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  Chronische Schlafstörung = Schlechte Eizellqualität?
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  Heyyyyja
schrieb am 06.02.2019 23:04
Lieber Doc,
Liebe Foris,

ich habe mal eine Frage zur Eizellqualität, die ja offenbar/ventuell durch verschiedene Lebensstilfaktoren beeinflusst werden kann.

Ich (30 Jahre alt) hatte in meiner ICSI vor ca. 9 Monaten laut Biologin eine sehr gute Eizellqualität, wir hatten auch mehrere Blastos.

Nun haben wir 7 Monate und dann noch einmal 9 Monate später noch 2 ICSI-Versuche mit dem selben Protokoll und denselben Medikamenten wiederholt. In diesen beiden Versuchen hatte ich laut Biologin eine katastrophale Eizellqualität. Einmal konnten immerhin noch ein paar Eizellen befruchtet werden, jedoch blieben nach Tag 2 und 3 fast alle in ihrer Entwicklung stehen. Im anderen Versuch degenierten fast alle Eizellen direkt nach der Befruchtung.

Ich habe im Leben kaum etwas geändert, habe sogar versucht, mich besonders gesund zu ernähren. Allerdings ist eine gute Freundin von mir vor einigen Monaten ganz unerwartet gestorben und seitdem habe ich absolute Schlafprobleme und chronische Rückenschmerzen. Ich habe schon diverse Entspannungsübungen (Yoga, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung usw.) probiert, bin beim Therapeuten, war beim Orthopäden, halte mich an Schlafrituale (immer selbe Bettgehzeit, heiße Milch oder Tee vor dem Schlafen, Lesen, dunkles Licht, Lavendelkissen, evtl. warmes Bad oder Massage vor dem Schlafen), nehme Baldrian und pflanzliche Mittel - dennoch schlafe ich seit Monaten höchstens 2 Stunden am Stück, das auch nur in sehr flachem, wenig erholsamen Schlaf.

Insgesamt fühle ich mich also seit Monaten komplett übermüdet, jeden Tag wie gerädert, mit dröhnendem Kopf, Rückenschmerzen und Verspannungen, teilweise Schwindel und Kreislaufproblemen. Tagsüber kann ich leider auch nicht schlafen (finde auch da nicht zur Ruhe) und nachts holt sich mein Körper leider auch nur die nötigsten 2-3 Stunden, um mich dann die restliche Nacht wach zu halten. Tagsüber ist mit mir nichts anzufangen, ich schleppe mich nur noch zur Arbeit, kann mich aber kaum konzentrieren, raffe mich in der Mittagspause zu einem kleinen Spaziergang auf in der Hoffnung, dass die frische Luft mich abends besser schlafen lässt und falle abends völlig erschöpft, aber noch immer mit schlafraubendem Herzrasen ins Bett - um dort wieder stundenlang wach zu liegen. Dass Schlafentzug eine Foltermethode gewesen ist, kann ich mir also bestens vorstellen.

Ich merke also ganz deutlich, dass dieser dauerhafte Schlafmangel mich körperlich fix und fertig macht - und werde natürlich bald auch zu einem Facharzt (Schlafmediziner oder Neurologen gehen) um mir weitere medikamentöse Hilfe zu holen.

Aber meine Frage: Kann es sein, dass dieser dauerhafte Schlafmangel sich soooo negativ auf meine Eizellen auswirkt? Ich habe keine andere Erklärung...

Wenn es entsprechende Forschungsergebnisse gibt oder ihr eigene Erfahrung habt, würde ich mich total freuen!

ICh hoffe ja noch, dass ich den Schlaf irgendwann in den Griff bekomme und, dass meine Eizellqualität dann evtl. auch wieder besser wird...


