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  Samenspende - wie ist das für einen Mann?
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  Zacharias
schrieb am 31.01.2019 19:57
Hallo miteinander,
ich habe Fragen zur Samenspende, aus Sicht des Mannes. Irgendwie finde ich hierzu nicht wirklich viel von „betroffenen“ Männern.
Erstmal zur Lage:
Seit Ende 2017 sind wir in einer Kinderwunschbehandlung. Grund hierfür sind meine schlechten Spermienwerte. Dies ist Aufgrund eines zu spät erkannten Hodenhochstands im frühen Teenageralter, mittlerweile bin ich 37. Ich hatte somit genug Zeit mich damit abzufinden, dass ich vermutlich nie Vater werden kann. Und nach nun vier erfolglosen ICSI Behandlungen mit meinen Samen aus TESE und Frischspende, wollen wir eventuell noch einen Versuch mit Spendersamen in einer Insemination durchführen lassen. Meine Frau ist Gesund und hat, laut Kinderwunschklinik, für ihr Alter, 41, sehr gute Werte. Bei der ersten ICSI war sie auch bereits schwanger, aber leider gab es einen Abgang in der 8. Woche. Bei den nächsten beiden ICSI haben sich die Eizellen nicht eingenistet und beim vierten Mal haben sich die Eizellen leider nicht im Labor geteilt. Für meine Frau verständlicherweise sehr hart und extrem belastend. Ich steh ihr auch bei ihrem Kinderwunsch bei und bin für sie, so gut ich kann, da. Weitere ICSI können wir uns nicht leisten, deshalb auch die Insemination.
Ich mache mir aber Gedanken als Mann. Dazu gehören u.a. folgendes:
  • es kommt nicht von mir
  • Ich habe nichts mit dem Kind gemeinsam, genetisch
  • Es hat keine meiner genetischen Merkmale
  • Wie gehe ich später damit um?
  • Wie geht es mir damit, wenn das Kind mir später an den Kopf wirft das ich nicht sein leiblicher Vater bin? Klar würden wir offen damit umgehen und auch frühzeitig es ansprechen und thematisieren. Dennoch macht mir das „Angst“
Im Ganzen kann ich mich schon damit Leben nicht der leibliche Vater zu sein. Schließlich habe ich, jedenfalls im Kopf, mich mit Adoption oder Pflegekind auseinandergesetzt. Aber irgendwie ist es doch anders, wenn meine Frau das Kind eines Anderen auf die Welt bringt.
Gibt es hier Männer, die ähnliche Gedanken haben oder hatten? Eventuell auch Frauen die diese Fragen mit ihrem Mann ebenfalls durchhaben?


  Re: Samenspende - wie ist das für einen Mann?
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  claru80
schrieb am 01.02.2019 07:12
Hallo,
ich denke, wenn du im Internet ein bisschen suchst, findest du sicher Papas in Foren, die dir da besser weiterhelfen können.
Nur ein paar Gedanken zu deinem Post:
-Wie du schon geschrieben hast, wäre eine Adoption oder ein Pflegekind ja genauso wenig biologisch deines. Der Unterschied ist jedoch, wenn man eine Schwangerschaft begleitet, dann erlebt man dieses Wunder des Lebens (klingt abgedroschen, ist aber tatsächlich unglaublich) aktiv mit.

-Es gibt für euch ja auch die Option (im Ausland) einen Embryo zu adoptieren, dann wärt ihr beide "biologisch" nicht die Eltern, wobei es da nun wieder neue Studien gibt, die zeigen, dass die Frau, die das Kind in sich trägt epigenetisch ihre Spuren hinterlässt.

- Wenn du von dem Kinderwunsch deiner Frau redest klingt das so, als hättest du selber keinen Kinderwunsch, kann es sein, dass da etwas zwischen euch unangesprochen ist?

- Ich habe eine Familie kennengelernt, bei denen das älteste Kind nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht wurde. Sie haben das erfahren, als die Tochter 12 Jahre alt war und es hat die ganze Familie in eine tiefe Krise gestürzt. Die Eltern haben sich getrennt (und sind zwei Jahre später wieder zusammengekommen). Aber das größte Problem war die Angst, dass das Mädchen ihnen weggenommen wird. Zum Glück haben sie das Mädchen adoptieren dürfen, und die biologische Familie hat sich nicht durchsetzen können. Sie ist jetzt 21 Jahre alt und wenn man sie zusammen mit ihren (adoptiv) Eltern sieht, dann merkst man nichts, denn alles ist genau wie bei den Eltern, speziell wie beim Vater: Die Art zu sprechen, sich zu bewegen, das Lächeln auf einer Seite des Mundes, der Humor, alles! Und beide Eltern haben einmal zugegeben, dass sie diese adoptierte Tochter, nach der Angst sie verlieren zu können und dem Trauma dieses Ganzen, mehr wertschätzen und ihr näher sind, als den anderen beiden.

