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  Frage zum Vorgehen/Untersuchung
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  elani
schrieb am 14.01.2019 16:33
Hallo, ich hätte diesmal eine Frage an den Doc, falls es möglich wäre?

Eigentlich war heute nach meinem ersten neg. IVF im Dezember die Untersuchung auf Plasma- u. Killerzellen geplant. Die Ärztin war anscheinend krank. Der Kollege hat mich nun nicht untersucht, sonder mir gleich heute Trenantone (glaub ich) gespritzt. Die Kollegin wollte bis zur Blutung damit warten. Die Untersuchung wolle er nun in exakt 2 Monaten machen und meinte das sei auch gleichzeitig das Scratching? Ist das so?? Und dann mit Decapeptyl wieder starten (ich glaub langes Protokoll). Nun meine Frage: Passt das Vorgehen so?

Die Ärztin meinte letzte Woche ich könne diesen Zyklus ruhig „ausnutzen“ und GV haben. Nun meine zweite Frage: Sollte ich diesen Lotto-Sechser tatsächlich geschafft haben, was bewirkt die Trenantone-Spritze? Da ich jetzt vermutlich auch keine normale Regelblutung mehr bekomme weiß ich nicht ob man nun evtl. einen Schwangerschaftstest machen sollte?!

Vielen Dank!


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
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  Eibischteig
schrieb am 14.01.2019 20:40
Du meinst Enantone? Trenantone wäre das 3 Monats Depot. Enantone das Monatsdepot. Gehört zu den GnrH Analoga. Kann mir nicht vorstellen, daß man da drunter schwanger wird.
Bei der Downreg. mit Decapeptyl (tägl Spritze) ist wohl eine Schwangerschaft möglich, auch schon in Foren gelesen (da es zuerst die Hypophyse pusht, bevor es sie lahmlegt) man versucht es aber zu vermeiden. Bei Enantone habe ich noch nie von Schwangerschaften gehört (zuerst pusht es aber auch die Hypophyse bevor es sie lahmlegt). Würde mir da den Streß mit gezieltem Sex daher auch nicht antun.

Enantone ist meist angwendet bei Patienten mit Endometriose. Lies mal hier im Theorieteil:[www.wunschkinder.net]

Und ja auch unter Down reg bekommst Du eine Abbruchblutung.

Und ja klar wirkt die Entnahme eines Biopsats wie ein Scratching.

LG ET


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.19 22:42 von Eibischteig.


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
avatar  Shanice1
schrieb am 14.01.2019 21:22
Zitat
Eibischteig
Du meinst Enantone. Gehört zu den GnrH Analoga. Kann mir nicht vorstellen, daß man da drunter schwanger wird.
Bei der Downreg. mit Decapeptyl (tägl Spritze) ist wohl eine Schwangerschaft möglich, auch schon in Foren gelesen (da es zuerst die Hypophyse pusht, bevor es sie lahmlegt) man versucht es aber zu vermeiden. Bei Enantone habe ich noch nie von Schwangerschaften gehört (zuerst pusht es aber auch die Hypophyse bevor es sie lahmlegt). Würde mir da den Streß mit gezieltem Sex daher auch nicht antun.


Ein übliches Vorgehen im langen Protokoll ist es, mit der Downregulierung im Vorzyklus nach dem Eisprung zu beginnen. Und ja, bei diesem Vorgehen kann man während der Downregulierung spontan schwanger werden, egal ob diese mit Decapeptyl, Enantone oder Trenantone (hier ist wohl der gleiche Wirkstoff enthalten wie in Enantone) erfolgt. Mir ist das selber passiert. Ich bin in dem Zyklus, in dem ich Enantone gespritzt habe, spontan schwanger geworden.


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
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  Eibischteig
schrieb am 14.01.2019 21:30
@Shanice: Das ist mir schon klar, daß das alles GnrH Analoga sind. Es ist aber (um ganz korrekt zu sein) nicht der selbe Wirkstoff. Decapeptyl ist Triptorelin und Enantone/Leuprorelin ist Leuprorelinacetat. (anderer Wirkstoff, somit andere Strukturformel und andere Halbwertszeit)
Eine Schwangerschaft sollte aber nicht angestrebt werden. (Schwangerschaften in der Downreg sind auch sehr selten).
Sh hier Artikel vom Doc: [www.wunschkinder.net]

(Bei den Vorteilen unter Punkt 2 aufgelistet)

Da man nicht genau weiß, wie sich die Downreg auswirkt...

