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  Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
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  Schokofreak
schrieb am 24.11.2018 11:08
Hallo,

Ich möchte kurz eine Warnung bzgl der Fluorchinolone Antibiotika hier im Forum verbreiten.
Fluorchinolone, wie Ciprofloxacin, Levofloxacin, Olfloxacin und Mofloxacin, werden gerne bei HWI oder im Kiwu Bereich auch zur Behandlung der chronischen Endometritis verordnet (zb 4 fach Antibiose nach prof. würfel, 3 fach Anribiosen oder auch nur in Kombination mit Metronidazol für 14 Tage).

Die Fluorchinolone, gehören auch zu den synthetischen Chemotherapeutika, gibt es in der Form seit über 30 Jahren auf dem Markt, erst jetzt erkennt man das tatsächliche Risiko dieser Medikamentengruppe. Es läuft ein europaweites Bewertunsgverfahrung, die letzte Instanz- die Europäische Kommission, wird demnächst über die Zulassung entscheiden. Tatsächlich wurden bon bisher 30 Fluorchinolonen aufgrund schwerer Nebenwirkungen, 25 vom Markt genommen.

[www.bfarm.de]

Diese Antibiotika schädigen laut neuesten Erkenntnissen massiv die mitocjondriale DNA:

[www.pharmazeutische-zeitung.de]

Ich selber habe massive Schäden davon getragen. Meine chronische Endometritis wurde trotz 4 fach Antibiose nicht geheilt, erst das Doxycyclin brachte den Erfolg. Leider muss ich den kiwu aufgrund der massiven Nebenwirkunen, die nun seit 1,5 Jahren anhalten, verschieben, bzw. sogar beenden.

Ich hoffe, ich kann damit einige vor schlimmen bewahren.


  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 24.11.2018 11:41
Einer von vielen Gründen, weshalb die 4-fach Antibiose dummes Zeug ist. In den allermeisten Fällen verschwinden die CD 138 Plasmazellen nach 10 Tagen 200 mg Doxycyclin (gehört nicht zu den gefährlichen Antibiotoka). Ein Wechsel der Antibiose ist dann nur resistenten Ausnahmefällen vorbehalten.

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
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  Schokofreak
schrieb am 24.11.2018 11:48
Ich hatte etwa 1/2 Jahr vor der 4 fach Antibiose für 10 Tage 100mg Doxy erhalten. Was natürlich nichts gebracht hat. Auch die 4 fach Antibiose nicht. Erst 200mg Doxy für 14 Tage brachte den Erfolg. Mit Doxy absolut keine Probleme gehabt, mit dem Beginn der Fluorchinolone schon (ZNS, Muskeln,Sehnen und vorallem Augen und Retina). Demnächst wird noch die Bauchaorta geschallt um ein fluorchinolon induziertes Aneurysma auszuschließen.

[www.pharmazeutische-zeitung.de]

Auf jedenfall keine einfachen Bonbons gewesen...


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.18 11:49 von Schokofreak.


  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
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  littlemeamy
Status:
schrieb am 24.11.2018 12:00
Danke für den Beitrag!

Ich hab auch die 4fach Antibiose bekommen. Sie hat nichts gebracht, aber zum Glück auch keine Nebenwirkungen.

Ich hab vor etwa einem Jahr mal nen Beitrag zu den Medikamenten bei Stern TV und war schockiert, wie unbedarft ich diese genommen habe. Klar weiß man, dass man ABs nur in begründeten Fällen nehmen soll, aber dass diese so schwerwiegende und v.a. langanhaltende Nebenwirkungen haben können, hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Ich hab in Eigenregie nach der 4fach Antibiose was für den Darmaufbau genommen, aber dass es noch mehr Auswirkungen haben könnte, war mir nicht bewusst.

Man freut sich ja schon fast, wenn es endlich eine Diagnose gibt, die dann ja auch noch recht einfach zu behandeln scheint. Was sind schon ein paar Tabletten über 3 / 4 Wochen hinweg im Gegenzug zu z.b. Intralipid oder gar Grano, welches ja dann ständig bei jedem Versuch gespritzt werden muss.

