Unsere Foren

Die Kinderwunsch-Seite
 
News rund um den Kinderwunsch
amicella Network    Gleitgel bei Kinderwunsch: Machen Preseed, Ritex und Prefert schwanger? neues Thema
   Schwangerschaftsraten und Follikelgröße bei Clomifen
   Pimp my eggs ? Eizellqualität verbessern: Was kann man selbst tun?

  Hohe Stimu, schlechtes Ergebnis?
no avatar
   Glueckskind2016
schrieb am 08.07.2018 12:49
Hallo,

meine 3. ICSI sollte ein Sammelzyklus werden und daher wurde auf ärztliche Empfehlung höher stimuliert, mit Menogon 300. Ich selbst war gefühlsmäßig gegen diese hohe Stimulation, aber dachte mir dann ich weiß es doch nicht besser als die Ärzte. Jetzt überlege ich mir, für die nächste Stimu wieder zu dem winning system zurückzukehren - oder vielleicht sogar noch niedriger zu stimulieren? Viel hilft doch nicht automatisch viel?

Mein AMH lag im April bei 2,2. Bisherige Stimulationen:

1. ICSI: 225 Menogon, Ergebnis: 12 Eizellen, 10 davon gut, 8 befruchtet. Alter knapp 39 Jahre
2. ICSI: 225 Menogon, zwischendrin 3 Tage auch Pergoveris (von Freundin übrig), Ergebnis: 13 Eizellen, 12 gut, 10 befruchtet. Alter 39 Jahre

Jetzt bei der 3. ICSI: 300 Menogon, Ergebnis: 7 Eizellen, davon 4 gut und nur 1 befruchtet. Alter 40 Jahre

Punktiert wurde immer am 13. Zyklustag, mit Orgalutran jedes Mal der ES unterdrückt.

Was kann ich im nächsten Versuch anders machen? Ich will nicht glauben, dass es alleine am Alter liegt, dass dieser Versuch im Gegensatz zu den ersten beiden so viel schlechter ist.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.18 18:29 von Glueckskind2016.


  Re: Hohe Stimu, schlechtes Ergebnis?
no avatar
   CaraHope
schrieb am 08.07.2018 13:10
Bei mir war es so: hohe Stimu und alles schoss in nur einige wenige Eizellen und es gab dann sogar einen deutlich früheren Punktionstermin als sonst, weil diese schnell sehr groß waren und die anderen nicht mehr nachziehen konnten. Nur 150 Gonal war bei mir - trotz Alter - immer am allerbesten: Gleichmäßiges und schönes Wachstum der Eizellen und die waren dann auch schön reif und konnten befruchtet werden. Aber jeder ist natürlich anders und theoretisch kann ein Versuch auch mal schlechter verlaufen. Hattest du eine Blutabnahme (FSH-Wert?) und einen Antralfollikelcount vor Stimubeginn? Wenn es noch andere Baustellen gibt, z.B. Endometriose (selbst wenn saniert), kann ich mir vorstellen, dass die Eizellqualität evtl. trotzdem nicht so toll ist. Vielleicht wäre auch eine Punktion am Sonntag oder gar Montag besser gewesen? Ich würde den Biologen fragen, wie es um die Eizellen stand (z.B. ob diese nicht ganz reif waren) und natürlich das Gespräch mit dem behandelnden Arzt suchen. Ich fand es immer gut, dass ich an meiner 2. KIWU-Klinik gleich nach der Punktion ein Arztgespräch mit meinem punktierenden Arzt haben konnte, so dass erste Unsicherheiten dann schon einmal geklärt waren. Natürlich kann man auch anders auslösen als mit Orgalutran. Du schreibst auch nichts über das Protokoll (lang oder kurz?) und man könnte z.B. auch mit Progynova versuchen, den Zyklus vorab etwas zu steuern, um ein möglichst gleichmäßiges Follikelwachstum zu erreichen. Jede Klinik hat da wohl auch ihre Präferenzen.

Wie an anderer Stelle schon geschrieben: trotzdem für den Versuch! Und: Das Alter ist hier bestimmt nicht (der alleinige) Knackpunkt! Sollte das die Aussage der Kinderwunschpraxis sein, dass es vermutlich (allein) daran liegt, würde ich evtl. über einen Wechsel nachdenken. Aber ich bin in dieser Hinsicht eben auch ein gebranntes Kind und etwas sensibel zwinker.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.07.18 13:13 von CaraHope.


  Re: Hohe Stimu, schlechtes Ergebnis?
no avatar
   Glueckskind2016
schrieb am 09.07.2018 19:10
Vielen lieben Dank für deine Antwort, Cara. Ich finde es so toll, dass Du immer noch das Forum bereicherst knuddel

Mir erging es genauso so - wenige große Eizellen - genau genommen nur 2! - und die kleinen konnten nicht mehr nachziehen.

