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  Erfahrungen Audi BKK/Debeka/Beihilfe/ Diagnose „Schuldfrage“
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  Hannahssibling
schrieb am 08.03.2019 14:32
Hallo ihr Lieben,
Ich entschuldige mich bereits im Vorfeld für die lange Geschichte, aber ich denke es hilft bei der Erklärung unserer Problematik.
mein Mann hatte 2006 das 1. mal Hodenkrebs, wobei vor der Chemo Spermien kryo-konserviert würden. 2016 wurde und ich auf natürlichem
Weg schwanger und wir haben eine 1,5 jährige Tochter. 2018 wurde erneut Hodenkrebs diagnostiziert- erneutes Einfrieren vor der 2. OP.
Wir sind für ein Geschwisterchen also definitiv auf eine künstliche Befruchtung angewiesen. Die „ Hauptschuld“ liegt dabei nun ja leider bei Ihm.
Ich bin 50% Pkv (Debeka) u 50% Beihilfe-versichert, mein Mann dummerweise GKV.
Die Ärztin in der Kiwu-Klinik riet uns aufgrund des Kryo-Spermas zu einer ICSI. Leider machte sie uns auch im selben Zuge wenig
Hoffnung, dass meine Krankenkasse einen Teil der Kosten übernehmen würde.(O-Ton „Debeka ist bei Kiwu in Ihrer Konstellation die SCHLECHTESTE Krankenkasse,
die sie haben können. Die stellen sich immer sehr an!“) Die Ärzte gehen davon aus, dass bei mir alles in Ordnung ist, weil ich 2016 spontan schwanger wurde u Simi mein Mann Alleinverursacher ist.
Nun meine Fragen:
Welche Erfahrungen gibt es hier mit der Debeka?
Welches „Krankheitsbild“ führt bei einer Frau dazu, dass die PKV zahlt? (leider ist die Beschreibung dazu auf der Internetseite sehr schwammig!)
(Was müsste bei mir diagnostiziert werden, damit sich die Debeka wenigstens auf die Teilzahlung einiger Kosten einlässt?
Und zahlt die Debeka alle Kosten für die Diagnostik? Was empfehlt ihr alles überprüfen zu lassen, um meine Changen auf Kostenübernahme zu steigern?)
Und wie sieht es mit der Kostenübernahme von extrakorporalen Leidtungeb bei der Audi BKK aus?
Hat jemand Erfahrung, ob die wenigstens mehr als die Spermien-Aufbereitung zahlen (Befruchtung, Lagerung im Brutschrank, etc.)?


  Re: Erfahrungen Audi BKK/Debeka/Beihilfe/ Diagnose „Schuldfrage“
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  mariechen74
schrieb am 08.03.2019 14:42
Hallo,
die Debeka hat bei mir bei gleicher Versicherungskonstellation eine Kostenübernahme abgelehnt, die Beihilfe zahlt nach den Regeln der GKV. Voruntersuchungen und jegliche Diagnostik wurden aber komplett und problemlos bezahlt. Wir wurden in der Kiwu dann als Selbstzahler abgerechnet, was etwas günstiger ist als privat.

LG, Mariechen


  Re: Erfahrungen Audi BKK/Debeka/Beihilfe/ Diagnose „Schuldfrage“
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  KiLiLu
Status:
schrieb am 08.03.2019 16:51
Ich bin auch beihilfeberechtigt und bei der Debeka versichert. Ich bin allerdings Verursacherin und mein Mann auch in der PKV. Die haben sich nicht beteiligt.

Meine Erfahrungen mit der Debeka waren anfangs etwas durchwachsen. Ich habe noch einen alten Vertrag, in dem keine Begrenzung von Versuchen drin steht. Wenn man also Verursacher ist, muss die PKV zahlen, so lange Erfolgsaussichten bestehen - anders bei der GKV. Grund bei mir ist das PCO.

Sie haben letztlich alles bezahlt, nachdem ich beim Anwalt war. Wenn es im Vertrag nicht anders steht, MÜSSEN sie zahlen.

Ist bei dir alles ok? Regelmäßiger Zyklus? Durchlässige Eileiter? Wenn nicht, dann könntest du eine Chance haben auf zumindest Teilkostenübernahme. Ansonsten sieht es schlecht aus.

Was sie allerdings auch zahlen müssen, ist die Diagnostik. So einfach ist das smile


  Re: Erfahrungen Audi BKK/Debeka/Beihilfe/ Diagnose „Schuldfrage“
avatar  Luzie***
Status:
schrieb am 09.03.2019 06:40
Hallo,

wenn bei Dir keine organisch bedingte Sterilität (bspw. verschlossene Eileiter) vorliegt, dann wirst Du keine Chance haben, dass die debeka Dich als Mitverursacher ansieht und die Kosten (teilweise) übernimmt.
Bei der Beihilfe ist vorab zu prüfen, ob deren Satzung sich genauso wie die gesetzlichen Krankenkassen am Sozialgesetzbuch V orientiert. Dann ist der Verursacher egal und hast Du hier einen Anspruch auf Kostenübernahme von 50% Deiner Kosten für (normalerweise) 3 Versuche.
Manche Beihilfen orientieren sich aber auch an den Regelungen der PKV, dann werden nur Kosten übernommen, wenn man auch Verursacher ist.

