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  Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   Co990
Status:
schrieb am 11.04.2018 08:36
Guten Morgen

ich habe PCOS und nach drei erfolglosen Clomi Zyklen wurden bei der Bauchspiegelung zwei kleine, jedoch tiefe Endometriose Stellen gefunden und entfernt.

Anschließend führten wir noch einen Clomi Zyklus mit GvnP durch und anschließend drei IUI's mit Puregon Stimulation. Leider bisher alles erfolglos.

Seit letzter Woche Stimuliere ich nun mit Puregon für die 1. IVF.

Nun meine Frage; Ist die Wahrscheinlichkeit mit Endo schwanger zu werden eingeschränkt, auch wenn man eine IVF durchführt?


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   jumptheysay
schrieb am 11.04.2018 08:55
Es ist möglich, dass die Endo die Einnistung erschwert (hier ist es zum Teil erklärt: [www.ivf-nuernberg.de]). Das muss aber nicht sein und viele Frauen mit Endometriose werden problemlos schwanger.

LG


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   IchDuErSieEs
schrieb am 11.04.2018 09:26
Hallo,
ich kann von mir berichten:
habe eine leichte Endo (jedoch keine Ahnung wie tief infiltriert, steht im OP-Bericht bzw. Entlassungsbrief nicht drin) und hatte bei meiner ersten IVF (auch mit Puregon) eine biochem. Schwangerschaft.

Die Wahrscheinlichkeiten hängen mit dem Grad der Endo zusammen bzw. hauptsächlich wie tief betroffen die Schleimhaut ist und wo sie "befallen" ist.

Wurde denn Adenomyose ausgeschlossen?


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   Mia2018
schrieb am 11.04.2018 09:45
Ich hatte seit Jahren Endo IV Grades (also ganz schlimm), 3 OPs hinter mir, vom linken Eierstock ist nicht viel übrig, ein Eileiter eintfernt, anderer zu, aber trotzdem hat es beim ersten ICSI Versuch mit 36 geklappt! Mein Ratschlag wäre, eine sehr erfahrene Klinik suchen, und sich die Zeit nehmen, moglichst Stress meiden.. ich hatte fur die ganze Zeit ab dem ersten Stimulationstag frei, war spazieren, habe gut und gesund gegessen etc. Ich wünsche dir vom Herzen dass es bald klappt!


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  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   IchDuErSieEs
schrieb am 11.04.2018 10:01
Mia,
wie sah deine Stimulation aus? Welche Medis hast du genommen?

Ich bin ganz normal arbeiten gegangen (Bürojob), war nur an PU krank geschrieben..


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   Co990
Status:
schrieb am 11.04.2018 10:09
Was ist denn eine Adenomyose, das hab ich noch nie gehört :-/ Ich bin allerdings von der ärztlichen Leiterin in einem Klinikum operiert worden, welches auch ein Endometriosezentrum ist. Da ich bisher nichts davon gehört habe, denke ich, das sie das ausgeschlossen hat, aber ich weiß es leider nicht sicher.

Vielen Dank für eure aufmunternden Worte. Ich hoffe einfach mal, dass bereits die 1. IVF erfolgreich ist. Ich bin auch erst 27, das ist ja grundsätzlich eine gute Voraussetzung


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   IchDuErSieEs
schrieb am 11.04.2018 10:13
Zitat
Co990
Was ist denn eine Adenomyose, das hab ich noch nie gehört :-/ Ich bin allerdings von der ärztlichen Leiterin in einem Klinikum operiert worden, welches auch ein Endometriosezentrum ist. Da ich bisher nichts davon gehört habe, denke ich, das sie das ausgeschlossen hat, aber ich weiß es leider nicht sicher.
Das ist gut dass du in einer Spezialklinik warst! smile
Falls du dich noch ein wenig informieren möchtest über Adenomyose: [www.uterus-myomatosus.net]


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   Mia2018
schrieb am 11.04.2018 13:31
Ich habe mit der Pille angefangen, dann Enantone Gyn Spritze (die ist auch gut fuer Endo) bekommen, und stimmuliert habe ich mit Ovaleap, recht hoch dosiert. 8 EZ, 4 befruchtet, 2 in bester Qualitaet zurueckbekommen, ein gesundes Baby zur Welt gebracht! smile


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   Mia2018
schrieb am 11.04.2018 13:34
Und ein Myom wurde auch vorher rausoperiert... also ich war eine ziemliche Baustelle... Und es hat geklappt!


