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  23. ÜZ, 37 J., Endometriose, Gelbkörperschwäche - wie weiter?
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  muli
Status:
schrieb am 12.04.2019 23:57
Hallo,

wir versuchen gerade, ein zweites Kind zu bekommen - jetzt im 23. Zyklus.

Beim ersten Kind hat es im 6. Zyklus geklappt, da war ich 34.

Jetzt bin ich 37, und meine Gyn meint, es liegt am Alter der Eizellen. Mir ist klar, dass das einen Einfluss hat, aber ich habe Zweifel, ob es der einzige Faktor ist.

Kurz die Fakten:

- 1 Eierstock: 2010 wurde ein Eierstock entfernt (wegen Dermoid-Zyste).

- Gelbkörperschwäche: Ich führe seit Anfang 2015 Zykluskurven und hatte fast in jedem Zyklus einen Eisprung, aber die zweite Zyklushälfte ist immer zu kurz (ca. 9-11 Tage). Ich bekomme jetzt Progesteron (seit 7 Zyklen). Ich bin damals ohne Progesteron schwanger geworden, hab aber während der Frühschwangerschaft welches bekommen, weil der Wert so niedrig war.

- Endometriose: Bei dieser OP wurde eine minimale Endometriose entdeckt und entfernt. Symptome hatte ich damals keine. In letzter Zeit habe ich allerdings oft Bauchschmerzen (kann aber auch am Progesteron liegen). Ich mache mir Sorgen, dass die Endo wieder da und schlimmer geworden ist.

- Spermiogramm: gibt es bisher nicht, er (46) will nicht, und die Gyn hält es auch nicht für nötig (es hat ja schon mal geklappt).

- Stillen: Ich habe noch bis vor zwei Zyklen gestillt, vielleicht war auch das ein Grund, warum es nicht geklappt hat?

- In dem Zyklus, in dem schwanger geworden bin, war der Eisprung deutlich später als sonst (normal Tag 14-17, damals 25). Kann Zufall sein, aber es fällt mir doch irgendwie auf.


Meine Fragen:

- Macht es Sinn, einfach so weiter zu machen, irgendwann wird es schon klappen? (Das sagt die Gynäkologin.)

- Meine Temperatur steigt meistens erst ca. 4 Tage nach den fruchtbaren Zervixschleim an. Wir richten uns eher nach dem Zervixschleim in Bezug auf den optimalen Zeitpunkt, ist das richtig?

- Macht eine Bauchspiegelung Sinn, um auf Endometriose und Eileiterdurchgängigkeit zu checken?

- Macht es Sinn, mal Clomifen zu versuchen? Oder Metformin (ich habe hier gerade gelesen, dass es gegen Endometriose hilft)? Oder irgendwas anderes?

- Sollten wir eine IVF versuchen?

Viele Grüße
Jo


  Re: 23. ÜZ, 37 J., Endometriose, Gelbkörperschwäche - wie weiter?
avatar  Luzie***
Status:
schrieb am 13.04.2019 08:11
Hallo,

Du bist über 35 Jahre alt und ihr versucht bereits seit knapp 2 Jahren erneut schwanger zu werden. Allein das qualifiziert für ein genaueres Hinsehen und eine Überweisung an ein Kinderwunschzentrum.

Bevor man über weitere Maßnahmen nachdenkt, sollte erstmal eine Basisdiagnostik (Hormonstatus, Zyklusmonitoring, Spermiogramm, ggf. Abklärung des verbliebenen Eileiters und Gebärmutterspiegelun) erfolgen und der Ist-Zustand erhoben werden.

Es kann natürlich am nun höheren Alter der Eizellen liegen, es kann sich aber durchaus auch etwas anderes verändert haben. Das weiß man aber erst nach genauerer Diagnostik.

Und ich würde das jetzt angehen. Diagnostik kostet Zeit, Termine kriegt man in Kiwuzentren meist auch erst mit Wartezeit und Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung bezahlen die Krankenkassen auch nur bis zu Deinem 40. Geburtstag. Weiterprobieren könnt ihr ja trotzdem parallel.

Alles Gute,
Luzie


  Re: 23. ÜZ, 37 J., Endometriose, Gelbkörperschwäche - wie weiter?
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  claudimaus1982
schrieb am 13.04.2019 14:42
Hallo,
ich schließe mich da Luzie an.

1) würde ich nicht sagen, wie Luzie schon meinte: seit 3 Jahren erfolglos, das spricht für mehr Probleme als nur schlechtes Timing. Dass dein Mann kein SG will....nun ja....nur weil es 1x geklappt hat, heißt es nicht, dass sein SG immer noch top sein muss, sollte ja vermutlich einiige Jahre her sein (wenn ihr schon 3 Jahre an Nr 2 arbeitet und nicht am Tag nach der Geburt in Runde 2 gestartet seid)

2) Ich wrde mich nicht nur nach ZS richten, sondern komplett nach symptothermaler Methode + Ovus vielleicht

3,) Wenn du einen ES hast, würde ich es nicht mit Clomi versuchen, denn bei mir hat es zu zusätzlichen Problemen mit der GMSH geführt.

4.) Um die Frage nach der IVF zu beantworten, müsstest du erstmal die Schritte davor gehen und das wäre eben Aufsuchen einer KiWu und ein SG. Eventuell könnt ihr ie nächsten 10 versuchen und stellt dann fest, dass ihr längst ICSI-Kandidaten gewesen wärt.Ich würde daher eine KiWu aufsuchen und dort checken lassen, woran es liegen könnte. Denn es nur auf das Alter zu schieben ist sicher nicht sinnvoll. Ich bin 36 und hatte letzten Monat eine ICSI mit 14 EZ, alle reif, alle befruchtet und alle an PU+4 noch "lebendig", sodass wir einen SET gemacht haben und 8 Embryonen eingefroren haben. Im Vergleich mit 32: 14 EZ, davon 11 reif, 3 nachgereift, 9 befruchtet, DET und 3 Embryonen eingefroren. Also war die EZ-Quali in den 4 Jahren offenbar nicht schlechter geworden.


  Re: 23. ÜZ, 37 J., Endometriose, Gelbkörperschwäche - wie weiter?
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  muli
Status:
schrieb am 14.04.2019 15:26
Danke für eure Antworten. Ich werde nächste Woche mal einen Termin ausmachen, und wir machen einen Plan, wie es weitergehen soll...
Ich finde die Diagnostik ja selbst auch sehr sinnvoll, hatte nur bisher den Eindruck, dass ich damit allein bin. Danke für eure Meinungen!




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