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  Granocyte sinnvoll?
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   brooklyn2003
schrieb am 16.09.2016 12:08
Hallo
Wir sind seit Januar 2015 in Behandlung. Erste ivf haben wir leider erfolglos hinter uns. Mein Arzt hat die KIR Gene bestimmen lassen und ich habe sie nicht. Also die besagten 3 die für die Einnistung zuständig wären. Er rät Granocyte zu spritzen.
Ein anderer Arzt in der Praxis hält davon gar nichts.
Ich überlege jetzt zum nächsten Versuch das zu spritzen.
Was habt ihr für Erfahrungen?


  Re: Granocyte sinnvoll?
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   KWBiene
schrieb am 16.09.2016 13:59
Hallo Brooklyn,
Du wirst auch hier im Forum sehen, dass die Meinungen auseinander gehen bei diesem Thema...
Kurzum, bei mir hat es eindeutig geholfen...mir fehlen diese aktivierenden KIRgene ebenfalls...ich hatte allerdings zuvor 8 iscis...
(Für beide Kinder 11 iscis mit 7 Schwangerschaften....)
Problem bei mir war Einnisrung und Kind behalten (nicht vom Körper abgewehrt werden...)

Ich weiß nicht, ob ich es nach 1 isci oder IVF schon genommen hätte...
1. ist es ja nicht erwiesen, dass es hilft
2. noch keine jahrelangen Erfahrungen bzgl gesundheitlicher Risiken
3. ist es sehr teuer....
4. heißt es ja, dass auf 4 frischversuche ein Kind kommt

Bei uns war es das ausschlaggebende Puzzleteil und wir sind bisher alle noch gesund und wohlauf!

Lg und viel Glück
Falls Du noch Fragen hast gerne via PN, weil ich nur alle paar Tage mal hier bin..

Biene


  Re: Granocyte sinnvoll?
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 16.09.2016 15:41
Zitat
brooklyn2003
Hallo
Wir sind seit Januar 2015 in Behandlung. Erste ivf haben wir leider erfolglos hinter uns. Mein Arzt hat die KIR Gene bestimmen lassen und ich habe sie nicht. Also die besagten 3 die für die Einnistung zuständig wären. Er rät Granocyte zu spritzen.
Ein anderer Arzt in der Praxis hält davon gar nichts.
Ich überlege jetzt zum nächsten Versuch das zu spritzen.
Was habt ihr für Erfahrungen?

Hallo Brooklyn,
wie KWBiene schon sagt, gehen hier die Meinungen auseinander.
Ich bin auch KIR Genotyp AA. Das wurde aber erst festgestellt, nachdem ich mit Zwillingen schwanger wurde und bis zur 22. SSW blieb. Die Frühgeburt hatte mit den KIR-Genen nichts zu tun. Deshalb glaube ich auch nicht, dass sie Ursache für die dann folgenden Fehlgeburten waren.

Nach nur einer IVF würde ich auch nicht zu solchen Mitteln greifen.

LG
Juna


  Re: Granocyte sinnvoll?
avatar    Luzie***
Status:
schrieb am 16.09.2016 15:55
Hi,

ich bin trotz fehlender KIR-Gene 4 x schwanger gewesen ohne Granozyte, die Fehlgeburten waren nachweislich chromosomaler Natur.

Mich persönlich überzeugt die, mehr als dünne, Studienlage nicht, daher habe ich es nicht genommen.

Und eine negative IVF ist nun mal statistisch wahrscheinlicher als dass es gleich im ersten Anlauf klappt. Da wäre ich, wie Juna auch schreibt, mit Granozyte noch zurückhaltend.

Alles Gute,
Luzie


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  Re: Granocyte sinnvoll?
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   brooklyn2003
schrieb am 16.09.2016 16:15
Danke für eure Antworten.
Vielleicht muss ich noch erwähnen das ich 2015 6X mit Gonal stimuliert habe und wir .....nach Zeitpunkt hatten. Da war ich einmal schwanger aber nach ein paar Wochen schon nicht mehr.
Ich habe ein Pco Syndrom und ich weiß auch das die erste gescheiterte Ivf noch kein Untergang ist. Hatte 31 Eizellen, 17 haben sich befruchten lassen. Durch eine Überstimmulation letztes Jahr wurden sie diesmal zur Vorsicht erst eingefroren. Erstes auftauen waren nur D Qualität. Nicht schwanger. Zweites Auftauen wurden keine eingesetzt weil sie schlecht waren. Drittes Mal wohl ein C und ein D. Nicht schwanger.
8 mal 14tage lang auf ein Schwangerschaftstest zu warten ist wie ihr alle wisst einfach belastend.
Deshalb stelle ich mir jetzt einfach die Frage ob diese Gene wirklich fehlen in der Einnistung.
Morgen fange ich wieder mit Gonal an zu stimulieren. Ende September dann Punktion. Bis dahin muss ich mir das überlegt haben.