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   sunshine2204
Status:
schrieb am 11.04.2018 15:20
Hallo,
dass Endometriose die Chance auf eine Schwangerschaft verschlechtert, kann pauschal sicher nicht gesagt werden. Kommt sicherlich auf die individuelle Ausprägung drauf an und welche Organe von der Endo „befallen“ sind und, ob wie bei einer gesunden Frau regelmäßige Zyklen mit Eisprüngen vorhanden sind. Bei der Beschäftigung mit dem Thema und Unterhaltung mit Endometriosespezialisten findet man Hinweise darauf, dass Endometriose evtl. durch immunologische und andere unbekannte Faktoren die Einnistung erschweren kann, aber nicht muss.
Habe selbst eine schwere Endometriose, die schon mehrfach operiert wurde. Bei mir hat die Endo aber Eierstöcke und Eileiter verschont, so dass ich eigentlich die Chance gehabt hätte auf natürlichem Weg schwanger zu werden. Aber zum schwanger werden gehört auch der männliche Part, der laut meinem Doc ein gutes Spermigramm haben sollte, damit es klappen kann. Dies trifft bei uns leider nicht zu, so dass wir auf die ICSI-Behandlung angewiesen sind. Bevor ich nach meiner letzten OP die Pille zum schwanger werden absetzen wollte, hat mir mein Operateur auf den Weg gegeben, erst den Mann zu checken, um auch nicht unnötig Zeit zu verlieren.
Kann dir nahelegen unbedingt ein KIWU-Zentrum zu suchen, dass sich mit Endometriosepatientinnen auskennt und individuell darauf eingeht.
Wie du aus meiner Signatur entnehmen kannst, haben wir uns erst für ICSI-Versuche im natürlichen Zyklus ganz ohne hormonelle Stimulation entschieden und sind dann nach zwei negativen Versuchen und wieder Einnehmen der Pille im Langzeitzyklus direkt auf eine sanfte Stimulation mit Puregon in Kombination mit Letrozol, zur Senkung des Östrogenspiegels umgestiegen. Um mein Immunsystem „runter zu fahren“, wurde nach Anweisung meines Docs noch Prednisolon 15 mg ergänzt. Und was soll ich sagen: Mein Bluttest am Montag war positiv!

Unabhängig von einer IVF kann ich dir aber aus meinem Freundeskreis auch von einem sehr positiven Beispiel einer schwer Enfometriosegeplagten berichten, die trotz nur noch einem Eierstock nach wenigen Zyklen schwanger wurde und ein gesundes und wunderhübsches Mädchen zur Welt gebracht hat.

Drücke dir für die laufende Behandlung ganz fest die Daumen!

Viele Grüße

sunshine2204


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   IchDuErSieEs
schrieb am 11.04.2018 15:45
Zitat
sunshine2204
dass Endometriose die Chance auf eine Schwangerschaft verschlechtert, kann pauschal sicher nicht gesagt werden. Kommt sicherlich auf die individuelle Ausprägung drauf an und welche Organe von der Endo „befallen“ sind und, ob wie bei einer gesunden Frau regelmäßige Zyklen mit Eisprüngen vorhanden sind. Bei der Beschäftigung mit dem Thema und Unterhaltung mit Endometriosespezialisten findet man Hinweise darauf, dass Endometriose evtl. durch immunologische und andere unbekannte Faktoren die Einnistung erschweren kann, aber nicht muss.
Hi,
glaube keiner hat bisher gesagt dass es nicht vom Grad der Endo bzw welcher Teil der Gebärmutter, Eileiter, etc "befallen" ist abhängt.
Keinen Eisprung haben hat aber nichts mit Endo zu tun (eher mit PCO(S)), eher dass wegen der Kontraktfähigkeit der Eileiter die Eizelle nicht befruchtet werden kann oder eben "hängen" bleibt..
Auch korellieren die Symptome (Schmerzen, etc) nicht unbedingt mit der Schwere der Endo.


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   Hanna1982
schrieb am 11.04.2018 16:32
Hallo, bei mir wurde 2014 Endo festgestellt (Verwachsungen mit Blase und Darm) dann hab ich knapp 2 Jahre die Visanne genommen und jetzt seit 2 Jahren unerfüllten Kinderwunsch. Im Januar waren wir in einer Kinderwunschklinik das spermiogramm ist sehr gut. Es bestand der Verdacht, dass meine Eileiter verklebt sind. Dann wurde Mitte März erneut eine Bauchspiegelung gemacht und an beiden Eierstöcken wurden Endoherde entfernt. Sonst alles in Ordnung. Mir wurde gesagt dass grundsätzlich durch die Durchführung einer Bauchspiegelung die Chancen steigen schwanger zu werden und ich hätte allgemein die nächsten 3 Monate gute Chancen. Trotzdem haben wir uns entschieden direkt mit Clomifen zu "unterstützen" morgen ist Zyklustag 10 und der erste Ultraschall und ich bin schon sehr gespannt.
Ich hatte übrigens gefragt ob die Beiden Endoherde die Ursache sind dass es bisher nicht geklappt hat die Ärztin meinte, dass man das nicht genau sagen kann.


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   Mia2018
schrieb am 12.04.2018 09:20
Hallo Sunshine,

ich sehe dass Du OHSS Grad 3 hast. Geht es Dir gut? Ich soll im Mai mit 300ie Pergoveris starten und habe auch ein bisschen Angst vor OHSS, weil die Dosis recht hoch ist...


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   Barca Baby
Status:
schrieb am 12.04.2018 22:44
Die Endo ist halt fies, ich wurde operiert und hatte nur Grad II, trotzdem kam es auch nach mehreren Transfers nicht zum Erfolg. Die unterschwellige chronische Entzündung im Unterleib kann dazu führen, dass es ein Embryo schwer hat. Ich habe es dann mit der Einnahme von Prednisolon bei der 3. ICSI geschafft schwanger zu werden und zu bleiben. Das unterdrückt die Entzündung und Abwehrreaktion des Körpers. Ob es jetzt dadurch geklappt hat oder Zufall war weiß ich nicht.
Ich wünsche dir viel Glück!


  Re: Endometriose - geringere Chance auch bei IVF?
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   Co990
Status:
schrieb am 13.04.2018 11:55
Vielen Dank für eure Antworten. Ich hab später sowieso Ultraschalltermin. Ich denke ich werden den Prof. mal fragen was er von Prednisolon hält.... hast du es erst ab PU genommen oder bereits vorher?




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