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  Wieder negativ, mir geht die Kraft aus. Wie macht ihr das?
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  cemb
schrieb am 08.10.2019 12:50
Hallo ihr Lieben,

kurz zu uns: Ich 35, mein Mann 45 (schlechtes Spermiogramm, Körper bildet kein Testosteron). Wir haben seit 5 Jahren KiWu. Ich habe seit 2017 drei Inseminationen ohne und drei mit Stimu hinter mir. Eine Bauchspiegelung (ohne Befund) und nun die zweite neg. ICSI (heute PU + 13 neg. getestet). ICSI´s wenig EZ, trotz hoher Dosis, keine EZ übrig für Kryo.

In den letzten Monaten sind viele im Freundes- und Familienkreis schwanger, auch zum wiederholgen Male ("ungeplant"), geworden. Sobald die Hormondröhnung im "Schwangerenmodus" zuschlägt, ist wenig Verständnis für unsere Situation von meinen Freundinnen / werdenden Mamis.

*Mir geht die Kraft aus.* Wie macht ihr das Mädels? Ich zweifle an mir, meinem Körper und meinem weiteren Lebensentwurf.

LG cemb


  Re: Wieder negativ, mir geht die Kraft aus. Wie macht ihr das?
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  Mischki
Status:
schrieb am 08.10.2019 13:02
Liebe Cemb,

Es tut mir leid, dass auch du da durch musst. Bei uns waren nach der hodenkrebsbehandlung von meinem
Partner voll leibliche Kinder ausgeschlossen & wir sind zu Spendersamen gewechselt. Es war ein langer und steiniger Weg mit vielen Tränen, Diagnostik & auf viele neue Sachen einlassen, die man sich nie für sich gedacht hat. Geholfen hatte uns der Austausch im Forum, dass man nicht allein damit ist, die Hoffnung das es irgendwann klappen wird & ein paar einzelne Familienmitglieder die Bescheid wussten und wo man sein Herz ausschütten konnte. Außerdem nicht immer mit anderen Paaren wo es „einfach so“ klappt vergleichen, denn man ist nun mal anders und gehört nicht zu diesen Paaren. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es nicht hilft mit vielen Freunden drüber zu sprechen, denn meistens können viele
Meinungen einen immer wieder verunsichern & geholfen werden kann nicht wirklich. Viel stecken einfach nicht in der Materie. Lieber nur 1-2 eingeweihte Personen. Auch der gute medizinische Austausch in der kiwu Praxis mit der Ärztin hat uns geholfen und vor allem, Kraft von einander schöpfen. Akzeptieren, dass es Jahre dauern kann & das normale Leben trotzdem leben & nicht alles nur noch um den Kinderwunsch kreisen lassen.

Eine Frage noch - was wird bei dir zur Einnistung nach PU / Transfer gegeben?

Ich wünsche dir, dass es bald klappt! smile


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.19 13:05 von Mischki.


  Re: Wieder negativ, mir geht die Kraft aus. Wie macht ihr das?
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  Merle_77
schrieb am 08.10.2019 14:50
Hallo Cemb,

ich bin inzwischen 42, habe 7 Jahre aktiven Kinderwunsch hinter mir, davon 6 Jahre in medizinischer Behandlung, 2 Inseminationen, 14 ICSIs, 2 Fehlgeburten, eine biochemische SS, dazu ein paar OPs (Zysten, Ausschabung, Asherman,...). Wenn man mir vor 7 Jahren gesagt hätte, was auf mich zu kommt, hätte man mich wahrscheinlich irgendwo einweisen können... Die Kraft war mal mehr, mal weniger im Laufe der Zeit. Immer, wenn's besonders schwierig war, habe ich mich daran festgehalten, einfach weiter zu machen. Ich hab viel im Forum gelesen - irgendwen, der ähnliches (oder schlimmeres) durchgemacht hat, findet man immer. Und irgendwie haben die alle weiter gemacht, also hab ich das auch... Anfangs hätte ich im Leben nicht über einen Plan B nachdenken wollen. Im Laufe der Zeit hat sich dann doch die ein oder andere Frage in meinen Hinterkopf geschlichen. Einiges hab ich für mich selbst ausgeschlossen (z.B. Adoption), anderes konnte ich nicht entscheiden und hab's erstmal verdrängt. Aber nach und nach hat der Gedanke, eventuell ohne Kinder alt zu werden, seinen Schrecken verloren. Ich bin nicht mehr verzweifelt, nur noch traurig...

Hey, mit 35 hast du noch ein bisschen Zeit! Und 2 ICSIs sind tatsächlich nicht sehr viel. Ich wünsche dir, dass es noch klappt.

Was ich heute anders machen würde: Ich würde meinem Körper zwischendurch mehr Pausen gönnen. Zum einen glaube ich tatsächlich, dass die Eierstöcke nach etwas Pause mehr Eizellen produzieren als wenn man sofort weiter macht. Zum anderen braucht auch der restliche Körper Erholungsphasen. Ich hab erst im Nachhinein gemerkt, wie viel ich meinem Körper abverlangt habe.

