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  Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  BlueKate79
schrieb am 25.01.2019 15:28
Ich brauche Rat, ob sich der Gang zum Anwalt lohnt...

Folgende Situation:ich werde nächste Woche 40.
Im Dezember 18 hatte ich bei der KK wegen einer weiteren Kostenübernahme einer ICSI nachgefragt und mitgeteilt bekommen, dass sie nichts übernehmen. Nein, sie wären raus und müssten nichts bezahlen. Gut... Wollte dann den Zuschuss des Landes beantragen und bat um das entsprechende Schreiben. Durch familiäre Probleme kam ich erst Montag dazu das zu holen und wollte direkt zum Amt den Zuschuss zu beantragen... In der Hoffnung noch rechtzeitig durchzukommen (da zählt das einlösen des ersten Rezeptes und nicht der erste Stimu Tag als Start) wäre also grad noch gegangen.

Da fiel der KK auf, das ich ja doch noch einen Versuch habe, da ich zwei Abbrüche hatte. Hätte ich DIE Info im Dezember bekommen, dann wäre nächste Woche Schwangerschaftstest angesagt!
Also:kein Geld vom Land. Ich alles in Bewegung gesetzt...
Heute habe ich dann mitgeteilt bekommen, dass sie trotzdem nicht zahlen. Meine Mens kommt 7 Tage nach meinem Geburtstag. Ich muss einen Tag vorher starten.

Ich bin am Überlegen einen Anwalt zu kontaktieren, da ich ja von der KK falsch informiert wurde, obwohl ich mehrfach damals darauf hingewiesen habe, dass ich zwei Abbrüche hatte und die ja eigentlich nicht zählen. Wäre ich koreekt informiert worden, dann hätte ich jetzt stimuliert.

Was sagt ihr?


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  -Firefly-
schrieb am 25.01.2019 15:41
Das ist ja ärgerlich!
Hast du es schriftlich, dass die KK weitere Versuche abgelehnt hat? Und hast du die Möglichkeit dort persönlich vorstellig zu werden?
Oder wenigstens einen Dir zugeteilten Sachbearbeiter, mit dem du sprechen kannst?
Ich würde mich wohl zumindest von einem Anwalt beraten lassen, falls die Krankenkasse sich weigert einen weiteren Versuch zu bezuschussen.

Viel Erfolg


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  mariechen74
schrieb am 25.01.2019 15:52
Wäre ein langes Protokoll mit Start der Downregulierung vor deinem Geburtstag eine Alternative?

LG, Mariechen


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  claru80
schrieb am 25.01.2019 17:47
Oder kannst du nicht ein oder zwei Tage Norethisteron nehmen, danach setzt die Blutung bei mir sofort ein (also am Tag danach).

Das ist sooo ärgerlich!


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  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  Lavendelzweig
Status:
schrieb am 25.01.2019 18:30
Hi,

Also von vorne..

Du bist bereits in Behandlung und hattest bereits 2 IVF/ ICSI die mit einer Fehlgeburt endeten. Richtig soweit?

Also musst du doch auch einen genehmigten Behandlungsplan haben, oder?

Wenn du von deiner KK nichts schriftliches über dieses ganze hin und her hast, dann hast du wohl schlechte Karten.

Du könntest es über Kulanz der KK probieren (Falschaussage, deshalb kein Start vor deinem 40. möglich...)


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  BlueKate79
schrieb am 25.01.2019 20:05
Ich war heute direkt bei der KK. Ich habe sogar mit dem nochmals gesprochen, der damals mir das gesagt hat.
Seine Reaktion: Naja, selbst wenn sie jetzt stimuliert hätten wäre es ja nicht sicher, dass sie schwanger geworden wären und ich solle die Klinik mal fragen, ob die aus Kulanz nicht zu KK-Preisen abrechnen können (ähm, was?!!)


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  BlueKate79
schrieb am 25.01.2019 20:06
Das frag ich Montag nach. Zur Not fahr ich die 120 km nur um die Rezepte zu holen!


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  BlueKate79
schrieb am 25.01.2019 20:10
Ich erreiche ja jetzt niemanden mehr, der es verschreibt... Ach Kacke.
Ich hab mich 2 Jahre echt gequält, Diät, Rauchen aufgehört... Und hab endlich gute Werte. Sogar mein AFC ist von 3 pro Seite auf 6-7 hoch gegangen. Ich hätte vielleicht mal mehr als 2 EZ gehabt. Sorry, das ich jammere.


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  claru80
schrieb am 25.01.2019 20:27
Hey, das ist doch kein Jammern! Das ist total nachvollziehbare und gerechtfertigte Frustration, gepaart mit ein wenig Torschusspanik... hab ich auch manchmal, aber weniger gerechtfertigt als du.
Ich würde im Notfall der Klinik die Sache genau so erklären und sagen, dass du am 1. Zyklustag anfängst zu stimulieren, und notfalls eben lügen, dann war dein Zyklustag halt ein oder zwei Tage früher, und du stimulierst dann eben ein oder zwei Tage länger... ich musste letztes Mal knapp 14 Tage stimulieren.

Oje. Du tust mir so Leid. Und manchmal reicht auch schon ein Schreiben, in dem man mit dem Anwalt droht, damit die Krankenkasse spurt.
Übrigens ist es schon so, dass manche KK bis 42 zahlen, wenn die Ärzte bescheinigen, dass die Chancen gut stehen. (z.B. AOK B-W) erkundige dich mal Im Notfall einfach KK wechseln.

LG


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  Lavendelzweig
Status:
schrieb am 25.01.2019 20:29
Ich verstehe durchaus deinen Frust.

