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  1. IVF trotz größter Chancen missglückt
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  Melida
schrieb am 13.06.2019 16:38
Hallo zusammen, ich lese jetzt seit einiger Zeit hier mit und komme so langsam in die Thematik rein.
Vielleicht kurz zu unserer Geschichte (Achtung lang):
Niemals im Leben hätte ich damit gerechnet, dass unser Wunsch nach einem zweiten Kind so problematisch zu realisieren ist.
Unsere Tochter wurde 2015 geboren und entstand ganz unproblematisch auf natürlichem Weg.
Nach ca einem Jahr kam der Wunsch nach einem weiteren Kind auf... Es wollte nicht gleich klappen, was wir entspannt sahen, da ich Langzeit stillte. Meine damalige Gyn riet mir zeitnah abzustillen und dann würde es schon klappen. Dies kam aber für mich nicht in Frage und aufgrund einer veränderten beruflichen Situation meines Mannes und damit verbundener Abwesenheit seinerseits schoben wir den Kinderwunsch einfach noch etwas nach hinten raus.
Als es dann aber immer noch nicht klappen wollte, stellte ich mich erstmals auf Anraten meiner neuen Gyn in einer auf Endometriose spezialisierten Klinik vor... Bingo. Das war der Grund.
Nach einer OP sollte es nun klappen.
Tat es auch. Direkt im zweiten Zyklus wurde ich schwanger.
Es gab jedoch Probleme und ich wurde mit dem NRW ins nächste Krankenhaus gebracht. Dort wurden meine Beschwerden nicht ernst genommen, ich wurde untersucht, es konnte kein Embryo in der Gebärmutter festgestellt werden. Der HCG Wert stieg regelrecht und auch das bei einem Wert von fast 6000 immer noch kein Embryo zu sehen war, schien dort niemanden zu beunruhigen.
Ich wurde entlassen.
Nach zwei Tagen landete ich erneut mit Schmerzen dort, sehr starken Schmerzen.
Nachdem der Wert bei 10000 lag und ich noch immer nichts sichtbares vorweisen konnte entschieden sie sich zu einer Bauchspiegelung. Die Schmerzen wurden stärker, und kein Schmerzmittel half . Man ließ mich warten. Irgendwann nach vielen Stunden endete es in einer Not OP.
Es war eine Eileiterschwangerschaft. Der Eileiter mittlerweile geplatzt. Es wurde kein Versuch unternommen ihn zu retten , obwohl es meinerseits schon beim ersten Besuch den Hinweis gab, dass ich durch die Endometriose nur noch einen intakten Eileiter besaß.

Ich wurde nach zwei Tagen entlassen mit dem Hinweis, dass ich ja eine künstliche Befruchtung in Anspruch nehmen kann.

Eine andere Wahl blieb uns ja nicht.

So und jetzt geht's auch ganz schnell. zwinker

Wir hatten nun soeben unseren ersten Versuch, der leider trotz zweier sehr guter Blastos und großartigen Werten negativ endete.
Natürlich zweifel ich nun, ob es denn überhaupt noch Chancen gibt.
Unsere Ärztin aus der Kiwu-Klinik möchte es jetzt direkt mit einem natürlichen Zyklus probieren, da wir noch eine Blastozyste kryokonserviert haben.
Ist das überhaupt sinnig? Was heißt in dem Fall natürlich?
Nehme ich keine Medikamente?
Ich habe gerade einfach nur Angst, dass wir aufgrund von finanziellen Mitteln nicht mehr zu unserem Wunschkind kommen und merke immer wieder die Wut auf das Krankenhaus aufsteigen.
Mir ist klar, dass es kein Patentrezept gibt, aber vielleicht hat ja die eine oder andere ein paar Tipps die vor, während und nach der Behandlung einen Erfolg vielleicht positiv beeinflussen können... Ich nehme jeden Strohhalm...
Vielen lieben Dank,
Mel


  Re: 1. IVF trotz größter Chancen missglückt
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  iola20
Status:
schrieb am 14.06.2019 10:20
Auch bei idealen Vorraussetzungen liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwanherschaft pro Punktion bei ca. 30 Prozent.
Es ist also wirklich ein Glück wenn es bei der ersten künstlichen Befruchtung klappt.

Lg iola


  Re: 1. IVF trotz größter Chancen missglückt
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  Gamora83
Status:
schrieb am 14.06.2019 14:26
Hallo Mel,

auch wenn es schwer fällt, erstmal tief durchatmen. Leider hat man auch trotz perfekter Voraussetzungen keine Garantie, dass es auf Anhieb klappt. Es müssen ganz viele Faktoren passen, damit es zu einer Schwangerschaft kommt. Es ist noch alles offen und du warst ja auch schon zweimal schwanger. Das sind gute Voraussetzungen.
Das das Krankenhaus so einen Mist gebaut hat, ist mehr als ärgerlich. Wenn der Eileiter allerdings schon geplatzt war, lässt sich dieser leider oft nicht mehr retten.