Weder eine Blutabnahme noch einen AFC hatte ich vor dem Versuch; das machen sie leider nicht, einen Zystenausschluß auch nicht. Auf diesen 3 Punkten werde ich jetzt im Folgezyklus bestehen; schade, dass ich als Patientin so zum Mitdenken gezwungen werde und deren Part übernehmen muss... Heute erhielt ich den Anruf, dass der Prof. schon den den nächsten Behandlungsplan fertig gemacht hat und dieser heute an mich rausgeht. Da hab ich all meinen Ärger raus gelassen und gesagt, dass ich unbedingt noch vor Behandlungsbeginn ein Gespräch über diesen misslungenen Versuch haben möchte und den Plan brauchen sie mir erst gar nicht zuschicken ohne Gespräch.
Neugierig wie ich bin, wollte ich aber natürlich wissen, wie der Stimuplan aussehen soll, und siehe da, es gibt eine Veränderung. Starten soll ich am ZT 2 (statt ZT 3) mit 225 Menogon und ab dem 4. Tag mit 187,5 Menogon. Hast du nie Menogon genommen?

Bedingt durch die Endometriose (zweifach saniert) ist die Eizellqualität sicher nicht die Beste, aber so viel schlechter...?
Den Biologen zu fragen ist eine gute Idee, das werde ich machen, auch wenn ich vermute, dass die anderen Eizellen noch zu unreif waren. Wahrscheinlich wäre eine Punktion am Sonntag besser gewesen, aber da im US am Donnerstag schon 2 Follikel bei 20mm waren, wäre Montag für die sicherlich zu spät gewesen und am Sonntag wird nicht punktiert.

Ausgelöst hatte ich nicht mit Orgalutran sondern damit den Eisprung unterdrückt. Zum auslösen nahm ich Ovitrelle 250 - vielleicht war die Dosis zu gering...? In den Versuchen 1 und 2 löste ich mit Brevactid bzw. Triptofem aus, ich glaube es war die gleiche Dosis. Es wurde das Antagonistenprotokoll angewandt.

Den Zyklus vorab mit Progynova zu steuern, kenne ich nicht, aber ich würde Progynova nur ungern zusätzlich nehmen, da Östrogen die Endometriose befeuert. Das nächste halbe Jahr möchte ich möglichst keinen Zyklus ungenutzt verstreichen lassen, da die aktive Partnerimmunisierung nur eine Wirkung für 6 Monate hat (sofern es überhaupt DIE Stellschraube ist...).
Hast du mal im Vorzyklus Progynova genommen?

Nein, dass das Alter der alleinige Knackpunkt ist, wurde mir nicht gesagt. Genau genommen hat sich der Prof. nach der Punktion gar nicht sonderlich geäußert zu der Ausbeute sondern lediglich gesagt er hätte sich mehr erwartet. Hm...

Liebe Grüße


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.07.18 19:12 von Glueckskind2016.


  Re: Hohe Stimu, schlechtes Ergebnis?
no avatar
   CaraHope
schrieb am 09.07.2018 19:42
Ich denke auch, dass ein früherer Stimubeginn besser ist, als Progynova im Vorzyklus zu nehmen. Bei mir hat es auch eher ausgebremst. Menogon (oder war es Menopur) hatte ich nicht vertragen. LH brauchte ich wohl auch gar nicht. Ausgelöst hate ich in Klinik 1 auch immer mit Ovitrelle und ich denke, dass es bei dir auf jeden Fall gut abgestimmt war, schließlich hat man ja die Blutwerte gecheckt. Und Montag wäre sicher zu riskant gewesen und hätte wahrscheinlich auch nichts gebracht, weil die restlichen Folikel noch zu klein waren. Die Blutwerte etc. gerade bei älteren Patientinnen vor Stimustart zu checken, finde ich schon sehr sinnvoll, um dann gegebenenfalls auch die Stimu abzustimmen. Zugeschickte Pläne und dann noch ohne Besprechung finde ich dagegen gruselig. Ausgerechnet in meinem Glücksversuch hatte ich z.B. eine Gelbkörperzyste, die erst noch abbluten musste und daher einen sehr, sehr späten Spritzenstart. Zum Glück hatte der Arzt mitgezogen und ich durfte noch einmal vorbeischauen. Und die Blutwerte waren dann gut und so konnte ich meinen ohnehin letzten Versuch doch noch durchziehen. In solchen Fällen ist es dann von Vorteil, wenn man sehr engmaschig betreut werden kann bzw. auch von der KIWU-Praxis her etwas flexibler ist. Aber man muss halt echt immer selber mitdenken etc.