LG ET

PS: Ein anderes GnrH Analogon ist Nafarelin. Wird auch bei IVFs angewendet und in der Veterinärmedizin wird es zur Ovulationsinduktion bei Lachsartigen verwendet (Fischzucht). Aber in der EUnicht mehr erlaubt. So zum Thema kurioses Wissen smile

GnrH Analoga sind sogar mein Fachgebiet, aber nicht bei Menschen, sondern bei Nutztieren - dort werden sie entweder zur Ovulationsinduktion oder zur chemischen Kastration verwendet.


6 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.19 21:53 von Eibischteig.


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  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
avatar  Shanice1
schrieb am 14.01.2019 22:16
Zitat
Eibischteig
@Shanice: Das ist mir schon klar, daß das alles GnrH Analoga sind. Es ist aber (um ganz korrekt zu sein) nicht der selbe Wirkstoff. Decapeptyl ist Triptorelin und Enantone/Leuprorelin ist Leuprorelinacetat. (anderer Wirkstoff, somit andere Strukturformel und andere Halbwertszeit)
Eine Schwangerschaft sollte aber nicht angestrebt werden. (Schwangerschaften in der Downreg sind auch sehr selten).
Sh hier Artikel vom Doc: [www.wunschkinder.net]

(Bei den Vorteilen unter Punkt 2 aufgelistet)

Da man nicht genau weiß, wie sich die Downreg auswirkt...

LG ET

PS: Ein anderes GnrH Analogon ist Nafarelin. Wird auch bei IVFs angewendet und in der Veterinärmedizin wird es zur Ovulationsinduktion bei Lachsartigen verwendet (Fischzucht). Aber in der EUnicht mehr erlaubt. So zum Thema kurioses Wissen smile

Mir ging es lediglich um die geäußerte Vermutung, dass sich die TE vertan hat und statt Trenantone Enantone gemeint hat (so hatte ich das zumindest interpretiert) und dass unter Enantone eine Schwangerschaft nicht möglich wäre. Daher erwähnte ich der Vollständigkeit halber, dass in Trenantone und Enantone der gleiche Wirkstoff enthalten ist, sprich dass es tatsächlich beide Medikamente gibt. Das ist schon klar, dass Deca anders zusammengesetzt ist. Darauf war ich nicht eingegangen, da es an der Stelle keine Fragestellung hierzu gab.

Schwangerschaften während der Downregulierung sind sicher nicht die Regel. Das dürfte aber vermutlich weniger an der Downregulierung selber liegen sondern eher daran, dass sie im Kinderwunschbereich bei in der natürlichen Fortpflanzungsfähigkeit aus unterschiedlichem Grund stark eingeschränkten Paaren im Rahmen einer IVF- oder ICSI-Behandlung durchgeführt wird. Mir sind dennoch mehrere Frauen bekannt, bei denen es während der Downregulierung zur Schwangerschaft kam. Mein Repro-Arzt sagte damals, eine Gefahr für eine Schwangerschaft würde dadurch nicht bestehen. Wir haben dann auch nicht verhütet. Das konnte ja keiner ahnen, dass es ausgerechnet in einem Downregulierungs-Zyklus spontan klappt.


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
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  Eibischteig
schrieb am 14.01.2019 22:27
Trenantone und Enantone sind beides Leuprorelinacetat. Also der gleiche Wirkstoff smile Trenantone ist das Dreimonatsdepot. Enantone das Monatsdepot.
Ich halte es hier mit dem Link vom Doc, daß eine Schwangerschaft in der Downreg nicht zu empfehlen ist. Deine ist ja wohl aus anderen Gründen schiefgegangen, was mir sehr leid tut. Uns haben auch 2 Zentren von einer Schwangerschaft während der Downreg abgeraten. Wie der Forendoc hier schon mal schrieb, weiß man nicht wie sich die Down reg auf eine Schwangerschaft auswirkt.

