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  Wieder grottiges Ergebnis ICSI - EZ-Qualität
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  Grinsecat_1980
schrieb am 25.05.2019 11:56
Liebes Team, liebe alle,

wir sind echt verzweifelt nach zwei erfolglosen IVFs und einer erfolglosen ICSI und suchen jetzt hier Rat. traurig

Mein Mann, 33, und ich, fast 39, haben einen gemeinsamen Sohn (natürlich entstanden, ca 8 ÜZ), geboren im Juli 2014, und nun klappt es seit etwa drei Jahren nicht mit Nummer zwei. Abgesehen von einmal einer etwas verspäteten Regelblutung und einem ganz dünnen zweiten Strich auf dem Schwangerschaftstest vor ungefähr zweieinhalb Jahren hat sich nicht ein einziges Mal irgendetwas eingenistet, keine Fehlgeburt, sondern einfach schlichtweg nichts. Bauchspiegelung, Clomifen und GV nach Plan, zwei stimulierte IUIs haben wir schon hinter uns. Ich habe eine hohe Eizell-Reserve.

Im Januar dieses Jahres dann 1. IVF, 18 EZ, davon aber nur 9 reif, davon 2 degeneriert, und letztlich haben sich 2 befruchten lassen. Sie wurden mir an Tag 3 eingesetzt, keine Schwangerschaft. Die Ärztin sagte, kein gutes Ergebnis, aber es kann Zufall sein.

2. IVF im März, diesmal Stimulation statt Gonal mit Pergoveris, kürzere Stimulationsdauer, eine geordneteres Wachstum. Dann der niederschmetternde Anruf: Von zwölf Eizellen hat sich keine einzige befruchten lassen. Die Biologen wissen nicht warum, eventuell ein Kommunikationsproblem, sagte der Arzt. An den Spermien soll es nicht liegen. Unreif waren die Eizellen auch nicht. Die EZ-Qualität soll wohl auch nicht schlecht gewesen sein, wobei ich nicht genau weiß, wie gut sich das vor der Befruchtung beurteilen lässt? Die Spermien schwammen wohl auch einen Tag später noch drum herum und griffen nicht an.

Ich ging also davon aus, an der Eizellqualität liege es doch eher nicht, sondern an dem schwer zu fassenden Interaktionsproblem. Daher haben wir jetzt eine Selbstzahler-ICSI gemacht, das erschien das einzig Sinnvolle nach dieser Nullnummer. Ich dachte, wir haben den Kern des Problems erkannt, Spermien und Eizellen finden einfach nicht zueinander. ICSI müsste die Lösung bringen. Die Pergoveris-Dosis wurde nur geringfügig herabgesetzt von 137.5 auf 125, da die Stimulation im letzten Zyklus ja so gut funktioniert hatte. 9 Eizellen haben sich entnehmen lassen, und heute haben wir erfahren: 8 waren reif, nur eine hat sich befruchten lassen. Wir hoffen jetzt, dass sie bis Montag überlebt und sich transferieren lässt. Die Einzelqualität sei sehr schlecht gewesen, sagte der Biologe. Drei seien von vornherein degeneriert gewesen, drei seien kaputt gegangen nach der Injektion. Man sei froh, dass es überhaupt die eine Befruchtung gegeben hätte.

Wir sind jetzt wirklich ratlos. Klar könnte es mit dem einen Embryo klappen, aber ich bin nicht sehr optimistisch. Wo liegen denn nun wirklich die Gründe für das Versagen und wo könnte man ansetzen? Oder ist es hoffnungslos? Was kann man tun, um die Eizellqualität zu verbessern? Wir wollen für einen möglichen weiteren Versuch die Klinik wechseln, vielleicht bringt das noch mal was und außerdem haben wir bisher trotz einer sehr langen Anfahrt daran festgehalten und es gibt nähere Kliniken… Und sollte man dann doch noch mal eine IVF versuchen, da die ICSI ja nun auch nicht erfolgreicher war? Ich weiß nicht, ob wir uns eine weitere Selbstzahler-ICSI erlauben können, und bei der dritten IVF würde ja die Krankenkasse noch mal die Hälfte übernehmen.

