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  Re: Schilddrüse: optimale Werte? Einfluss Jod?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 26.12.2018 10:15
Genau. Wenn man Symptome hat, ist es etwas anderes. Ihr Arzt wird Gründe für diese ausführliche Diagnostik gehabt haben. Bei der Threaderöffnerin und mehr als 99% aller Menschen jedoch ist dies nicht der Fall. Man muss - und auch das ist wichtig - bei einem Screening aufpassen, nicht zu viele Menschen „krank zu machen“. Das ist fast ebenso wichtig, wie wirklich Erkrankte nicht zu übersehen.

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Schilddrüse: optimale Werte? Einfluss Jod?
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   charisma33
schrieb am 26.12.2018 12:13
@Jasha: Ich finde es gut, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Und vor allem auch dein Wissen. Nur hoffe ich, dass ich nicht zu den sehr seltenen Fällen gehöre. Was waren deine Symptome, die Anlass für eine weitere Diagnostik gaben?

@Doc: Vielen lieben Dank auch für Ihre erneute Rückmeldung zum Thema. Ich werde die Schilddrüsen-Werte im Februar vor der 5. IVF nochmal überprüfen lassen. Wie sehen die Jodeinnahme in meinem Fall?


  Re: Schilddrüse: optimale Werte? Einfluss Jod?
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   Jasha
schrieb am 26.12.2018 17:41
Zitat
Team Kinderwunsch-Seite
Genau. Wenn man Symptome hat, ist es etwas anderes. Ihr Arzt wird Gründe für diese ausführliche Diagnostik gehabt haben. Bei der Threaderöffnerin und mehr als 99% aller Menschen jedoch ist dies nicht der Fall. Man muss - und auch das ist wichtig - bei einem Screening aufpassen, nicht zu viele Menschen „krank zu machen“. Das ist fast ebenso wichtig, wie wirklich Erkrankte nicht zu übersehen.

Meine Symptome waren meinem Arzt nicht bekannt. Ich hatte mich damals über Müdigkeit und Gewichtsveränderungen gewundert, wäre aber nicht auf die Idee gekommen, meinen Arzt mit so etwas wie ich dachte Profanen zu belästigen. Ich kannte mich mit der Schilddrüse zum damaligen Zeitpunkt überhaupt nicht aus und hielt diese "Befindlichkeitsstörungen" für den normalen Lauf der Zeit und dachte, das ist halt so.

Aufgefallen ist die Hashimoto-Erkrankung bei einem Routine-Rundum-Check. Mein Arzt vertritt die Meinung, dass der isolierte TSH-Wert wenig Aussagekraft hat. Das TSH wird wohl oft erst auffällig, wenn das Kind schon halb im Brunnen liegt und die freien Werte und/oder Antikörper schon eine ganze Zeit Alarm geschlagen hätten. Hashimoto beginnt sehr oft schleichend und zu Beginn durch den Zerfall von Schilddrüsengewebe kann es sogar zur Überfunktion kommen.

Lediglich die TPO-AK auf gut Glück noch herauszupicken und mit zu bestimmen finde ich fraglich. Das ist ja fast wie Lotto spielen. Die Patienten, bei denen so wie bei mir die TPO-AK unauffällig und stattdessen die TG-AK stark erhöht sind, fallen bei so einem Vorgehen durchs Raster. Übrigens sind die seronegativen Hashimoto-Fälle, bei denen überhaupt keine Schilddrüsen-Antikörper festgestellt werden, gar nicht so fürchterlich selten sondern immerhin bei 10 - 20% der Hashimoto-Patienten werden keine Antikörper gebildet.

Da bin ich aber ganz bei Ihnen, dass man nicht übertherapieren und stattdessen eine gesunde Schilddrüse einfach in Ruhe lassen sollte. Auch bei einem TSH-Wert von 2,x kann man eine völlig gesunde Schilddrüse haben, die keine zusätzlichen Hormone braucht. Auf der einen Seite besteht durch eine umfassende Diagnostik natürlich die Gefahr, Gesunde "krank zu machen". Auf der anderen Seite ist aber schon viel zu vielen "Hashis" unnötiges Leid durch Ärzte zugefügt worden, die lediglich oberflächlich nach dem TSH geschaut haben und da dieser noch in der Norm lag die Symptome, die bei einer SD-Erkrankung leider wie ein Chamäleon sein können, auf die Psyche, mangelnde Kontrolle des Essverhaltens, Einbildung des hilfesuchenden Patienten oder was auch immer geschoben haben.

