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  Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   Glücksgewitterhexe
schrieb am 02.02.2019 19:04
Hallo,

mein Mann (39 Jahre) und ich (36 Jahre alt) befinden uns seit fast 3 Jahren in Kinderwunschbehandlung.

Mit einem AMH von 0,5 werde ich wohl bald in die Wechseljahre kommen. Meine Eizellen sahen in unseren Versuchen auch nicht sooo super aus, aber wohl noch ok. Es waren auch immer nur 3-4 Eizellen. Nun haben wir alle Kassenversuche hinter und in unserer Ehe kommt die Frage auf, wie es mit weiteren Selbstzahlerversuchen aussieht.

Auf Grund der wenigen Eizellen und der mäßigen Qualität waren die bisherigen Versuche nicht unbedingt so, dass man sagen würde, dass weitere Versuche sich "lohnen". Dennoch ist mein Kinderwunsch enorm und mir ist klar, dass mir nicht mehr viel Zeit bleibt.

Mein Mann sagte von Anfang an: "Wenn ein Kind kommt ist es super - dann freu ich mich. Wenn es nicht kommt, dann kann ich aber auch damit leben."

Nun, da die Versuche ja nicht ganz günstig sind, hatten wir viele Gespräche, wie es weitergehen soll. Für meinen Mann ist klar: "Jetzt ist Schluss. Wir haben genug Zeit und Geld (Zuschuss zu den Kassenversuchen) investiert. Das war es." Er möchte jetzt wieder sein Leben leben und keine Abstriche mehr machen müssen. Vor allem finanziell will er sich auf keinen Fall einschränken, gerade, weil er keine hohe Chance sieht, dass es überhaupt noch klappt.

Ein Stück weit verstehe ich ihn. Ich habe ehrlich gesagt auch erhebliche Zweifel, ob es jemals bei uns noch klappen wird. Dennoch würde ich gerne zumindest noch ein oder zwei Versuche probieren - oder noch einen Versuch und dann Eizellspende.
Mein Mann lässt sich auf diesen Kompromiss nicht ein. Emotional würde er mitmachen, aber finanziell - so sagte er selbst - ist er "keinen Cent" mehr bereit Abstriche zu machen.

Natürlich kam mir dann der Gedanke zu sagen: "Ok, dann bezahl ich die beiden Versuche eben alleine." Irgendwie machbar wäre es für mich finanziell, wenn auch nicht ganz einfach. Da wir eh getrennte Kassen haben, wäre das auch durchführbar und würde ihn finanziell nicht tangieren.

Mein Hauptproblem ist aber die emotionale Sache: WILL ich überhaupt ein Kind von einem Mann, der eigentlich gar keine Lust hat, dafür (finanzielle) Abstriche zu machen? Was ist, wenn ein Versuch erfolgreich wäre: Es wäre immer das Gefühl, dass ICH das Kind irgendwie allein in die Welt gesetzt hätte und ihm nur aufgeschwatzt. Das klingt jetzt total blöd, aber irgendwie fühlt es sich so an. Bevor der letzte Versuch von der Krankenkasse gescheitert ist, war mir nie so klar, dass mein Mann so eine radikale Sicht hat. Vielleicht ist es ja auch eine vernünftige Sicht - ich weiß nicht.

Jedenfalls frage ich mich jetzt, mit welcher Situation ich am besten leben kann und vor allem, wie unsere Beziehung diese Differenz verkraften soll. Es fühlt sich für mich so an, als würde mein Mann mir die letzte Chance auf ein eigenes Kind nehmen (was er natürlich nicht tut, denn er würde ja mitmachen und es ist ja auch nicht seine Schuld, dass es bei mir bisher nicht geklappt hat) - aber es fühlt sich so an und führt zu einer tiefen, inneren Verletzung.
Ich ertappe mich bei dem Gedanken, die Ehe in Frage zu stellen, sogar mit dem Gedanken einer Trennung spiele ich. Ich weiß nicht, ob ich meinem Mann diese Entscheidung verzeihen kann.

Ist das sehr ungerecht von mir?

Mir ist natürlich auch klar, dass im Falle einer Trennung meiner Kinderwunsch komplett der Vergangenheit angehören würde. So schnell würde ich keinen neuen Partner finden und schon gar nicht einen, der sich sofort in weitere Kiwu-Behandlungen mit mir stürzt.

Andererseits klafft doch eine tiefe Verletzung in mir, die ich - je länger ich darüber nachdenke - nur immer deutlicher spüre.

Meinem Mann habe ich von meinen Gefühlen erzählt. Er sagt, es tut ihm leid, dass ich so empfinde, aber er würde sich damit auch nicht "erpressen" lassen. Wenn ich meine, mich wegen seiner Entscheidung trennen zu müssen, dann sei das halt so. Er bleibt dabei: Er will sich nicht mehr einschränken und will sein Leben leben.

