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  Jena Biopsie - Plasmazellen
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  IchDuErSieEs
schrieb am 24.05.2018 14:19
Hallo zusammen,
ich habe mich eben gefragt nach welcher Methode das Klinikum Jena die Biopsie auf Plasmazellen (bzw. Killerzellen) durchführt? Weiß das evtl. hier jemand genauer?
In diesem Beitrag
[link.springer.com]
wird einmal zwischen der HE (Hämatoxylin-Eosin)-Histologie (Einfärbung) und der CD138 Antikörper "Suche" unterschieden. Ebenfalls hier:
[www.endokrinologikum.com]
In ihrem Flyer:
[www.uniklinikum-jena.de]
wird nur die immunhistochemische Färbung erwähnt.

Da ich immer wieder Schmierblutungen sowohl mitten im Zyklus wie auch kurz vor der Periode habe (+ Antikörper auf Zytomegalie (eine Herpesart)), frage ich mich vorher diese stammen und kam eben auf eine chron. Endometritis.

Und könnten die Plasmazellen ungleich (in der Gebärmutterschleimhaut) verteilt sein, so dass man bei einer Biopsie gerade eine Stelle erwischt in dem keine vorhanden sind?

Vielen Dank! smile


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.05.18 14:21 von IchDuErSieEs.


  Re: Jena Biopsie - Plasmazellen
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  CaraHope
schrieb am 24.05.2018 14:36
Vielleicht kann man in Jena einfach anrufen und nachfragen? Die Schmier- und Zwischenblutungen könnten evtl. auch auf einen Progesteronmangel zurückzuführen sein? Ich glaube nicht, dass man bei einer Biopsie eine ungünstige Stelle erwischen kann, aber glauben heißt ja leider nicht wissen. Entscheidender mag da wohl eher der passende Zeitpunkt für die Biopsie sein, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen. Funktionieren dürften doch eigentlich beide Methoden.


  Re: Jena Biopsie - Plasmazellen
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  IchDuErSieEs
schrieb am 24.05.2018 15:00
Zitat
CaraHope
Vielleicht kann man in Jena einfach anrufen und nachfragen?
.
Hallo CaraHope,
ja da hast du natürlich Recht, dass es Sinn macht direkt in Jena zu fragen smile
Zitat
CaraHope
Die Schmier- und Zwischenblutungen könnten evtl. auch auf einen Progesteronmangel zurückzuführen sein?
Was die SBs direkt vor der Periode angeht, schätze ich auch dass es vom Prog-Mangel kommt (habe eine eher kurze zweite Zyklushälfte, wobei laut Hormonbluttest wohl alles soweit ok ist). Was mir mehr Sorgen bereitet sind die SB mitten im Zyklus etc.
Zitat
CaraHope
Funktionieren dürften doch eigentlich beide Methoden.
Auf der einen Homepage wird dies gesagt (auf der zweiten wird auch in etwa dies ausgesagt):
"Ein Test mit hoher Sensitivität und Spezifität (im Vergleich z.B. zur deutlich schlechteren HE-Färbung) ist der immunhistochemische Nachweis von Plasmazellen im Endometrium mit Hilfe des Plasmazell-spezifischen Antikörpers CD138"
Was für mich bedeutet dass die HE-Färbung teils schlechter als der Antikörper-Test ist.


  Re: Jena Biopsie - Plasmazellen
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  CaraHope
schrieb am 26.05.2018 15:02
Bist du schon schlauer geworden, was den Unterschied der Testmethoden betrifft? Wg. der Schmierblutungen würde ich evtl. einfach mal an verschiedenen Zyklustagen mir Blut abnehmen lassen, also den Zyklus überwachen lassen.


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  Re: Jena Biopsie - Plasmazellen
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  IchDuErSieEs
schrieb am 30.05.2018 11:31
Hallo Cara,
ich habe eine Antwort von Jena bekommen, aus der ich aber auch nicht so viel schlauer geworden bin. Ich habe jetzt nochmal detailierter nachgefragt. Ich weiß nicht ob ich hier die Antwort so ins Forum schreiben kann, daher falls Interesse besteht gerne per PN.
Zur Hormonlage: Bluttest an ZT5 ergab meist höchstens 1-2 etwas erhöhte männl Hormone, kurz vor ES gab es auch mal mehr Werte die aus der Reihe tanzten. Nach ES hab ich nur BTs aus 2015/16 glaub ich.


  Re: Jena Biopsie - Plasmazellen
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  IchDuErSieEs
schrieb am 09.07.2018 13:13
Hallo,

für evtl. diejenigen die für später die Info haben möchten, hier die Info von Jena:
1) Wir färben generell das Gewebe zur Darstellung der Zellkerne mit Hämatoxylin (H, blaue Färbung) sowie je nach Fragestellung -Plasmazellen oder uNK-Zellen- mit spezifischen Antikörpern (Immunhistochemie, braune Färbung). Die Plasmazellen werden spezifisch mit einem monoklonalen CD138-Antikörper sowie die uNK mit einem monoklonalen CD56-Antikörper gefärbt.

2)bei einer Histologischen Färbung wird immer das gesamte Gewebe angefärbt. Als Basisfärbung in unserem Labor dient hier das Hämatoxilin. Mit Hämatoxilin wird das Gewebe quasi sichtbar gemacht. Es färbt die Zellkerne blau und zeigt somit die Gewebestrukturen. Wenn es darum geht Antikörper anzufärben braucht es einen zweiten Farbstoff um die entsprechenden Antikörperpositiven Zellen von dem restlichen Gewebe zu unterscheiden. Dieser wird durch die Antikörperfärbung sichtbar gemacht.
Wenn man also zum Beispiel die CD138- Färbung durchführt, wird zuerst der Antikörper auf das Gewebe aufgetragen um die CD138 positiven Zellen braun anzufärben und später das Hämatoxilin um das restliche Gewebe sichtbar zu machen. Das alles geschieht auf einen Objektträger.
Wenn bei Ihnen beide Antikörper getestet werden, wird also folglich ein Objekträger für die CD138 (mit Hämatoxilin)-Färbung benötigt und ein Objektträger für die CD56 (mit Hämatoxilin)-Färbung.


  Re: Jena Biopsie - Plasmazellen
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  IchDuErSieEs
schrieb am 01.11.2018 09:33
Da dieser Thread in den News verlinkt wurde und ich noch im Nachgang zu meiner Anfrage im Sommer ein paar Mails mit Prof. Udo Markert gewechselt habe, wollte ich die Informationen noch teilen:
ich hatte ihn gefragt ob denn evtl. in der Schleimhautprobe nichts gefunden wird obwohl doch ein "Befall" vorliegt weil die Bakterien, etc ungleich verteilt seien und ob es evtl. Erkenntnisse gibt die einen Einfluss der Schleimhautdicke für das Ergebnis sieht.
Darauf antwortete er mir:
1) "Das ist eine sehr gute Frage, die wir bereits an einer kleinen Gruppe im Labor untersuchen konnten. Es ist tatsächlich so, wie Sie es vermuten, aber die Wahrscheinlichkeit, dass eine nicht-repräsentative Stelle untersucht wird, liegt schätzungsweise bei 10-20 %."
2)"nein, leider gibt es noch keine Studien zum Einfluss der Schleimhautdicke. Bei dünner Schleimhaut hat sich aber wohl das Medikament Granocyte bewährt."




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