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  4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  Klaranette
schrieb am 07.08.2019 09:06
Ich bin sonst immer stiller Mitleser in allen möglichen Foren und mittlerweile gut belesen. Aber langsam weiß ich wirklich nicht weiter.

Seit 2015 versuchen wir ein Kind zu bekommen. Zu Beginn haben wir einfach nicht verhütet, nach dem Motto, es wird schon irgendwann klappen und so eilig hatten wir es einfach auch nicht. Im Frühling 2016 das erste Mal schwanger, leider Missed Abort zwischen 7 SSW und 9 SSW. Ich hatte sehr unregelmäßige Zyklen bis zu 70 Tagen und habe mich damals nicht damit beschäftigt, wann ein Eisprung ist. Ich fand es ehrlich auch angenehm nicht so oft meine Tage zu haben. Es kam zu keinem Herzschlag, embryonale Anlagen konnte man nur erahnen, man war sich nicht sicher. Das Gewebe wurde untersucht, es lag ein Chromosenschaden vor. Kann passieren. Im Herbst 2016 wurde ich wieder schwanger. Gleich beim ersten Ultraschall nichts zu sehen außer gut aufgebauter Schleimhaut. Blut wurde abgenommen, HCG lag irgendwas bei 4000. Sollte gleich am nächsten Tag nochmal vorbei kommen,man müsse was sehen. Nach langem schallen eine Fruchtblase ohne Dottersack und sofort Verdacht auf Windei. Ich hatte noch immer diese Monsterzyklen und wusste nicht wann mein Eisprung war. Es wurde nochmals Blut abgenommen mit dem Ergebnis, dass der HCG Wert bereits fällt. Und wieder ab zur Ausschabung... Das Gewebe war wieder auffällig. Wegen meiner Zyklen und meinem Alter wurde ich nun an eine KiWu überwiesen. Die Untersuchungen begannen: Hormone ok, keine Gerinnungsstörung, grenzwertiger Zuckerlösungstest (man sagte ich müsse nichts nehmen, alles soweit ok, es baue sich nur etwas langsam ab, sei also grenzwertig), mein Mann und ich wurden auch genetisch überprüft, alles in Ordnung, ebenso seine Spermies, die sind top. Ich hatte eine Gebärmutterspiegelung und eine Eileiterdurchlässigkeitsprüfung, alles bestens. Zwischendurch war ich im Herbst 2018 wieder schwanger mit einem frühen Abgang in der 5/6. SSW. Aufgrund meiner Zyklen wurde Verdacht auf PCO geäußert, ich wurde auf Metformin eingestellt (2000 mg täglich, Höchstdosis). Die Höchstdosis nehme ich nun seit ca zwei Monaten. Ich bin mittlerweile bei regelmäßig 34/35 Tage Zyklus. Wir probierten es zwei Zyklen lang mit Geschlechtsverkehr nach Plan und mit Letrozol, ohne Erfolg. Meine Follikel reifen irgendwie langsamer, aber es kam immer zum Eisprung. Ich wurde zu einer Immunologin überwiesen, kein Problem mit Killerzellen, weder im schwangeren noch unschwangeren Zustand, kein Rheuma, ANA-Wert i. O. Auffällig war Vitamin D Mangel, ein einfaches Präperart aus dem Supermarkt würde reichen und nehme ich fleißig ein.