Wenn ihr das so von außen lest: Was sind eure Gedanken dazu? Reagiere ich total übertrieben? Ist meine Verletzung ungerecht?

Ich freue mich über alle Gedankenanregungen - nur bitte schlagt mich nicht, falls ich meinem Mann unrecht tue. Ich schreibe nur ehrlich, was ich fühle...

Liebe Grüße,
GGH


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   claru80
schrieb am 02.02.2019 20:37
Oje,
das ist ja keine schöne Situation.
Hast du daran gedacht, dieses Thema mit deinem Mann zusammen mit noch Jemand drittem (Therapeut oder Mediator oder so) zu besprechen?
Ich wüsste nicht was ich dir da raten könnte, denn jeder Mensch ist unterschiedlich. Ich kann dir nur sagen, was meine Gedanken in so einem Fall wären (und waren, denn mir ging es mal genauso).
Also: Ich habe mich gefragt, ob ich mir eher ein Leben ohne diesen Mann vorstellen kann, oder eher ein Leben ohne ein Kind.
Und für mich war ganz klar, dass ich nicht darauf verzichten wollte Mama zu werden. ich hätte auch adoptiert oder ein Kind in Pflege genommen, aber ein Kind wollte ich auf jeden jeden Fall. Tja, ich habe dann auch versucht, ein Jahr lang ohne ihn ein Kind zu bekommen...lange Geschichte... wir haben uns letztendlich nach 6-7 Jahren getrennt, wegen meines Kinderwunsches.
Er war genauso eingestellt: Wenns klappt ist es ok und ich werde eben Papa, aber ich mache weder finanziell noch sonst wie etwas aktiv dafür...
Ich war damals 28. Und da war es für mich klar: Ich mache im Notfall auch alleine weiter mit meinem Kinderwunsch.
Brauchte ich aber dann zum Glück nicht, denn nur 6 Monate nach der Trennung bin ich mit einem (damals) alten Bekannten zusammengekommen, und was soll ich sagen: Ich habe ihm von Anfang an gesagt, dass er mit mir nur eine ernsthafte Beziehung haben kann, wenn er auch ein Kind will. Und er hat sich sehr darüber gefreut, denn seine Ex-Frau wollte nie Kinder haben.
Und nun sind wir seit 8 Jahren zusammen, und haben eine 6-Jährige Tochter und sind seit einem Jahr verheiratet und versuchen noch ein paar geschwisterchen zu bekommen.

Viel Glück wünsch ich dir, egal was deine Entscheidung ist. Oft muss man da wirklich Jemanden von aussen reinlassen, der weder zu einer noch zu der anderen Person gehört, sondern neutral vermittelt.

LG
Claru


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   heutmalanoymus
schrieb am 02.02.2019 20:47
Hallo GGH,
ich hab selbst Kinder durch ICSI bekommen und empfinde für meine Kinder etwas, das ich für meinen Mann oder irgendeinen anderen nie empfinden könnte. Sie sind ein Teil von mir. Mein Mann empfindet das gleiche und auch viele andere Eltern, die ich kenne. Was du empfindest, ist vielleicht soetwas wie die Vorstufe? Kinder zu bekommen, Mutter zu sein, das ist eine ganz persönliche Entscheidung und in diesem Fall spielt dein Mann nicht mit.

Ich bin ehrlich: Hätte mein Mann einen anderen Kinderwunsch oder gar keinen gehabt, dann hätte ich damit nicht leben können. Ich hätte mich getrennt und wäre mangels Partner auch Single-Mom geworden.

Deine tiefe Verletzung kann ich gut verstehen. Und auch deine Bedenken, wie sich eure Familie entwickelt, wenn es klappt. Hast du darüber schon mit ihm gesprochen?

Um welche finanziellen Einschränkungen geht es denn?
Bei uns war es so, dass wir auch auf vieles verzichtet haben im KiWu und anschließend alle möglichen Anschaffungen gemacht haben, die in den ganzen Jahren so erträumt wurden. Nichts davon hat uns glücklich gemacht und ein Großteil der Dinge wurde weiterverkauft.

Ich denke, du musst deinem Mann klar machen, dass es dir nicht um emotionale Erpressung geht, dass er aber dein Mann ist - mit wem solltest du sonst über deine Gefühle sprechen, um sie vielleicht auch zu verarbeiten oder zu verändern? Wenn er darauf nicht eingeht, dann würde das die tiefste aller Verletzungen hervorrufen und wäre tatsächlich auch ein Trennungsgrund für mich.

