wenn überhaupt noch Eizellen reifen, ist doch der limitierende Faktor das Alter der Frau bzw. der Eizellen, oder nicht? Also wozu nutzt mir der AMH überhaupt, außer um ggf. zu wissen, wie hoch stimuliert werden muss.
LG
Kornelia


  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
no avatar
  HiRise
Status:
schrieb am 13.10.2019 21:20
Tolles Thema!!! Bitte unbedingt um den Artikel!

Mich würde der amh von Frauen gleichen Alters interessieren, die geraucht haben und nicht geraucht haben. Gibt es dazu Studien?

Kann der amh nachweislich durch zb q10 oder ubiquinol verbessert werden?
Oder sonstige lifestyles entweder positiv oder negativ wirken?

Ist ein niederer amh in jungen Jahren vererbbar? Also die eizellreserve generell?

Viele Grüße


  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
no avatar
  larissa5
Status:
schrieb am 13.10.2019 22:16
Auch wenn es mich (wegen einer blöden hormonstörung) nicht betrifft, würde mich interessieren:

Mal abgesehen von der natürlichen schwankung, kann das AMH langfristig wieder steigen, und kann man etwas dafür tun? (Natürliche Hausmittel oder medis?)


  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
avatar  purpletaste
schrieb am 17.10.2019 00:37
Betrifft mich überhaupt nicht, habe das noch nie messen lassen... aber nett, dass Sie fragen!

Mich würde trotzdem die Reliabilität brennend interessieren, d.h. wie sehr das Hormon "natürlich" schwankt, wie reliabel so eine Messung ist, und wie oft man es daher sinnvollerweise bestimmen muss um eine Aussage treffen zu können.

Ich schätze mal, dass die wiederholte Bestimmung vor allem in den Randbereichen sinnvoll sein könnte.


  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 19.10.2019 23:02
Herzlichen Dank für die Unterstützung.

Hier ist der Artikel: [www.wunschkinder.net] Vorsicht: Sehr umfangreich zwinker

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Anti-Müller-Hormon (AMH) . Was wollen Sie darüber wissen?
no avatar
  Wolkenmusik
Status:
schrieb am 24.10.2019 18:15
Lieber Doc,

ich habe gerade erst gesehen, dass Sie einen wirklich tollen, überaus umfassenden Artikel verfasst haben. Wow!

Vielen Dank für Ihre Mühe und auch für die Beantwortung einzelner, spezifischer Fragen. Der Artikel erklärt ja wirklich alles und hilft mir nun auch einzuordnen, warum meine Werte offenbar so schwanken.

Zusammengefasst kann man ja eigentlich sagen, dass der AMH-Wert zwar geringfügig, aber eben nicht viel schwankt, solange man einen regelmäßigen Zyklus hat. Bei allen Zyklus-Störfaktoren (Hypothalamische Ovarialinsuffizienz, PCO, Anti-Babypille) muss man mit falsch erhöhten oder erniedrigten Werten rechnen, richtig?

Den allgemeinen Teil zur Erklärung, dass der AMH-Wert in den Follikeln produziert wird, die innerhalb der nächsten 6-9 Zyklen zur Verfügung stehen, aber eben nicht aus dem komplett vorhandenen Follikelpoo, finde ich auch sehr interessant. Ich hatte das hier im Forum auch mal gefragt und da gab es sehr unterschiedliche Meinungen. Nun ist es ganz klar.

Eine kleine Anmerkung habe ich noch: Sie haben ausversehen wohl bei der Verlinkung auf die aktuelle Studie (bzw. kurz vor der Verlinkung), also bei dem Beginn der Fragen zum AMH, bei dem Jahr 2019 eine Zahl zu viel dazwischen geschoben (vermutlich ein Tippfehler). Das wollte ich nur sagen - tut aber der Ausführlichkeit des Artikels und der großen Hilfe überhaupt keinen Abbruch!

Liebe Grüße,
Wolkenmusik




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2019