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  PID - siehe auch Forumnews...
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  CaraHope
schrieb am 18.07.2019 10:45
Lieber "Forums-Doc",

zunächst einmal vielen Dank für die immer wieder interessanten Forumnews und ihr Engagement!

Ich habe auf dem Gebiet der PID absolut keine Ahnung und wollte einmal fragen, wie hoch die Kosten denn pro Blastozyste sind. Sind die wirklich so hoch? Und: Wird diese Untersuchung z.B. in der Regel bei überzähligen Embryonen älterer Patientinnen genehmigt? Und: Wie lange dauert eine solche Prozedur dann durchschnittlich (angefangen bei der Antragsstellung bis hin zum Vorliegen eines Untersuchungsergebnisses)?

Natürlich dürfen mir sehr gerne auch andere berichten, die hier bereits einschlägige Erfahrung gesammelt haben oder das entsprechende Fachwissen haben.

Vielen Dank!


  Re: PID - siehe auch Forumnews...
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  46
schrieb am 18.07.2019 11:47
Cara - meines Wissens nach ist das nur möglich wenn bei Euch beiden das Risiko einer schweren Erbkrankheit vorliegt, ihr beide also genetisch vorbelastet seid. Mit dem Argument Alter (ich glaube Du bist 48 und die Blastos sind 46 Jahre alt) wirst Du dort nicht viel ausrichten können.

Zitat: [www.drze.de]

Am 7. Juli 2011 haben in Folge dieser Entwicklung die Mitglieder des Deutschen Bundestages mehrheitlich für einen Gesetzesentwurf gestimmt, dem zufolge die PID an pluripotenten Zellen eines Embryo - also auch an den Zellen des Embryoblasten - dann erlaubt ist, wenn bei den Eltern das hohe Risiko einer schwerwiegenden Erbkrankheit vorliegt.

Sollte ich mich irren ist es aber sicher ein gangbarer Weg, damit ihr euch fehlgeburten und biochemische Schwangerschaften erspart...obwohl erspart...ich hatte die trotz PID Embryonen in Serie...nun ja, man steckt nicht drin.

Sollten die Blastos doch nicht von dir sein sondern Spenderblastos (keine Unterstellung, ich weiss es nicht) dann lohnt sich PID sicher nicht. Dann würde ich auf die Kraft der Jugend der Spenderin hoffen!


  Re: PID - siehe auch Forumnews...
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  iola20
Status:
schrieb am 18.07.2019 13:14
In D ist die Pid außer bei Erbkrankheiten verboten.
In Österreich ist es eher erlaubt, wobei es bei mir nicht genehmigt wurde. Man braucht 3 frühe Aborte oder Fehlgeburten wo ein Chromosomendefekt vermutet wird. Bei mir war wahrscheinlich die Geburt meiner Zwillinge der Grund warum es nicht ging. Dass ich davor 7 Transfer mit Fehlgeburten und bioch. SSen hatte zählte nicht mehr.
In bin dann nach Tschechien gegangen um eine pid zu machen. Hat in meinem Fall aber nichts gebracht da alle 8 getesteten Blastos genetisch defekt waren... einer davon nur zu 40%(mosaik, dh. 3 der 5 entnommenen Zellen normal, 2 nicht), der wurde transferiert, da ja auch gesunde Zellen vorhanden sind und man davon ausgeht, dass die gesunden zum Embryo werden und die defekten zur Plazenta. Es werden ja nur Zellen der Plazenta untersucht. Hat aber nicht geklappt.

Dass gesunde Kinder aus 100% defekten Embryos entstehen kann möglich sein, aber wäre mir zu riskant. Ich bin ja stark davon ausgegangen dass bei mir so viele Transfere mit superblastos aufgrund von Chromosomenfehlern nur zu kurzen ss geführt haben.

Lg iola


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.07.19 13:24 von iola20.