Gruß


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 02.02.2019 20:58
Zitat
Glücksgewitterhexe
Mit einem AMH von 0,5 werde ich wohl bald in die Wechseljahre kommen.

Nein: [www.wunschkinder.net]

Zu dem Rest Ihres Beitrags muss ich mich raushalten, da gibt es andere, die sich da besser reindenken können. Ich wünsche Ihnen eine gute und gemeinsame Entscheidung

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



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  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   Glücksgewitterhexe
schrieb am 02.02.2019 22:54
Hallo ihr Lieben,
Lieber Doc,

vielen Dank für die wohltuenden Worte und Gedankenanregungen.

Herr Dr. Breitbach: Ok, Sie haben wohl Recht, dass die Wechseljahre noch nicht zwangsläufig bald eintreten müssen. Aber die wenigen Follikel und mäßige Eizellqualität bei den letzten Behandlungen würde ich doch als Indiz werten, dass meine Chancen nicht mehr die besten sind und auch nicht besser werden.
Ihre Studie gibt aber trotzdem Hoffnung, dass ich noch ein paar fruchtbare Jahre haben werde und der Baum noch nicht brennt (bisher qualmt er nur zwinker).
Finde ja lieb, dass Sie sich hier zu Wort gemeldet haben und ein bissen (fachexpertisen) Mut machen.

Claru und Heutemalanonymus: Oh, ihr glaub nicht wie gut es tut, eure Worte zu lesen. An mir nagt ja doch irgendwie auch das Gewissen, weil ich gar nicht so richtig weiß, ob die Verletzung, die ich empfinde "angemessen" ist. Zumindest scheine ich aber nicht allein damit zu sein.
Von dir Claru, finde ich es sehr mutig, dass du dich dann von deinem Mann getrennt hat. Und es scheint ja goldrichtig gewesen zu sein und hat dir letzten Endes zu deinem Glück verholfen - total toll!
Eine Paarberatung habe ich schon angesprochen, allerdings hat mein Mann sie rigoros abgelehnt. Er möchte sich nicht "überreden" lassen von jemand anderem (davor hat er wohl Angst) und findet, dass wir das unter uns ausmachen müssen - im Übrigen eine tolle Art, sich aus der Affäre zu ziehen. Eine Moderation von jemandem aus unserem Bekanntenkreis möchte er auch nicht, weil keiner etwas von unseren Behandlungen weiß. Und er möchte, dass das auch so bleibt.
Dass er so wenig mitsich reden lässt (mit mir allein nicht und mit Außenstehenden auch nicht) ist ein weiterer Punkt, der mich verletzt. Er merkt ja, dass es mir schlecht geht und lehnt dennoch jegliche Klärungsgespräche, die ja auch die Beziehung entlasten können, ab.

Um welche finanziellen Abstriche es geht? Aus meiner Sicht nur um Minimale (für ihn). Er verdient ca. 3000 Euro netto im Monat, die Hausrate (seine Hälfte) liegt bei 300 Euro, dazu halt noch die üblichen Fixkosten wie Strom/Gas, Lebensmittel usw. Den Rest hat er zur freien Verfügung, um sein Luxusleben zu finanzieren. Ich verdiene ca. 1200 Euro netto, habe aber (Selbstständigkeit) oft noch Ausfälle wegen der Kinderwunschbehandlungen. Dennoch habe ich mir Geld zusammengespart für evtl. weitere Versuche. Achso und vorher musste mein Mann sich so gut wie gar nicht einschränken. Die bisherigen Kiwu-Behandlungen habe größtenteils ich gezahlt. Er hat das Benzingeld und in einem Versuch das Assisted Hatching beigesteuert. Zumindest ein bisschen guter Wille oder fürs Gewissen, wie mans nimmt.

Heute hat mein Mann mir einen neuen Kaffeevollautomaten für 700 Euro präsentiert (ein "Schnäppchen") und liebäugelt bereits mit einem neuen MacBook. IPad hatte er sich auch gerade neu gekauft. Der Kaffeeautomat war auch der Auslöser heute für unseren Streit, bzw. meine erneute Verletzung. Ich könnte beim Anblick des Kaffeeautomaten nur heulen, weil ich denke: "Wieder Geld für ein Luxusgut zum Fenster herausgeworfen, was wir in die Behandlung hätten stecken können.."
Meinen Mann machte schon allein mein Blick ganz wütend: Ob ich mich denn nicht freuen könne, dass er uns ("mir", als Kaffeeliebhaberin) dieses tolle Gerät gekauft hat.

Gesprochen haben wir über meine Gedanken und Gefühle in der letzten Zeit, zumindest, sofern das möglich war und er nicht abgeblockt hat. Mein Mann empfindet das aber leider tatsächlich nicht als "Vertrauensbeweis" sondern ist komplett mit meinen Gefühlen (und vermutlich auch mit seinen eigenen) überfordert. Er pampt dann schnell rum, wird fies und greift an, weil er schlichtweg mit Gefühlen nicht umgehen kann.