Aufgrund meines Alters (nun 36) folgte dann die erste IUI ohne Letrozol, ohne Auslösespritze, im Spontanzyklus, zack schwanger. Die Immunologin stellte fest, dass sich der ANA-Wert erhöhte und ich bekam ab Ende der 5. SSW 5 mg Prednisolon tgl. Erste US Anfang 6. SSW prima, Fruchthöhle gut sichtbar, da wo sie sein soll, Ende 6. SSW kleiner Dottersack sichtbar, alles zeitgrecht, aber noch kein Herzschlag, muss ja auch nicht. Nächster Ultraschall war erst Anfang 8. SSW, tja wieder kein Herzschlag, ich soll zur Ausschabung. Ich habe bisher noch keine Termin gemacht, die Botschaft gab es erst gestern. Es wurde ja nun alles abgeklärt, ich habe alles optimiert, was ging. Ich schaffe es einfach nie bis zu einem Herzschlag. Natürlich kann das alles Pech sein, aber das glaube ich einfach nicht. Vier Fehlgeburten in Folge, da stimmt doch was grundlegend nicht. Das Fehlgeburtsrisiko erhöht sich dadruch ja auch immer mehr. Ab drei Fehlgeburten schon 45 %, wenn ich danach gehe kann ich ja gleich aufhören. Was kann ich denn noch tun? Woran könnte es liegen? Bin lagsam richtig verzweifelt traurig.


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  DOM82
Status:
schrieb am 07.08.2019 13:58
Klara, was wurde bei der Gerinnung alles getestet? Bei mir hat erst der dritte Test mehr Licht ins dunkle gebracht, weil auchal genetische Faktoren für die Gerinnung ausgemacht wurden. Und nun bin ich schon beim zweiten Nachtesten für Gerinnung.
Genetik, wenn man keinen konkreten Verdacht hat, kannan sehr oft vergessen. Geschaut wird auf Vollständigkeit und Aussehen. Uns war sofort klar, dass das nichts bringt.
Beim Mann haben wir DNA Fragmentierung gemacht. Auch unauffällig.
Es gibt aber Frauen, die in der GM einen Fehler haben. Das bedeutet, dass sie immer schwanger werden unabhängig von der Qualität der befruchteten Eizelle.
Gestern habe ich gelesen, dass GM auch Stammzellen hat, die die Einnistung fördern. Frauen mit vielen FGs haben zu wenig davon, wobei das sich auch ändern kann.
Ich habe selbst vier FGs in Folge und wir suchen immer noch nach einem Grund. Meine FGs waren aber in etwa zwei Wochen später als deine.
Ich werde nicht mehr zur AS gehen, sondern zu Hause die kleine Geburt machen, weil ich es als schonender für mich empfinde.
Beim dritten Test auf Gerinnungsstörung ist bei mir raus gekommen, dass mein Körper die Folsäure nicht so aufnimmt, wiean es sich vorstellt und ich deswegen weitere Medis neben soll.
Ich würde vielleicht mich an die Abortsprechstunde einer Uniklinik melden. Vielleicht haben sie ja bessere Ideen als die Kiwu-Klinik.


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  Klaranette
schrieb am 07.08.2019 17:12
Hallo Dom, ganz lieben Dank für die Anregungen. Das mit den Stammzellen habe ich auch irgendwo in einem Artikel gelesen, aber ich finde nirgends wie man das kontrollieren lassen kann oder ob es da eine Therapie für Betroffene gibt.
Mittlerweile bin ich auch echt überfordert mit den ganzen Kontrollen, die bei mir schon durchgeführt worden sind. Da werden Werte geprüft und ausgewertet und man weiß gar nicht wofür die alle stehen. Googeln hilft manchmal auch nicht weiter. Ich war bereits bei einem Hämatologen und in einem Blutgerinnungszentrum. Faktor-5 Mutation wurde ausgeschlossen, viele verschiedene Gerinnungskörper waren i. O., Gerinnungsaktivierung unauffällig, kein Nachweis von Antiphospholipid-Antikörpern. Ausschluss schwere Thrombophilie, Ausschluss hämorrhagische Diathese. Der Bericht ist von 2018 und voll mit Werten. Auffällig ist bei mir regelmäßig ein Eisenmangel und eine leichte Thrombozytose (immer zw. 500 und 570 Gpt/l, das scheint genetisch zu sein, da es keine Ursache für gibt, wurde bereits ausführlich untersucht) und im Bericht stand "leichte Lipoprotein-a Erhöhung 0,5 g/l und grenzwertiger Nachweis ANA. Die KiWu meinte mein Bericht sei unauffällig.