Ich hoffe, dass dein nächster Versuch wieder viel besser läuft und du auch mehr in die Behandlung einbezogen wirst.

Liebe Grüße


  Werbung
  Re: Hohe Stimu, schlechtes Ergebnis?
no avatar
   Beccipliep
Status:
schrieb am 09.07.2018 21:33
Liebe Glückskind,

wir sind ja beim gleichen Prof. ... Wenn du einen persönlichen Termin zur Nachbesprechung möchtest, dann wirst du wohl ein paar Monate warten müssen... Ich wars nicht
Ganz gut ist er immer per Mail zu erreichen, zumindest bekommt man dann auf die wichtigsten Fragen zeitnah Antworten.

Zur Stimulation: unsere Probleme sind ja etwas anders gelagert, trotzdem hier meine Erfahrung. Ich hatte jetzt mit fast vierzig mein bisher bestes Punktionsergebnis: 13 Eizellen, davon 9 befruchtet, 5 eingefroren und alle vier bebrüteten haben es ins Blastozystenstadium geschafft. Gleichzeitig war es meine niedrigste Stimulation mit Letrozol 3 x 1 für 6 Tage ab Zt 1, Puregon 75IE und Menogon 1/2 Amp. ab Zt. 3, Orgalutran Zt. 10-12, Auslöse mit Triptofem.
Vorher habe ich immer sehr viele Eizellen produziert, wovon es meist nur 1-2/5 zur Blastozyste geschafft haben.

Nur mit Menogon bin ich bisher einmal stimuliert, mein bisher schlechtestes Ergebnis mit zwei Follikeln und einer Eizelle...

Lasst ihr die eine Eizelle jetzt transferieren?

Beccipliep


  Re: Hohe Stimu, schlechtes Ergebnis?
no avatar
   Glueckskind2016
schrieb am 09.07.2018 21:51
Liebe Becci,

vielen Dank für Deine Antwort. Die Hoffnung auf einen zeitnahen Termin habe ich trotzdem; eine Mail zu schreiben war auch eine Überlegung aber er ist diese Woche nicht da.

Menogon scheinte ja bisher gut bei mir zu wirken, ob eine Änderung der Medikamente besser sein könnte, wäre ein Experiment - von dem er scheinbar nichts hält... Ich hatte bisher auch in den beiden Frischversuchen 2 von 5 Blastozysten.
Dein Ergebnis war wirklich super und die niedrige Stimu hat sich anscheinend voll ausgezahlt. Wenn man es nur immer schon vorher wüsste mit was und wie zu stimulieren am Besten wäre...
Du hattest Orgalutran erst ab dem 10. ZT und nur für 3 Tage genommen? Woran hat sich die Vorgehensweise orientiert? An den Blutwerten? Ich musste es ab dem 6. Tag nehmen.

Das lonely egg wurde eingefroren, da wir erst Ende Juli den 2. Termin in Göttingen haben.


  Re: Hohe Stimu, schlechtes Ergebnis?
no avatar
   Beccipliep
Status:
schrieb am 09.07.2018 22:02
Ja, ein Experiment und wenn man Pech hat, ein teures.
Bis zu diesem Schema war es bei mir ein fließender Prozeß, nur Puregon nicht gut, nur Menogon nicht gut, und meist schon bei relativ geringer Stimu Überstimulation, deshalb sind wir bei Letrozol zusätzlich gelandet.

Der späte Orgalutran-Beginn beruht auch auf langsamem nach vorne verlagern anhand der Blutwerte, hatte die ersten Stimus auch an Zt 6 angefangen und dann langsam immer später. Auch da habe ich das Gefühl, dass es die Qualität verbessert. Die entscheidende Ärztin meinte, Orgalutran würde auch die positive körpereigene Hormonproduktion (neben LH) hemmen und die würde man eigentlich gerne mitnehmen. Im letzten Versuch hatte ich eine sehr junge Ärztin, die das etwas skeptisch gesehen hat. Aber offensichtlich hat es funktioniert.

2/5 Blastos ist ja an sich kein schlechtes Ergebnis, das darf man nicht vergessen...

LG, Beccipliep


  Re: Hohe Stimu, schlechtes Ergebnis?
no avatar
   Glueckskind2016
schrieb am 09.07.2018 22:18
Interessant, und bestätigt, was mir auch gesagt wurde. Ich hatte Angst, evtl. einen vorzeitigen ES zu haben. Dr. S. hatte überlegt, notfalls 1,5 Orga zu geben (je nach Blutwerten) am letzten Tag der Stimulation, hat dann aber gesagt, dass dies schlecht sei. Auf meine Nachfrage meinte sie, Orgalutran würde die Eizellqualität negativ beeinträchtigen.

Liebe Grüße
Glückskind




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2021