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  Schlechte Erfahrung mit Kiwu-Klinik, Therapeutisches Schreiben
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  Hope2019
schrieb am 27.05.2019 15:14
Hallo,

...das Thema Kinderwunschbehandlung ist ja keines, das man locker am Stammtisch oder mit Kollegen im Büro bespricht.
Trotzdem muss es manchmal raus.
..und da bin ich wirklich von Herzen froh, dass es dieses Forum gibt, in dem man Gleichgesinnte findet, die einen verstehen.

Heute muss ich mir einfach mal die letzten Monate von der Seele schreiben. Ohnmacht



Ich, 41 habe mit meinem neuen Partner einen Kinderwunsch.
Aus einer früheren Beziehung habe ich bereits ein Kind von 9 Jahren.

Da ich vor ein paar Jahren wg. schlechten Pap Werten insgesamt drei Konisationen über mich ergehen lassen musste und ja auch nicht mehr die Jüngste bin, haben wir uns Anfang des Jahres an die Kiwu XY gewandt.
Wir sind privat versichert und waren in der Privatsprechstunden von Prof. XX.
Nach Ultraschall und Blutuntersuchungen (Progesteron, Östradiol und TSH) wurde beschlossen, dass eine Stimulation mit Clomifen und eine Insemination (wg. verengter Zervix) gemacht werden soll.

Gesagt getan…
Aufgrund TSH von 3.07 nehme ich seither auch L´Thyroxin 50 und bin mittlerweile bei TSH 2.05.

Nach insgesamt drei Ultaschallterminen incl. Blutwerten stand der Termin zum ES-Auslösen und zur Insemination fest.
Es hatte sich ein einzelner, schöner Follikel am rechten Eierstock entwickelt.
Was mir bis dahin jedoch negativ auffiel war, dass wir jedes Mal bei einem anderen Arzt zum Ultraschall waren.
Dieser führte den Ultraschall nach einem kurzen Blick in meine Akte durch und zack – drei Minuten später stand ich wieder vor der Tür.

Laut den Blutwerten hatte ich während der gesamten ersten Zyklushälfte einen recht hohen lh-Spiegel.
In einem Halbsatz erwähnte Prof. XX das mal. …da wäre es ggf besser mit etwas anderem als Clomifen zu stimulieren.

Am Tag der Insemination hatte die Ärztin (wieder ein neues Gesicht) größte Probleme den „Eingang“ zur Zervix zu finden.
Sie stocherte mehrfach mit dem Katheter herum, wurde merklich nervös und fluchte sogar… traurig
Ich lag da, es tat höllisch weh und ich hätte nur heulen können.
Irgendwann sagte sie dann, dass es geklappt hätte.
14 Tage später: Das Ergebnis der Insemination war negativ.

Ein Telefonat mit dem Sekretariat von Prof. XX sagte mir die Sekretärin (!), dass ich im nächsten Zyklus wieder Clomifen nehmen soll und am 10. Zyklustag zum Ultraschall kommen sollte.

Am 10. Zyklustag ergab der Ultraschall (mal wieder bei einer anderen Ärztin), dass kein Follikel, dafür aber eine Zyste am rechten Eierstock zu sehen sei.
Die Gebärmutterschleimhaut war minimal aufgebaut.
Am gleichen Nachmittag bekam ich dann einen Anruf, dass laut den Blutwerten der Eisprung schon gewesen sei!
Ich soll mich im nächsten Zyklus melden... Arschtritt

Durch das Form erfuhr ich zu diesem Zeitpunkt, dass es eigentlich üblich sei, dass bei einer Stimu mit Clomifen am Zyklusanfang eine Zystenkontrolle durchgeführt wird.

…wie auch immer… ich meldete mich Anfang Mai wieder bei der Kiwu XY.
Nachdem mir die Sekretärin (!) wieder Clomifen verordnen wollte, bestand ich auf einen Telefontermin bei Prof. XX.
Dieser musste sich erstmal meine Befunde zusammensuchen und sagte, dass ER vom Ultraschall nicht zwangsläufig auf eine Zyste geschlossen hätte.
Wir sollten im nächsten Zyklus nochmal mit Clomifen stimulieren und halt früher zum Ultraschall kommen.
Nachdem ich ihn dann auf seine eigene Aussage bezüglich der hohen LH-Werte angesprochen hatte, schwenkte er um („ah ja, stimmt…“) und empfahl eine Spritzenstimulation.

Nach diesem Telefonat fragte ich mich, wer hier wen berät… Gute Nacht

Das alles zusammen brachte uns dazu, die Kiwu zu wechseln.

Dort wurde bei dem Ersttermin ein ausführliches Gespräch geführt, Blut abgenommen (und dann auf wirklich alles Mögliche untersucht – nicht nur auf drei Werte!) und ein Ultraschall gemacht.
Hierbei äußerte die Ärztin starke Zweifel, dass eine Insemination überhaupt funktionieren könne, weil meine Zervix so vernarbt sei.
Sie versuchte es probehalber und ich wäre fast vom Stuhl gesprungen.

… sie sprach es nicht explizit aus… aber es stand der massive Zweifel im Raum, dass die Insemination in der Klinik XY überhaupt korrekt stattfinden konnte.
Eine weitere Stimulation sollte, aufgrund der LH-Werte und der Erfahrung mit der Zyste mit Spritzen erfolgen.
Aber erst, wenn das mit der verengten Zervix behoben sei!!!

Letztlich hatte ich vergangene Woche eine ambulante OP bei der die Zervix gedehnt wurde um überhaupt eine korrekte Insemination durchführen zu können.
Der Operateur hat bestätigt, dass mit meinem Befund eine Insemination so gut wie nicht machbar gewesen sei.