In jedem Fall ist es ratsam, bei beiden (PKV und Beihilfe), die Kostenübernahme vor einer künstlichen Befruchtung zu beantragen. Sollten eine oder auch beide ablehnen, verhandelt mit der Kiwu, dass sie Euch mit dem Abrechnungsfaktor entgegen kommen (manche machen das durchaus auf Nachfrage). Das macht viel aus.
Den Ablehnungsbescheid von PKV und/oder Beihilfe brauchst Du ggf. wenn Du die Kosten steuerlich geltend machen willst, Krankheitskosten können nur steuerlich berücksichtigt werden, wenn nachweislich die Krankenversicherung nicht erstattet.

Alles Gute, insbesondere auch für Deinen Mann.

Luzie


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  Re: Erfahrungen Audi BKK/Debeka/Beihilfe/ Diagnose „Schuldfrage“
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 11.03.2019 10:34
Zitat
Hannahssibling
Welche Erfahrungen gibt es hier mit der Debeka?
Ich kann die Erfahrungen Ihrer Ärztin nur bestätigen. Die sind sehr halsstarrig
Zitat
Hannahssibling
Welches „Krankheitsbild“ führt bei einer Frau dazu, dass die PKV zahlt? (leider ist die Beschreibung dazu auf der Internetseite sehr schwammig!)
(Was müsste bei mir diagnostiziert werden, damit sich die Debeka wenigstens auf die Teilzahlung einiger Kosten einlässt?
Bei dieser Situation müssten Sie schon eine klassische IVF-Diagnose haben: Verschlossene Eileiter oder schwere Endometriose, mehr Optionen sehe ich da leider nicht.
Zitat
Hannahssibling
Und zahlt die Debeka alle Kosten für die Diagnostik? Was empfehlt ihr alles überprüfen zu lassen, um meine Changen auf Kostenübernahme zu steigern?)
Aufgrund der Tatsache, dass Sie bei der debeka versichert sind ergeben sich ja nicht zwangsläufig Gründe für eine andere Diagnostik als in solchen Situationen sonst üblich.

Zitat
Hannahssibling
Und wie sieht es mit der Kostenübernahme von extrakorporalen Leidtungeb bei der Audi BKK aus?
Hat jemand Erfahrung, ob die wenigstens mehr als die Spermien-Aufbereitung zahlen (Befruchtung, Lagerung im Brutschrank, etc.)?

Auf Anfrage und mit der speziellen Vorgeschichte Ihres Mannes kann es sein, dass sie mehr bezahlt. Allerdings wäre das nur Kulanz. Aber konkret - am besten schriftlich - anzufragen würde ich schon raten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Erfahrungen Audi BKK/Debeka/Beihilfe/ Diagnose „Schuldfrage“
avatar  Bea80
Status:
schrieb am 11.03.2019 12:12
Hallo,
bei uns liegt die gleiche Versicherungskonstellation vor. Bei mir wurde Endometriose diagnostiziert, daraufhin beteiligte sich die Debeka ohne Probleme an allen(!) Versuchen. Und das obwohl das Spermiogramm meines Mannes sehr schwankend ist und man ihm durchaus eine „Mitschuld“ hätte geben können.
Aber die Endometriose, auch wenn sie nicht sehr ausgeprägt ist, hat anscheinend gereicht.
Anfangs hieß es noch, meine Eileiter wären verschlossen aber das stellte sich dann als Fehldiagnose heraus.
Die Beihilfe NRW beteiligte sich zu 50% an den jeweils ersten 3 Versuchen.
Liebe Grüße, Bea


  Re: Erfahrungen Audi BKK/Debeka/Beihilfe/ Diagnose „Schuldfrage“
no avatar
  StHeKe
schrieb am 11.03.2019 23:15
Hallo,
unser Fall sah SEHR ähnlich aus und es gab eine ganz klare und eindeutige Ablehnung zur Übernahme der Kosten.
Wir haben dann den Schlichtungsverein "Ombutzmann" beauftragt sich darum zu kümmern (übrigens kostenfrei da staatlich organisiert). Sie haben ein einziges Schreiben an meine Versicherung aufgesetzt mit der Bitte, den Fall doch noch einmal zu prüfen. 2 Wochen später kam die Zusage der Versicherung.
Unglaublich aber wahr.
Viele Erfolg




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