  Re: PID - siehe auch Forumnews...
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  Lilina9
schrieb am 18.07.2019 13:14
he
ich weiß nciht wie dies gestzeslage in D genau ist, aber so weit ich das weiß, muss eine indikation vorliegen (erbkrankheit, translokation, mehrer FG) u die kriterien sind wirklich sehr streng! ich denke, dass du da in D keine chance haben wirst, wenn sie nur auf grund des alters untersucht werden sollen- wenn ich das jetzt richtig verstanden habe.
wir sind auf grund einer erbkrankheit auf die PID angewiesen u der aufwand, inkl kosten ist wirklich groß.
ich glaub, dass es im ausland leichter geht, falls dir dieser denkanstoß hilft.
oder ev. polkörperdiagnostik.

wünsche dir alles gute!


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  Re: PID - siehe auch Forumnews...
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  CaraHope
schrieb am 18.07.2019 14:46
Vielen Dank für die schnellen Antworten! Hatte dazu nicht recherchiert. Der Fall scheint aber ziemlich klar zu sein, wenngleich es ethisch sicher keine einfache Antwort in speziellen Fällen gibt.

[www.bundesaerztekammer.de]

Trotzdem würden mich z.B. auch die Kosten interessieren.


  Re: PID - siehe auch Forumnews...
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  Lilina9
schrieb am 18.07.2019 15:33
möchte die kosten hier nciht veröffentlichen, aber mit mehrern 1000euro musst du rechnen.
kommt auch glaub ich drauf an ob auf einen bestimmten gendefekt gesucht wird o alle chromosomen gecheckt werden.
die PID ist wirklich ein großes thema da solltest du dich gut von der kiwu klinik beraten lassen- ev. auch von einem humangentiker.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.07.19 15:36 von Lilina9.


  Re: PID - siehe auch Forumnews...
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  Tingeltangeltina
schrieb am 18.07.2019 19:48
Genaue Kosten sind wirklich schwer zu sagen, kommt auch ein bischen auf die jeweilige Praxis an - manche rechnen pauschal (bis zu 10 Blastos) ab andere Pro untersuchter Blasto und, wie auch Lilina schon schrieb, gibt es unterschiedlich teure Verfahren: Nur Aneuploidie-Screening (also Chromosomen-Zählen) oder auch Suche nach Monogenetischen Erkrankungen (mach nur sinn bei erblicher Vorbelastung)
Dann kommt zur PID ja natürlich noch die ICSI-Kosten (IVF nicht möglich) und auch immer das Vitrifizieren und Kryotransferkosten dazu (Frischtransfer nicht möglich), also alles in allem ist man da schnell bei 10.000 oder mehr für einen Versuch. Wenn man das Glück hat, daß mehr als eine gesunde Blasto übrig bleibt, hat man daraus dann natürlich mehr als einen Kryo-Versuch.

Ganz ehrlich? Ohne bekannte Erbkrankheit oder Translokation würde ich keine PID machen. Wir waren leider auf PID angewiesen und bevor es geklappt hat, hatte ich trotz PID zwei negative Transfere und zwei biochemische Schwangerschaften.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.07.19 19:50 von Tingeltangeltina.


  Re: PID - siehe auch Forumnews...
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  iola20
Status:
schrieb am 18.07.2019 23:42
Kosten gerne per PN wenn gewünscht.

Lg iola


  Re: PID - siehe auch Forumnews...
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 21.07.2019 19:38
Zitat
CaraHope
Vielen Dank für die schnellen Antworten! Hatte dazu nicht recherchiert. Der Fall scheint aber ziemlich klar zu sein, wenngleich es ethisch sicher keine einfache Antwort in speziellen Fällen gibt.

[www.bundesaerztekammer.de]

Trotzdem würden mich z.B. auch die Kosten interessieren.

Es werden immer Einzelfallentscheidungen im Rahmen einer Ethikkommission gefällt. Dem Memorandung der BÄK kann man entnehmen: "Keine Indikationen für PID sind
insbesondere Geschlechtsbestimmung ohne Krankheitsbezug, Alter der Eltern und Maßnahmen der assistierten Reproduktion im Allgemeinen. "

Wie auch immer. Die Kosten sind von Zentrum zu Zentrum unterschiedlich. Auch die Kosten für die Ethikkommission in den einzelnen Bundesländern. Aber man kann schon mal in den 5-stelligen Bereich kommen.

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: PID - siehe auch Forumnews...
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  CaraHope
schrieb am 21.07.2019 20:31


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