Wie alt bist du denn?

Ihr würdet dann wohl eine Kryo im natürlichen Zyklus vornehmen. Dann musst du nicht stimulieren, ich hatte jetzt noch keinen, deshalb kenne ich den genauen Ablauf nicht. Aber man wird wohl schauen, wann dein ES ist und dann bekommst du deine Blasto zurück. In der zweiten Zyklushälfte wirst du wahrscheinlich Progesteron nehmen müssen.

Wegen den Kosten ist die Frage, bei welcher Krankenkasse ihr seid. Es gibt ein paar, die 100 % der gesetzlichen Kosten für IVF/ICSI übernehmen. Evtl. lohnt sich ein Wechsel für euch ja.

Alles Gute
Gamora


  Re: 1. IVF trotz größter Chancen missglückt
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  blackmoon
Status:
schrieb am 14.06.2019 16:18
Hallo Mel,

ich schließe mich einfach Gamora an, denn sie hat alles so geschrieben, wie ich es auch geschrieben hätte 😁
Dass Dich das KH mit steigendem und ja auch wirklich seeehr hohem HCG ohne Fruchthöhle (und bei dem Wert ja sogar schon deutlich mehr) gesehen zu haben entlässt, finde ich unverantwortlich. Schon beim Lesen war mein erster Gedanke „Eileiterschwangerschaft“...
Einen geplatzten Eileiter rekonstruieren ist leider nicht möglich und wäre wohl auch recht sinnfrei, da selbst wenn es einer hinbekommen könnte, durch die Vernarbungen nichts mehr durch käme. Meiner wurde nur vorsichtig geschlitzt und dennoch ist er so vernarbt, dass da nichts mehr durch passt.
Wenn ich aber bedenke, welch ein riesen Aufstand bei mir damals gemacht wurde, als der Verdacht gestellt wurde, bin ich wirklich schockiert, dass die Klinik so lapidar mir der Gefahr umgegangen ist ! Das Ganze kann ja noch weitaus schlimmere Ausmaße annehmen. Aber davon wollen wir nicht reden. Ist ja so gesehen noch glimpflich ausgegangen...
Ich kann Dir auch nur raten, wenn Du nicht schon 40 Jahre alt bist, über einen Krankenkassenwechsel nachzudenken. Die Kryo hast Du ja noch, die müsstest Du eh selbst bezahlen, sollte es aber noch einen weiteren Versuch brauchen, so macht ein Wechsel sicher Sinn. Wenn Ihr diesen Versuch voll selbst bezahlt habt, so stehen Euch ja noch 3 Versuche von der Kasse zu.
Zu den „größten Chancen“ kann ich leider nur sagen, dass in 11 Jahren Kinderwunsch bei mir nichts gefunden wurde, was eine Schwangerschaft verhindert und dennoch hatte ich niemals eine Einnistung. Alles war immer nur perfekt, ich wollte das schon gar nicht mehr hören. Im 4. TF hat es dann endlich auch geklappt. Leider klappt es oft nicht im ersten Versuch. Aber vielleicht ist die Blasto, die Ihr noch habt, genau die eine richtige.
Daumen sind gedrückt, ich wünsche Dir, dass es mit der Kryo klappt und Du Dir dann über weiteres Vorgehen gar keine Gedanken mehr machen musst !!! ✊🏼

Ganz liebe Grüße bm


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  Re: 1. IVF trotz größter Chancen missglückt
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  Melida
schrieb am 14.06.2019 22:47
Vielen Dank für euer Feedback. ❤
Ich bin noch 38 und habe gestern schon mit einer Krankenkasse Kontakt aufgenommen. Wir werden mit ziemlicher Sicherheit wechseln.
Da der 1. Versuch ja anteilig von unserer jetzigen KK übernommen wurde, hätten wir bei der neuen leider nur noch zwei Versuche.... Aber besser zwei als keine.
Vielleicht ist ja wirklich diese eine Blastozyste unser Glück. Ich finde es jedenfalls sehr angenehm, dass es wirklich soweit natürlich hergeht.
Mir war nicht klar, dass man dann gar keine Medikamente nehmen muss, aber wie gesagt, so lange bin ich noch nicht in der Thematik. smile
Ich danke euch von Herzen und freue mich weiterhin auf einen regen Austausch.
Liebe Grüße
Mel




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