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  Neu hier - 1000 Fragen und Ängste
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  Hope2019
schrieb am 25.02.2019 15:40
Hallo liebe Foren-Gemeinschaft,

mein Partner und ich (41) stehen wohl am Anfang unserer KIWU-Behandlung...

Ich habe bereits ein Kind aus einer früheren Beziehung (ohne KIWU-Behandlung) und nun entstand der Wunsch nach einem Geschwisterchen... eben mit dem neuen Partner...
Da ich 2013/2014 insgesamt drei (!) Konisationen hatte, haben wir uns zunächst umfassend beraten lassen und rechnen im Falle einer Schwangerschaft fest mit einer Cercelage.

Ich habe im August letzten Jahres die Pille abgesetzt und eine Zykluskurve geführt. Bis auf die Tatsache, dass ich recht kurze Zyklen habe, sahen die Kurven größtenteils vorbildlich aus.
Aber leider machen schöne Kurven ja nicht schwanger...
Das SG meines Partners ist super.
Mein Verdacht ist / war, dass ich durch die Konisationen nicht mehr genug Zellen habe, die vernünftigen Zervixschleim produzieren.

Zwischenzeitlich hatten wir einen Beratungstermin in einer KIWU Klinik und derzeit steht eine Insemination im Raum.
In der Kiwu-Klinik wurden nun auch die Hormone gecheckt.

Estradiol am 13.Februar
484 pmol/L
Progesteron am 13. Februar
33,2 nmol/L

Estradiol am 15. Februar
295 pmol/L
Progesteron am 15. Februar
14,4 nmol/L

Die Blutabnahmen fanden am 18. und 20. Zyklustag (bei einer Zykluslänge von 24 Tagen) statt. Die zweite Zyklushälfte betrug 14 Tage.
Mein TSH lag bei 3.07. Laut dem Professor sollte keine "3" davorstehen, weshalb ich nun 25 L´Thyroxin nehme.

Heute habe ich eine Mail bekommen, dass ich ab dem nächsten Zyklus Clomifen nehmen soll und zwar vom 5. bis 9. Zyklustag.
Ab dem 11. oder 12. Zyklustag soll ich dann zur Ultraschallkontrolle.


In meinem Kopf dreht sich gerade alles und ich habe 1000 Fragen.
Ich habe erst übermorgen einen Telefontermin (wir haben 1,5 Stunden Fahrt zur Kiwu-Klinik).

Bei meinem 24 Tage-Zyklus habe ich ja schon am 10 Tag meinen ES.
Müsste ich das Clomifen nicht viel früher anfangen zu nehmen?
Am 12. Tag zum Ultraschall... da ist ja schon alles gelaufen.... oder verlängert das Clomifen den Zyklus?

Ich habe regelmäßige Eisprünge und meine zweite Zyklushälfte ist brav 14 Tage lang - ohne Schmierblutungen etc.
Warum jetzt Clomifen?
Könnte man die Insemination nicht in einem unstimulierten Zyklus machen - oder erkennt ihr Gründe dafür?

Kann es sein, dass meine Hormonwerte auf eine Östrogendominanz hindeuten?

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir weiterhelfen könntet.
... im Augenblick fühlt sich das alles sehr surreal an und ich habe ziemlich Angst vor den Folgen der künstlichen Hormone...

Viele Grüße,

Hope


  Re: Neu hier - 1000 Fragen und Ängste
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  Gamora83
Status:
schrieb am 25.02.2019 16:36
Hallo Hope,

zu deinen Werten kann ich leider nicht so viel sagen, ich finde es aber seltsam, dass man dir 2x in der zweiten Zyklushälfte Blut abgenommen hat, aber nicht in der ersten ZH.
Da würde ich persönlich nochmals nachhaken.

Bezüglich des Clomifens und den Ultraschall-Untersuchungen würde ich auch nochmal nachhören. Gerade da du ja einen kurzen Zyklus hast, kommt mir die Kontrolle an ZT 12 auch sehr spät vor. Clomi kann den Zyklus verlängern, muss aber nicht. Bei mir wurde bei der Stimu mit Puregon bei GVnP der erste US am 8. ZT gemacht, trotz dass meine Zyklen um die 33-35 Tage sind.

Mit dem TSH hat der Doc recht, bei Kiwu ist ein Wert um 1 gut. Es sollte aber immer auch die freien Werte (fT3 und fT4) mitgeprüft werden.

Clomi ist an sich nicht so schlimm und eigentlich immer das erste Mittel der Wahl zu leichten Stimulation. Ich denke, dass dein Arzt deinen Zyklus künstlich unterstützen möchte, da die Eizellen je älter wir Frauen sind, immer schlechter werden.

Bezüglich der Insemination solltest du dich auch nicht drängen lassen, falls dir das ganze zu schnell geht. Auch wenn du 41 bist, macht ein Zyklus mehr jetzt auch nichts aus. Zumal dann das Schilddrüsenmedikament auch etwas länger wirken kann.

Ich wünsch euch alles Gute!
Gamora


  Re: Neu hier - 1000 Fragen und Ängste
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 26.02.2019 13:25
Liebe Hope,

herzlich willkommen in diesem Forum.

Wichtig ist bei den Werten, das Sie die Einheiten berücksichtigen. In beiden Fällen sind die Progesteronwerte eher niedrig. Auch wenn Ihre zweite Zyklushälfte normal lang ist, kann es darauf hindeuten, dass eine Gelbkörperschwäche besteht.

Zum Thema Zykluslänge und Clomifenbeginn: Da würde ich auch noch einmal nachhaken, evtl. kann man ein wenig früher nachsehen.

Wenn Sie die Faktoren anschauen, die einen nennenswerten Einfluss auf die Chancen bei einer Insemination haben, dann sehen Sie hier vor allem die Follikelzahl und die Östrogewerte. Also acuh, wenn die Zyklus regelmäßig ist und die Gelbkörperphase stabil (leichte Zweifel sind bei den Werten erlaubt), erhöht eine Hormongabe die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft. Hier dazu mehr: [www.wunschkinder.net]

Das Auslösen des Eisprungs hat diverse Vorteile: Besseres Timing und bessere Gelbkörperhormonproduktion. Dazu gibt es hier einen ganz frischen Artikel: [www.wunschkinder.net]

Die Werte deuten weniger auf eine Östrogendominanz als auf einen Mangel an Gelbkörperhormon hin.

Welche Ängste haben Sie bezüglich der "künstlichen Hormone"?

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Neu hier - 1000 Fragen und Ängste
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  Hope2019
schrieb am 27.02.2019 07:55
Vielen Dank für die Antworten.

Herzlichen Dank auch an das Team!
Die Antwort hat mich ein bisschen beruhigt.

Meine Ängste bezüglich der "künstlichen Hormone" sind hauptsächlich eine emotionale Sache...
Ich wurde bereits zweimal auf natürlichem Wege schwanger (einmal war es leider eine Eileiterschwangerschaft) und es ist für mich im Augenblick schwierig zu akzeptieren, dass mein Körper nicht mehr gut genug funktioniert um eine Schwangerschaft selbst hinzubekommen...
Eigentlich sah für mich bisher alles ganz normal aus und ich dachte es wäre alles in Ordnung.
Jetzt zu erfahren, dass es nicht so ist, tut schon weh.

Dann kommen noch Ängste bezüglich einer Mehrlingsschwangerschaft hinzu.
Das, in Verbindung mit meinen 3 Konis wäre garantiert hochrisikobehaftet...


Nichtsdestotrotz werden wir den Weg mit der KIWU-Klinik gehen.

LG,
Hope




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