  Re: Granocyte sinnvoll?
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   Ohana84
Status:
schrieb am 16.09.2016 16:39
Nach 4 negativen Transfers und 2 biochemischen Schwangerschaft bin ich nach dem 6. Transfer und dem ersten Mal mit Grano schwanger. Mir fehlen 6 KIRs. Mein Prof hielt auch nicht so viel davon, hat mich aber gewähren lassen. Meine Meinung ist daher klar. zwinker

Alles Gute
Ohana


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.09.16 16:45 von Ohana84.


  Re: Granocyte sinnvoll?
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   Jasha
schrieb am 16.09.2016 20:12
Hallo brooklyn,

mir fehlen nicht nur mehrere aktivierende KIR-Gene, sondern ich habe laut Arzt weitere immunologische Hindernisse, so dass eine Einnistung ohne Granocyte im Prinzip nicht möglich wäre. Was soll ich sagen? Ich habe etliche ICSI-Versuche mit Granocyte hinter mir und es kam bei diesen Versuchen nicht zum Hauch einer Einnistung. Schwanger wurde ich bisher immer nur ohne Granocyte. Meiner persönlichen Erfahrung nach müsste ich daraus folgern, Granocyte lieber wegzulassen.

Sicher gibt es auch Frauen, bei denen es ausgerechnet beim Versuch mit Grano geklappt hat. Aber wer weiß, ob es da überhaupt Zusammenhänge gibt oder wie weit da schlicht und ergreifend der Zufall mitgespielt hat. Die Kausalität nachzuvollziehen ist immer so eine Sache. Letztlich braucht es den richtigen Embryo. Und den zu finden kann leider manchmal ganz schön mühsam sein.


  Re: Granocyte sinnvoll?
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 16.09.2016 22:41
Zitat
brooklyn2003
Danke für eure Antworten.
Vielleicht muss ich noch erwähnen das ich 2015 6X mit Gonal stimuliert habe und wir .....nach Zeitpunkt hatten. Da war ich einmal schwanger aber nach ein paar Wochen schon nicht mehr.
Ich habe ein Pco Syndrom und ich weiß auch das die erste gescheiterte Ivf noch kein Untergang ist. Hatte 31 Eizellen, 17 haben sich befruchten lassen. Durch eine Überstimmulation letztes Jahr wurden sie diesmal zur Vorsicht erst eingefroren. Erstes auftauen waren nur D Qualität. Nicht schwanger. Zweites Auftauen wurden keine eingesetzt weil sie schlecht waren. Drittes Mal wohl ein C und ein D. Nicht schwanger.
8 mal 14tage lang auf ein Schwangerschaftstest zu warten ist wie ihr alle wisst einfach belastend.
Deshalb stelle ich mir jetzt einfach die Frage ob diese Gene wirklich fehlen in der Einnistung.
Morgen fange ich wieder mit Gonal an zu stimulieren. Ende September dann Punktion. Bis dahin muss ich mir das überlegt haben.

Bei einem gesunden Paar in mittleren KiWu-Alter sagt man, dass es bis zu 18 Zyklen dauern kann, bis eine Schwangerschaft eintritt, ohne dass Rückschlüsse auf Probleme gezogen werden können. 6x Stimu mit GVnP ist sehr belastend für die Psyche, aber dennoch kein Anhaltspunkt für Probleme über das PCO hinaus.
Ich habe selbst auch PCO und bei so vielen EZ mit mittlerer bis schlechter Quali (schließe ich aus deinen Ausführungen) liegt für mich da das Problem der bisher fehlenden Einnistung klarauf der Hand.

Es ist so, wie du schreibst. Die nächste Behandlung ist geplant und du musst entscheiden, ob du es mit Grano probieren willst. Egal ob mit oder ohne, die Behandlung kann klappen oder scheitern. Am Ende wird man Rückschlüsse ziehen, die vielleicht gar nicht stimmen. Wenn du das Gefühl hast, dass Grano hilft, dann probier es aus. Aber bedenke, dass auch dabei am Ende zählt, ob es einen einnistungsfähigen Embryo gab. Grano ist auch kein Selbstläufer.

