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  Befruchtungsrate ICSI vs. IVF / Gründe?
no avatar
  Line288
schrieb am 09.01.2019 11:08
Guten Morgen,

Nachdem nun eine H-IVF (mit Splitting von 6 EZ per ICSI) mit Blasto Frischtansfer (2 Stück) und 2 Kryos mit Blastotransfer(1x1 & 1x2) negativ verlaufen sind, machen wir uns so unsere Gedanken wie es weiter gehen soll.
Vor der H-IVF hatten wir nur 2 H-IUI machen lassen und sind dann ganz schnell zur künstlichen Befruchtung gewechselt, weil wir unsere Chancen maximieren wollten.
Bei mir ist, soweit untersucht, alles in Ordnung und wir sind „nur“ durch die Spendersamenbehandlung aufgrund der Azoospermie meines Mannes auf Hilfe angewiesen.
Ich habe die Hormone der ivf gar nicht gut vertragen und natürlich war das auch eine riesige finanzielle Belastung, so dass wir vielleicht doch wieder zurück zur Insemination wollen.
Jetzt mache ich mir aber Gedanken, ob das überhaupt Sinn macht, denn die Befruchtungsraten waren bei der IVF sehr schlecht. Von den 7 IVF Eizellen hat sich nur eine einzige befruchten lassen und von den 6 ICSI Eizellen 5 Stück.
Spricht das nicht dafür, dass meine Eizellen auf natürlichem Wege sich gar nicht befruchten lassen würden, oder halt nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit?
An dem Sperma sollte es doch eigentlich nicht liegen, oder? Das hatten wir sogar in IUI Qualität bestellt.
Was ist denn der bestimmende Faktor, ob sich eine EZ mit IVF befruchten lässt? Ist es die EZ oder hauptsächlich das Sperma? Was könnten Gründe für die schlechte IVF aber die gute ICSI Rate sein?


  Re: Befruchtungsrate ICSI vs. IVF / Gründe?
avatar  Juna30
Status:
schrieb am 09.01.2019 13:47
Hallo Line,
ich denke, dass deine Fragen nicht so einfach zu beantworten sind, nach "nur" einer ICSI.
Es gibt Paare, da scheitert es am SG und man fragt sich, warum die gesunde Frau zig TFs benötigt, um schwanger zu werden und dann gibt es Paare, die trotz komplexen Diagnosen beim 1. TF schwanger werden.

Möchte man sich nur auf sich selbst konzentrieren, statt rechts und links auf andere zu schauen, kann man vielleicht nach mehreren Behandlungen anfangen Schlüsse zu ziehen und trotzdem auch nach der 4., 5. oder so wie ich nach der 10. ICSI noch überrascht werden, weil die gezogenen Schlüsse nicht richtig oder zumindest nicht hinreichend waren.

Spricht das nicht dafür, dass meine Eizellen auf natürlichem Wege sich gar nicht befruchten lassen würden, oder halt nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit?
Nein, meiner Meinung nach nicht. Ich hatte bei gleichem Protokoll ab der 4. ICSI höchst unterschiedliche Resultate. Angefangen bei kompletter Degeneration der Embryonen über super Befruchtungsraten, über miserable Blastozystenentwicklung bis hin zu fantastischen 6 Blastozysten, die sich gebildet haben. Bei der Befruchtung und Entwicklung spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass man nach einer Behandlung noch keine Aussagen treffen kann, außer dass nach IVF Nullbefruchtung (hatten wir zu Beginn) die Wahrscheinlichkeit erhöht ist, dass dies wieder passiert. Aber 1 EZ aus 6 könnte auch einfach nur Pech gewesen sein.

Was ist denn der bestimmende Faktor, ob sich eine EZ mit IVF befruchten lässt? Ist es die EZ oder hauptsächlich das Sperma?
Eine Interaktion der beiden Gameten ist notwendig.

Was könnten Gründe für die schlechte IVF aber die gute ICSI Rate sein?
Leider kann man nicht die Zeit zurück drehen und genau die 6 ICSI-Eizellen nun mit IVF befruchten. Dann könnte man sagen, ob eher das Sperma oder eher die EZ Ursache gewesen sind.

Als Fazit aus der 1. Behandlung würde ich nun, wenn möglich, anderes Sperma verwenden, wenn man bei IVF bleiben möchte oder auf komplette ICSI setzen.

Alles Liebe
Juna


  Re: Befruchtungsrate ICSI vs. IVF / Gründe?
no avatar
  Tikara
Status:
schrieb am 09.01.2019 14:38
Hallo Line

Ich kann dir leider keine Erklärung geben.. Aber bei uns war es änlich.
10 EZ per IVF= 2 Embryonen und
5 EZ per ICSI= 4 Embryonen

Trotzdem habe ich mit den 2 IVF-Embryonen meine Zwillinge bekommen. Die Befruchtungsrate hat wohl nichts mit dem “Potential“ des Embryos zu tun..

Alles Gute!


  Re: Befruchtungsrate ICSI vs. IVF / Gründe?
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 09.01.2019 19:43
Liebe Line,

ich kann Lunas ausführlicher Antwort tatsächlich nichts mehr hinzufügen. Genau das hätte ich auch geschrieben, wenn ich schneller gewesen wäre zwinker

Man kann aus den Geschehnissen der letzten Behandlung meines Erachtens zufolge nicht auf einen sytematischen Fehler schließen, der immer wieder auftreten wird. Und in der Tat ist der Wechsel des Spenders eine mögliche Option, die Ihnen ja zur Verfügung steht

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner





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