Ich will Dir aber Deine Meinung nicht nehmen smile

LG ET


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.01.19 22:37 von Eibischteig.


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
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  elani
schrieb am 15.01.2019 06:46
Hallo, danke für die Antworten, als Zusatzinfo: ich bin jetzt ca. am 25. ZT, hatte also schon GV bevor ich gestern das 3-Monats-Depot bekommen habe. Deshalb auch meine "Sorge". Die Ärztin hätte meine Blutung abgewartet, jetzt ist dem nicht der Fall. Aber ich schätze, dass wenn eine starke Blutung zu erwarten ist, ich mir eh keine "Sorgen" machen müsste mehr?


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
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  Eibischteig
schrieb am 15.01.2019 08:40
Du mußt Dir keine Sorgen machen! Nach der Abbruchblutung kannst Du beruhigt in die IVF starten.


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
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  elani
schrieb am 15.01.2019 13:01
Ich hatte mir nur Gedanken gemacht, welchen Einfluss dieses Medikament auf eine mögliche jetztige Schwangerschaft hätte, die ja zumindest theoretisch ist/sein hätte können.

Was mich noch wundert ist, dass es ja eine 3-Monats-Spritze ist, der Arzt aber in genau 2 Monaten schon wieder mit Decapeptyl anfangen will. Passt das so?


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
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  Eibischteig
schrieb am 15.01.2019 13:06
Das hat mich ja gewundert, daher dachte ich eher an Enantone als an Trenantone. (aber ev rechne ich falsch, bin auch kein Reproduktionsmediziner. Am besten in der Klinik nachfragen).
Dieses Mal wird schon nichts passiert sein. Wäre ein wirklich sehr seltener Zufall wegen Schwangerschaft. (Es wird ja einen Grund geben, warum ihr auf ICSI angewiesen seid).
Zukünftig nur mein Tipp an Dich mehr im voraus die Pläne der Ärzte hinterfragen, besser noch gemeinsam zu planen.
So bist Du ja doch sehr überrumpelt worden, ich denke das ist das eigentliche Problem...

LG ET


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
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  elani
schrieb am 15.01.2019 15:32
Ja mit der einen Ärztin hatte ich auch gut und ausführlich über den Plan gesprochen. Die finde ich super! Nur der Arzt ist wirklich ein unguter... beim letzten Mal hat er mich ja zum Weinen gebracht und mir "angedroht" den esten IVF-Versuch (wir machen kein ICSI) zu unterlassen. Dabei hatte ich ihn nur klar auf mein Problem mit den plötzlichen Zwischenblutungen hingewiesen! Die Ärztin hat sich das angehört und mit mir deshalb über andere Med-Kombinationen gesprochen... so einfach kann es gehen! Diesmal bin ich "standhaft" geblieben und habe nachgefragt warum Untersuchung erst in 2 Monate (da hat er noch nix von Scratching gesagt) und warum die plötzliche Änderung. Leider kam da nur so in der Art: er macht das so, und warum sie das so geplant hat weiß er nicht.

Ok, also ist das wirklich komisch mit in exakt 2 Monaten weiterzumachen. Vielleicht kann ich der Ärztin mal eine Email schreiben.... Hoffentlich trete ich dann intern keine Streiterein los... aber wirklich schade, dass intern scheinbar nicht wirklich kommuniziert wird.


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
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  Eibischteig
schrieb am 15.01.2019 16:04
Zitat
elani
Leider kam da nur so in der Art: er macht das so ...

Na das ist ja ein tolles Argument. Das geht in meinen Augen gar nicht. Halt Dich da lieber an die Ärztin, mit der Du Deine Pläne absprechen kannst bzw wo die Pläne gemeinsam gemacht werden! Das ist echt Gold wert!

Alles Gute und LG ET


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
avatar  Shanice1
schrieb am 15.01.2019 17:04
Zitat
Eibischteig
Trenantone und Enantone sind beides Leuprorelinacetat. Also der gleiche Wirkstoff smile Trenantone ist das Dreimonatsdepot. Enantone das Monatsdepot.
Ich halte es hier mit dem Link vom Doc, daß eine Schwangerschaft in der Downreg nicht zu empfehlen ist. Deine ist ja wohl aus anderen Gründen schiefgegangen, was mir sehr leid tut. Uns haben auch 2 Zentren von einer Schwangerschaft während der Downreg abgeraten. Wie der Forendoc hier schon mal schrieb, weiß man nicht wie sich die Down reg auf eine Schwangerschaft auswirkt.

