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  IVF und Beschäftigungsverbot
avatar    Capsella
Status:
schrieb am 27.07.2019 20:19
Hallo,

hier sind doch bestimmt auch Frauen, die nach Kenntnis einer Schwangerschaft sofort ins Beschäftigungsverbot wechseln müssen.

Wie handhabt ihr das denn mit der Kinderwunschbehandlung? Offiziell ist man ja nach Embryonentransfer schwanger. Aber man weiß ja nicht, ob sich wirklich eine intakte Schwangerschaft entwickelt und wieviele Versuche man brauchen wird.

- Weiht ihr euren Chef und eure Kollegen bereits in die Behandlung ein?
- Unterrichtet ihr den Chef nach dem Transfer von eurer Schwangerschaft?
- Lasst ihr euch jedes Mal für zwei Wochen krank schreiben?
- Legt ihr die Behandlung immer vor Urlaub?
- Oder lebt ihr mit dem Risiko, dass sich das Ungeborene in den ersten zwei Wochen infizieren könnte?

Erzählt mal. Es interessiert mich einfach, wie ihr das so handhabt.

Hintergrund zu mir: ich arbeite in einem Labor mit potentiellen Teratogenen (fruchtschädigende Substanzen und Pathogene). Ich bin jedoch in der glücklichen Situation, mir meine Arbeit frei einzuteilen zu können und für die Planung meiner Versuche selbst verantwortlich zu sein. Ich plane die Versuche dann immer so, dass ich zwischen Transfer und Test nicht mit Teratogenen in Kontakt komme. Ist manchmal logistisch nicht leicht und manchmal braucht man Ausreden, wenn Kollegen um Hilfe fragen, aber bisher hat das immer gut funktioniert. Unmittelbar nach dem positiven Test weihe ich dann 1-2 Kollegen sowie Chef und Sicherheitsbeauftragten ein.

Darum suche ich keine Lösung für mich, sondern bin einfach neugierig, wie andere Frauen und Paare das machen.


  Re: IVF und Beschäftigungsverbot
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   Lilymadeleine86
Status:
schrieb am 29.07.2019 10:14
Hallo,

also ich habe kein Beschäftigungsverbot, arbeite nur im Büro, habe es aber 3x miterlebt bei einer Freundin und zwei Bekannten.

Erstmal zu meiner Erfahrung:

- Seit ich mit der IVF begonnen habe, habe ich meinem Chef und 2 Kollegen eingeweiht
- Mein Chef weiß über Punktion, Transfer Bescheid und als es jetzt einmal kurz bei mir geklappt hat, habe ich Ihn auch unterrichtet
- Lasse mich nicht krank schreiben
- Versuche es aber so zu legen das ich zumindest eine Woche nach Transfer Urlaub habe

So nun zu den anderen, war es so als die SSW bestätigt wurde also in Woche 8 oder 9 ab dann hatten Sie das Berufsverbot, eine Bekannte hat sich aber nachdem Transfer immer die 1 Woche krank gemeldet und dann den BT schon TF+8 gehabt und als er positiv war ist Sie 2 Wochen in Krankenstand gegangen und dann hat der FA die SSW schon bestätigt und ist zum Chef etc. gegangen und hatte ab dann das Berufsverbot.

schön das es geklappt hat bei dir smile.

lg


  Re: IVF und Beschäftigungsverbot
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   blackmoon
Status:
schrieb am 29.07.2019 12:23
Hallo,

ein wirklich interessantes Thema. Ich bin Krankenschwester und arbeite in der Anästhesie. Ich hatte damals 4 befreundete Kolleginnen (die waren so lieb und haben immer ihre Dienste mit mir getauscht, damit alles passte) und meinen direkten Vorgesetzten eingeweiht. So dass ich nicht z.B. nach TF in Abteilungen mit Röntgen eingesetzt wurde. Es wurde auch wirklich penibel drauf geachtet und wenn mal jemand anders geplant hatte und ich doch in einem solchen Bereich eingeteilt war, so wurde ich direkt mit jemandem getauscht 😊
Ich war nach den ersten beiden TFs nicht krankgeschrieben und ging ganz normal arbeiten, hatte aber natürlich viel Pech. Ist ja dann typisch in solchen Situationen. Z.B. musste ich in einem 24 Stunden-Bereitschaftsdienst an einem Samstag TF +4 oder 5, 22 Stunden durcharbeiten. Arbeit hab ich eigentlich immer als Ablenkung gesehen, aber dieser Tag war echt die Hölle. Daraufhin wurde ich nach dem 3. TF krankgeschrieben. Das tat meiner Psyche aber auch nicht wirklich gut 😅 nach dem 4. wurde ich dennoch wieder krankgeschrieben, da war aber zum Glück mein Mann viel zuhause und dieser Versuch endete positiv. Ich war dann erstmal 2 Wochen vom HA krankgeschrieben und ging dann nach positiven US und Entlassung aus der KiWu direkt ins BV. Ich wollte auch absolut nichts riskieren. 11 Jahre erfolgloser KiWu war einfach genug 😅
Nächste Woche wird mein Sohn ein Jahr alt und ich gehe die Woche darauf wieder arbeiten - und ich freue mich drauf 😊
Meine Kollegen und Chefs (am Ende wussten fast alle von der IVF) waren und sind unglaublich verständnisvoll und haben mir immer alles ermöglicht und geholfen und ich bin dafür unendlich dankbar. Man muss dazu sagen, dass leider erschreckend viele gerade in meinem direkten beruflichen Umfeld auch ihre z.T. sehr schwierigen KiWu-Zeiten hinter sich haben. Natürlich ist das Verständnis dann nochmal ein anderes...
Ich würde heute nichts anders machen als damals.