Es gab auch mal einige Stimmen, die von der Erfahrung berichtet haben, dass es mit Grano zu Einnistungen und dann zu frühen FGs kam, sodass vermutet wurde, dass sich unter Grano auch nicht lebensfähige Embryos einnisten. Wenn du über die Suchfunktion nach älteren Beiträgen zum Thema suchst, könntest du da noch fündig werden.

LG
Juna


  Re: Granocyte sinnvoll?
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   brooklyn2003
schrieb am 17.09.2016 09:04
Ich glaube auch einfach das ich für mein Gewissen das Granocyte ,meine ausprobieren zu müssen. Natürlich kann Am Ende keiner sagen woran es gelegen hat.
Ich bin 30, mein Mann 32. Sein Spermiogramm ist gut laut Arzt. Ich frage mich auch warum die Qualität der befruchteten Eizellen so" schlecht " ist. Weil das PCO Problem haben wir ja mit Stimmu und Punktion behoben.
Ach man, ich hoffe jetzt nur das der nächste Wurf besser wird.

Hat einer von euch schon mal was gehört von Ayurveda in der Kiwubehandlung?
Ganz liebe Grüße


  Re: Granocyte sinnvoll?
avatar    Luzie***
Status:
schrieb am 17.09.2016 09:41
Zitat
Juna30

Es gab auch mal einige Stimmen, die von der Erfahrung berichtet haben, dass es mit Grano zu Einnistungen und dann zu frühen FGs kam, sodass vermutet wurde, dass sich unter Grano auch nicht lebensfähige Embryos einnisten. Wenn du über die Suchfunktion nach älteren Beiträgen zum Thema suchst, könntest du da noch fündig werden.

Das ist das Ergebnis einer Studien zu Granozyte. Was bringt mir da eine eintretende Schwangerschaft, wenn diese dann in einer Fehlgeburt endet. Ich würde eher bei der Stimulation ansetzten, ggf. bringt ein Wechsel der Stimulationsmedikamente eine bessere Eizellqualität.
Ist die nicht aufgrund des PCOs eingeschränkt? Ich hatte da so was in Erinnerung.

Brooklyn,

Ayuveda hilft höchstens fürs Wohlbefinden und die Psyche, dass es die Eizellqualität verbessert halte ich für nicht sehr wahrscheinlich. Dann würde ich das Geld doch eher noch in Granozyte investieren ...

Alles Gute nochmal,
Luzie


  Re: Granocyte sinnvoll?
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 18.09.2016 00:37
@Luzie @brooklyn

Ja richtig. Häufig ist bei PCO-Patientinnen die EZ-Quali eingeschränkt. Das kann mehrere Gründe haben, u. a. die längere Versorgung in vorangegangenen Zyklen mit Zyklushormonen, die den individuellen Schwellenwert zur Reifung des Follikels allerdings nicht erreichen und zum anderen beobachtet man auch immer wieder das Phänomen "je mehr Follikel durch Stimu reifen, um so schlechter die Qualität".

Unser Forumsdoc erklärte mir vor einigen Jahren mal, dass sie deshalb in BM versucht hätten mmer weniger EZ reifen zu lassen. Das Prinzip "je weniger, desto besser" endet aber bei 7 EZ. Die beste Qualität sollen die EZ im Durchschnitt haben, wenn 7 (+/-2) EZ punktiert werden konnten. Das ist bei PCO-Patientinnen oft schwer umzusetzen.

@brooklyn
Daher stimmt das Fazit "PCO durch Stimu und PU umgangen" meiner Meinung nach nur bedingt.

Und auch wenn es frustrierend bleibt, ziehe ich noch mal das Fazit, dass 6x GVnP + 1 IVF/ ICSI ohne Einnistung kein zwingender Grund sind, um nach weiteren gravierenden Problem zu suchen. Denn: Wer sichet, der findet.

Viel wichtiger, als nun zur Holzhammermethode zu greifen, die auch keine Erfolgsgarantie ist, finde ich die nächste Behandlung zu optimieren. Wie wurde stimuliert und womit? Wie lief die Follikelreifung? Wie war das Befinden nach Punktion?
Wie viele Embryonen können maximal weiter kultiviert werden?


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.09.16 00:43 von Juna30.




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