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  Unreife Eizellen durch Letrozol?
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  Mirale
schrieb am 19.12.2018 22:33
Liebe Experten,
ich bin Poor Responder, habe bisher am erfolgreichsten mit 5mg Letrozol und 150 Menopur stimuliert. Ergebnis 3 EZ. Mit alleinig Menopur 150 oder auch Menopur 300 nur 1 EZ.
Beim letzten Versuch mit Letrozol + Menopur waren alle EZ unreif. Am ZT 8 waren die Follikel nur 8 mm, FSH 45, LH zu hoch. Am ZT 12 waren die Folikel 16-18mm, es wurde ausgelöst.
Kommt das hohe LH, FSH durch das Letrozol? Verhindert das hohe LH die EZ Reifung? Ich hatte den Eindruck dass das LH das Problem ist, nicht das FSH.
Ich soll nun entscheiden ob ich noch mal mit Letrozol und Menopur stimuliere, befürchte, dass die EZ dann wiieder unreif sind, oder mit Menopur, dann habe ich aber nur 1 EZ. Vielleicht ist die dann auch unreif. Es ist der letzte Versuch. Die KiWu Praxis hat es perfektioniert minimalst zu kommunizieren und ich bin inzwischen verzweifelt.
Ich weiß nicht wie ich mich entscheiden soll.
Wie kann ich die unreifen EZ verhindern?
Wäre sehr dankbar wenn mir hier jemand weiterhelfen kann.
VG


  Re: Unreife Eizellen durch Letrozol?
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 23.12.2018 19:30
Liebe Mirale,

es tut mir leid, dass bislang noch niemand geantwortet hat, aber Sie haben natürlich auch gleich mit einer ziemlich schwierigen Frage begonnen zwinker

Das Problem bei poor respondern ist, dass Phänomene, die bei 10 Eizellen keine Rolle spielen (da gehen dann halt mal 3-4 verloren und es sind immer noch genügend übrig) sehr viel bedeutsamer sind, weil man dann ganz schnell gar nichts mehr übrig hat.

Da Problem beim Letrozol ist, dass der Östradiol-Wert praktisch nicht interpretierbar ist, weil Letrozol den E2-Wert sehr niedrig hält. Das ist nicht unbedingt von Bedeutung, wenn man sonst normale Hormonwerte hat, aber wenn - wie bei low response - die LH- und FSH-Werte dann auch noch höher als üblich sind, wird es manchmal schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu finden, weil man nicht genau weiß, wann die Eizellen eigentlich reif sind. Das ist der Grund, weshalb ich bei poor respondern lieber das Clomifen nehme. Das erhöht zwar auch den LH-Wert, aber das ist nicht von Bedeutung. Beim Letrozol gilt theoretisch das Gleiche.

Mit anderen Worten: Unter Letrozol kann man zwar Follikel sehen, aber niemand kann sich sicher sein, ob sie wirklich regulär herangereift sind und zumindest theoretisch EIzellen anthalten können. Der einzige Parameter, an dem man sich dann orientieren kann ist die Gebärmutterschleimhaut. Ist die nicht gut aufgebaut, dass muss man davon ausgehen, dass nicht nur die Östrogenwerte nicht nur im Blut niedrig sind, sondern auch funktionell ein Östrogenmangel besteht und die Follikel dann möglicherweise gar keine sind oder zumindest nicht so reif, wie ihr Durchmesser annehmen lässt.

Eine Lösung für Ihr Problem habe ich auch nicht, sondern leider nur eine Erklärung für den Verlauf des letzten Zyklus.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner





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