Mein Ergebnis nach der 4fach Antibiose: chronische Endometritis bestand (besteht?) weiterhin, danach ein weiterer Abgang, aber auch endlich eine intakte Schwangerschaft mit gutem Ausgang (NK-Toxizitätstest in der 7. Woche weiterhin auffällig).

Das angesprochene Doxycyclin wurde mir nie angeboten.


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  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 24.11.2018 12:12
Zitat
Schokofreak
Ich hatte etwa 1/2 Jahr vor der 4 fach Antibiose für 10 Tage 100mg Doxy erhalten. Was natürlich nichts gebracht hat.

Wieso natürlich? Dann gehören Sie zu den 0%, wo es der entsprechenden Literatur zufolge nach 10 Tagen nicht wirkt:

[quoteAufgrund zahlreicher Publikationen der letzten Jahre zur Prävalenz der chronischen Endometritis bei wiederholten Aborten und Patientinnen mit einem Implantationsversagen, der effektiven antibiotischen Therapie (2x 100 mg Doxycyclin/d über 14 Tage mit 100% Heilungsrate nach 1. Kur, McQueen et al. 2015) und den Hinweisen auf eine Verbesserung der Lebendgeburtenraten haben wir die Endometriumbiopsie und Untersuchung des genannten Antikörpers CD138 seit Januar 2017 in unserem Zentrum in Kooperation mit unseren Kieler Pathologen etabliert. Erste Ergebnisse bestätigen vor allem im Kollektiv mit wiederholten Aborten eine Prävalenz der chronischen Endometritis von ca. 25% sowie eine 100%ige Heilungsrate bei den bisher antibiotisch behandelten und kontrollbiopsierten Patientinnen.][/quote]

Quelle: [www.endokrinologikum.com]

Mal abgesehen davon, dass das sich dann auch mit meinen persönlichen Erfahrungen aus der Praxis deckt (Wir machen es seit fast einem Jahr und bislang war Doxy immer ausreichend), ist es der aktuelle Stand der Forschung zu diesem Thema. Die vierfach-Antibiose enthält m. E. nicht unerhebliche Spuren magischen Denkens smile

Ich will nicht in Frage stellen, dass es in Einzelfällen vielleicht dann doch nicht wirkt, wenn man große Studiengruppen untersucht, deswegen aber den anderen 99,99% gleich von vornerherein einen Antibiotgikacockteil zu verabreichen, halte ich nicht für vertretbar. Ob die 4 Tage mehr beim zweiten Mal wirklich entscheidend waren. Auch dazu laufen Studien,aber aktuell gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen 10 und 14 Tagen Doxy.

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.18 12:14 von Team Kinderwunsch-Seite.


  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
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  Schokofreak
schrieb am 24.11.2018 12:21
Ich hatte 100mg einmal täglich. Daher das „natürlich“, da es anscheinend bei mir nicht gewirkt hat. Es hätte 200mg sein sollen.

Die 4 fach Antibiose wurde mir übrigens an einer Uniklinik verschrieben.


  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
avatar  Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 24.11.2018 13:11
Ok, das ist dann natürlich ein bisschen wenig gewesen.

Ja, Unikliniken... Da habe ich auch lange an einer gearbeitet. Auch da ist nicht alles Gold, wenn es denn mal glänzt grins