Alles Gute!


  Re: Wieder negativ, mir geht die Kraft aus. Wie macht ihr das?
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  larissa5
Status:
schrieb am 08.10.2019 17:34
Liebe cemb, fühl dich knuddel
Ich denke, im forum siehst du, du bist nicht alleine.
Bin gerade in der selben Situation. 1. Icsi, 4. Kryo wahrscheinlich negativ und nichts mehr übrig.
Auch mir geht gerade die kraft und die tränen as.
Ich kann dir deine gefühle leider nicht abnehmen und dir auch keine kraft rüberschicken.
Ich hoffe nur, du schöpfst ein bisschen kraft daraus, dass du nicht alleine bist.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.10.19 17:37 von larissa5.


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  Re: Wieder negativ, mir geht die Kraft aus. Wie macht ihr das?
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  mima22
schrieb am 09.10.2019 16:36
Es tut mir sehr leid und ich kann es nachfühlen. Wir sind lange zweistellig, was die PU angeht und ich habe auch keine Kraft mehr. Kryos hatten wir leider nie.
Du schreibst, wenig EZ trotz hoher Dosis. Wie wäre es mit weniger Medis für eine vermutlich bessere Qualität? Oder hatten die Embryonen gute Qualität. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Alles Gute!


  Re: Wieder negativ, mir geht die Kraft aus. Wie macht ihr das?
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  sturmfängerin
schrieb am 09.10.2019 20:37
Hallo,

ich habe ja auch einen recht langen Kinderwunsch-Weg hinter mir. Bei mir kam erschwerend damals hinzu, dass meine Schwester mitten in unserer Kinderwunschbehandlung ganz spontan und schnell schwanger wurde. Sie war damals meine beste Freundin und die war mit einem Mal einfach weg. Ich habe es nicht geschafft über 9 Monate mit anzuschauen, wie ihr Bauch wächst. Wir haben uns in den 9 Monaten 4x gesehen.... Auch die Geburt meines Neffen war ganz schrecklich für mich.

Ich habe mir damals in dieser Zeit psychologische Hilfe gesucht. Es hat mir unendlich gut getan mich ausweinen zu können, mir meine Sorgen von der Seele sprechen zu können. Mein Mann ist leider nicht von der Sorte "emotionaler Partner", sodass ich von ihm nicht soooo viel Verständnis geerntet habe. Er ging aber den kompletten Weg gemeinsam mit mir, nur dass er es anders verarbeitet hat.

Was mich glaube ich "gerettet" hat war, dass ich immer einen Plan B und Plan C hatte. Ich konnte mir von Anfang an gut vorstellen einmal zu adoptieren, egal ob Inland oder Ausland. Damals wusste ich zwar noch nicht was es alles mit sich bringt ein Adoptivkind zu haben, aber für mich war immer klar, dass ich am Ende mit Kind sein werde. Egal auf welchem Weg, ob leiblich oder nicht. Glücklicherweise ist mein Mann diesen Weg mit mir gegangen, sodass er für uns gut ausging!

Ich möchte jetzt hiermit nicht sagen, dass der Plan B Adoption heißen muss, jeder hat andere Varianten und Möglichkeiten. Aber dieser Plan B war für mich so wichtig, da ich immer etwas hatte, an das ich mich klammern konnte...

Viele liebe Grüße
Sturmfängerin


  Re: Wieder negativ, mir geht die Kraft aus. Wie macht ihr das?
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  Claru ohneeinloggen
schrieb am 09.10.2019 21:49
Liebe cemb,
Ich kann dich so gut verstehen.
Du solltest nicht verzweifeln, du bist ja noxh relativ jung und hast auch noch nicht sooo viel hinter dir. Klar ist es sicher kein Trost, wenn man weiß, andere haben noch länger gebraucht oder erst mit 40 Jahren angefangen...

Mir hat genau das Gegenteil geholfen von dem was oben gesagt wurde: Ich habe immer ganz offen mit den Leuten über den Kinderwunsch und die Behandlungen geredet und es war für mich erstaunlich zu sehen, wie viele Paare auch Probleme hatten.
Es wird meiner Meinung nach zu wenig offen geredet.

Auch ich würde dir empfehlen dir ab und zu mal längere (3-4 Monate) Pausen zu gönnen. Eventuell das Protokoll zu wechseln.
Oder wenn du wo wohnst, wo du Auswahl hast, auch mal die Praxis wechseln.

Ich z.B. halte absolut nichts vom langen Protokoll, sondern würde immer nur das kurze und auch mit weniger Stimu machen. Man kann auch im gleichen Protokoll mal andere Medis nehmen.
Ich persönlich hatte mit Elonva und Gonal F sehr gute Ergebnisse.

Im Notfall auch über Spendersamen nachdenken?

Viel Glück und weiterhin Kraft wünsche ich dir.
Claru




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