Ich würde gern demnächst testen lassen, wie meine Aufnahme für Eisen, Folsäure und Vitamin D funktioniert. Meine Mutti ist das ganze Jahr über am Gärtnern und in der Sonne und hat einen chronischen Vitamin D Mangel, eine Tante auch. Der wurde bei mir nun auch festgestellt. Wer testet denn die Speicherfunktion?

Wird in einer Abortsprechstunde denn nochmal speziell etwas untersucht? Dachte immer die KiWu sei schon das beste was man unternehmen kann. Ich schau mal was es bei uns gibt. Darf ich fragen, was du noch für Medikamente einnimmst?


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  xKirschblüte
Status:
schrieb am 07.08.2019 17:53
Liebe Klaranette,

zum Thema "leichte Lipoprotein-a Erhöhung" habe ich hier gelesen, dass das schon zu Aborten führt: die Frauen hier bekommen Heparin. Die Diskussion dazu ist aktuell, schau dich hier mal im Forum um.
Vitamin D testet mein internist. Hausarzt mit Heilpraktiker-Zusatzquali. Bei entsprechendem Verdacht würde der sicher auch wissen, was weiteres zu testen ist.
Am besten ist wirklich, du wendest dich an die von Dom empfohlene Sprechstunde in der Uniklinik.

Liebe Grüße, fühl dich gedrückt!
🍒Kirschblüte


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  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  Klaranette
schrieb am 07.08.2019 18:40
Hallo Kirschblüte, vielen Dank für die Antwort. Ich habe heute schonmal geschaut. Bei mir in der Stadt, obwohl Großstadt mit über 600.000 Einwohnern, gibt es leider keine Abortsprechstunde. Die Uni-Klinik bietet nur das gleiche Programm wie die Kinderwunschkliniken hier.

Das mir dem Lipidprotein-a finde ich gerade sehr erschreckend. Ich schau mich mal im Forum um. Vielleicht sollte ich tatsächlich mal eine Zweitmeinung einholen zu meinen ganzen Ergebnissen. Mir wurde bisher nie Heparin von einem der Ärzte vorgeschlagen. Gelesen habe ich davon schon, auch von ASS 100. Aber man sagte ja zu mir, es sei gerinnungstechnisch alles in Ordnung.

Was Eisen, Vitamin D und Folsäure angeht, möchte ich demnächst bei meinem Hausarzt vorsprechen. Über alternative Medizin habe ich auch schon nachgedacht, aber irgendwie denke ich, liegt mein Problem tiefer.

Ich bin so froh, dass ich hier nachgefragt habe, schon so viel neues zum Angehen. Vielen Dank!!


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  HulksMother
schrieb am 07.08.2019 18:47
Ich kann Dir nur nahelegen, keine weitere Ausschabung vornehmen zu lassen. Die Risiken für das Endometrium sind nicht so klein. Je mehr Ausschabungen, desto größer die Wahrscheinlichkeit des Asherman Syndroms. Und in Deinen Alter wäre mir das zu heikel. International ist es üblich, Ausschabungen erst nach der 10. Woche und bei schweren Komplikationen vorzunehmen. Du hast Zeit, informier dich und lass Dich nicht drängen.


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  Klaranette
schrieb am 07.08.2019 19:26
An den tollsten Nick, den ich je gelesen habe smile. Das mit den Ausschabungen ist so eine Sache. 1. Fehlegburt während der Prüfungsvorbereitung, ich konnte nicht abwarten, da die Prüfung nicht verschiebbar war, mich das alles sehr mitgenommen hat und ich auch nicht in einer Prüfung sitzen wollte und die Blutungen gehen evtl. los. Da war mir eine schnelle Ausschabung sehr recht. 2. Fehlgeburt war genau an Weihnachten, sehr fies. Meine FA hatte Urlaub, ich wollte wieder nicht warten und nicht in dieser Zeit in einer Notaufnahme enden müssen. Es wusste auch keiner in der Familie. Die Vorstellung zu Silvester einen Abgang zu haben,ach das lag alles wieder so doof. Ich habe dann am 27.12. noch einen Termin zur Ausschabung bekommen und war froh darüber. 3. Fehlgeburt natürlicher Abgang. Und jetzt ist es so, dass wir demnächst in den Urlaub fliegen. Ich hatte bisher nur gute Erfahrungen mit den Ausschabungen, was seelische Erholung betrifft und dass alles schnell verheilt und auch wirklich alles Gewebe raus war. Bisher habe ich auch keine Schäden davon, das wurde bereits kontrolliert. Ich habe einfach Angst vor dem Risiko, dass es sich dann evtl. länger hinzieht oder nicht alles abgeht und ich dann Probleme im Urlaub habe oder nicht fliegen kann.