Leider blieb mir meine Freude tatsächlich im Halse stecken und gesellte sich zu einem dicken Kloß dazu traurig

Mein Mann weiß wie schwer das für mich alles ist. Ich habe in meiner Verzweiflung sogar vor ein paar Wochen eine E-Mail an ihn geschrieben, weil ich dachte, vielleicht kommt es schriftlich besser bei ihm an. Er hat nichts zu der Mail gesagt. Auf meine Nachfrage meinte er nur, er sei noch nicht dazu gekommen, sie zu lesen.

Das hat mich natürlich auch sehr verletzt. Ehrlich gesagt schreit es in mir immer mehr, dass ich mit diesem Mann nicht weiterzusammen bleiben kann. Aber... Kein Kind, kein Haus, keinen Partner... Diese Ängste machen es mir unheimlich schwer, mich zu trennen. Am Ende hab ich gar nichts mehr. Da mein Verdienst ja auch nciht der Beste ist, würde ich mir ja auch als "Single" Frau nicht unendliche Versuche leisten können, um ein Kind zu bekommen. Eizellspende, Auslandsadoption (als Singlefrau gehts ja nicht anders) - mit meinem Gesparten wären die Möglichkeiten begrenzt. Ob ich dann ein Kind bekäme, wäre also auch fraglich.

Aber... Ob ich mit dem Mann mit dieser Einstellung so zusammenbleiben kann (mit oder ohne Kind) - das weiß ich auch nicht.

Danke für eure Denkanstöße!!!


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   claru80
schrieb am 02.02.2019 23:56
Du Arme. Das klingt gerade sehr nach Leidensdruck.
Und ganz ehrlich. Wenn ihr euch keine Hilfe holt, dann sehe ich das ziemlich schwarz, denn so ein Kinderwunsch, bzw. ein einseitiger Kinderwunsch, der kommt immer wieder hoch. Ich kenne auch ein Ehepaar, (die sind jetzt in ihren 70er und 80ern) wo die Frau ihm immer noch vorwirft, dass er keine Kinder mit ihr haben wollte (er hatte jedoch schon eines aus einer vorherigen Ehe).
Und sie muss ihn pflegen und weiß, dass sie mal ganz alleine sein wird, wenn er stirbt.

Puh. Ich finde es geht bei einem Kinderwunsch um ein ganz grundsätzliches Bedürfnis, auch ganz natürlich. Und dafür brauchst du dich nicht schämen und das ist auch total legitim zu sagen: Das ist mir nunmal das wichtigere in meinem Leben.
Mit Eizellenspende hast du (großzügig gerechnet) noch 7-8 Jahre gute Chancen ein Kind zu bekommen. Im Ausland sind die Behanldungen wesentlich billiger als in Deutschland (Tschechien soll da ganz toll sein, les mal im (G)Oldie Piep nach, das sind zum größten Teil Frauen mit EZS).

Was wäre denn, wenn du ihn sein Leben leben lässt, und du dir eine Option wie z.B. Embryoadoption oder sowas (also eine befruchtete Eizelle zurücknehmen) selber erfüllst. Wie würde er reagieren, wenn du mal für ein Wochenende nach Tschechien abhaust und ihm dann 3 Monate später sagst: Du wirst übrigens Papa...?
Wenn er dann ein guter Partner ist, dann unterstützt er dich dabei. Wenn nicht, dann hast du auch nichts verloren.

Ja, die finanzielle Seite ist sehr anstrengend... Ich wünsche dir, dass du irgendwo Hilfe bekommst. Vielleicht selber mal zu einer Therapeutin gehen?

Du tust mir so Leid, ich kann so gut nachfühlen wie es dir geht (mein Ex war auch so ein großer Teenager im Hirn, sein Hobby: Computerspiele und Segelfliegen... da geht ne Menge Ged drauf!).

LG und fühl dich gedrückt.
Claru


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   gelöschter User
schrieb am 03.02.2019 09:41
Hi

Also so ein klitzekleines bisschen kann ich deinen Mann verstehen.

Nach einer negativen Behandlung brauche ich auch immer etwas Zeit und "belohne" mich mit schönen Dinge - und denke nicht daran, dass Geld für weitere Behandlungen zu sparen.

Die Behandlungen sind anstrengend, teuer und oft deprimierend - da braucht man mal was anderes.

Aber ich verstehe natürlich auch deinen Kinderwunsch.

Wie lange ist denn das letzte Negativ her? Männer gehen mit sowas oft anders um. Während ich plane und überlege, ist mein Mann ganz still. Was aber nicht heißt dass es ihn nicht beschäftigt. Es rumort in ihm genauso wie in mir.