Du hattest jetzt wohl 2 Jahre eine Behandlungspause zum "pimpen". Ob es was gebracht hat, kann dir keiner sagen. Ich persönlich würde da nicht so große Hoffnungen rein setzen.

Lass dich am Montag mit dem Vorgsetzten deines Sachbearbeiters von der KK verbinden und probiere es da noch mal.

Alles Gute!


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 25.01.2019 20:43
Zitat
BlueKate79
ich solle die Klinik mal fragen, ob die aus Kulanz nicht zu KK-Preisen abrechnen können (ähm, was?!!)

Interessant. Die Klinik geht in Kulanz, sozusagen stellvertretend für den Dussel von der Krankenkasse? Das ist aber mal eine ganz hervorragende Idee. Passt zum Rest seiner Ideen. Auch die Aussage, dass der Eintritt einer Schwangerschaft ja auch nicht sicher gewesen wäre.

Wenn Sie die Aussage nicht schriftlich haben, oder das Telefonat mt 3 unabhängigen Zeugen führten, dann wird es allerdings nicht viel bringen, zu klagen.

Ich kann verstehen, das Sie sauer sind....

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  Warum immer ich?
schrieb am 25.01.2019 20:58
Also ich finde die Idee, einfach zu sagen, dass die Mens früher da ist, ziemlich gut und muss gestehen, dass ich es auch so machen würde. Wer soll den beweisen, dass die Mens nicht wirklich da war? Du könntest dann auch anfangen mit der Stimulation und wenn dann irgendwie komische Fragen kommen, weshalb die Stimulation so schleppend voran geht, dann sagst du halt, dass du Blutungen hattest und davon ausgegangen bist, dass es die Mens war, aber, dass es vielleicht auch nur Schmierblutungen waren weil die Mens immer noch anhält oder so in der Art. Da gehts ja nur um ein paar Tage und theoretisch kann ja blutungsmäßig in jedem Zyklus was ungewöhnlich sein.

Ich glaube, das ist der Punkt, an dem du am einfachsten etwas drehen kannst. Das Geburtsdatum kannst du ja nicht ändern und dem KK-Typen etwas nachzuweisen finde ich auch enorm schwierig.

Eine Sauerei ist es trotzdem und dein Frust absolut verständlich!!!

Wenn alles nicht hilft und die KK stur bleibt, dann würde ich auf jeden Fall noch einen saftigen Brief schreiben und klarstellen, dass ihr deswegen nun die KK wechselt (macht ihr ja vermutlich eh) und natürlich, dass du die KK somit keinesfalls weiterempfehlen wirst.

Wenn ich fragen darf: Bei welcher KK ist das denn passiert?

Auf jeden Fall drücke ich ganz doll die Daumen! Menno, irgendwie muss das doch klappen - finde es auch echt einfach ungerecht, wenn dir der Versuch nun flöten ginge...


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  BlueKate79
schrieb am 25.01.2019 21:29
Ich hatte vier Simulationen insgesamt. 2 mit TF, beide negativ. 2 abgebrochene. Nein, kein genehmigter Plan. Die Versuche waren vor 1,5 Jahren.

Ich hatte ja da angerufen, eben damit die mir bestätigen, dass sie nichts mehr zahlen, damit ich den Landeszuschuss bekomme. Habe während dem Gespräch, das dokumentiert wurde, mehrfach erwähnt, dass es Abbrüche waren und die damalige Klinik mir gesagt hatte, das ich noch einen Versuch hätte. Das würde verneint. Mehrfach.
Erst als die die schriftliche Bestätigung der Ablehnung wollte hat die Sachbearbeiterin der Kiwu Abteilung festgestellt das da noch ein Versuch ist und somit das Land nicht zahlt. Sie aber halt auch nicht, da ich das ja nicht mehr rechtzeitig mit dem Start schaffe.

Das Prozedere ist nachweisbar. Und die KK streitet es auch nicht weiter ab.


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  Warum immer ich?
schrieb am 25.01.2019 21:46
Zitat
BlueKate79

Das Prozedere ist nachweisbar. Und die KK streitet es auch nicht weiter ab.

Na, also in dem Fall würde ich tatsächlich einen Anwalt einschalten. Wenn es dokumentiert ist, nachweisbar und von der KK auch nicht abgestritten wird, dann liegt doch klar eine Fehlaussage der Krankenkasse zu einem Zeitpunkt vor, zu dem du noch problemlos einen Versuch vor dem 40. Lebensjahr hättest durchführen können. Da würde ich auf jeden Fall einen Anwalt einschalten, denn es ist doch offensichtlich, dass du den Versuch nicht hinausgezögert hättest, wenn du gewusst hättest, das da noch ein offener ist, den du aber nur vor deinem 40. Geburtstag "einlösen" kannst.

Ich finde das dann eindeutig und würde auf mein Recht bestehen und darum kämpfen. Dass du zum Zeitpunkt, zu dem du Recht bekommst, vermutlich über 40 bist, ist ja nun nicht dein Verschulden. Dann muss die KK den Versuch halt bei dir - wegen eigener Schusseligkeit - nach dem 40. Geburtstag einlösen...


  Re: Anwalt sinnvoll oder lassen?
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  BlueKate79
schrieb am 25.01.2019 22:06
Ja, die Idee war wirklich... Die Klinik kann ja nun so garnichts dafür. War übrigens der stellvertretende Stellenleiter hier vor Ort.

Nein, dass Gespräch hat mit ihm stattgefunden Und er hat schriftlich hinterlegt, dass ich die Absage für das Land brauche.




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