Was ist Biologie, was ist Prägung? Wieviele Menschen wachsen auf, ohne zu wissen, wer ihre biologischen Eltern sind?
Nur so ein paar Gedanken.
LG


  Re: Samenspende - wie ist das für einen Mann?
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  Vanda
Status:
schrieb am 01.02.2019 07:47
Hallo Zacharias,

Mein Mann und ich sind in Kinderwunschbehandlung mit Spendersamen. Er hat bereits eine Tochter aus erster Ehe, die mit Spendersamen entstanden ist. Sie ist jetzt 16 Jahre alt. Und auch wenn die Ehe schon lange geschieden ist, ist sie immer noch ohne jeden Zweifel seine Tochter. Wenn du Interesse hast, dich mal mit ihm zu unterhalten, schreib mir gerne eine Privatnachricht.

Es gibt auf dieser Internetseite ein Unterforum Heterologe Insemination. Schau dich mal vorbei. Dort habe ich letzten dies geschrieben als eine Frau fragte, wie unsere Männer damit umgehen:

„Hallo XXX,

herzlich willkommen!

Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, auf Spendersamen umzusteigen, seid ihr auf jeden Fall goldrichtig hier. Hier im Forum kannst du alle Fragen stellen, die dich beschäftigen. Dass können ganz allgemeine Fragen sein, vor allem jetzt wo du noch nicht mit der Behandlung losgelegt hast. Oder spezielle Fragen, die dir im Laufe der Behandlung kommen.

Im Moment ist der Piep sehr aktiv. Hier teilen viele den Fortschritt ihrer Behandlung und bekommen auch Feedback dazu. Ich persönlich schätze das, weil man dann nicht das Gefühl hat alleine zu kämpfen. Wir sitzen halt alle in einem Boot.

Du kannst auch jederzeit ein eigenes Thema aufmachen. Damit ist es einfacher, die Diskussion wiederzufinden und zu verfolgen, ob es Antworten gibt.

Ich glaube es ist ziemlich typisch, dass dein Mann jetzt noch etwas Zeit braucht während du schon bereit bist loszulegen. Männer setzen sich mit so wichtigen Themen halt anders und in einer anderen Geschwindigkeit auseinander. Und dann ist ja auch er derjenige, dessen Erbgut ersetzt wird. Wenn es um eine Eizellspende ginge, wäre es vielleicht sogar andersrum. Da hilft nur keinen Druck aufbauen und ihm Zeit geben. Vielleicht hilft euch auch die Teilnahme an einem Seminar vom DI-Netz. Mich hat damals das Video auf der Startseite des Donor Coneption Networks sehr beeindruckt: [www.dcnetwork.org]. Danach dachte ich, es gibt nichts cooleres als eine Familie durch Samenspende zu gründen. Ist nachtürlich nicht so, aber es ist schon toll zu sehen, wie selbstbewusst die Kinder in dem Video damit umgehen.“

Viele Grüße,
Vanda


  Re: Samenspende - wie ist das für einen Mann?
avatar  La esperanza**
Status:
schrieb am 01.02.2019 09:22
Schön dass sich Männer nicht alleine Gedanken machen und Gleichgesinnte suchen zwinker

Wir haben 2 Spenderkinder.
Unsere Geschichte ist ähnlich wie eure wie du in meinem Profil sehen kannst.
Mehrere eigene Versuche negativ oder FG, Samenspende haben wir dann 3 Versuche für 2 Kinder gebraucht.

Mein Mann wollte anfangs nicht diesen Weg gehen, er hatte ähnliche Gedanken wie du.
In der Schwangerschaft mit der Großen hatte er anfangs schon Probleme, es hat ihn Überwindung gekostet an meinen Bauch zu langen usw. Ich finde er war distanziert was aber auch gut damit zu tun haben kann dass er eben diese ganze Veränderung erlebt hat wie jeder andere Mann auch der Vater wird.
Es wird auf einmal so richtig klar dass der lange Kampf mit einem Baby im Arm enden wird, man konnte sich das irgendwann einfach nicht mehr vorstellen und die Gewissheit dass das Leben sich nun komplett ändern wird.