  Re: Chronische Schlafstörung = Schlechte Eizellqualität?
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  mariechen74
schrieb am 06.02.2019 23:42
Hallo,
etwas wisschenschaftliches kann ich nicht beitragen. Und ob der Einfluss so gravierend ist, dass die Eizellqualität so abnimmt, weiß ich nicht. Ein bisschen Stress ist bestimmt kein Problem. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass eine größere "Stresssituation" für den Körper einen negativen Einfluss hat. Ich habe mit der ersten Icsi kurz nach dem Tod eines nahestehenden Menschen begonnen und der Verlauf war auch nicht berauschend. Einmal war ich wochenlang und auch noch bei Stimulation krank mit starker Erkältung und die Eizellen waren schlecht. Allerdings hatte ich auch bei einer entspannten Icsi einmal nicht so eine tolle Qualität, ist also vielleicht auch nicht die einzige Erklärung.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Melatonin die Eizellqualtiät verbessern könne. Melatonin ist ja das Schlafhormon. Daher nehme ich an, dass guter Schlaf durchaus eine Rolle spielen könnte.
Ich habe normalerweise einen guten Schlaf, hatte aber auch mal eine schwere Situation durchlebt und konnte fast nicht mehr schlafen. Ich bin dann nicht im Bett geblieben, sondern aufgestanden und habe gelesen. Schlafentzug wird, soweit ich weiß, auch als Therapie eingesetzt.
Schlaflosigkeit kann auch auf eine Depression hinweisen, ob dass bei dir ein Thema ist aufgrund der belastenden Erlebnisse, kann ich nicht beurteilen.
Vielleicht würde eine Untersuchung im Schlaflabor weiterhelfen?

Alles Gute
LG, Mariechen


  Re: Chronische Schlafstörung = Schlechte Eizellqualität?
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  Lavendelzweig
Status:
schrieb am 07.02.2019 08:45
Hi,

Ich denke nicht, dass das eine Rolle spielt. Sonst hätte wohl kein Kimd Geschwister.

Ich habe seit 3,5 Jahren keine Nacht mehr durchgeschlafen, das längste am Stück sind durchschnittlich 5 Stunden. (Ich möchte mich keinesfalls beschweren, nur berichten).

Meine EZ Qualität war immer top.


  Re: Chronische Schlafstörung = Schlechte Eizellqualität?
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 08.02.2019 07:48
Zitat
mariechen74
etwas wissenschaftliches kann ich nicht beitragen. Und ob der Einfluss so gravierend ist, dass die Eizellqualität so abnimmt, weiß ich nicht. Ein bisschen Stress ist bestimmt kein Problem. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass eine größere "Stresssituation" für den Körper einen negativen Einfluss hat.

Dem kann ich mich leider auch nur anschließen.

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



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  Re: Chronische Schlafstörung = Schlechte Eizellqualität?
no avatar
  Heyyyyja
schrieb am 08.02.2019 11:10
Vielen Dank für die Antworten!

Mariechen: Das Argument mit dem Melatonin ist gut. Irgendwo hab ich auch gelesen, dass Melatonin sogar während einer Schwangerschaft wichtig ist und sich natürlicherweise erhöht.

Der chronische Stress im Sinne eines Traumas könnte natürlich auch ein wichtiger Grund sein und ist evtl. doch noch anders zu werten, als der Stress durch Kindererziehung, der ja teilweise auch positiv ist?

Wie auch immer: Ich hatte bereits einen Termin beim Schlafmediziner und soll dort auch noch ins Schlaflabor.

Hier noch eine Frage an Dr. Breitbach: Ich habe nun Atosil (Promethazin) zur Beruhigung verschrieben bekommen, was ich in Kombination mit 2 mg Melatonin nehmen soll. Laut Schlafmediziner kann ich beides auch in der Schwangerschaft nehmen, insbesondere Atosil sei kein Problem (ca. 10-20 Tropfen zum Einschlafen).

Sehen Sie das auch als unproblematisch an?


  Re: Chronische Schlafstörung = Schlechte Eizellqualität?
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 08.02.2019 12:25
Kurze Antwort auf Ihren letzten Satz: Ja.

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Chronische Schlafstörung = Schlechte Eizellqualität?
no avatar
  Heyjaaa
schrieb am 08.02.2019 13:34


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