Ganz liebe Grüße bm


  Re: IVF und Beschäftigungsverbot
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   Hanna1982
schrieb am 29.07.2019 19:36
Hallo, bei Geschlechtsverkehr nach Plan und 3 Inseminationen habe ich normal gearbeitet. Für die erste IVF hatte ich meinen Resturlaub genommen 5 Wochen ich wollte einfach beste Voraussetzungen schaffen kein Stress, genug Trinken Gesund ernähren usw. In meinem Beruf ist das oft nicht möglich zudem besteht die Gefahr körperlich angegriffen zu werden. Auf jeden Fall hat die erste IVF geklappt. Ich bin im 8. Monat. Als ich von der Schwangerschaft erfahren habe habe ich es meinen direkten Vorgesetzten gesagt und es erst in der 11.ssw offiziel bekannt gegeben. Ab da hatte ich 2x Beschäftigungsverbot, 1x Dienstunfähigkeitsbescheinigung und wieder Beschäftigungsverbot bis zur Geburt.


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  Re: IVF und Beschäftigungsverbot
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   Sternlein28
schrieb am 30.07.2019 22:56
Hallo!

Vor zwei Jahren bei meiner Tochter wusste das Team samt Chefin Bescheid von meiner ICSI-Behandlung. Es ging auch nicht anders, da ich früh morgens zur Untersuchung musste und mein Dienstbeginn auch immer früh war. Sie waren alle verständnisvoll und Sie haben dann auch darauf geachtet, dass ich nicht schwer hebe. Nach dem Transfer habe ich mich 1 1/2 Wochen krankschreiben lassen und dann habe ich bis zum BT gearbeitet. Am Tag des Bluttestes habe ich mich wieder krank gemeldet. Anschließend wusste meine Chefin, dass ich schwanger bin. Offiziell habe ich es allerdings erst in der 8SSW gemacht, als ich die Herzschläge hörte. Ab da hatte ich dann BU.
Nun sind wir wieder in Behandlung und diesmal habe ich ab nächste Woche drei Wochen Urlaub. Und meine jetzige Chefin und Kollegen bis auf eine Wissen nicht Bescheid. Sollte es diese Mal nicht klappen, würde ich mich beim nächsten Mal von der Punktion bis zum Bluttest krankschreiben lassen. Von einer möglichen Schwangerschaft würde ich erst nach zwölf Wochen erzählen, da ich zu viel Angst hätte, dass vorher eas schief geht.
LG


  Re: IVF und Beschäftigungsverbot
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   Lilina9
schrieb am 31.07.2019 09:48
he

ein wirklich interessantes thema- was mich auch voll betrifft.

auch ich bin krankenschwester, arbeite auf einer intesivstation und kann ähnlich wie blackmoon berichten.

meine direkte vorgesetzte, also meine chefin, die die dienstpläne macht ect., ist eingeweiht und sehr rücsichtsvoll u entgegenkommend.
einige kollegen wissen auch bescheid.

aber wie gesagt, mann kann ja auch nciht 3-4 wochen durch in kr.stand gehen- im falle eines positiven testes. soweit hab ich es aber noch nie geschafft.
ich hantel mich immer mit diensttausch, paar krankenstandstage, vereinzelt kurzdienste wo ich auf fauli mache, zieh den test paar tage vor,....durch.
bis jetzt recht gut gegangen.
aber sollt ich mal einen positiven test in der hand halten, wird es schweirig, da ich eine Schw.schaft auf keinen fall zu früh melden mag und 3-4 wochen kr.stand für reichlich gesprächsstoff unter den kollegen sorgen.

was mir ja prizipiell egal sein sollte, aber frau ist nunmal so, macht sich viele gedanken, schlechtes gewissen, ....
beim 1. transfer war ich gleich durchgehend 1,5 wochen krank gemeldet und wie blackmoon beschreiben hat, optimal ist das auch nciht, zuviel zeit zum nachdenken, schlechtes gewissen gg kollegen, grübeleien, ...

ein leidiges thema!!!

ABER nach meinem letzten transfer hab ich beschlossen, dass ich NIE NIE NIE wieder rücksicht auf die arbeit nehmen!
es waren wieder situationen, wo kollegen blöd geredet haben, böse keime auf der station waren, ich in blöde situationen gekommen bin, mich über meine chefin geärgert habe, ...

ein leidiges thema

alles liebe L




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