Führt einfach ein offenes Gespräch. Und lasst den Dingen etwas Zeit.

Alles Gute!


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   pmami
schrieb am 03.02.2019 11:06
Hey,

für mich hört sich das schon so an, als ob Dein Mann sich sehr klar und eindeutig gegen weitere Kinderwunschbehandlungen entschieden hat und nicht nur einfach noch mehr Zeit benötigt.

Nun ist es ja so, dass man normalerweise bevor man eine Partnerschaft eingeht, guckt, ob der andere gleiche Wünsche an das gemeinsame Leben hat. Das habt Ihr getan und Dein Mann wollte genau wie Du ein gemeinsames Kind (oder mehrere). Als das nicht geklappt hat, ist Dein Mann mit Dir den schwierigen Weg der Kinderwunschbehandlung gegangen. Auch das hat nicht geklappt und dann - erst dann - habt Ihr unterschiedliche Ziele entwickelt.

Dein Mann möchte das Kapitel abschließen und sein Leben genießen. Dieser Wunsch ist durchaus legitim und bei ihm so groß, dass er dafür auch bereit ist, Eure Partnerschaft zu opfern. So verstehe ich seine Aussage, dass er auch unter der Ankündigung einer Trennung nicht bereit ist, sich zu weiteren Kinderwunschbehandlungen bewegen zu lassen.

Du hingegen kannst (noch?) nicht mit dem Kinderwunsch abschließen.

Aus meiner Sicht kannst Du Deinen Mann nicht weiter bearbeiten. Er ist klar und entschieden in seiner Haltung. Du kannst Dir also nur darüber im Klaren werden, wie Deine Haltung eigentlich ist:

a) Kannst Du mit ihm und ohne gemeinsame Kinder weiter leben, ohne darüber zu verbittern und zu verzweifeln und Dich zu fragen, ob Du im Falle einer Trennung von ihm vielleicht doch noch von einem anderen Mann schwanger geworden wärest? Mit anderen Worten: Kannst du mit ihm kinderlos glücklich werden?

Falls nein:

b) Wäre er bereit, mit Dir gemeinsam ein Kind zu bekommen und als seines zu akzeptieren und aufzuziehen, wenn Du die Kinderwunschbehandlung (ggfls. mit HI) alleine durchführst und finanzierst? Oder möchte er sich nicht nur nicht weiter an Kiwu-Behandlungen beteiligen sondern möchte er im Grunde auch gar kein Kind mehr ? Es erscheint mir doch ein deutlich größerer finanzieller Aufwand zu sein, ein Kind großzuziehen, als eine (oder zwei) KiWU-Behandlung zu bezahlen. Wie würde er denn dazu stehen, wenn Du die KiWU-Behandlung alleine (ggfls. mit HI) durchführst und tatsächlich schwanger wirst? Darüber solltest Du mit ihm ein offenes, klärendes Gespräch führen.

Falls seinen Antwort gegen ein gemeinsames Kind ausfällt:

c) Bist Du bereit, Dich von ihm zu trennen, in dem Bewusstsein, dass Du damit Deine Ehe und Euer Haus verlierst und es dennoch mit der Kinderwunschbehandlung oder einem neuen Partner möglicherweise nicht klappt? Natürlich hast Du gute Chancen, einen neuen Partner zu finden oder auch als Single Dir deinen Kinderwunsch zu erfüllen. Aber abwägen musst Du den worst case und der wäre, dass Du in zehn Jahren immer noch Single und immer noch kinderlos bist. Wenn Du bereit bist, damit zu leben und Dir vorstellen kannst, dass Du dann glücklicher wärst, als in zehn Jahren gemeinsam mit Deinem Mann und kinderlos zu leben - dann kommt eine Trennung in Betracht.

Ich möchte eindringlich davor warnen, zu denken, dass Dein Mann sich schon noch besinnen wird, wenn Du erst einmal anfängst, Deine Sachen zu packen. Natürlich ist das möglich und denkbar. Aber, wie gesagt, Dein Mann klingt für mich sehr klar und entschieden.

Viele Grüße pmami


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   Eibischteig
schrieb am 03.02.2019 11:50
Pmami...ich habe zwar oft andere Ansichten als Du, aber dieses Posting von Dir kann ich hundertprozentig unterstreichen. Sehr gut ausgedrückt. Genauso ist es!! Danke!!