Er war dann froh dass es ein Mädchen wird weil er meinte dass dann eh keiner sagen kann ganz der Papa auch wenn er sich typisch Mann einen Jungen gewünscht hätte.

Die Kommentare wie „Nase vom Papa“ kamen natürlich obwohl sie so gar nichts von ihm hat.
Wir mussten dann immer nur schmunzeln.
Aber so Kommentare kommen auch bei genetischen Eltern, da sieht jeder andere Ähnlichkeiten.
Uns waren so grobe Merkmale wie blaue Augen wichtig da wir beide blaue Augen haben und ein Kind mit braunen Augen direkt auffallen würde dass da was nicht stimmt.

Er hat sie nach der Geburt direkt geliebt und dass er nicht der genetische Vater ist, gerät oft einfach in Vergessenheit.
Ich erwische mich als bei dem Gedanken dass ich froh bin dass die kinder manche negativen Eigenschaften zum Glück nicht von ihm geerbt haben können.
Das ist dann aber meist im Streit und ein gemeiner Gedanke.

Bei unserem Sohn kamen so Kommentare wie ganz der Papa dann kaum noch aber evtl auch weil ich bei unserer Tochter schon immer gesagt habe wie mich sowas nervt weil eh jeder was anderes sieht bzw sehen will.
So ist es auch. Meine Familie sieht Ähnlichkeiten zu mir, seine Familie zu ihm.
Jedenfalls sieht man den Kindern total an dass es Geschwister sind und wenn ich mit einem von beiden vorm Spiegel stehe, überlege selbst ich oft was denn von mir ist und weiß es nicht.

Unser Problem momentan ist eher dass wir uns darüber einig waren dass die kinder ihre Entstehung erfahren.
Nun wird die Tochter bald 4 und möchte öfter gerne mal wissen wie die Babies aus dem Bauch kommen usw.
Für mich ideal ihr alles zu erzählen, mein Mann schiebt es vor sich her.
Aber weniger aus der Angst wie sie ihn dann gegenüber tritt sondern aus Angst vor seiner Familie (bissle schwieriges Verhältnis in dem er mit 36 Jahren immer noch um Anerkennung und Liebe von seinem Vater kämpft und ich die falsche Frau bin).
Er hat Angst als versager da zu stehen der von seiner Frau zu sowas unmoralischem gedrängt wurde.
Was man den Kindern antut usw.
Eben Bekehrungen von Menschen die sich nie mit dem Thema beschäftigt haben und oberflächlich den Schein waren wollen.
Bei unserer Tochter habe ich null bedenken dass sie sich ihm gegenüber dann anders verhält. Er ist der Papa der schon immer der Papa war und ich finde es wichtig frühzeitig ehrlich zu sein dann wachsen die kinder einfach damit auf und es ist normal.
Ich denke auch und lese hier öfter dass es kaum Probleme gibt wenn die Beziehung von Papa und Kind passt.
Und klar, denke doch mal an deine eigene Pubertät zurück, wie oft hast du dich mit deinen Eltern gestritten und gesagt dass sie dir nix zu sagen haben.

Meine Familie weiß Bescheid sowie meine beste Freundin und sie stehen und standen immer hinter uns und den Kindern.
Das sollte eben der Mann/Vater auch tun zwinker
Zu seiner Entscheidung und seiner eigenen neuen kleinen Familie und den Kindern stehen und stolz sein und die anderen denken lassen was sie wollen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.02.19 09:30 von La esperanza**.


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  Re: Samenspende - wie ist das für einen Mann?
no avatar
  Anne_00
schrieb am 01.02.2019 11:46
Hallo Zacharias,
Wir haben denk ich eine ziemlich ähnliche Geschichte (gleicher Befund) hinter uns und befindet uns mittlerweile auch in der Behandlung mit spendersamen.
Die Sicht meines Mannes kann ich natürlich nur bedingt weiter geben aber ich denke uns hat sicherlich das Seminar vom DI-Netz zu diesem Thema sehr geholfen hat und auch der Besuch der Kinderwunschtage.
Hier haben unterschiedliche Seminare statt gefunden und auch die Gespräche mit den Samenbanken wären hilfreich.
Vielleicht ist das auch was für euch...
Wir haben auch 5 negative Versuche mit eigen Spermien hinter uns mit jeweils sehr schlechten befruchtungsraten. Jetzt steht der 2. Kyro versuch mit samenspende an.. leider war der letzte Versuch negativ.
Finde es auch interessant hier Erfahrungsberichte zu erhalten.. smile
Alles Gute euch...