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
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  suessiMCniedlich
Status:
schrieb am 25.11.2018 00:50
Vielen Dank
Ab wann treten diese Nebenwirkungen denn auf?kann es auch später noch Nebenwirkungen verstärken? Habe 12 Tage nach Entbindung per sectio nen Krankenhauskeim gehabt und war 7 Tage stationär.10 Tage AB wohingegen 7 Tage i.v. Habe ggf solch ein AB bekommen ( muss ich nochmal recherchieren) habe während der Behandlung schon 1 dickes knie bekommen,danach war ich 8 Wochen körperlich uu nix in der Lage. Zwischenzeitlich ging es relativ gut. Nach Kortisoninhalat wegen verschlepptem husten geht irgendwie alles immer schlechter und ich hab all die aufgezählten Symptome der Nebenwirkungen ( nur keine Doppelbilder). Kann das davon immer noch kommen? Ist schliesslich fast 6,5 Monate her.
Das ich zum Arzt muss,ist klar! Nur hätte ich dann nen Anhaltspunkt


  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
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  Schokofreak
schrieb am 25.11.2018 01:08
Hallo suessi,
die Nebenwirkungen treten noch bis zu 12 Monate verzögert auf. Kortison verschlechtert die Symptome massiv bzw. bringt wieder neue Symptome zum Vorschein. Durch die späte Latenzzeit werden oft die Symptome nicht mit den Fluorchinolonen in Verbindung gebracht.

Erst durch den Nachweis der mitochondrialen Toxizität kann so langsam das schädliche und langwierige Potential verstanden werden.

Du hast in der Regel einen Einblick in deine Akte. Dort müsste die Antibiose dokumentiert worden sein. Falls du betroffen bist:
Momentan gibt es keine Therapie, jedoch haben viele Betroffene deutliche Symptomlinderung durch verschiedene Antioxidantien (Ubiquinol, Glutathion, Vitamine, Liponsäure...), Magnesium hochdosiert sowie Intervallfasten und ketogene Ernährung zur Förderung der Mitophagie.

Alles Gute!


  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
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  suessiMCniedlich
Status:
schrieb am 25.11.2018 09:39
Zitat
Schokofreak
Hallo suessi,
die Nebenwirkungen treten noch bis zu 12 Monate verzögert auf. Kortison verschlechtert die Symptome massiv bzw. bringt wieder neue Symptome zum Vorschein. Durch die späte Latenzzeit werden oft die Symptome nicht mit den Fluorchinolonen in Verbindung gebracht.

Erst durch den Nachweis der mitochondrialen Toxizität kann so langsam das schädliche und langwierige Potential verstanden werden.

Du hast in der Regel einen Einblick in deine Akte. Dort müsste die Antibiose dokumentiert worden sein. Falls du betroffen bist:
Momentan gibt es keine Therapie, jedoch haben viele Betroffene deutliche Symptomlinderung durch verschiedene Antioxidantien (Ubiquinol, Glutathion, Vitamine, Liponsäure...), Magnesium hochdosiert sowie Intervallfasten und ketogene Ernährung zur Förderung der Mitophagie.


Alles Gute!
Boah!Viiielen Dank :* ich bin so glücklich über diese Infos! Ich substiuiere grad schon D3 und Magnesium,da ich das als mögliche Ursache in Verdacht hatte. Auf jedenfall gehe ich Montag all dem nach ! Ich bin ( auch wenn der Fall bei mir zutrifft) so so glücklich grad. Ich hatte echt üble Gedanken und dachte ,ich sterbe langsam oder hab Krebs. Jetzt kann ich positiv denken
Nochmals vielen dank


  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
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  suessiMCniedlich
Status:
schrieb am 25.11.2018 10:00
Noch eine Frage : ich hab logischerweise gestillt. Ist das Muttermilchgängig? Hat mein Sohn dadurch ggf auch Nebenwirkungen?


  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
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  Lilja100
schrieb am 25.11.2018 10:52
Das ist ja heftig. Ich habe selber die Mehrfach-Antibiose bekommen. Ich habe davor mehrfach nachgefragt, ob das unbedingt sein muss und es keinen anderen Weg gibt da ich mega ungern Antibiotika nehme und es vermeide, wo es geht. Nach Doxy als Alternative hatte ich auch gefragt. Mir wurde gesagt, es muss zwingend die 4-fach Antibiose sein und Doxy würde nicht helfen. Was macht man dann als ahnungslose Patientin wenn der Wunsch nach einem Kind so stark ist? Man schiebt die Bedenken weg und nimmt es halt.