Hinzufügen möchte ich nur @ TE, daß mit HIs die Chancen sehr übersichtlich, also eher klein sind. Zumal Deine Eizellqualität ja nicht mehr die beste ist und Du auch nicht mehr die Jüngste. Also die Variante Dein Ding alleine durchzuziehen aber mit Deinem Mann zusammenzubleiben erscheint mir als die wenigst realisierbare. Ist ein bißchen wie....wasch mir den Pelz aber mach mich nicht naß.
(Außerdem...stell Dir vor Du verheimlichst das vor Deinem Mann...und hast mit der Kinderwunschbehandlung Mißerfolg nach Mißerfolg, mit wem willst Du da drüber reden?)

Wenn Du einen Kinderwunsch hast und er nicht (mehr) so bleibt entweder die Trennung mit folgender Neuausrichtung oder der Abschied vom Kinderwunsch.
Ich habe mich auch früher von einem Mann ohne Kinderwunsch getrennt. So ist das Leben, man muß die Dinge sehen wie sie sind und die Konsequenzen daraus ziehen.

alles Gute für Deinen Weg! ET


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.02.19 11:55 von Eibischteig.


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   Kluntjemedroom
schrieb am 03.02.2019 12:46
Drei Icsis in drei Jahren sind aber auch nicht sooo viel. Man sollte sich schon eine Grenze setzen, aber die lediglich an den bezahlten Versuchen fest zu machen, wenn das Geld nicht knapp ist, erscheint mir schon sehr egoistisch. Es sind ja nicht 7 Icsis oder so. Und das klingt ehrlich nicht nach Vaterpotential. Mit 36 bist Du zwR nicht taufrisch, aber ich würde zumindest versuchen, noch mal das Protokoll oder die Behandlung zu ändern. Vielleicht führt eine andere Behandlung zu einer besseren Qualität. Ich würde von ihm als Kompromiss einfordern, dass Du einen Versuch selber zahlst, er aber mitziehen muss. Sollte er das auch nicht machen, dann will er vermutlich kein Kind und ist froh, dass das „Risiko“ vorbei ist. Dann würde ich die Beziehung gründlich überdenken.


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   Glücksgewitterhexe
schrieb am 03.02.2019 13:25
Hallo Ihr,

erstmal ganz vielen Dank für all eure tollen Anregungen! Ich hatte ja erst gezweifelt, ob ich hier im Beitrag alles so offen schreiben soll, aber nun weiß ich, dass es goldrichtig war. Ihr gebt mir nochmal ganz neue Einschätzungen und Fragen an mich selbst.

Also Lavendelszweig, von dir finde ich auch gut, dass du ehrlich sagst, dass du meinen Mann ein bisschen verstehen kannst. Ich hatte sogar damit gerechnet, dass viele das hier schreiben würde und bin ganz erstaunt (aber auch gerührt), dass viele ähnlich empfinden. Trotzdem finde ich gut, auch mal eine "Verfechterin" der anderen Seite zu lesen.

Ich habe grundsätzlich auch nichts gegen einen Trostkauf. Aber bei meinem Mann ist es leider sein allgemeiner Lebensstil, sich ständig so teure, neue Sachen zu kaufen. Und er sagt ja klar, dass er nicht bereit ist, darauf zu verzichten.

Es waren neben den 3 ICSIs noch 3 Inseminationen und 6 Zyklen VZO. Das waren keine großen, finanziellen Belastungen, aber doch viel Zeit und Energie, die wir investiert haben (Kiwu-Zentrum ist eine Stunde entfernt, also viele Fahrtzeiten). Dass es insgesamt auch emotional viel war, kann ich schon verstehen - geht mir ja auch so. Die letzte ICSI ist nun 4 Monate her. Mein Mann ist immer noch entschlossen, keine weitere ICSI bezahlen zu wollen. Ich möchte aber wegen meines Alters auch nicht ewig pausieren, deshalb muss ich mich schon bald entscheiden, denke ich...

Claru, ich finde ja süß, dass du schreibst, ich solle überlegen, einfach mal eine Woche nach Tschechien zu verschwinden. Ich musste richtig schmunzeln, als ich das gelesen habe. In meiner Enttäuschung wäre das durchaus ein überlegenswerter Weg. Eigentlich würde ich aber gerne mit ihm sprechen, gemeinsam mit ihm Lösungen und Kompromisse finden - ich weiß aber ehrlich gesagt echt nicht, was ich tue, wenn er weiter so stur bleibt und nicht mit sich reden lässt. Dabei meine ich jetzt nicht "nur", dass er stur bei seiner Entscheidung bleibt, sondern auch stur in der Hinsicht, dass er nicht mal zugänglich für ein Gespräch ist, meine Bedürfnisse abblockt und (so fühlt es sich an) gar nicht hören möchte, wie es mir geht.
Und vor allem - das ist auch meine große Sorge, da ich generell niemand bin, der leicht über Dinge hinwegkommt - dass ich ihm nicht verzeihen kann, dass er mich mit dem Kinderwunsch so allein gelassen hat und meine Verletzung unterschwellig auch unsere zukünftige Beziehung vergiften wird.