Ich muss jetzt erstmal googeln, was das Asherman Syndrom ist.


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  HulksMother
schrieb am 07.08.2019 19:37
Danke für das Kompliment. smile
Es tut mir sehr leid, dass Du das alles durchmachen musst. Ich hatte auch vier Fehlgeburten (und habe ein Kind). Ich hatte zwei Fehlgeburten nach einer Ausschabung im Wochenbett und eine biochemische Schwangerschaft nach einer zweiten Ausschabung. Seit dieser habe ich keine Mens mehr und im Ultraschall sieht man praktisch keine Schleimhaut mehr. Ashermann kann nur sicher durch eine Spiegelung diagnostiziert werden. In Deutschland ignoriert man die Problematik und verkauft die Ausschabung als eine einfache, schnelle, komplikationslose Angelegenheit - es ist aber eine OP ohne Sicht mit Risiken. Medikamentös kann man Fehlgeburten viel schonender einleiten.
[www.asherman.at]


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.08.19 19:41 von HulksMother.


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  xKirschblüte
Status:
schrieb am 08.08.2019 11:40
HulksMother,

das ist wirklich erschreckend und tut mir leid! Beim Thema GSH bin ich auf eine Forenteilnehmerin gestoßen, die ihr Ashermann in den Griff bekommen hat. Online findet man ihre Tipps: [www.wegweiser-kinderwunsch.de]
Hoffentlich hilft dir das auch.

Klaranette: In welcher Großstadt wohnst du denn, wenn ich fragen darf? Vielleicht können wir dir Tipps/Namen von passenden Unikliniken geben.

Liebe Grüße!
Kirschblüte


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  HulksMother
schrieb am 08.08.2019 14:22
Mit inzwischen 44 mach ich da nichts mehr. Die Chance auf ein zweites Kind war mit 42 eh gering aber so ist sie halt unnötigerweise bei Null. Ich wünschte nur, dass die Frauen vor der Entscheidung zur OP über die tatsächlichen Risiken und die alternativen Methoden aufgeklärt werden. Diese „keine Sorge, sie schlafen ein bisschen, wir machen das für sie schnell weg, damit sie sofort weiter versuchen können, schwanger zu werden“ Haltung ist so bevormundend. Und es gibt Statistiken zu den Risiken. Asherman nach Ausschabung ist nicht sehr selten, die Vernarbung wird in Deutschland nur sehr selten diagnostiziert. Aus Unkenntnis.


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  summertime70
schrieb am 08.08.2019 22:53
Ich würde auch raten, dass Thema Gerinnung nochmal anzugehen. Mir hat eine befreundete Reproduktionsmedizinerin (praktisch sowas) nach der 2. FG geraten, auch bei normaler Gerinnungstestung (das ganze ist eine Weile her, mittlerweile wird vermutlich mehr getestet), Clexane zu spritzen bis die Plazentabildung abgeschlossen ist - das Argument war, dass es durchaus Gerinnungsstörungen gibt, die man mit den Standarttests nicht erwischt. Die Gynäkologen hier in meinem Umfeld waren da geteilter Meinung, aber mit Clexane waren dann von 4 weiteren Schwangerschaften 3 erfolgreich. Das war vermutlich nicht der einzige Grund, in der Medizin ist ja nichts schwarz weiß, aber ich denke schon, dass es die Einnistung und Placentaentwicklung durchaus unterstützt hat.