  Re: Samenspende - wie ist das für einen Mann?
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  Leinica
Status:
schrieb am 01.02.2019 14:24
Hallo Zacharias,
Ich rate dir auch dich hier im Heterologe Insemination Forum anzumelden.

Als ich deine Zeilen gelesen habe, hat mich das an meinen Mann erinnert. Er hatte selbstverständlich die gleichen Aengste und ich auch. Ich lese aber aus deinen Zeilen, dass du mal ein wundervoller Vater wirst, und allerspätestens bei der Geburt, ist dir völlig egal, von wo das Kind herkommt. Du begleitest deine Frau von Anfang an, bist bei der Zeugung bis zur Geburt dabei und wirst immer für dein Kind da sein, und das ist es, was dich zum Vater macht. Gerne schreibe ich noch ausführlicher im geschlossenen HI Forum.

LG
Leinica


  Re: Samenspende - wie ist das für einen Mann?
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  Zacharias
schrieb am 01.02.2019 14:33
Zitat
claru80
...
- Wenn du von dem Kinderwunsch deiner Frau redest klingt das so, als hättest du selber keinen Kinderwunsch, kann es sein, dass da etwas zwischen euch unangesprochen ist?
...
Was ist Biologie, was ist Prägung? Wieviele Menschen wachsen auf, ohne zu wissen, wer ihre biologischen Eltern sind?
Nur so ein paar Gedanken.
LG

Vielen Dank für die Gedanken.
Ja, es klingt vielleicht danach das etwas unausgesprochenes gibt oder ich keine Kinder will. Aber doch, das will ich. Nur habe ich eine sehr lange Zeit gehabt mich damit zu "arrangieren" es nicht werden zu können, somit kommt auch sowas dann heraus. Wenn es klappt mit einem eigenen kleinen "Wurm", den ich soviel geben und mitgeben kann wäre ich über glücklich mit Tränen in den Augen.

Klar, ich gebe dem Kind alles mit was es brauch und es wird bestimmt auch Eigenarten von uns annehmen, keine Frage. Ich mache mir halt Gedanken und versuche es logisch und rational er erfassen obwohl es so einfach nicht geht, was mir auch klar ist. So wie Frauen darüber Grübeln und Gedanken haben, so haben es auch die Männer, auch wenn es nicht jeder zugibt zwinker


  Re: Samenspende - wie ist das für einen Mann?
no avatar
  Zacharias
schrieb am 01.02.2019 14:50
Zitat
La esperanza**
Schön dass sich Männer nicht alleine Gedanken machen und Gleichgesinnte suchen zwinker
Ja, manche sind einfach anders wie sie mit ihren Gefühlen umgehen. War für mich auch ein harter Weg.

Zitat
La esperanza**
Wir haben 2 Spenderkinder.
Unsere Geschichte ist ähnlich wie eure wie du in meinem Profil sehen kannst.
Mehrere eigene Versuche negativ oder FG, Samenspende haben wir dann 3 Versuche für 2 Kinder gebraucht.
Dazu kann ich nur gratulieren

Zitat
La esperanza**
Er war dann froh dass es ein Mädchen wird weil er meinte dass dann eh keiner sagen kann ganz der Papa auch wenn er sich typisch Mann einen Jungen gewünscht hätte.
Die Kommentare wie „Nase vom Papa“ kamen natürlich obwohl sie so gar nichts von ihm hat.
Oh Gott, daran habe ich noch gar nicht gedacht Achso!

Zitat
La esperanza**
Aber weniger aus der Angst wie sie ihn dann gegenüber tritt sondern aus Angst vor seiner Familie (bissle schwieriges Verhältnis in dem er mit 36 Jahren immer noch um Anerkennung und Liebe von seinem Vater kämpft und ich die falsche Frau bin).
Er hat Angst als versager da zu stehen der von seiner Frau zu sowas unmoralischem gedrängt wurde.
Was man den Kindern antut usw.
Das kennt wohl jeder Mann, Probleme mit dem Vater, in irgendeiner Form.