Pnami, ich finde die Frage gut, was wäre, wenn das Kind da wäre (jetzt erstmal egal ob von ihm oder über HI/Embryonenspende o.ä.). Darüber hab ich mir auch Gedanken gemacht. So wie ich ihn einschätze wäre es so, dass er sich schon auch mitverantwortlich fühlen würde und einen Teil seines Geld mit ins Kind stecken würde. ABER: Seinen Lebensstandard würde er weiter aufrecht erhalten wollen, da bin ich mir sicher. Er würde merken, dass er nun zurückstecken muss, würde es zunächst widerwillig machen und anschließend seinen Druck und Frust an mir ablassen: Ich müsste mir noch einen Zweitjob suchen oder irgendwie versuchen mehr Aufträge zu bekommen, wie auch immer. Da Hausarbeit für ihn nicht zählt, ebenso wenig, wie die Verdienstausfälle, die ich wegen der jahrelangen Kiwu-Behandlungen hatte, bin ich mir sicher, dass auch Kindererziehung für ihn nicht zählen würde. Insofern würde er halt einfach von mir "erwarten", dass ich neben der Kindererziehung auch weiter Vollzeitjob arbeite oder halt den Rest von meinem Ersparten für das Kind beisteuere (sofern dann noch was davon übrig ist).
Ich wäre (wegen unserer geringen Hausrate) finanziell besser gestellt, als als Alleinerziehende. Aber trotzdem müsste ich fast alles allein machen und es käme wieder die Verletzung hoch, dass er mich im Stich lässt. Ob das letzten Endes besser ist als Trennung? Ich weiß nicht...

Wenn ihr noch weitere Gedanken oder Ideen habt, dann schreibt es gerne! Mir tut es hier echt soooo gut, von euch eure Meinungen zu hören und zu lesen!


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   Eibischteig
schrieb am 03.02.2019 13:45
Liebe Glücksgewitterhexe,

ich kann mich gut in Deine Situation hineinversetzen. Ich hatte mal eine ähnliche Beziehung. Diese habe ich aber beendet. Das Leben erfordert es auch, daß wir Entscheidungen treffen. Treffen wir diese nicht aktiv, so werden sie für uns getroffen.

Ich finde es (als Außenstehender) unfair Deinem Mann vorzuwerfen, er wäre stur. Im Gegenteil. Er ist fest in seiner Meinung und hat diese auch formuliert. Da weißt Du, was Du erwarten kannst und was nicht. (Du hast ja auch Deine feste Meinung, daß Du ein Kind möchtest).
Und er hat ein Recht auf seine Meinung und er hat Dir auch einen Weg gewiesen, wie Du damit umgehen solltest, wenn Du mit seiner Position nicht umgehen kannst (und zwar dann sieht er nur die Trennung). Wenn er die Fakten schon so ehrlich und rational auf den Tisch legt, dann ehrlich, sehe ich wirlklich nur die Option a) Trennung oder b) Kinderwunsch aufgeben. Wie stehst Du zu ihm? Liebst Du ihn? Könntest Du ihm zu Liebe mit dem Kinderwunsch abschließen? Ich denke die Antwort auf diese Frage wird Dir den weiteren Weg weisen!

LG ET


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
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   Glücksgewitterhexe
schrieb am 03.02.2019 14:26
Liebe Eibischteig,

danke, dass du mir auch das ehrlich zurückmeldest. Hm, also ich meinte mit dem "Stursein" nicht nur seine Entscheidung, sondern auch, dass er sich offenbar nicht für meine Gefühle zu interessieren scheint (meinen Brief nicht liest, für Gespräch nicht zugänglich ist usw.). Ich hätte mir doch gewünscht, dass wir zumindest über unsere Empfindungen offen sprechen können und man gegenseitig Verständnis zeigt - unabhängig davon, ob man danach dann auch handelt.
Also z.B., dass mein Mann sagt: "Ich verstehe, dass es für dich sehr schwer ist, aber versteh bitte auch, dass es für mich genauso schwer ist mich einzuschränken.... Es tut mir leid, dass du so fühlst.... Wie gehen wir mit den Differenzen um? Ist eine Trennung tatsächlich unausweichlich?"

So etwas in der Art. Aber vielleicht ist für ihn schon alles gesagt. Hmmm. Ich werde über deine Worte auf jeden Fall nochmal nachdenken...

Ja, doch, ich liebe ihn. Aber wenn ich ehrlich bin, dann ist die erhoffte Liebe zu einem erhofften Kind größer. Was mich eher abhält von einer Trennung ist die Angst: Dass es nicht klappt, dass ich dann "alles" verloren habe usw. Und ob "Angst" ein guter Ratgeber ist, um eine Beziehung aufrecht zu erhalten? Wohl eher nicht...


