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  Wie oft gilt als „normal“ bei frühem Abort?
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  Blue-Eyes112
schrieb am 22.11.2018 10:23
Guten Morgen zusammen,

meine Frage kann man sicher nicht pauschal beantworten, aber vielleicht könnt ihr mir von euren Erfahrungen berichten.

Zu mir, ich bin fast 35 Jahre jung habe eine eingestellte Schilddrüsenüberfunktion und bin relativ gut eingestellt.

Ich habe vor ca. 3 Jahren die Pille abgesetzt, wegen Kinderwunsch und ich würde sagen, dass ich eher „zufällig“ Schwanger geworden bin, da die Umstände Privat nicht ganz passend waren. Auch wenn es etwa komisch klingt.

Das erste Mal schwanger war ich dann letztes Jahr Mai / Juni, ich war beim Frauenarzt zur Untersuchung, nach kurzer Zeit ist es ab geblutet. Das Ei hat sich nicht eingenistet. Das zweite Mal ist leider in einer Eileiterschwangerschaft geendet, September 2017. Diese wurde in einer Notop entfernt errechnet 6 SSW. Das letzte Mal war ich dann dieses Jahr ebenfalls wieder im Mai 2018 schwanger. Dieses Mal habe ich auch „gemerkt“ dass ich schwanger bin. Brustschmerzen, Übelkeit und solche Sachen. Der Frauenarzt hat es bestätigt, aber der Wert stieg nur langsam und auch im Ultraschall hat man nichts gesehen, außer die Höhle die leider leer war.Die Schleimhaut und der Gelbkörper waren aufgebaut. Auch hier war ich ca. wieder in SSW 5-6. Ich wurde regelmäßig untersucht und bekam auch Blut abgenommen, auch ist dieses Ei leider nicht angegangen und ist komplett ab geblutet.

Da meine Frauenärztin nicht weiter wusste, hat sie mich zur Unterstützung in die Uni Klinik geschickt.

Da war ich dann gestern. Ich habe so viele Informationen erhalten, dass mein Kopf total voll war. Eigentlich wollen sie mich jetzt komplett auf den Kopf stellen. Ich wurde untersucht, Abstriche genommen und auch Blut bekam ich noch einmal abgenommen. TSH aktuell 0,32 (Schilddrüse) und mein Prolaktin Wert liegt bei 23,5 an der obersten Grenze. Empfohlen wurde mir, erst mal nicht versuchen schwanger zu werden bis alle Ergebnisse zusammen sind.

Partner und ich müssen noch mal zum speziellen Bluttest in der Uni Klinik, beim Partner soll noch ein Spermiogramm erstellt werden ob die DNA der Spermien ok ist und mir möchte man in einer Ambulanten OP noch etwas von der Gebärmutterschleimhaut entnehmen zum Untersuchen.

Da waren sicher noch ein paar weitere Untersuchungen, die ich gerade nicht benennen kann…

Wie viel gilt als „normal“ bei frühem Abort? 1x? 2x? 3x?

Meine Ärztin sagte das es viele Frauen gibt die gar nicht merken das sie Schwangerschaft sind und das Ganze mit der Periode einfach ab geblutet wird. Und ich werde auf den Kopfgestellt da mein Kinderwunsch unerfüllt ist?? Liegt es daran das es eine Uni Klinik ist und sie an mir testen wollen? Macht das Sinn oder sollte ich etwas abwarten und weiter Herzeln mit dem versuch schwanger zu werden?

Ich bin etwas überfragt und weiß auch nicht wen ich um Rat fragen könnte.

Gelbkärperschwäche konnte der FA auch ausschließen wurde untersucht.

Bitte entschuldigt meinen langen Text und danke im Voraus.
Viele Grüß Blue-Eyes


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.18 10:28 von Blue-Eyes112.


  Re: Wie oft gilt als „normal“ bei frühem Abort?
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  Eibischteig
schrieb am 22.11.2018 10:57
Von habituellen Aborte spricht man ab dem 3. Abort. Ab dann ist auch spezalisierte Abortdiagnostik angesagt. Obwohl es oft sein kann, daß man da nichts finden wird. Die meisten frühen Aborte haben mit Chromosomenfehlverteilungen beim Embryo zu tun...und die Wahrscheinlichkei dafür steigt leider rapide mit steigendem mütterlichem Alter...


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.18 11:08 von Eibischteig.


  Re: Wie oft gilt als „normal“ bei frühem Abort?
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  Blue-Eyes112
schrieb am 22.11.2018 11:30
Das heißt das es schon Sinn macht die ganzen Untersuchungen durchzuführen?


  Re: Wie oft gilt als „normal“ bei frühem Abort?
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  littlemeamy
Status:
schrieb am 22.11.2018 12:18
Zitat
Blue-Eyes112
Das heißt das es schon Sinn macht die ganzen Untersuchungen durchzuführen?

Ja, die Untersuchungen wären sinnvoll und es könnte auch etwas gefunden werden, was weitere frühe Abgänge verhindern kann.

Auf der anderen Seite finde ich es aber immer wichtig, sich selbst treu zu bleiben und sich nicht zu irgendwelchen Untersuchungen drängen zu lassen. Wie groß ist euer Leidensdruck? Wie schlimm wäre es, wenn ihr erstmal nichts untersuchen lasst, du erneut schwanger wirst und erneut einen Abgang hast? Diese Frage könnt nur ihr für euch beantworten.