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  MissMolli
schrieb am 11.08.2019 22:03
Liebe Klaranette,

nur kurz: es tut mir sehr leid was Dir bisher wieder fahren ist. Mir ist es bisher nur einmal passiert, dafür aber im 4. Monat und stiller Geburt.
Was ich aber eigentlich will ist Dir Mut machen. Denn eine sehr gute Freundin von mir hatte ebenfalls 4 FG nach spontaner Sschwangerschaft. Und nur eine Ausschabung. Es wurde bei vielen Untersuchungen u.a. auch genetisch nichts gefunden. Beim 5. Mal hat es geklappt, die kleine ist nun 3 Jahre und bekommt im September ein Geschwisterchen!!!
Also bitte nicht die Hoffnung verlieren. Manchmal findet man keine Antwort auf die Frage warum. Ich würde aber alles checken lassen! Übrigens hat sie zur Sicherheit in der Schwangerschaft Utrogest (Progesteronzäpfchen) bis zum 4. Monat genommen. Aber woran es nun lag weiß bis heute keiner.
Ich selbst bin ebenso nun Mami und ich wünsche Dir viel Kraft und Mut es weiter zu versuchen!!! Liebe


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
avatar  Luzie***
Status:
schrieb am 12.08.2019 07:04
Hallo Klaranette,

wenn ich es richtig gelesen habe, wurde zweimal das das Gewebe untersucht und jeweils eine chromosomale Störung des Embryos gefunden, richtig? Zusammen mit den bereits erfolgten (unauffälligen) Untersuchungen legt das durchaus den Verdacht nahe, dass auch die beiden anderen Schwangerschaften aufgrund chromosomaler Störungen nicht gehalten haben.

Ich habe eine ähnliche Kiwu-"Biographie", siehe Signatur und Profil. Alles untersucht (nahezu unauffällig), fast sämtliche Behandlungsmethoden der Reproduktionsmedizin genutzt (außer PID/PKD) und nichts hat funktioniert. Es scheint durchaus Frauen zu geben, die auch bereits in den früheren und mittleren Dreißigern überdurchschnittlich viele chromosomal auffällige Eizellen produzieren.
Leider gibt es hierfür keine Behandlungsoption, man kann nur weiter versuchen und hoffen, auch mal eine genetisch intakte Eizelle zu erwischen.

Bei mir wurde ab der 3. Schwangerschaft mit Heparin unterstützt, auch wenn es keine klare/harte Indikation dafür gab, insofern würde ich das nochmals ansprechen oder mich an eine Gerinnungambulanz mit Erfahrung in der Betreuung Schwangerer überweisen lassen.
Deine Entscheidung für die Ausschabungen kann ich nachvollziehen, ich hatte 3 (komplikationslose) Ausschabungen, da ich gerne das Gewebe untersucht haben, schnell abschließen und weitermachen wollte und ein natürlicher Abgang terminlich (Auslandsdienstreisen) jeweils nicht gepasst hätte.

Alles Gute,
Luzie


  Re: 4. Fehlgeburt in Folge - was kann ich noch tun? (Vorsicht lang)
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  Sternchenmama12
Status:
schrieb am 13.08.2019 00:54
Hallo Klaranette,

ich habe eine ähnliche Geschichte wie Du (siehe meine Signatur). Zwei Fgs in der 8. Woche, dann Geburt meiner Tochter, dann wieder eine FG in der 5. Woche und noch zwei biochemische Schwangerschaft. Mittlerweile bin ich sicher, dass es an meiner Eizellqualität liegt. Auch wenn die Embryonen beim einsetzten immer AA Qualität hatten, weiss man doch nicht, was drinsteckt...Ich denke, dass Eizellspende eine Option sein kann, bzw. erst einmal PID bei deinen eigenen Eizellen.

LG,

Sternchenmama




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