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
no avatar
   Lilina9
schrieb am 03.02.2019 17:10
Liebe glücksgewitterhexe

oh, das ist aber wirklich eine blöde Situation.
ich kann dich echt verstehen und deine Gedanken sind absolut legitim,... aber auch deine ängste kann ich gut verstehen...

meine restliche nachricht wäre ziemlich ident mit denen meiner vorschreiberinnen.

daher fasse ich mich kurz und wünsche ich dir von herzen, dass du deinen weg findest und, egal wie dieser weg sein mag, sich dein kinderwunsch erfüllen mag!!!
es mag vllt abgedroschen klingen, aber folge deinem herzen (und ich bin der meinung, dass es im leben keine richtigen u flaschen entscheidungen gibt- sodnern dass wahrscheinlich alles irgendwo einen sinn hat).

alles liebe!


  Re: Einseitiger Kinderwunsch und Alter - Bitte um Rat
no avatar
   la_tina
Status:
schrieb am 03.02.2019 17:58
Liebe Glücksgewitterhexe,

es tut mir leid dass du in so einer schwierigen Situation steckst. Ein unerfüllter Kinderwunsch ist wirklich zermürbend. Ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen und finde die auch "gerechtfertigt". Es geht um den Wunsch nach einem Kind, nicht darum wohin man als nächstes in den Urlaub fährt; sowas gehört in einer Partnerschaft gut ausdiskutiert, und wenn da kein gemeinsamer Nenner da ist wird das meiner Meinung nach eine Partnerschaft nicht auf Dauer aushalten.

Deinem Partner muss man zugute halten dass er ja offensichtlich auch schon einiges in diesen Wunsch investiert hat. Und er legt die Karten offen auf den Tisch. Sein Verhalten ist irgendwie aber unschlüssig, für mich liest es sich so als hätte er das dir zuliebe getan und als wäre es nur dein Wunsch ein Kind zu bekommen.

Besonders was du hier schreibst finde ich bedenklich: So wie ich ihn einschätze wäre es so, dass er sich schon auch mitverantwortlich fühlen würde und einen Teil seines Geld mit ins Kind stecken würde. ABER: Seinen Lebensstandard würde er weiter aufrecht erhalten wollen, da bin ich mir sicher. Er würde merken, dass er nun zurückstecken muss, würde es zunächst widerwillig machen und anschließend seinen Druck und Frust an mir ablassen: Ich müsste mir noch einen Zweitjob suchen oder irgendwie versuchen mehr Aufträge zu bekommen, wie auch immer. Da Hausarbeit für ihn nicht zählt, ebenso wenig, wie die Verdienstausfälle, die ich wegen der jahrelangen Kiwu-Behandlungen hatte, bin ich mir sicher, dass auch Kindererziehung für ihn nicht zählen würde.

Man muss sich schon gemeinsam und aus ganzem Herzen für ein Kind entscheiden, und zwar beide. Ein Kind bringt so viele Einschnitte in das alte Leben mit sich, sei es der Schlafmangel, die fehlende Zweisamkeit, die finanziellen Belastungen, der Karriereeinschnitt. Das kann nicht gut gehen wenn einer da nur widerwillig mitmacht.

So wie du das bisher darstellst liest es sich für mich als wäre es dein dringender Wunsch, aber nicht der deines Partners. Dagegen spricht dass er ja immerhin einige Behandlungen mit dir durchgezogen hat. Aber wenn du das Gefühl hast er würde seinen bisherigen Lebensstandard nur widerwillig aufgeben dann spricht das meiner Meinung nach sehr dafür dass er das alles dir zuliebe gemacht hat und nicht weil er unbedingt auch selbst ein Kind will.

Ganz ehrlich, ich könnte mit so einem Partner kein Kind bekommen, besonders jetzt seit ich weiß was es bedeutet ein Kind zu haben, wie viel das von einer Partnerschaft abverlangt.

Ich sehe da für dich auch nur die Option entweder den Kinderwunsch aufzugeben oder dich von ihm zu trennen. Du kannst ihn vielleicht zu einem oder zwei weiteren Versuchen überzeugen, aber wenn er dann wirklich so reagiert wie du oben schreibst...ja wie soll es dann weiter gehen? Dann wirst du über kurz oder lang auch wieder ohne Partner da stehen.

Sehr schwierig. Triff eine Entscheidung nicht aus Torschlusspanik heraus. Du bist erst 36, du hast noch Zeit und Chancen.

Ich wünsche dir dass du für dich zu einer guten Entscheidung kommst, alles Liebe!




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