Ich muss dazu sagen, dass es bei mir nicht mal eine Diagnose gab. Es wurde mir vom Arzt aufs Auge gedrückt da sonst schon alles ausprobiert worden war was es gibt und ich einfach nicht schwanger wurde. Umso mehr schockiert mich jetzt die Aussage vom Foren-Doc, dass es "dummes Zeug" ist. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass die 4-fach Antibiose unumstritten wirksam ist. Man geht doch nicht mit solchen Hämmern auf Patienten los wenn es nicht mal einen Beleg für die Wirksamkeit gibt?! Zumindest gehört davor eine ausgiebige Aufklärung dazu was bei der Einnahme passieren kann und dass man nicht mal weiß, ob es für den angedachten Zweck wirksam ist. Unglaublich.


Glücklicherweise habe ich wenigstens keine Nebenwirkungen bei der Einnahme gehabt. Jahre später kommt da hoffentlich nichts mehr nach?


  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
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  schokonichtangemeldet
schrieb am 25.11.2018 19:17
Hallo suessi,

ja Fluorchinolone sind Muttermilchgängig, anscheinend ist aber die Dosis, die das Kind dann aufnimmt, nicht relevant.

[www.pharmazeutische-zeitung.de]

[www.embryotox.de]

Warte erst einmal ab, welches AB du tatsächlich erhalten hast.

Alles Gute!


  Re: Behandlung der Endometritis: Gefahr durch Fluorchinolone Antibiotika
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  schokonichtangemeldet
schrieb am 25.11.2018 19:34
Hallo Lilja,
in der Regel treten die Symptome innerhalb der ersten Monate auf. Du merkst sofort, dass etwas nicht stimmt und danach treten neue Symptome innerhalb der ersten 12 Monate auf. Selbst harte Fälle (die, die im Rollstuhl landen) haben nach 2 Jahren keine neuen Symptome.
Ich habe selbst erst einige Monate nach der letzten Tablette die Sehnenschmerzen und Sehnenentzündungen bekommen sowie eine akute hintere Glaskörperabhebung mit Zug auf der Netzhaut sowie eine Glaskörpertrübung. Hinterher eine Keratitis mit Schleiersehen aufgrund eines neu aufgetretenen Sicca Syndroms. Dazu noch einseitiger Fallschwindel (eines meiner ersten Symptome, das leider bis jetzt noch anhält), Ataxie(ist weg), Halluzinationen (ist weg), Angst und Panik(ist weg), spontan auftretende Tachcardien (ist weg), enorme Muskelschwäche und Erschöpfung (ist deutlich besser), Depersonalisation und Derealisation (ist weg), Akkomodationsstörung (ist weg), Hypoglykämie (ist weg), Suizidgedanken (ist weg), Faszikulationen (sind noch leicht da) und vieles mehr.
Anfangs ist es ziemlich seltsam, man weiß, dass etwas nicht stimmt aber es wird auf die Psyche geschoben. Erst wenn dann nach und nach die körperlichen Symptome dazukommen, weiß man, dass definitiv etwas nicht stimmt. Insbesondere wenn alle medizinischen Tests ( Kardiologie, Innere Medizin, Neurologie, Radiologie, Rheumatologie, Orthopädie, HNO,...)völlig unauffällig sind. Erst eine Freundin von mir, selbst Ärztin, hat mich auf die NW von den Fluorchinolonen aufmerksam gemacht. Mein neuer Hausarzt selber betreut einige Fälle, die durch Fluorchinolone schwer geschädigt sind.

Das tückische an den Fluorchinolonen ist, dass man entweder mit einer Tablette schwer geschädigt sein kann, oder erst nach der 10. Dosis.
Man weiß nie, wann die mitochondriale Toxizität zuschlägt.

Ich möchte für mich persönlich- selbst im Falle von Leben und Tod- auf diese Medikamentengruppe verzichten.




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