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  Chlamydien cHSP60 - Therapieempfehlung Dr. Reichel-Fentz
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   Wolfsbabe
schrieb am 14.03.2018 18:34
Hallo Mädels,

heute brauche ich mal wieder euren Rat und Beistand. Hatte heute mein Telefonat mit Frau Reichel-Fentz.
Zu unserer Vorgeschichte: 3x ICSI, 2x Kryo ohne Einnistung, immer gute Embryonen, Stimu und Punktion gut verlaufen, Befruchtungsrate gut usw.
Sie sieht den Grund dafür, dass es noch nicht geklappt hat (nicht mal Mini-Einnistung) in einer alten Chlamydieninfektion bei mir. Der IgG-Titer sei dabei unbedeutend und eine Serumnarbe, aber der IgA-Titer würde auf eine aktive Infektion hinweisen und auch cHSP60 ist erhöht. Sie empfiehlt nun eine Antibiose und Cortison.
Wer von euch hat einen ähnlichen Befund und Erfahrungen mit der Behandlung gesammelt?
Die Durchgängigkeit der Eileiter wurde schon zweimal geprüft (Flüssigkeit durchgespült im Ultraschall, aber noch keine Bauchspiegelung), alles i.O. Die Serologie ist bei meinem Mann negativ.
Vor zwei Jahren wurde schon mal eine Serologie gemacht, da war der IGA 42, es folgte eine dreiwöchige Antibiose, jetzt war der IgA bei 35.

Ich verstehe das alles nicht. Könnt ihr mir helfen?

Liebe Grüße
Eure Wolfsbabe


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.03.18 19:48 von Team Kinderwunsch-Seite.


  Re: Chlamydien - Therapieempfehlung Dr. Reichel-Fentz
avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 14.03.2018 19:44
Hallo,

man geht bei Vorliegen chlamydialer Heat Shock Proteine von einer chronischen Entzündung aus, die von Chlamydien ausgelöst wurde, ohne dass aktuell weiterhin Chlamydien dafür verantwortlich ein müssen. Es wird angenommen, dass autoimmune Prozesse dabei eine Rolle spielen könnten. Die wissenschaftliche Datenbasis dazu ist jedoch überschaubar, wenn es um die Behinderung einer Einnistung bei IVF geht. Im Hinblick auf Tubenschäden gibt es da mehr .

Es gibt also keinen Nachweis einer signifikanten Bedeutung des cHSP60 bei der Einnistung.

Wenn aber - wie bei Ihnen - auch Hinweise auf eine aktive Infektion bestehen, dann ist die Antibiotikagabe durchaus angezeigt, wobei auch hier nicht wirklich klar ist, ab sich dadurch die Schwangerschaftsraten verbessern. In Anbetracht Ihrer Vorgeschichte ist es einen Versuch wert.

Sie müssen das nicht alles verstehen. Gäbe man kein Antibiotikum und Cortison, wäre Ihnen möglicherweise ebenso geholfen. Die Indikation für diese Therapie ergibt sich fast ausschließlich durch die Tatsache, dass Sie 5 Transfers ohne Schwangerschaft hatten, nicht durch die cHSP60 an sich.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite

  Signatur   Dr. Breitbach - Reproduktionsmediziner



  Re: Chlamydien - Therapieempfehlung Dr. Reichel-Fentz
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   Wolfsbabe
schrieb am 14.03.2018 21:00
Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Ist es denn sinnvoll eine Bauchspiegelung durchführen zu lassen, wenn die Eileiterdurchspülung (Hysterosalpingosonografie) unauffällig war? Könnten Saktosalpinx oder Verwachsungen dennoch vorliegen?


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.18 05:43 von Wolfsbabe.


  Re: Chlamydien - Therapieempfehlung Dr. Reichel-Fentz
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   Nordlicht_84
Status:
schrieb am 15.03.2018 09:32
Das würde mich auch sehr interessieren...
Bei mir ist die Situation nämlich fast dieselbe:
Eine Chlamydien-Infektion vor ca. acht Jahren (wurde damals mit Antibiotikum behandelt)
Insgesamt vier Transfers mit zwei "Mini-Einnistungen", also nur ganz kurz.
Gebärmutterspiegelung wurde ja schon gemacht, aber vllt liegen dennoch Verwachsungen vor?


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  Re: Chlamydien - Therapieempfehlung Dr. Reichel-Fentz
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   miss_kiwu
Status:
schrieb am 15.03.2018 12:09
Hallo Wolfsbabe

ich bin auf deinen thread gestoßen weil wir uns auch überlegen nach einer Fehlgeburt und einer biochemischen Schwangerschaft ein paar Sachen testen zu lassen vor dem nächsten Versuch.
Was ich aber nicht verstehe ist die Eileiterprüfung, das wurde uns nämlich auch vorgeschlagen.
Wir sind doch sowieso schon IVF/ICSI Kandidaten, da ist doch die Durchlässigkeit eigentlich nicht relevant???

Vielleicht stehe ich nur auf dem Schlauch?

LIebe Grüße



  Re: Chlamydien - Therapieempfehlung Dr. Reichel-Fentz
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   Wolfsbabe
schrieb am 15.03.2018 15:47
@misskiwu: Die Eileiterüberprüfung wurde bei uns gemacht mittels Ultraschall zu Beginn unserer KiWu-Karriere, als alles abgeklärt wurde, und ein zweites Mal vor unserer 2. ICSI während einer Gebärmutterspiegelung mit Scratching.
Das Problem bei uns ist das schlechte Spermiogramm, allerdings habe ich noch ein Fünkchen Hoffnung, dass es doch noch klappen könnte. Auf natürlichem Wege, eines Tages... (Ich weiß, das ist leider sehr unwahrscheinlich). Trotzdem, mir ist es nicht egal, was mit meinen Eileitern ist.
Ein Problem könnte sein, egal ob man IVF oder ICSI macht, eine Saktosalpinx (z.B. nach Chlamydieninfektion), dann gelangt giftige Flüssigkeit in die Gebärmutter und eine Einnistung kann verhindert werden. In diesem Fall würde man die Eileiter entfernen, um die Erfolgsaussichten zu erhöhen. Die Frage, ist der Verdacht da oder nicht. Wenn ja, müsste man das abklären lassen.

Liebe Grüße


  Re: Chlamydien - Therapieempfehlung Dr. Reichel-Fentz
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   Wolfsbabe
schrieb am 15.03.2018 15:50
@Nordlicht: Man müsste eine Bauchspiegelung machen, um Verwachsungen erkennen zu können.
Bin gespannt, was meine KiWu dazu sagt. Ich würde es nur ungern machen lassen und ich denke, dass es auch nicht sinnvoll ist.
Laut Frau R-F lässt sich eine Saktosalpinx auch im Ultraschall erkennen.




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