Zitat
La esperanza**
Ich denke auch und lese hier öfter dass es kaum Probleme gibt wenn die Beziehung von Papa und Kind passt.
Und klar, denke doch mal an deine eigene Pubertät zurück, wie oft hast du dich mit deinen Eltern gestritten und gesagt dass sie dir nix zu sagen haben.
Das ist es ja, ich erinnere mich daran. Deshalb kommen ja die Gedanken ja.

Zitat
La esperanza**
Meine Familie weiß Bescheid sowie meine beste Freundin und sie stehen und standen immer hinter uns und den Kindern.
Das sollte eben der Mann/Vater auch tun zwinker
Zu seiner Entscheidung und seiner eigenen neuen kleinen Familie und den Kindern stehen und stolz sein und die anderen denken lassen was sie wollen.
Klaro, das werde ich auch. Aber lieber jetzt einmal Gedanken machen und dann nicht komplett nackt vor der Sache stehen.


  Re: Samenspende - wie ist das für einen Mann?
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  Zacharias
schrieb am 01.02.2019 15:16
Vielen Dank auch den anderen. Ich merke schon, ich bin nicht ganz allein damit. Und das ist auch schön zu hören. Im Endeffekt haben alle ja sehr ähnliche Probleme die sie mit dem Thema Kinderwunsch haben.


  Re: Samenspende - wie ist das für einen Mann?
no avatar
  Belalo
schrieb am 01.02.2019 17:28
Hallo Zacharias,
wir haben auch einen ähnlichen Befund wie ihr. Mein Mann konnte sich irgendwann nicht mehr ansehen wie ich mich durch die ICSIs gequält habe.
Wir sind dann auf Spendersamen umgestiegen und ich bin direkt durch den ersten Versuch schwanger geworden.
Mein Mann freut sich RIESIG!! auf das Kind und ich mich natürlich auch.
Natürlich denken bzw sprechen wir ab und zu noch über die Entstehung der SS, aber ich denke das wichtigste nicht die genetische Verwandtschaft sondern die persönliche Beziehung ist.

Ich wünsche euch alles Gute smile

LG Belalo


  Re: Samenspende - wie ist das für einen Mann?
no avatar
  Bruchpilot
schrieb am 01.02.2019 19:00
Hallo Zacharias,
ich habe zwar nicht Dein Problem, ich habe OAT3.
Wir hatten es damals zuerst mit mir versucht, was aber im Nachhinein eine blöde Idee war. Ich hatte danach eine alternative für mich gesucht und das war die HI.
Meine Frau hatte bei den ersten Versuchen, das Gefühl, sie würde mich betrügen, aber warum?

Wenn Du Dir die Genetik ansiehst, ist das was Du dazu gibst, nicht mehr das der Chromosomensatz einer Erbse und da war mir gleich klar ( ich bin Techniker) , soll ich mich ernsthaft über eine Erbse aufregen?
Nein!!
Ich habe jetzt, zwei wundervolle Kinder!
Es wissen alle in unserem Umfeld und ich bekomme sehr oft gesagt, ganz der Papa!
Und ja, so ist es auch, wenn ich sehe, wie viel sie von mir haben ( Verhalten, Gestik, Mimik und manche Macke), wenn ich es nicht zu 100% besser wüsste, würde ich sagen, ja ich bin auch der genetische Papa!
Wir klären sie jetzt schon lange auf ( 9 und 6 Jahre).

Klar kann es in der Pubertät so kommen, dass sie sagen, dass ich nicht Ihr wirklicher Papa bin, Ok, dann wird das sehr weh tun, aber dass kann jedem normalen Papa auch passieren.

Das auf die Schnelle,
wenn Du mehr wissen möchtest, einfach melden.

Ps. Auch mein Tipp, komm ins HI Forum!

VG Bruchpilot


  Re: Samenspende - wie ist das für einen Mann?
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  Erdbeersahne81
Status:
schrieb am 01.02.2019 21:03
Hallo@
Ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen. Nach 2 negativen Tese Icsis mussten wir auch überlegen wie es weiter geht und haben uns für diesen weg entschieden
Mein Mann hat auch Gedanken gehabt wie, kann ich dieses Kind so annehmen wie unseren sohn ( haben einen gemeinsamen Sohn) , werde ich immer den Spender sehen wenn ich in das Gesicht schaue usw.
Unsere Tochter ist jetzt 9 Monate und alle Gedanken u Ängste sind vergessen (-: er liebt sie anfängt und alle sagen, sie sieht aus wie er (-;
Liebe, hat nichts mit den Genen zu tun.
Alles Liebe




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