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  Chlamydien Antikörper - CHSP60
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  Bergenreich
schrieb am 19.01.2019 14:30
Hallo zusammen,

wir haben nach 3 Jahren und 4 negativen ICSIs leider immer noch unerfüllten Kinderwunsch.
Ich hatte (so bislang angenommen) vor ca. 10 Jahren eine Chlamydieninfektion, die vermutlich (noch keine BS gemacht) zum Tubenverschluss geführt hat (Untersuchung der Eileiter mit Kontrastmittel bestätigte den Tubenverschluss, aber bislang keine Bauchspiegelung gemacht).
Nach Einsicht in meine Laborergebnisse habe ich folgende Werte:

cHSP60 - IgG-Antikörper (EIA): 1.8
Chl. trachomatis IgA-AK (EIA): kleiner 15, negativ
Chl. trachomatis IgG-Ak (EIA): kleiner 15, negativ

Meine Fragen:

Ist der Wert von 1.8 (CHSP60) positiv und wenn ja, heisst das, dass eine Chlamydieninfektion vorlag? Oder weist der Wert nicht zwangsläufig auf eine Chlamydieninfektion hin?
Wie ist der Wert im Zusammenhang mit den beiden anderen negativen Werten zu interpretieren?

Ich würde mich sehr über eine Antwort (auch vom Team) freuen, ich weiß nämlich langsam nicht mehr weiter und die aktuelle Kinderwunschklinik scheint sich aus dem Wert auch nicht viel zu machen.

Liebe Grüße & vielen Dank,
Mila


  Re: Chlamydien Antikörper - CHSP60
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  Wolfsbabe
schrieb am 20.01.2019 13:33
Hallo Mila,

bei dir sind IgG und IgA negativ, also besteht kein Hinweis auf eine abgelaufene oder bestehende Infektion.
Das positive cHSP60 ist (soweit ich weiß) in diesem Fall bedeutungslos. Kritisch ist es, wenn IgG, IgA und cHSP60 positiv sind - dann liegt oft ein Tubenverschluss als Folger einer Chlamydieninfektion vor. Also hier ist Entwarnung angesagt. Fragt sich, warum deine Eileiter verschlossen sind und ob das einen Einfluss auf das Behandlungsergebnis hat.

Bei mir sind übrigens alle 3 Werte positiv, die Eileiter sind aber durchgängig. Wir sind auf ICSI angewiesen und hatten in 6 Versuchen bisher keinen Erfolg. Gute Nacht

Liebe Grüße
Wolfsbabe


  Re: Chlamydien Antikörper - CHSP60
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 20.01.2019 18:07
Zitat
Wolfsbabe
Das positive cHSP60 ist (soweit ich weiß) in diesem Fall bedeutungslos.

Sehr knapp zusammengefasst, aber falsch ist es nicht. Wir hatten das Thema mit Wolfsbabe vor einiger Zeit bereits [www.wunschkinder.net]

Es gibt Studien, die eine Einnistungsstörung aufgrund des Heatshockproteins annehmen. Und dann wird auch oft Doxycyclin empfohlen ggf. kombiniert mit Prednisolon. Das wäre zumindest das, was manche Immunologen (z. B. Fr. Reichel-Fentz) empfehlen.

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Chlamydien Antikörper - CHSP60
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  Bergenreich
schrieb am 20.01.2019 19:50
Vielen lieben Dank für deine Antwort - auch an das Team! Ich bin den März Thread auch schon zwischenzeitlich gefunden.
@Wolfsbabe: Ich verfolge deine Beiträge schon länger hier, hast du eine Vermutung, warum es bei euch bislang nicht geklappt hat? Liegt es "nur" an den Spermien deines Mannes?
Hattest du dann eine Chlamydieninfektion, wenn bei dir alle 3 Werte positiv sind?

Ich verstehe nicht so ganz, wie der CHSP60 Wert positiv sein kann, wenn der IgG negativ ist? Dazu habe ich im Netz bislang nichts Brauchbares gefunden.
Macht ihr weiter nach den 6 negativen Versuchen oder wie ist euer Plan? Es ist zum Heulen, wenn es nach so vielen Versuchen immer noch nicht klappen will.


Viele liebe Grüße,
Mila


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  Re: Chlamydien Antikörper - CHSP60
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  Wolfsbabe
schrieb am 20.01.2019 20:10
Schau mal hier, es gab schon mal eine ähnliche Diskussion nur CHSP60 positiv:

[www.wunschkinder.net]

Ja, ich hatte eine Chlamydieninfektion, aber zum Glück erkannt und behandelt.
Woran es liegt, dass es bei mir nicht klappt? Tja, gute Frage.
Dass es allein am positiven CHSP60 liegt, glaube ich nicht. Eine abgelaufene Chlamydieninfektion ist ja kein K.O. Kriterium, um mittels IVF/ICSI schwanger zu werden und bei vielen Frauen mit solcher Vorgeschichte klappt es ja auch. Bei mir wäre noch der positive ANA-Titer zu nennen, was auf ein starkes Immunsystem hindeutet. Auf jeden Fall hatte ich noch nie eine Einnistung. Jetzt befinde ich mich in meinem 7. Versuch. Ich denke, ich habe einfach Pech. Es müssen ja auch welche übrig bleiben und es gibt nicht für alles eine Erklärung. Baseball

Also ich denke in deinem Fall ist alles im Lot, es sind keine Antikörper nachweisbar. Warum trotzdem CHSP60 da ist, weiß ich leider auch nicht.
Die Frage ist, warum sind die Eileiter verschlossen?




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