Zitat
charisma33
@Jasha: Ich finde es gut, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Und vor allem auch dein Wissen. Nur hoffe ich, dass ich nicht zu den sehr seltenen Fällen gehöre. Was waren deine Symptome, die Anlass für eine weitere Diagnostik gaben?

Das ist die Frage, wie man "sehr selten" definiert. Bei 10 bis 20% der Hashimoto-Patienten sind gar keine Antikörper feststellbar. Ich würde vielleicht wirklich schauen, ob Du einen guten Endokrinologen findest (das ist leider gar nicht so einfach), der sich mit der SD auskennt und die Diagnostik um die SD-Antikörper und einen Ultraschall ergänzt.

Bei mir gab es ursprünglich keine Symptome, die Anlass für eine weitere Diagnostik gaben. Ich war zwar ständig müde und begann für mich völlig untypisch leicht zuzunehmen, ich hatte dem aber keine Bedeutung beigemessen und meinem Arzt gegenüber nichts hiervon erwähnt. Die Entdeckung der Hashimoto-Erkrankung erfolgte im Rahmen eines Routine-Checks.


  Re: Schilddrüse: optimale Werte? Einfluss Jod?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 26.12.2018 22:01
Zitat
Jasha
Lediglich die TPO-AK auf gut Glück noch herauszupicken und mit zu bestimmen finde ich fraglich. Das ist ja fast wie Lotto spielen.

Es entspricht zumindest den Empfehlungen der DGE. Was soll ich sagen... Wenn die es nicht wissen...

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



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  Re: Schilddrüse: optimale Werte? Einfluss Jod?
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   charisma33
schrieb am 27.12.2018 11:15
@Jasha: Danke für deine nochmaligen Eintrag. Eine Einnistung hat wohl trotz nicht optimaler Schilddrüsenwerte stattgefunden. Siehe neuer Eintrag: Weihnachtswunder

@Doc: da ich unglaublicherweise positiv getestet habe (siehe neuer Forumseintrag) würden sie das Präparat mit oder ohne Jod empfehlen? Habe beides vorrätig. Und noch eine Frage, wenn man in der Pause zur nächsten IVF plötzlich positiv testet, sollte vorsichtshalber Progesteon (Uteogestan 2x2) genommen werden? Im Hinblick auf die Blutungen von ZT 23 - 30. Momentan ist es ruhig mit den Blutungen. Magnesium nehme ich bereits täglich wegen den Rückenschmerzen.


  Re: Schilddrüse: optimale Werte? Einfluss Jod?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 27.12.2018 11:48
Hallo,

wenn man so ad hoc entscheiden muss, dann ist wohl L-Thyroxin ohne Jod die sicherere Wahl. und gegen Utrogestan spricht natürlich nichts und ob es hilft, wird sich zeigen, schaden wird es auf jeden Fall nicht zwinker

Viel Glück weiterhin!

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Schilddrüse: optimale Werte? Einfluss Jod?
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   Jasha
schrieb am 31.12.2018 14:10
Zitat
Team Kinderwunsch-Seite
Zitat
Jasha
Lediglich die TPO-AK auf gut Glück noch herauszupicken und mit zu bestimmen finde ich fraglich. Das ist ja fast wie Lotto spielen.

Es entspricht zumindest den Empfehlungen der DGE. Was soll ich sagen... Wenn die es nicht wissen...

Bitte meinen zweiten Satz beim Zitieren nicht außen vor lassen, denn er erklärt denke ich sehr viel: "Die Patienten, bei denen so wie bei mir die TPO-AK unauffällig und stattdessen die TG-AK stark erhöht sind, fallen bei so einem Vorgehen durchs Raster."

Die Aussage "Wenn die es nicht wissen" hört sich für Betroffene offen gesagt wie ein Schlag ins Gesicht an, denn durch ein "wenn die es nicht wissen" lösen sich unsere Fälle nicht in Luft auf, sondern wir werden zu Hypochondern gestempelt. Es passiert genau das was ich beschrieben hatte, nämlich Ärzte, die Hashimoto nicht erkennen und stattdessen alles auf die Psyche oder Einbildung des Patienten schieben. Diese Fälle gibt es in den Schilddrüsen-Foren leider mehr als genug.


  Re: Schilddrüse: optimale Werte? Einfluss Jod?
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   charisma33
schrieb am 12.01.2019 09:34
INFO: Leider ist es keine intakte Schwangerschaft - keine positive Entwicklung und ich hatte eine Ausschabung traurig


  Re: Schilddrüse: optimale Werte? Einfluss Jod?
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 12.01.2019 11:34
Das tut mir leid. Das ist wirklich schade...

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner





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