Ich will Dir aber Deine Meinung nicht nehmen smile

LG ET

Ja, bei mir hatte es andere Gründe, dass es schief ging.

Ich persönlich habe zu eventuellen negativen Auswirkungen der Downregulierung auf eine Schwangerschaft keine persönliche fachliche Meinung, da mir das medizinische Hintergrundwissen hierfür fehlt. Ich kann also lediglich das weitergeben, was mein Arzt damals zu dem Thema sagte. Interessehalber habe ich aber mal nach anderen ärztlichen Meinungen geschaut und auf die Schnelle in anderen Foren die Aussagen von verschiedenen Medizinern gefunden, dass keine Gefahr bestehe. Nur zwei Beispiele von mehreren nachfolgend:
[www.rund-ums-baby.de]
[www.klein-putz.net]

Aber das ist so eine Sache. Ich vermute, dass es keine validen Daten zur Anwendung in der Schwangerschaft gibt, denn wer macht schon mit derartigen Medikamenten Versuche mit Frauen, die gezielt versuchen schwanger zu werden? Angesichts einer im Prinzip dürftigen Datenlage finde ich es eh beachtlich, dass es überhaupt Ärzte gibt, die laut sagen, dass im Fall einer Schwangerschaft anscheinend nichts zu befürchten ist.


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
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  Eibischteig
schrieb am 15.01.2019 17:15
@Shanice ich glaube und Elani hat es mir bestätigt, ihr Problem ist ein ganz anderes, nämlich daß nicht gut kommuniziert wurde und Pläne nicht gemeinsam abgestimmt wurden. Da sollte man ansetzen und dran arbeiten.

(Und natürlich ist die Datenlage dürftig. Ich habe die Meinung vom Forendoc zitiert, der es für eher wenig sinnvoll hält, unter der Downreg schwanger werden zu wollen. Zwei Zentren haben uns auch davon abgeraten. Aber wie gesagt, spontane Schwangerschaften von IVF / ICSI Patienten sind ja auch eher selten (weiß ich gibt es, aber Du und ich sind da eher Ausnahmen. Ich lese aber schon lange lange in Foren mit und bin Mod bei klein-putz daher weiß ich, unmöglich ist es nicht) unter der Downreg noch seltener und ich meine verstanden zu haben, daß das wirkliche Problem von Elani ein anderes ist).

@Elani: Ich hoffe, Du kriegst das kommunikationstechnisch hin und wirst dort zukünftig besser behandelt und zwar als gleichwertiger Partner.

LG ET


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.19 17:18 von Eibischteig.


  Re: Frage zum Vorgehen/Untersuchung
avatar  Shanice1
schrieb am 15.01.2019 17:16
Hallo elani,

wenn Du das Medikament zur Downregulierung nach dem Eisprung gespritzt hast, dann bekommst Du normalerweise nochmal eine reguläre Blutung, die sich allerdings um ein paar Tage nach hinten verschieben kann.

Ich kenne Deine Vorgeschichte nicht. Daher ist mir momentan nicht ganz klar, warum Du mit dem Beginn des Versuchs 2 Monate warten sollst, so dass die Wirkung der Trenanonte eventuell so langsam nachlässt und Du dann das Decapeptyl ins Spiel bringen musst. Ich kenne es so, dass rechtzeitig vor Abflauen der Downregulierungs-Depotspritze mit dem Stimulieren begonnen wird, wodurch man das Deca sparen könnte. Aber Deine Ärzte haben sich bestimmt etwas dabei gedacht und es gibt Gründe. Um Sicherheit zu bekommen würde ich nochmal nachbohren und auf einer vernünftigen Aussage, die man als Patient nachvollziehen kann, bestehen. Man lässt so viel Geld und Zeit liegen und es steht für einen so viel auf dem Spiel. Da finde ich es mehr als legitim denen zur Not auf die Nerven zu gehen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.19 17:19 von Shanice1.




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