Wenn das gestern alles zu schnell ging, könnt ihr euch auch alles nochmal langsam und im Detail vom Arzt erklären lassen oder euch z. B. hier im Forum genauer über die einzelnen Untersuchungen informieren.

Alles Gute und liebe Grüße von amy, die nach 3 frühen Abgängen und vielen Untersuchungen mit und ohne Befund am Ende doch so gut wie "einfach so" ein gesundes Baby bekam


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  Re: Wie oft gilt als „normal“ bei frühem Abort?
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  Blue-Eyes112
schrieb am 22.11.2018 12:23
Vielen Dank für eure Antworten und Glückwunsch zum Kind 😊

Ein weiterer Abgang wäre sicher nicht schön, irgendwo belastet es schon. Darüber werde ich auf jedenfall noch mal genau mit meinem Partner sprechen.

Ich habe auch gelesen das weitere Abborte eine Schwangerschaft schwieriger machen. Das muss natürlich auch nicht unnötig sein, dazu kommmt das Alter, man wird ja auch nicht jünger 😑


  Re: Wie oft gilt als „normal“ bei frühem Abort?
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  Sternchenmama12
Status:
schrieb am 22.11.2018 15:02
Hallo Blue-eyes,

ich hatte letzte oche nach meinem dritten Abgang auch einen Thread eröffnet, zu den Gründen für wiederholte Frühe Fehlgeburten. Kannst dich da gerne einlesen. Ich würde die Untersuchungen machen lassen, zumindest kann man dann einen Teil der Störungen ausschliessen. Aber ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass es manchmal einfach nur Zufall oder Pech ist, und dass man es weiter versuchen sollte. Wir haben nach 2 FG eine kleine Tochter bekommen, und jetzt beim Üben für's Geschwisterchen, gab es direkt beim ersten Kryo-Versuch eine Einnistung, aber FG in der 5. Woche. Ich lasse jetzt auch noch ein paar Sachen untersuchen, aber danach weiss ich's auch nicht... Man hört ja auch oft dass es dann auf einmal klappt, und keiner hat eine Erklärung...

@ littlemeamy: was hat man denn bei Dir letztendlich für Gründe gefunden?

LG,

Sternchenmama


  Re: Wie oft gilt als „normal“ bei frühem Abort?
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  littlemeamy
Status:
schrieb am 22.11.2018 21:58
@Sternchenmama: bei mir war der NK-Toxizitätstest auffällig, weswegen es dann die Diagnose chronische Endometritis gab. Trotz 4-fach Antibiose hatte ich anschließend erneut einen Abgang (der dritte). Im Zuge einer Gebärmutter- und Bauchspiegelung wurde dann auch eine Biopsie gemacht und die Endometritis bestätigt. Und trotzdem brachte uns der 2. Stimuzyklus nach der OP eine intakte Schwangerschaft. In der 6. Woche ließ ich erneut einen NK-Toxizitätstest machen, der wieder auffällig war. Ich hab zwar dann noch mit Intralipid begonnen (9. bis 17. SSW) , aber ich meine, dass es auch ohne intakt geblieben wäre. Wars der richtige Embryo? Oder lags am Antibiotikum, welches ich ab ca. ES+10 genommen hab zwecks Blasenentzündung? Ich werde es wohl nie erfahren.

Wenn ich mich recht erinnere, hast du in deinem Thread letztens geschrieben, dass du nach deiner Tochter mit deinem Schicksal ausgesöhnt warst. Mir geht es exakt so! Auch wenn ich nie ein Einzelkind haben wollte, so hoffe ich grade insgeheim der Wunsch nach einem Geschwisterchen würde niemals aufkommen. Aber ich befürchte, das hat man nicht in der Hand.

Liebe Blue-Eyes, liebe Sternchenmama,
ihr seid so tapfer und ich hoffe mit euch, dass ihr für euren Kampf belohnt werdet!


  Re: Wie oft gilt als „normal“ bei frühem Abort?
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  Sternchenmama12
Status:
schrieb am 23.11.2018 22:33
Hallo Littlemeamy,

ja, ich war wirklich ausgesöhnt mit dem Schicksal, obschon ich in der Schwnagerschaft und nach der Geburt nochal eine starke Trauerphase um meine verlorenen Kinder hatte. Aber ja, ich war ausgesöhnt und hatte gedacht, dass diese Serie von Fehlgeburten nun hinter mir läge. Und mit der erneuten FG riss die Wunde wieder auf, und es gibt Tage, wo ich mir wünsche, ich hätte diese Kiste nicht geöffnet. Andererseits ist es jetzt nicht mehr so schlimm, weil ich ja so oder so Mama bin, und ein Geschwisterchen ist eigentlich die Kirsche auf dem Kuchen. Und dann gibt es Tage, wo ich hoffe, dass es nochmal klappt... wir werden sehen...

Blue-Eyes, ich hoffe, dass es auch bei Dir klappt....

LG


  Re: Wie oft gilt als „normal“ bei frühem Abort?
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  larissa5
Status:
schrieb am 24.11.2018 14:59
Hallo!
Ich denke, man kann das gar nicht so allgemein sagen. Manche abborte haben sicherlich körperliche ursachen bei der frau (bzw. beim mann, wenn fie spermien nicht passen). Es gibt aber garantiert auch fälle, wo es an der eizelle selbst liegt. Auf so einen fall hoffe ich gerade. In so einem fall denke ich, dass mit den chromosonen etwas nicht gestimmt hat und sie es einfach nicht geschafft hat.




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