Leider habe ich momentan das Gefühl, dass durch das Clomifen meine Hormone völlig aus dem Gleichgewicht geraten sind.
Die Zyste ist immer noch da und einen ES habe ich diesen Zyklus auch nicht.

Die Erfahrung mit der Kiwu XY belasten mich ziemlich.
Ich bin abwechselnd deprimiert und wütend!

Ich habe dem Prof. XX vertraut und nun habe ich das Gefühl, dass es ihn (und auch die anderen Ärzte) kein Stück interessiert hat, ob wir Erfolg haben oder nicht.
Wenn wir dort geblieben wären, hätte man munter weiter stimuliert und Inseminationen versucht, die zum Scheitern verurteilt waren!!!

Im Augenblick hoffe ich inständig, dass die Zyste weggeht und sich meine Hormone wieder einkriegen.

Ich überlege, ob ich an die Kiwu XY einen Brief schreibe und meine Eindrücke schildere.


LG,
Hope


  Re: Schlechte Erfahrung mit Kiwu-Klinik, Therapeutisches Schreiben
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  Jella85
schrieb am 27.05.2019 21:49
Kinderwunsch-Klinik wechseln! Du kannst natürlich denen was schreiben, aber such Dir eine kleinere Praxis wo eine Person Dich berät.
Bei mir hat übrigends Letrozol besser angeschlagen als Clomifen....das hat mir nur ne fette Zyste gemacht. Ich bin in einer kleineren Praxis und habe eine Ärztin. Bin zufrieden!


  Re: Schlechte Erfahrung mit Kiwu-Klinik, Therapeutisches Schreiben
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  xKirschblüte
Status:
schrieb am 27.05.2019 23:33
Hallo du smile

In welcher Region bist du denn unterwegs? VIelleicht können wir dir Kliniken empfehlen.

Letrozol klappt bei mir in Kombination mit Kortison (gegen die männl. Hormone) auch super smile Mein Arzt bevorzugt es ggü. Clomifen, da unter Letrozol die GSH besser wächst.

Liebe Grüße
Kirschblüte


  Re: Schlechte Erfahrung mit Kiwu-Klinik, Therapeutisches Schreiben
avatar  wird schon
Status:
schrieb am 28.05.2019 05:26
Guten Morgen! Tut mir sehr leid, dass du diese schlechten Erfahrungen gemacht hast!! Ich hatte in meiner früheren kiwu auch so IUIs, wo eigentlich klar war, dass es gar nicht klappen kann. Einmal wurden die Spermien so weit vor dem Eisprung inseminiert, dass sie gar nicht mehr leben konnten zum Zeitpunkt des Eisprungs. Es sind gefrorene Spermien von der Samenbank und die Ärztin wollte mir immer erzählen, dass diese definitiv 4-5 Tage leben. Da ich im Internet immer viel kürzere Dauer für aufgetaute Spermien las, schrieb ich der Samenbank und diese antwortete, dass sie nur eine Lebensdauer von 24 Stunden garantieren können. Der Versuch war also völlig sinnlos, weil zu früh transferiert. EIn anderes Mal wurde zu spät transferiert, weil der Blutwert zeigte, dass der Eisprung schon im Gang war und wegen Wochenende wurde knapp 3 Tage später inseminiert, was auch totaler Quatsch war. Und wieder ein anderes Mal, hat die Ärztin die Einheiten von E2 verwechselt und ging fälschlicher Weise von einem reifen Ei aus..... man fühlt sich ausgeliefert und verarscht...

Es war auch ein großes kiwu-zentrum und die Abfertigung fließbandmäßig. Dennoch habe ich grundsätzlich mehr Vertrauen in größere Einrichtungen. Habe dort auch "meine" Ärztin gefunden, der ich voll vertraue, die viel AHnung hat und sich Mühe gab. Der folgte ich dann auch in ein anderes (großes) Zentrum. Ich glaube mit IUIs geben sich viele kaum Mühe, obwohl da so viel zu berücksichtigen ist.

Zu deiner Situation: ich brauchte auch eine Dilletation. Nicht wegen Vernarbung, sondern Stenose. Und dann hatte es auch geklappt (mit IVF). Vielleicht ist es ja eine Aufmunterung, dass sie zumindest eine mögliche Ursache gefunden haben, die behoben werden kann. Oft sitzt man ja ratlos da und weiß nicht warum es nicht klappt. Ich wünsche dir viel Erfolg!


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  Re: Schlechte Erfahrung mit Kiwu-Klinik, Therapeutisches Schreiben
no avatar
  Hope2019
schrieb am 29.05.2019 11:08
Danke für eure Antworten.

Wir haben die Kiwu ja bereits gewechselt.
Jetzt in der neuen wurden wesentlich umfangreichere Untersuchungen durchgeführt und wir fühlen uns wesentlich besser beraten.

@wird schon: Eine Stenose hatte ich auch (wegen der Vernarbungen aufgrund Konisationen) Ich habe nun seit dem Eingriff letzten Donnerstag Blutungen. War das bei dir auch so? Ich mache mir Sorgen, da es überhaupt nicht weniger wird. Der Arzt meinte aber am Telefon, dass alles im grünen Bereich sei...


LG,
Hope


  Re: Schlechte Erfahrung mit Kiwu-Klinik, Therapeutisches Schreiben
avatar  wird schon
Status:
schrieb am 29.05.2019 12:45
Haben die bei dir vielleicht auch gleich ein scratching gemacht? Bei mir war das so und dann habe ich auch geblutet.




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