Tausend Dank für eure Hilfe und herzliche Grüße, Grinsecat


  Re: Wieder grottiges Ergebnis ICSI - EZ-Qualität
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  Lilina9
schrieb am 25.05.2019 21:12
erstmals, tuts mir leid, dass eure versuche bis jetzt so bescheiden verlaufen sind.
kann deine verzweiflung verstehen.

wir hatten bei unserem letzten versuch eine relativ gute befurchtungsrate. ich hab "pimp my eggs"gemacht (Nahrungsergänzungsmittel selen, zink u ubiquinol o wie das heißt, am besten den begriff googeln "pimp my eggs")- weiß aber nciht, ob es daran gelegen ist, weil man hätte es 3 monate (glaub ich)nehmen sollen, aber ich habs nur 1 monat genommen.
und dann hat unsere klinik noch das calcium inophor bad vorgeschlagen. da werden die EZ gleich nach der punktion in diese flüssigkeit gelegt u soll befruchtungsrate u entwicklung verbessern, nutzt aber nur was, wenn calciummangel die ursache ist. es ist halt relativ wenig aufwand u günstig. keine ahnung ob das so geholfen hat o es nur glück war!

ich denke, eine intesive nachbesprechung mit dem arzt ist ganz wichtig.
vllt hat er ja noch ideen...

alles gute wünsche ich euch!!!


  Re: Wieder grottiges Ergebnis ICSI - EZ-Qualität
avatar  Luzie***
Status:
schrieb am 26.05.2019 08:04
Hi,
Was ist denn der initiale Grund für die künstliche Befruchtung? Sekundäre idiopathische Sterilität bzw. weil es seit 3 Jahren nicht klappt? Oder gibt es auserdem Hinweise auf eine Eizellreifestörung oder "Schwächen" beim Spermiogramm?

Ich würde hier unbedingt noch mal das Gespräch mit der Klinik suchen, um ggf. das eigentliche Problem der schlechten Befruchtungsrate bzw. Nullbefruchtung besser einzugrenzen und bei einem erneuten Versuch da anzusetzen.
Allerdings wird man vermutlich, sofern die Spermien unauffällig sind, von einer altersbedingt bereits schlechten Eizellqualität ausgehen, auch wenn diese vielleicht morphologisch nicht auffällig ist.

Hier ein paar Fragen, die ich stellen würde:
Gab es bei den einzelnen Versuchen Anhaltspunkte für eine schlechte Spermien- und/oder Einzellqualität?
Bietet die Klinik Calciumionophor an?
Nochmaliger Wechsel der Stimulationsmedikamenten zu Gonal oder Menogon (falls ein LH-Anteil gewünscht ist) und ggf. Protokollwechsel. Bei der ersten IVF war die Ausbeute ja recht hoch, aber das Wachstum vermutlich recht unterschiedlich. War vermutlich das Antagonistenprotokoll, oder? Mit dem langen Protokoll kann man hier ggf. ein gleichmäßigeres Wachstum erreichen.

Und dann würde ich tatsächlich mit diesen Infos in eine andere Klinik gehen. Einfach um möglicherweise so nicht erfassbare Probleme im Labor auszuschließen, bzw. andere Laborbedingungen zu haben.
Lass Dir dafür eine komplette Kopie deiner Patientenakte inklusive der Stimulations- und Laborprotokolle geben.

Alles Gute,
Luzie

P.S. Es schadet natürlich nicht, ggf. mal über ein paar Nahrungsmittel zur Verbesserung der Einzellqualität nachzudenken. Hilft vielleicht nicht unbedingt, schadet aber auch nicht unbedingt. Zu nennen wären hier Coenzym Q10 und DHEA (das aber nur wenn DHEA im Blut niedrig oder niedrig normal). Auserdem würde ich außerhalb von ggf. weiteren Versuchen weiter im Spontanzyklus versuchen. Mit fast 39 läuft einfach die Zeit.




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